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	<title>Philipp Rupprecht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-03T20:28:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Rupprecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. September]] [[1900]] in [[Nürnberg]]; † [[4. April]] [[1975]] in [[München]]) war unter dem [[Pseudonym]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fips&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Hauptzeichner der antisemitischen Hetzzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Stürmer]]&amp;#039;&amp;#039;, mit der von den Nationalsozialisten die Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Minderheit propagiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der 1900 geborene Philipp Rupprecht wanderte 1920 von Nürnberg nach [[Argentinien]] aus. Er arbeitete dort als [[Kellner]] und auf einer Rinderfarm. Er heiratete 1921. Um 1925 kehrte er wieder nach [[Weimarer Republik|Deutschland]] zurück. In seiner Heimatstadt zeichnete er zunächst Karikaturen für die der SPD nahestehende &amp;#039;&amp;#039;[[Fränkische Tagespost]]&amp;#039;&amp;#039;. Einer unsicheren episodischen Überlieferung nach sollte er bei einer Gerichtsanhörung eine Karikatur des nationalsozialistischen Führungsfunktionärs [[Julius Streicher]], des Eigentümers und Herausgebers der antisemitischen Propagandaschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Stürmer]],&amp;#039;&amp;#039; zeichnen, karikierte aber stattdessen Streichers linksliberalen Gegner, den Nürnberger Oberbürgermeister [[Hermann Luppe]]. Daraufhin soll Streicher ihn in sein Blatt übernommen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1925 (mit Ausnahme des Jahres 1927) gestaltete Rupprecht das Titelbild des &amp;#039;&amp;#039;[[Der Stürmer|Stürmers]]&amp;#039;&amp;#039; und trat zum 1. April 1928 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 80.452), die er allerdings zum 1. Juli 1930 endgültig verließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/17970959&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee154&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der nationalsozialistischen [[Machtergreifung]] gab er 1934 eine Sammlung von 24 Karikaturen im Stürmer-Verlag heraus &amp;#039;&amp;#039;(Juden stellen sich vor)&amp;#039;&amp;#039;. Rupprecht bebilderte das in diesem Verlag publizierte Kinderbuch &amp;#039;&amp;#039;[[Der Giftpilz]]&amp;#039;&amp;#039;. Es erschien 1936 und baute propagandistisch auf den im Jahr zuvor erlassenen [[Nürnberger Gesetze]]n auf. Das Buch erreichte schon in diesem ersten Jahr eine Auflage von 60.000 Exemplaren, wobei zu berücksichtigen ist, dass es über die NSDAP zur Indoktrination kostenlos bezogen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rupprecht setzte mit seinen Zeichnungen ältere antisemitische Klischees ins Bild&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Wolfgang Benz: &amp;#039;&amp;#039;Bilder vom Juden. Studien zum alltäglichen Antisemitismus.&amp;#039;&amp;#039; München 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; und kombinierte dabei nahezu alle bestehenden judenfeindlichen Bildtraditionen mit den gängigen Welterklärungsmodellen und Mythen des Nationalsozialismus.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Carl-Eric Linsler: &amp;#039;&amp;#039;Stürmer-Karikaturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Bd. 7: Literatur, Film, Theater und Kunst, hrsg. von Wolfgang Benz, Berlin 2015, S. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er visualisierte das [[Stereotyp]] vom kollektiven Juden zu einer Gestalt mit abstoßenden körperlichen Eigenschaften, die als Ausdruck einer in jeder Hinsicht abstoßenden Persönlichkeit zu sehen waren: fettleibig, unrasiert, aufgedunsenes Gesicht, vor sexueller Gier geifernde wulstige Lippen, gekrümmte Großnase, hervorstehende Augen. Mit diesem äußerst begrenzten, ständig wiederholten Repertoire blieb er beim &amp;#039;&amp;#039;Stürmer&amp;#039;&amp;#039; bis zu dessen Ende 1945 erster Zeichner. Rupprechts Karikaturen waren bei der Leserschaft des &amp;#039;&amp;#039;Stürmers&amp;#039;&amp;#039; äußerst beliebt und inspirierten sie zu diversen judenfeindlichen Aktionen in Eigeninitiative.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl-Eric Linsler: &amp;#039;&amp;#039;Die Drohpostkampagne gegen Jakob Feibelmann und die Zeitschrift Der Stürmer. Zur Dynamik von Judenverfolgung und antisemitischer Propaganda in Eigenregie&amp;#039;&amp;#039;. In: Jüdisches Museum Augsburg Schwaben (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Feibelmann muss weg. Ein antisemitischer Vorfall aus der schwäbischen Provinz&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 2022, S. 60–85.&amp;lt;/ref&amp;gt; Exemplarisch für seine Hervorbringungen ist das Plakat „[[Rassenschande]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.dhm.de/ausstellungen/lebensstationen/2_138.