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	<title>Philipp Schaeffer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T11:27:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Philipp_Schaeffer&amp;diff=1065147&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hunding: + Anschrift</title>
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		<updated>2025-12-17T13:42:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Anschrift&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Schaeffer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. November]] [[1894]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]; † [[13. Mai]] [[1943]] in [[Berlin-Plötzensee]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Orientalist]], [[Bibliothekar]], [[Sinologe]] und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer]] der [[Rote Kapelle|Roten Kapelle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schaeffer stammte aus einer Offiziersfamilie und wuchs in [[St. Petersburg]] auf. Dort begann er 1913 ein Studium der [[Orientalistik]]. 1914 wurde er bei [[Erster Weltkrieg|Kriegsbeginn]] zusammen mit seinem Vater in [[Archangelsk]] interniert. 1916 heiratete er eine russische Lehrerin, mit der er die Töchter Inka und Toska hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg setzte Schaeffer sein Studium ab 1920 in [[Heidelberg]] fort; um das Studium zu finanzieren, arbeitet er zeitweise in einem Steinbruch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berlin.de/stadtbibliothek-mitte/bibliotheken/bezirkszentralbibliothek-philipp-schaeffer/namensgeber/artikel.145719.php berlin.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 promovierte er mit einer [[Tibetologie|tibetologischen]] Arbeit über [[Nagarjuna]]s &amp;#039;&amp;#039;Yuktisastika&amp;#039;&amp;#039;, die er auch ins Deutsche übersetzte. Beim Studium in Heidelberg begegnete er [[Anna Seghers]], die eine enge Freundin wurde. Seine Asienforschung setzte er am Heidelberger Institut für Buddhismuskunde fort.&lt;br /&gt;
1926 wurde seine Ehe geschieden und er übersiedelte nach Berlin. Er finanzierte sich mit Gelegenheitsarbeiten als [[Expedient]] bei der [[UFA|Ufa]] in [[Babelsberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 fand Schaeffer eine Anstellung an der [[Stadtbibliothek Berlin-Mitte|Zentralbibliothek Berlin-Mitte]]. Er entwickelte diese zu einer der bedeutendsten sozialwissenschaftlichen Bibliotheken in Berlin. 1928 wurde Schaeffer Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und heiratete die Bildhauerin [[Ilse Schaeffer|Ilse Liebig]]. Der gemeinsame Umzug nach [[Tiefwerder]] in [[Berlin-Spandau]] führte dort zu regelmäßigen Treffen mit Kommunisten. Er übernahm die Leitung eines philosophischen Schulungszirkels und machte die Bekanntschaft mit der Bibliothekarin [[Lotte Schleif]]. 1932 wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten entlassen und widmete sich fortan verstärkt der antifaschistischen Arbeit. Schaeffer war unter anderem Redakteur der &amp;#039;&amp;#039;Roten SA-Standarte&amp;#039;&amp;#039;, einer kommunistischen Publikation, die sich gegen die [[Sturmabteilung|SA]] richtete. 1933/34 folgte ein Umzug nach Berlin-Mitte in die [[Dorotheenstraße (Berlin)|Dorotheenstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 wurde er verhaftet und verbrachte fünf Jahre im Zuchthaus [[Luckau]], wo er sich eine Zelle mit [[Wilhelm Guddorf]] und zeitweise auch mit [[Wolfgang Abendroth]] teilte. Im Gefängnislazarett Moabit kam es 1938 zu einer Begegnung mit [[Ernst Niekisch]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Wissenschaftler Philipp Nikolai Woldemar Schaeffer (1894-1943), Grabstätte auf dem Wolkowo Friedhof, Sankt Petersburg Oktober 2022.(3).jpg|mini|Philipp Nikolai Woldemar Schaeffer (1894–1943), Grabstätte auf dem [[Wolkowo-Friedhof|Wolkowo Friedhof]], Sankt Petersburg.]]&lt;br /&gt;
