<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Philipp_Popp</id>
	<title>Philipp Popp - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Philipp_Popp"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Philipp_Popp&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T11:29:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Philipp_Popp&amp;diff=1745841&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Goesseln: /* Literatur */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Philipp_Popp&amp;diff=1745841&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-02T13:15:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Popp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. März]] [[1893]] in [[Bežanija]] bei [[Zemun]], [[Königreich Ungarn]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[29. Juni]] [[1945]] in [[Zagreb]]) war der erste und einzige [[Bischof]] der [[Evangelische Kirche in Jugoslawien|Evangelischen Kirche in Jugoslawien]], die von 1931 bis 1941 existierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werke ==&lt;br /&gt;
Philipp Popp wurde am 23. März 1893 in Bežanija bei Zemun geboren. Dort besuchte er die deutsche [[Volksschule]] und danach das Gymnasium in Zagreb. Er stammte aus einfachen Verhältnissen, sein Vater hatte sich vom [[Tagelöhner]] zum [[Landwirt]] hochgearbeitet. Popp studierte [[Theologie]], [[Philosophie]] und [[Rechtswissenschaft]] in [[Universität Breslau|Breslau]], [[Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Universität Zagreb|Zagreb]], wo er auch in Philosophie promovierte. 1917 wurde Popp Gemeindepfarrer in Zagreb, ein Jahr später wurde er zum [[Pfarrer]] gewählt. 1931 wählte ihn die [[Konzil|Synode]] zum Bischof der [[Evangelische Kirche|Evangelischen Kirche]] in [[Königreich Jugoslawien|Jugoslawien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitmotiv dieses ersten und einzigen Bischofs der Deutschen Evangelischen Kirche in Jugoslawien war, diese kleine Minderheit und [[Diaspora]]kirche weiter aufzubauen. Aus diesem Grunde suchte Popp immer die Nähe zu den [[Herrscher|Herrschenden]]. Popp war unter anderem persönlicher Berater von [[Alexander I. (Jugoslawien)|Alexander]] während der Zeit der [[Königsdiktatur]]. Am 3. April 1940 wurde er zum Mitglied des [[Senat (Jugoslawien)|jugoslawischen Senates]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zwischenkriegszeit]] entwickelte Popp seine kirchenpolitischen Vorstellungen über die Zukunft der Deutschen Evangelischen Kirche in Jugoslawien. Er sah eine enge Zusammenarbeit mit der [[Deutsche Evangelische Kirche|Deutschen Evangelischen Kirche (DEK)]] vor. Am 21. Februar 1934 unterzeichneten [[Reichsbischof]] [[Ludwig Müller (Theologe)|Ludwig Müller]] auf Seite der DEK und Popp für die Evangelische Kirche in Jugoslawien den &amp;#039;&amp;#039;Freundschaftsvertrag&amp;#039;&amp;#039;, von dem sich insbesondere der reichsdeutsche Vertragspartner einen nachhaltigen Einfluss auf die Evangelische Kirche in Jugoslawien erhoffte. Popp auf Seite der deutschen Minderheit in Jugoslawien erwartete für seine Kirche großzügige, materielle Hilfen. Außerdem wurde im Gegenzug dem Berliner Kirchlichen Außenamt unter Bischof [[Theodor Heckel]] weitgehende Mitspracherechte in Belangen der Deutschen Evangelischen Kirche in Jugoslawien eingeräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine „Verdienste um das Deutschtum“ wurde Popp zusammen mit dem Führer der [[Sudetendeutsche]]n, [[Konrad Henlein]], an der [[Universität Breslau]] in einem feierlichen Akt die [[Würde]] des [[Ehrendoktor]]s verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philipp Popp gehörte zu den einflussreichsten Führern der deutschen Minderheit. Er war einer der fünf stellvertretenden Präsidenten der [[Liga der Deutschen für Völkerbund und Völkerverständigung]]. 