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	<title>Philipponen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Über-Blick am 3. Mai 2024 um 10:26 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipponen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipper, Filiponen, Philippowzy, Filippowzy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind eine Richtung der [[Bespopowzy|priesterlosen]] [[Altorthodoxe]]n, die auf einen russischen Mönch namens Philipp zurückgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philipponen galten als die radikalste Gruppe unter den altorthodoxen Raskolniki, da sie den Eid, die Ehe und das Gebet für den Zaren ablehnten und in ihrem [[Radikalismus]] bis zur [[Selbstverbrennung]] gingen. In der (deutschen) Literatur wird allerdings oft nicht klar unterschieden zwischen diesen russischen Philipponen und den weniger radikalen Richtungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. den &amp;#039;&amp;#039;Pomorzy&amp;#039;&amp;#039; (heute bestehend als [[Altorthodoxe Pomorische Kirche]]) und den &amp;#039;&amp;#039;Fedossejewzy&amp;#039;&amp;#039; in Polen und [[Ostpreußen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://philipponia.w.interia.pl/history.htm |wayback=20110320200842 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-05-07 09:05:06 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztere siedelten vorwiegend in [[Masuren]], wo sie ganze Dörfer bzw. geschlossene Siedlungen gründeten. Von den [[Preußen|preußischen]] Behörden wurden 1823 die Philipponen auch freundlich aufgenommen und am [[Jezioro Duś|Dusssee]] ({{plS|Jezioro Duś}}) bei [[Wojnowo (Ruciane-Nida)|Eckertsdorf]] (polnisch &amp;#039;&amp;#039;Wojnowo&amp;#039;&amp;#039;) angesiedelt, wo sich noch heute eines ihrer Klöster befindet. Im Verlauf des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts näherten sich ihre religiösen Ansichten denen der Pomorzy. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegründet wurde die Religionsgemeinschaft von dem [[Nowgorod]]er [[Strelizen]] Photius (* 1675), der Mönch wurde und als solcher Philipp hieß. Ihm zufolge gab es nur einen Zaren, nämlich den Zaren im Himmel, und nur eine Hierarchie, nämlich die Hierarchie der Engel. Für solche Lehren zeigte sich die irdische Zarin [[Elisabeth (Russland)|Elisabeth]] wenig aufgeschlossen. Die daher bald einsetzende Verfolgung (zunächst in Form verdoppelter Steuer) trieb die Anhänger Philipps in die Wildnis oder in das Exil – und in den religiösen Extremismus, zumal Philipp lehrte: „Nur die Selbstentleibung ist der Weg zur Seligkeit. Nur das Feuer kann die Seelen von den Flecken dieser dem [[Antichrist]] verfallenen Welt reinigen.“ Konsequent legte der Prophet selbst Feuer, als sich ein von solchen Worten begeisterter Vater mit seiner Familie zwecks Seelenrettung in einer Holzhütte den Flammen überantwortete. Das Beispiel machte Schule, und es kam zu einer Epidemie von Selbstverbrennungen. Sobald Soldaten der Zarin anrückten, legten die Philipponen an sich Feuer: so verbrannten in der Umgebung [[Kargopol]]s, dem Zentrum der Gemeinschaft, 240, anderen Orts 400, in [[Nischni Nowgorod]] 600 und im Distrikt [[Olonez]] 3000 Anhänger. Auch Philipp war unter den Opfern.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Stern: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in Russland; Kultur, Aberglaube, Sitten und Gebräuche. Eigene Ermittelungen und Gesammelte Berichte.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1907, Bd.&amp;amp;nbsp;1, S.&amp;amp;nbsp;250–252 {{Digitalisat|IA=geschichtederf01ster|SZ=250}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philipponer breiteten sich in der Folge über die Grenzen Russlands nach [[Finnland]], [[Litauen]], [[Polen]] und nach [[Ostpreußen]] aus. Es war aber nicht jeder, der als Philipponer in das Exil getrieben wurde, tatsächlich ein Anhänger Philipps: Wie erwähnt, erlegte Zarin Elisabeth den Anhängern eine verdoppelte Kopfsteuer auf mit der Folge, dass sich durch Denunziation, Verleumdung und pure Verdächtigung das Steueraufkommen bequem steigern ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nachklang der Selbstverbrennungen an der Schwelle des 20. Jahrhunderts bildete die Gemeinschaft der „Brüder und Schwestern des Roten Todes“. In der Umgebung von [[Kargopol]] verabredeten sich 862 von ihnen am {{JULGREGDATUM|13|11|1900}}, die Seligkeit in den Flammen zu suchen. Die Behörden erfuhren zwar von dem Plan, aber für über hundert der Anhänger kam die anrückende Hilfe zu spät.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Tabori: &amp;#039;&amp;#039;The art of folly.&amp;#039;&amp;#039; Philadelphia 1961, S.&amp;amp;nbsp;18f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brockhaus’ Konversationslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 14.&amp;amp;nbsp;Auflage. F.&amp;amp;nbsp;A. Brockhaus, Leipzig/Berlin/Wien 1894–1896, Bd.&amp;amp;nbsp;13, S.&amp;amp;nbsp;91f.&lt;br /&gt;
* A. Rammelmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Zur Herkunft und Sprache der Philipponen in Ostpreußen: Ost u. West.&amp;#039;&amp;#039; In: Aufsätze zur slavischen Philologie&amp;amp;nbsp;1 (1966), S.&amp;amp;nbsp;113–122.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://philipponia.w.interia.pl/index.htm Webseite der Philipponen] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altgläubige in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Selbstverbrennung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Über-Blick</name></author>
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