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rupprecht gestaltete unter anderem auch Wahlplakate, wie zum Beispiel das Wahlplakat zur Reichstagswahl am 5. März 1933, auf welchem Hitler und Hindenburg abgebildet waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dhm.de/lemo/bestand/objekt/wahlplakat-zur-reichstagswahl-am-5-maerz-1933.html |titel=https://www.dhm.de/lemo/bestand/objekt/wahlplakat-zur-reichstagswahl-am-5-maerz-1933.html |werk=Lemo - Lebendiges Museum |abruf=11.03.2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach kurzem Dienst in der Marine 1939 blieb Rupprecht aufgrund seiner propagandistischen Rolle vom Kriegsdienst verschont und wurde [[Unabkömmlichstellung und Zurückstellung|UK gestellt]]. Im Rahmen der [[Entnazifizierung]]sverfahren wurde Rupprecht zunächst interniert, dann als Hauptschuldiger eingestuft und zu zehn Jahren Arbeitslager ohne Anrechnung der Internierungshaft verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=44435510|Titel=Philipp Rupprecht|Autor=|Jahr=1949|Nr=8|Seiten=20|Datum=1949-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden von Rupprecht illustrierten Bücher wurden in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-f.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-h.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges wurde er bereits 1950 wieder entlassen, lebte danach als Kunstmaler und Dekorateur in [[Starnberg]], [[Stuttgart-Bad Cannstatt]] und offenbar bis zuletzt in [[München]], wo er 1975 starb. Nachahmungen und Adaptionen seiner Karikaturen finden sich in antisemitischen Publikationen bis in die heutige Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Carl-Eric Linsler: &amp;#039;&amp;#039;Stürmer-Karikaturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Bd. 7: Literatur, Film, Theater und Kunst, hrsg. von Wolfgang Benz, Berlin 2015, S. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Juden stellen sich vor. 24 Zeichnungen vom Stürmerzeichner&amp;#039;&amp;#039;. Stürmer-Verlag, Nürnberg 1934&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Giftpilz&amp;#039;&amp;#039;. Stürmer-Verlag, Nürnberg 1938 (Text von [[Ernst Hiemer]], Zeichnungen „Fips“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Monika Ehrenreich: &amp;#039;&amp;#039;Zerrbild und Wunschbild. Zur Darstellung der Juden in der nationalsozialistischen und jüdischen deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur des Dritten Reichs&amp;#039;&amp;#039;. Regensburg 1999 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr21875-2 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Helmut Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Der Braune Hass. Das Kinderbuch „Trau keinem Fuchs auf grüner Heid´ und keinem Jud bei seinem Eid“ von Elvira Bauer&amp;#039;&amp;#039;. Essen 1991.&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|282|283|Rupprecht, Philipp|Gerhard Jochem|127920471}}&lt;br /&gt;
* Ralph Keysers: &amp;#039;&amp;#039;Der Stürmer, Instrument de l&amp;#039;idéologie nazie, une analyse des caricatures d&amp;#039;intoxication&amp;#039;&amp;#039;. L&amp;#039;Harmattan, Paris 2012, ISBN 978-2-296-96258-3.&lt;br /&gt;
* Carl-Eric Linsler: &amp;#039;&amp;#039;Stürmer-Karikaturen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Handbuch des Antisemitismus]]. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart, Bd. 7: Literatur, Film, Theater und Kunst, hrsg. von [[Wolfgang Benz]], Berlin 2015, S. 477–480.&lt;br /&gt;
* Hans Maas: &amp;#039;&amp;#039;Verführung der Unschuldigen. Beispiele judenfeindlicher Kinderliteratur im 3. Reich&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1990.&lt;br /&gt;
* [[Eckart Sackmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Philipp Rupprecht: Leben und Taten des Isidor G. Färber.&amp;#039;&amp;#039; In: ders. (Hg.): Deutsche Comicforschung 2019. Leipzig 2018. S. 44–55.&lt;br /&gt;
* Mark M. Hull: &amp;#039;&amp;#039;Kein Anrecht auf &amp;#039;Rede- und Pressefreiheit&amp;#039;! Der &amp;#039;Stürmer&amp;#039;-Karikaturist Philipp Rupprecht.&amp;#039;&amp;#039; in: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): Täter, Helfer, Trittbrettfahrer: NS-Belastete aus Mittelfranken (+ Eichstätt). Gerstetten 2023, ISBN 978-3-945893-22-7. (S. 207–216).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|127920471}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/ak001833/ Tiefpunkt des deutschen Kinderbuches aus dem „Verlag Der Stürmer“]&lt;br /&gt;
* [http://www.calvin.edu/academic/cas/gpa/sturmer.htm Caricatures from Der Stürmer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=127920471|LCCN=no/2008/179722|VIAF=79523184}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rupprecht, Philipp}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karikaturist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Illustrator (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildende Kunst (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der NS-Propaganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rupprecht, Philipp&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fips&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Zeichner für das NS-Propagandamagazin [[Der Stürmer]]&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. September 1900 &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. April 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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