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	<title>Philippe Henriot - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Philippe_Henriot&amp;diff=224754&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Spyridon am 8. März 2026 um 23:57 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-08T23:57:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Philippe Henriot 1934.jpg|miniatur|Philippe Henriot (1934)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philippe Henriot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Januar]] [[1889]] in [[Reims]]; † [[28. Juni]] [[1944]] in [[Paris]]) war ein rechtsextremer [[französischer Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Henriot entstammte einem konservativ-katholischen Milieu. Sein Vater hatte gemeinsam mit [[Philippe Pétain]] die [[Militärschule Saint-Cyr]] besucht. Henriot war als Lehrer einer katholischen Schule im [[Département Gironde]] tätig, bevor er zur nationalistischen [[Fédération républicaine]] abwanderte, für die er während der [[Dritte Französische Republik|Dritten Republik]] im Wahlkreis [[Bordeaux]] von 1932 bis 1936 in die [[Abgeordnetenkammer (Frankreich)|französische Abgeordnetenkammer]] gewählt wurde. Seine Reden wiesen ihn als [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitisch]], [[Antikommunismus|antikommunistisch]], antiparlamentarisch und [[Freimaurerei|antifreimaurerisch]] aus. Anfangs war dies mit einem [[Germanophobie|tiefen antideutschen Sentiment]] verbunden. Ziel seiner Attacken waren bevorzugt der [[Kommunismus]], die [[Spanische Republik]] und [[André Marty (Politiker)|André Marty]].&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Giolitto: &amp;#039;&amp;#039;Histoire de la Milice&amp;#039;&amp;#039;. Éditions Perrin, Paris 1997, S. 304–305.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 trat Henriot als glühender Befürworter des [[Münchener Abkommen]]s hervor und unterstützte 1940 die Politik des und die [[Verfassungsgesetz vom 10. Juli 1940|Machtübertragung]] an den greisen Marschall Pétain, dessen [[Nationale Revolution|Révolution nationale]] und das [[Vichy-Regime]] durch Beiträge in den [[Kollaboration in Frankreich (1940–1944)|kollaborationistischen]] Organen &amp;#039;&amp;#039;Gringoire&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Je suis partout]]&amp;#039;&amp;#039; (= ich bin überall). Mit dem Angriff des [[Zeit des Nationalsozialismus|Dritten Reichs]] auf die [[Sowjetunion]] („[[Unternehmen Barbarossa]]“) 1941 radikalisierte er sich und unterstützte auch Nazi-Deutschland. Später trat er der [[Milice française]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jérémie Halais |Titel=Chroniques de la Libération&amp;amp;nbsp;: du Débarquement à Nuremberg |Verlag=Éditions Larousse |Ort=Paris |Datum=2025 |ISBN=978-2-03-607628-0 |Seiten=68&amp;amp;nbsp;f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine täglichen Radiosendungen bei Radio Vichy bzw. Radio Paris trugen ihm den Spitznamen „französischer [[Joseph Goebbels|Goebbels]]“ ein, denn er lieferte sich einen intensiven [[Propaganda]]krieg mit französischen Sendungen der [[BBC]] und des von den [[Forces françaises libres]] gestalteten und von England aus sendenden [[Radio Londres]], insbesondere mit [[Pierre Dac]] und [[Maurice Schumann]]. Eine seiner treuesten Zuhörerinnen soll Madame Pétain gewesen sein. Henriot setzte seinen Propagandakrieg auch nach der vollständigen Besetzung Frankreichs durch die [[Wehrmacht]] im November 1942 fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Henriot sei fähig gewesen, komplexe Themen klar und direkt darzustellen, habe eine präsente, wohlklingende, nie theatralische Stimme besessen und mit seinen Sendungen vorwiegend an ängstliche und [[Apathie|apathische]] Menschen appelliert, indem er den Eindruck erweckte, als Stimme der Vernunft innerhalb Frankreichs Fehlinformationen von außen richtigzustellen. Dadurch rechtfertigte Henriot die [[Kollaboration in Frankreich (1940–1944)|Kollaboration]] weitgehender, als der traditionalistische Pétain oder der in einen politischen Kuhhandel verstrickte Ministerpräsident [[Pierre Laval]] es versuchten. Henriot gelang es, die Vorgeschichte des Vichy-Regimes nicht als eine Geschichte der nationalistisch-rechtsextremistischen [[Action française]], die den Deutschenhass propagiert hatte, und von Lavals  [[Opportunismus]] darzustellen, sondern er bildete eine politische Linie vom „Helden von [[Verdun]]“ Pétain über einen angenommenen „sowjetischen Plan“ der Beherrschung ganz Europas beginnend mit den [[Internationale Brigade|Internationalen Brigaden]] in Spanien bis hin zum Kampf deutscher und französischer Soldaten an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] und der fortgesetzten Kollaboration des Vichy-Regimes nach Bruch des [[Waffenstillstand von Compiègne (1940)|Waffenstillstands von Compiègne]] und der [[Unternehmen Anton|Besetzung der französischen Südzone]] durch das Dritte Reich. Seinen Katholizismus betonend, dämonisierte er konsequent den kommunistischen [[Maquis]] im Gebirge als Moskaus [[fünfte Kolonne]], deutete die [[Operation Overlord|Landung der Alliierten in