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	<title>Philipp Wilhelm Jung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T08:35:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-09-20T14:54:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jung, Philipp Wilhelm (1884-1965).jpg|mini|Philipp Wilhelm Jung (1932)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Wilhelm Jung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. September]] [[1884]] in [[Flörsheim-Dalsheim|Nieder-Flörsheim]]; † [[9. September]] [[1965]] in [[Worms]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Die [[Burschenschaftliche Blätter|&amp;#039;&amp;#039;Burschenschaftlichen Blätter&amp;#039;&amp;#039;]], 81. Jg. (1966), H. 1/2 geben als Sterbeort &amp;quot;[[Unter-Scharbach]]/Odenwald&amp;quot; an.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] [[Politiker]]. Er war von 1933 bis 1935 ernannter Ministerpräsident des [[Volksstaat Hessen|Volksstaates Hessen]] und von 1940 bis 1943 [[Liste der Bürgermeister von Wien|Bürgermeister der Stadt Wien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben bis zum Ersten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Philipp Wilhelm Jung war der Sohn des Volksschullehrers Adam Jung und dessen Frau Katharina geborene Weyerhäuser. Er besuchte das [[Rudi-Stephan-Gymnasium|Gymnasium in Worms]] und studierte ab 1906 Rechtswissenschaften in Heidelberg, München und Gießen. Während seines Studiums wurde er 1903 Mitglied der [[Burschenschaft Frankonia Heidelberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 228.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1906 legte er das erste und nach dem Referendariat am 9. Dezember 1912 das zweite Staatsexamen ab und arbeitete danach als Rechtsanwalt in Worms. Am 30. September 1911 heiratete er in Heidelberg Stefanie Sofie, geborene Muxel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsdienst ==&lt;br /&gt;
Ab August 1914 war Jung Soldat im [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)| Deutschen Heer]]. Zunächst war er als Zugführer im [[2. Badisches Feld-Artillerie-Regiment Nr. 30| 2. Badischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 30]] eingesetzt. Danach war er [[Adjutant]] bei einer Feldartillerie-Abteilung und bei einem Artilleriekommandeur an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]]. Ende 1916 bis zum Ende des Krieges am 11. November 1918 war er [[Batterie (Militär)| Batterieführer]]. Er wurde mit beiden [[Eisernes Kreuz| Eisernen Kreuzen]] und der [[Allgemeines Ehrenzeichen (Hessen)| Hessischen Tapferkeitsmedaille]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weimarer Republik ==&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg arbeitete er wieder als Rechtsanwalt. 1926 wurde er in den Stadtrat von Worms gewählt. Seit 1927 war er ständiger [[Strafverteidiger (Deutschland)|Verteidiger]] des [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-[[Gauleiter]]s der [[Rheinkreis|Rheinpfalz]], [[Josef Bürckel]] und Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]], in der er später bis zum [[NS-Ranggefüge|Brigadeführer]] aufstieg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee292&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 1. Oktober 1930 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 317.336)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/18651146&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde 1931 NSDAP-Kreisleiter von Worms.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee292&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 wurde er in den [[Landtag des Volksstaates Hessen]] gewählt, in dem er 1931 bis 1933 die NSDAP-Fraktion führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der Nationalsozialisten wurde er 1933 Präsident des Hessischen Landtages. Nach der Absetzung von [[Wilhelm Ehrhard]] durch die Nationalsozialisten, denen dieser kritisch gegenüberstand, wurde Jung zum kommissarischen Oberbürgermeister der Stadt [[Mainz]] berufen. In seiner Amtszeit erfolgte die Entfernung des [[Befreiungsdenkmal (Mainz)|Befreiungsdenkmals]] vom [[Schillerplatz (Mainz)|Schillerplatz]]. Bereits im Mai wurde er von [[Robert Barth (Politiker)|Robert Barth]] abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jung war ab März 1933 Staatsrat und anschließend ab 20. September 1933 ernannter Ministerpräsident des [[Volksstaat Hessen|Volksstaates Hessen]]. Er löste in dieser Funktion [[Ferdinand Werner (Politiker)|Ferdinand Werner]] ab, der ebenfalls Mitglied der NSDAP war. Jung blieb bis zum 1. März 1935 Ministerpräsident, als der „[[Reichsstatthalter]] des Volksstaates Hessen“ [[Jakob Sprenger (Politiker)|Jakob Sprenger]] diese Funktion mitübernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend war er Regierungspräsident