Nach der Entlassung 1940 stand er unter Polizeiaufsicht und arbeitete als [[Expedient]] bei der Berliner Frigidaire GmbH. Trotz des Verbotes nahm er wieder aktive Verbindung zum Widerstand auf, insbesondere über [[Lotte Bergtel-Schleif|Lotte Schleif]] zu [[Kurt Schumacher (Bildhauer)|Kurt]] und [[Elisabeth Schumacher]], [[Elfriede Paul]] und dem Kreis um [[Harro Schulze-Boysen]] sowie zu seinem Haftgefährten Guddorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ostern 1942 verunglückte er bei dem Versuch, das jüdische Ehepaar Hohenemser vor dem Selbstmord zu retten. Dadurch verbrachte er die letzten Monate vor seiner erneuten Verhaftung am 2. Oktober 1942 im Krankenhaus. Im Februar 1943 wurde er vom Reichskriegsgericht wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. [[Günther Weisenborn|Günter Weisenborn]], der mit ihm vor Gericht stand, schrieb über ihn: „Einer der tapfersten und ruhigsten Widerstandsmänner, die ich kennengelernt habe, war der Doktor Philipp Schaeffer.“&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Weisenborn: &amp;#039;&amp;#039;Memorial&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, 1968, S. 103/104&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaeffer wurde er am 13. Mai 1943 im [[Gedenkstätte Plötzensee|Strafgefängnis Berlin-Plötzensee]] [[Enthauptung|enthauptet]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christel Berger: [https://luise-berlin.de/Lesezei/Blz98_09/text02.htm &amp;#039;&amp;#039;Anna Seghers und Grete Weil – Zeuginnen des Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Lesezeichen&amp;#039;&amp;#039; des [[Luisenstädtischer Bildungsverein|Luisenstädtischen Bildungsvereins]], 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Philipp Schaeffer.jpg|mini|Gedenktafel am Haus Dorotheenstraße 68 in [[Berlin-Mitte]]]]&lt;br /&gt;
* In der Zeit der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] hieß in [[Berlin-Mitte]], Bergstr. 58, ab 1980 eine [[Polytechnische Oberschule]] &amp;#039;&amp;#039;Dr. Philipp Schaeffer-Oberschule&amp;#039;&amp;#039; (heute: &amp;#039;&amp;#039;Papageno-Grundschule&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.papageno-grundschule.de/seite/405581/geschichte.html Schul-Homepage] (Abgerufen: 17. Dezember 2025)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Bezirkszentralbibliothek von Berlin-Mitte, seine einstige Wirkungsstätte, heißt jetzt [[Bezirkszentralbibliothek Philipp Schaeffer|Philipp-Schaeffer-Bibliothek]].&lt;br /&gt;
* Seit 1975 erinnert eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Berliner [[Dorotheenstraße (Berlin)|Dorotheenstraße]] 68 an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Luise Kraushaar]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Widerstandskämpfer 1933–1945. Biographien und Briefe.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Dietz, Berlin 1970, S. 138–140&lt;br /&gt;
* Gert Rosiejka: &amp;#039;&amp;#039;Die Rote Kapelle. „Landesverrat“ als antifaschistischer Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; – Mit einer Einführung von Heinrich Scheel. ergebnisse, Hamburg 1986, ISBN 3-925622-16-0&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Fieber et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Widerstand in Berlin gegen das NS-Regime 1933 bis 1945. Ein biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 7 [S]. Trafo-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-89626-357-9, S. 33&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth von Thadden (Journalistin)|Elisabeth von Thadden]]: [https://www.zeit.de/2013/20/philipp-schaeffer &amp;#039;&amp;#039;Der Berliner Nachbar&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 20/2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125428294}}&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexBez |Titel=Schaeffer, Philipp |Bezirk=Mitte |ID=schaeffer_philipp |Band= |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.ab-hellersdorf.de/aktuelles.htm |text=Ausstellung über Schaeffer |wayback=20080916195838}} in der Peter-Weiss-Bibliothek&lt;br /&gt;
* [https://www.berlin.de/stadtbibliothek-mitte/bibliotheken/bezirkszentralbibliothek-philipp-schaeffer/namensgeber/ Philipp-Schaeffer-Bibliothek, Informationen zum Namensgeber]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125428294|LCCN=|NDL=|VIAF=69889869}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schaeffer, Philipp}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer (Rote Kapelle Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Berlin-Plötzensee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schaeffer, Philipp&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Orientalist und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. November 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Mai 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Plötzensee]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hunding</name></author>
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