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	<title>Philippe de Commynes - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Commynes-recueil-Arras.jpg|mini|Philippe de Commynes, Zeichnung; Médiathèque Arras, Ms. Fr. 266, fol. 281]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Coat of arms of Philippe de Commines.jpg|mini|Wappen des Philippe de Commynes um 1475/80]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philippe de Commynes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 1447 in [[Flandern]]; † [[18. Oktober]] [[1511]] auf [[Schloss Argenton]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Diplomat]] und [[Historiker]] sowie ein Berater der Könige [[Ludwig XI.]] und [[Karl VIII. (Frankreich)|Karl VIII.]] Er gilt als einer der Vorläufer der modernen Geschichtsschreibung und als Verfasser der ersten französischsprachigen Memoiren im modernen Sinne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Commynes wurde in [[Renescure]] in der Grafschaft [[Flandern]] (heute zu Frankreich gehörig) geboren, die zum Herzogtum [[Burgund]] gehörte, einem quasi selbständigen Territorium zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. Er stammte aus einer Familie von Amtsträgern in herzoglichen Diensten und kam selbst schon als Jugendlicher an den Hof in Brüssel, wo er als Knappe in den Dienst des angehenden Herzogs [[Karl der Kühne|Karls des Kühnen]] trat. Trotz seiner Jugend entwickelte er ein enges Vertrauensverhältnis zu seinem Dienstherrn. So soll er 1468 den im Vorjahr Herzog gewordenen Karl erfolgreich davon abgehalten haben, dem französischen König [[Ludwig XI.]] nach dem Leben zu trachten, als jener in [[Péronne]] in burgundische Gefangenschaft geraten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1472 kehrte Commynes Herzog Karl überraschend den Rücken und wechselte in den Dienst von dessen Erzfeind König Ludwig, was ein ungeheuerlicher Treuebruch war. Dank seiner intimen Kenntnis der Person und der Pläne Karls konnte er den verschlagenen und politisch geschickten Ludwig bei seinen militärischen und diplomatischen Aktionen beraten, die nicht unbeteiligt waren an Karls Niederlage und Tod 1477.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich entwickelte er sich dank der Kontakte, die er am französischen Hof zu den Botschaftern der diversen [[Liste der historischen Staaten in Italien|italienischen Staaten]] pflegte, zu einem Kenner der dortigen Verhältnisse. 1478 reiste er selbst als Botschafter nach [[Turin]], [[Mailand]] und [[Florenz]]. Zum Lohn für seine Dienste erhielt er von Louis größere Besitzungen übereignet, so dass er in den höheren [[Adel]] einheiraten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Ludwigs im Jahr 1483 hatte Commynes Mühe, einen angemessenen Platz unter seinem Nachfolger [[Karl VIII. (Frankreich)|Karl VIII.]] bzw. unter dessen zunächst die Regentschaft führenden älteren Schwester [[Anne de Beaujeu]] zu finden. Er verlor Teile seines Besitzes und beteiligte sich an den Intrigen des französischen Hochadels gegen die Regentin. Im Kontext der sogenannten [[Guerre folle]] (1488) wurde er vorübergehend gefangengesetzt und vom Hof verbannt. In dieser Situation begann er 1489 mit der Abfassung seiner Erinnerungen aus der Zeit bei Herzog Karl und bei König Ludwig, die er als Fürsten darstellt, die es verdienen, dass man sich von ihnen ab- bzw. ihnen zuwendet, weshalb er z.&amp;amp;nbsp;B. an passender Stelle auch andere Überläufer anführt und ihre Motive analysiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1492 erhielt Commynes wieder Zutritt zum Hof. Als König Karl 1494 einen [[Italienische Kriege#Erster französischer Feldzug (1494/95)|Feldzug nach Italien]] unternahm, um längst obsolet geglaubte französische Ansprüche auf die Krone des [[Königreich Neapel|Königreichs Neapel]] geltend zu machen, wurde er als Diplomat nach [[Republik Venedig|Venedig]] geschickt. Er sollte den mächtigen Stadtstaat dazu bewegen, neutral zu bleiben zwischen Frankreich und der rasch entstandenen gegnerischen Allianz, der [[Heilige Liga (1495)|„Heiligen Liga“]] aus dem Haus Habsburg, dem Haus Aragón und dem Papst (als Herrscher des mittelitalienischen Kirchenstaates). Commynes’ Mission blieb jedoch erfolglos. Die Franzosen mussten Neapel räumen und Italien vorerst verlassen.&lt;br /&gt;