1937 unterzeichnete er auf der zweiten Weltkonferenz für Glaube und Kirchenverfassung in Oxford die Manifeste gegen Rassendiskriminierung. Mit dieser Position stellte er sich in den Gegensatz zum [[Erneuerungsbewegung (Zeit des Nationalsozialismus)#Königreich Jugoslawien|national-radikalen Teil der Volksgruppe]] und wurde öffentlich angegriffen. Nach dem [[Anschluss (Österreich)|Anschluss Österreichs]] an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] 1938 erhielten 100 [[Juden in Österreich|Juden aus Österreich]] [[Asyl]] in der Kirchengemeinde in Zagreb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Zerschlagung des [[Königreich Jugoslawien|Königreiches Jugoslawien]] durch die deutsche [[Wehrmacht]] im April 1941 erreichte Popp von [[Ante Pavelić]], [[Poglavnik]] des faschistischen [[Unabhängiger Staat Kroatien|Unabhängigen Staates Kroatien]], eine Erhöhung der staatlichen [[Subvention]]en für seine Kirche, womit das Gehalt des Bischofs wie auch die Gehälter der Angestellten des Bischofsamtes bezahlt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gleichschaltung]] der Deutschen Evangelischen Kirche im Unabhängigen Staat Kroatien mit der Deutschen Evangelischen Kirche sollte durch eine neue [[Kirchenverfassung]] erfolgen, die am 18. April 1943 verabschiedet werden sollte. In dieser Verfassung sollte die ursprüngliche basisdemokratische Verfassung („Alles Recht wurzelt in der Kirchengemeinde“) beseitigt werden. Dafür sollten stärker die völkischen und nationalen Charakter der Kirche betont werden, unter anderem mit Einführung des &amp;#039;&amp;#039;[[Führerprinzip]]s&amp;#039;&amp;#039; und Billigung der Wahl des Landeskurators durch den [[Volksgruppenführer]] Kroatiens [[Branimir Altgayer]] und dem Ausschluss von Nichtdeutschen unter dem kirchlichen Wahlspruch: „Mi i u crkvi želimo da ostanemo Nemci.“ ([[Deutsche Sprache|deutsch]]: „Wir wollen auch in der Kirche Deutsche bleiben.“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese neue Verfassung wurde jedoch wegen der Kriegsereignisse, die eine beträchtliche Schrumpfung der Landeskirche bewirkten, nicht mehr verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Popp wurde am 29. Juni 1945 im Alter von 52 Jahren wegen [[Kollaboration]] mit dem [[Ustascha|faschistischen Ustascharegime]] [[standrecht]]lich [[Todesstrafe|erschossen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festbuch der Evangelischen Kirchengemeinde A. B. in Zagreb zur Amtseinführung ihres Pfarrers Dr. Philipp Popp zum Bischof der Deutschen Evangelisch-christlichen Kirche A. B. im Königreiche Jugoslawien.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. d. Presbyterium. Zagreb [Agram] : Verl. d. ev. Kirchengemeinde A. B. 1931.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Vladimir Geiger | Titel=Nestanak Folksdojcera | Ort=Zagreb | Jahr=1997}}&lt;br /&gt;
* Matthias Merkle: &amp;#039;&amp;#039;Hirte und Märtyrer: Lebensbild d. Landesbischofs d. Dt.-Evang. Landeskirche in Jugoslawien D. Dr. Philipp Popp; 23. März 1893 – 29. Juni 1945.&amp;#039;&amp;#039; Heilbronn-Böckingen: [Selbstverlag] 1973.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Matthias Merkle |Titel=D. Dr. Philipp Popp – Leben und Wirken | Ort=Heilbronn-Frankenbach | Jahr=1995}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Georg Wild | Titel=Die Deutsche Evangelische Landeskirche in Jugoslawien 1918–1941 | Ort=München | Jahr=1980}}&lt;br /&gt;
* [[Mads Ole Balling]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Reval bis Bukarest – Statistisch-Biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1919–1945&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 2. Auflage. Kopenhagen 1991, ISBN 87-983829-1-8, S. 541.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Akten aus dem [[Evangelisches Zentralarchiv in Berlin|Evangelischen Zentralarchiv in Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Helmut Staudt: [https://kulturportal-west-ost.eu/biographien/popp-philipp &amp;#039;&amp;#039;Popp, Philipp&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Kulturportal West-Ost&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120232545|VIAF=52515475}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Popp, Philipp}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Bischof (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Breslau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawiendeutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1893]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Popp, Philipp&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=jugoslawischer Bischof der Evangelischen Kirche von Jugoslawien&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. März 1893&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bežanija]] bei [[Zemun]], [[Königreich Ungarn]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juni 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zagreb]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
	</entry>
</feed>