der [[Saarpfalz-Kreis#Geschichte|Saarpfalz]], ehe er während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] am 16. Mai 1940 als [[Liste der Bürgermeister von Wien|Bürgermeister Wiens]] eingesetzt wurde. Er löste in dieser Funktion am 14. Dezember 1940 [[Hermann Neubacher]] ab und wurde selbst am 30. Dezember 1943 durch [[Hanns Blaschke]] ersetzt. Vorausgegangen waren Konflikte Jungs mit dem Gauleiter [[Baldur von Schirach]]. Jung beantragte eine Versetzung als Offizier an die Front, die jedoch nicht erfolgte. Über die Tätigkeit Jungs 1943 bis Kriegsende ist nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entnazifizierung und Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Philipp Wilhelm Jung und seine Frau wurden nach dem Kriegsende im Lager [[Kornwestheim]] inhaftiert und ihr Vermögen gesperrt. Seine Frau wurde im Rahmen der [[Weihnachtsamnestie]] am 12. November 1947, er selbst am 17. Juni 1948 aus der Haft entlassen. Im [[Spruchkammerverfahren]] wurde er als „Minderbelasteter“ eingestuft. Nachdem das Land Hessen ihm keine Pension als Regierungsrat hatte zahlen wollen, kam es zu einem Gerichtsverfahren beim [[Verwaltungsgericht Darmstadt]], das mit einem Vergleich beendet wurde, der das Land zur Zahlung verpflichtete. Die Vermögenssperre wurde am 5. Juli 1950 aufgehoben. Mit Entscheidung des [[Ehrengericht]]es der [[Rechtsanwaltskammer (Deutschland)|Rechtsanwaltskammer]] Frankfurt am Main vom 16. Mai 1951 wurde er wieder als Rechtsanwalt und Notar zugelassen und arbeitete in der Folge in diesem Beruf in [[Wald-Michelbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 3: &amp;#039;&amp;#039;I–L.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0865-0, S. 38–39.&lt;br /&gt;
* [[Jochen Lengemann]]: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 203.&lt;br /&gt;
* Klaus-Dieter Rack, Bernd Vielsmeier: &amp;#039;&amp;#039;Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biografische Nachweise für die Erste und Zweite Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen 1820–1918 und den Landtag des Volksstaats Hessen 1919–1933&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 19 = &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission.&amp;#039;&amp;#039; NF Bd. 29). Hessische Historische Kommission, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-88443-052-1, Nr. 413.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Arcinsys Hessen&lt;br /&gt;
  |autor    = Eva Haberkorn, Armin Hildebrandt&lt;br /&gt;
  |typ      = Findbuch |ID=O 31&lt;br /&gt;
  |linktext = NACHLASS PHILIPP WILHELM JUNG.&lt;br /&gt;
  |linkerg  = &amp;amp;nbsp;(= Repertorien [[Hessisches Staatsarchiv Darmstadt]]) Bestand O 31 (PDF; 280&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
  |hrsg     = default&lt;br /&gt;
  |datum    = 2010-01&lt;br /&gt;
  |zugriff  = 2016-09-14}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wien.gv.at/kultur/archiv/politik/bgmbio.html#Jung Kurzbiografien der Wiener Bürgermeister] auf wien.at&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=1013197062|titel=Jung, Philipp Wilhelm|datum=2019-07-29}}&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw|nr=-pkc0155}}&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr |3080 |Jung Philipp Wilhelm}}&lt;br /&gt;
* {{Parlamente in Hessen|Thema=Abgeordnete|Ident=1013197062|Titel=Philipp Wilhelm Jung|Datum=2022-08-15|Abruf=2023-05-07}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberbürgermeister Mainz&lt;br /&gt;
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|Navigationsleiste Justizminister von Hessen (Darmstadt)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|AMT=[[Liste der Bürgermeister von Wien|Bürgermeister von Wien]]|VORGÄNGER=[[Hermann Neubacher]]|ZEIT=[[1940]]–[[1943]]|NACHFOLGER=[[Hanns Blaschke]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1013197062|VIAF=171573862}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jung, Philipp Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Volksstaat Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsminister (Volksstaat Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbürgermeister (Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagspräsident (Volksstaat Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rheinhessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jung, Philipp Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher nationalsozialistischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. September 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Flörsheim-Dalsheim|Nieder-Flörsheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. September 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Worms]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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