[[Datei:The deathbed of Philippes de Commines.jpg|mini|Philippe de Commynes auf dem Totenbett; Den Haag, Koninklijke Bibliotheek, 76 E 13, fol. 3r (1512)]]&lt;br /&gt;
Aus [[Venedig]] zurück, griff er wieder zur Feder und verfasste von Ende 1495 bis Ende 1498 den zweiten Teil (Buch VII und VIII) der Memoiren, worin er seine Zeit unter Karl VIII. schildert, insbesondere die Vorbereitung des Italienfeldzuges und seine Tätigkeit in Venedig. Ein zentrales Motiv scheint hierbei sein Bedürfnis, seinen dortigen Misserfolg zu erklären, so wie er in den ersten Büchern nicht zuletzt seine Untreue gegenüber Herzog Karl zu rechtfertigen versucht hatte. Ein großes Interesse Commynes’ galt aber auch den Existenzbedingungen und Motivationen der Fürsten, die er kennengelernt hatte, bzw. allgemein der Psychologie der Herrscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erinnerungen kamen erst 1524, also posthum, heraus, und zwar gedruckt unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Les memoires sur les principaux faicts et gestes de Louis onzieme et de Charles huitieme, son filz, roys de France&amp;#039;&amp;#039; (Erinnerungen zu den wichtigsten Handlungen und Taten der französischen Könige Ludwig XI. und Karl VIII., seines Sohnes, Könige von Frankreich). Sie wurden lange Zeit als eine Art Lehrbuch für Politik und (Geheim-)Diplomatie gelesen und gelten als erstes Werk der Gattung Memoiren im heutigen Sinne in der französischen Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k112041q/f4.item &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Mémoires de Philippe de Commynes. T. 1&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; 1464-1477] (französisch). Paris 1901&lt;br /&gt;
* [https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k1120423?rk=42918;4 &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Mémoires de Philippe de Commynes. T. 2&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; 1477-1498] (französisch). Paris 1903&lt;br /&gt;
* Philippe de Commynes, Mémoires, 2 Bde., hg. von Joël Blanchard (Textes littéraires français 585), Genf 2007&lt;br /&gt;
* Philippe de Commynes, Memoiren. Europa in der Krise zwischen Mittelalter und Neuzeit, hg. von Fritz Ernst, Stuttgart 1952&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20071011165003/http://newadvent.org/cathen/04163a.htm Biography of Philippe de Commines] at the [[Catholic Encyclopedia|New Advent Catholic Encyclopedia]]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20070328204804/http://www.arlima.net/mp/philippe_de_commynes.html Bibliography of Philippe de Commines&amp;#039;s works], in French&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Philippe de Commynes}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Philippe de Commynes}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118521721}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118521721}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gert-pinkernell.de/romanistikstudium/index.html Artikel „Commynes“ in Gert Pinkernell, &amp;#039;&amp;#039;Namen, Titel und Daten der französischen Literatur&amp;#039;&amp;#039;, T. 2] (Hauptquelle des Artikels)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118521721|LCCN=n/78/88923|VIAF=92478972}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Commynes, Philippe de}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Michaelsordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1511]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Commynes, Philippe de&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=burgundisch-französischer Geschichtsschreiber&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1447&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Flandern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1511&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schloss Argenton]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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