der Normandie]] als Vordringen der UdSSR nach Frankreich und bezeichnete die Befreier als die „Attentäter der Himmel und der Wälder“. Henriot reiste in das [[Département Haute-Savoie]], um dort gefangene Maquisards zu interviewen und sie als dumm, böse und als von Hass verzerrt zu porträtieren. Nach Einschätzung des Präfekten des [[Département Vaucluse|Départements Vaucluse]] zeigte diese Propaganda Wirkung: Waren noch zwei Monate zuvor massenhaft Menschen bereit gewesen, die [[Résistance]] zu unterstützen, so gelang es Henriot, die Stimmung zu kippen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Druck der deutschen Besatzungsbehörden wurde Henriot am 6. Januar 1944 zum Minister für Information und Propaganda des [[Vichy-Regime]]s zusammen mit [[Joseph Darnand]] als Minister für Ordnung und Öffentliche Sicherheit durch Einwilligung von Laval befördert. Gleichzeitig soll Laval die Wirksamkeit Henriots und Darnands als Minister hintertrieben haben, indem ihm nahestehende Mitarbeiter Anweisungen der beiden neu ernannten Minister verzögerten oder nur halb ausführten. Pétain soll Henriot so sehr verabscheut haben, dass er sich weigerte, dessen Ernennungsurkunde zu unterzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henriots Propaganda schuf unüberbrückbaren Hass zwischen Résistance und France libre einerseits sowie Vichy andererseits. Das Vichy-Regime wurde dank Henriots fanatischer Propaganda nicht mehr mit dem Lied &amp;#039;&amp;#039;[[Maréchal, nous voilà]]&amp;#039;&amp;#039; verbunden, sondern mit Milice, Folter, Mord und Kollaboration, was teilweise den Hass auf alle Kollaborateure und die Heftigkeit der [[Épuration]] nach der Befreiung erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
Am frühen Morgen des 28. Juni 1944 wurde Henriot in seinem Pariser Ministerium in der [[Rue de Solférino (Paris)|Rue de Solférino]] 10, wo er zu übernachten pflegte, von einem 15-köpfigen Kommando der Résistance unter Charles Gonard,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; dessen Mitglieder sich als Angehörige der Milice verkleidet hatten, erschossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzbischof von Paris, [[Suhard|Kardinal Suhard]], hielt am 2. Juli einen Trauergottesdienst in der Kathedrale [[Notre Dame de Paris|Notre Dame]] für Henriot ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Éric Branca |Titel=300 jours : 13 juillet 1944 – 9 mai 1945 : dix mois pour en finir avec Hitler |Verlag=Éditions Perrin |Ort=Paris |Datum=2025 |ISBN=978-2-262-10331-6 |Seiten=216}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Institut national de l’audiovisuel|Institut national de l’audiovisuel (INA)]]: [http://www.ina.fr/politique/allocutions-et-discours/video/AFE86002764/les-funerailles-nationales-de-philippe-henriot.fr.html Staatsbegräbnis für Philippe Henriot] (zuletzt aufgerufen am 27. November 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter den Gästen waren [[Pierre Laval]], [[Joseph Darnand]] und [[Otto Abetz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Aus Rache beging die Milice in [[Mâcon]] und anderswo Morde. So ließ [[Paul Touvier]] in [[Rillieux-la-Pape]] sieben Juden ermorden. Höhepunkt dieser Verbrechen war die Ermordung des inhaftierten [[Georges Mandel]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; eines ausgewiesenen Gegners der Kollaboration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les Méfaits de la Franc-Maçonnerie&amp;#039;&amp;#039;. Ligue nationale anti-maçonnique, Paris 1934.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le 6 février&amp;#039;&amp;#039;, Flammarion, Paris 1934.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
* [[Pascal Ory]]: &amp;#039;&amp;#039;Les Collaborateurs&amp;#039;&amp;#039;. Collection «Points», Éditions du Seuil, Paris 1980, ISBN 978-2-02-005427-0.&lt;br /&gt;
* Pierre Giolitto: &amp;#039;&amp;#039;Histoire de la Milice&amp;#039;&amp;#039;. Académique Éditions Perrin, Paris 1997 (Neuauflage 2002), ISBN 978-2-262-01863-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{SUDOC|031783287}}&lt;br /&gt;
* {{BibNatFrance|ID=12448351}}&lt;br /&gt;
* [[Institut national de l’audiovisuel|Institut national de l’audiovisuel (INA)]]: [http://ina.fr/archivespourtous/index.php?action=ft&amp;amp;full=Henriot,%20Philippe Filmisches Archivmaterial zu Philippe Henriot] (zuletzt aufgerufen am 27. November 2011)&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/007593}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119175959|LCCN=n/94/91408|VIAF=73947638}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Henriot, Philippe}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Abgeordnetenkammer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (französische Kollaboration)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Henriot, Philippe&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Politiker, Mitglied der Nationalversammlung&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Reims]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juni 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
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