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	<title>Philipp Pfaff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-20T22:59:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pfaff philipp 1756.jpg|mini|Philipp Pfaff, Begründer der Zahnmedizin in Deutschland. Aus: Abhandlung von den Zähnen des menschlichen Körpers und deren Krankheiten, Berlin 1756]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Abhandlung von philipp pfaff 1756.jpg|mini|Buchtitel: Philipp Pfaff: Abhandlung von den Zähnen des menschlichen Körpers und deren Krankheiten, Berlin 1756]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Philipp Pfaff, königlich preußischer Hofzahnarzt.JPG|mini|Büste in der [[Charité]], Institut für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Pfaff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* vor dem [[27. Februar]] [[1713]] in [[Berlin]]; † [[4. März]] [[1766]] ebenda) war ein deutscher Arzt und Zahnheilkundler, Königlich-Preußischer [[Zahnarzt|Hofzahnarzt]] von [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich dem Großen]] und revolutionärer Vordenker in der [[Zahnmedizin]]. Er galt als Meister der konservativen Zahnheilkunde und der Zahnextraktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Philipp Pfaff war der zweite Sohn des Wundarztes, Prosektors und Chirurgen Johann Leonhard Pfaff, der 1710 von Heidelberg nach Berlin gekommen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Domini Groß: [https://www.zm-online.de/archiv/2018/17/gesellschaft/philipp-pfaff-1713-1766-der-wegbereiter-des-fachs/seite/alle/ &amp;#039;&amp;#039;Philipp Pfaff (1713–1766) – Der Wegbereiter des Fachs.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Zahnärztliche Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; 1. September 2018, abgerufen am 18. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt; der Taufbucheintrag vom 27. Februar 1713 ist heute noch bei der Domgemeinde zu Berlin vorhanden. Er studierte an der Berliner [[Charité]], an der auch sein Vater tätig war, allgemeine Medizin, Chirurgie und Zahnmedizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vom „Soldatenkönig“ [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]] (1713–1740) „Preußische Medicinal Edict“ erwähnt in seiner erneuerten Form von 1713, demzufolge sich alle „Medizinalpersonen“ der Abschlussprüfung vor dem „Colloqium Medicum“ zu unterziehen hatten, auch erstmals den Begriff „Zahn-Aerzte“. Pfaff hatte auch diese Prüfung absolviert. Er wurde dadurch auch der erste „staatlich ernannte“ Zahnarzt in Deutschland. Die preußischen Medizinalgesetze waren ihrer Zeit im damaligen In- und Ausland weit voraus. Nach seiner Ausbildung war Pfaff zum Militärdienst verpflichtet. Er leistete ihn in den Infanterie-Regimentern [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 25 (1806)|Nr. 25]] des Oberst [[Christoph Wilhelm von Kalckstein]] und [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 34 (1806)|Nr. 34]] des Prinzen [[Louis Ferdinand von Preußen (1772–1806)|Louis Ferdinand von Preußen]] ab. Nach der Regierungsübernahme 1740 durch König Friedrich II. musste Pfaff sofort am [[Erster Schlesischer Krieg|Ersten Schlesischen Krieg]] als Kompaniechirurg teilnehmen. Er nahm mit diesen Regimentern an den Schlachten bei [[Schlacht bei Mollwitz|Mollwitz]] (1741), [[Schlacht von Breslau|Breslau]] und [[Schlacht bei Chotusitz|Chotusitz]] teil sowie der Erstürmung von Glogau und dem Gefecht bei Lassoth (1741). Während der schweren Kämpfe mit vielen Verlusten erlangte Pfaff zwangsläufig eine große Erfahrung in der Behandlung von [[Kriegsverletzung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst eröffnete er in Berlin eine [[Barbier|Barbierstube]] mit königlicher Genehmigung und genoss großes Ansehen. Warum er sich später der zu dieser Zeit völlig unterentwickelten, verrufenen Zahnmedizin zuwandte, ist nicht mehr zu erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philipp Pfaff war mit Dorothea Sophia verheiratet, starb jedoch kinderlos 1766 an der „Brustkrankheit“, was wohl als [[Berufskrankheit|berufsinduzierte]] [[Tuberkulose|Lungentuberkulose]] zu deuten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Will: [http://www.klinikum.uni-muenster.de/fileadmin/ukminternet/daten/kliniken/kieferorthopaedie/PDF-Dokumente/Literatur_Diagnostik_SS/Pfaff_Genie_zm_online_.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ein fast vergessenes Genie.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Zahnärztliche Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; 1. März 2013, abgerufen am 26. August 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
Pfaff erforschte neue Möglichkeiten der Prothese und der Füllung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ullrich Rainer Otte: &amp;#039;&amp;#039;Jakob Calmann Linderer (1771–1840). Ein Pionier der wissenschaftlichen Zahnmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation, Würzburg 2002, S. 20 (zitiert).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1756 veröffentlichte er das erste Lehrbuch über Zahnmedizin in deutscher Sprache: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlung von den Zähnen des menschlichen Körpers und deren Krankheiten&amp;#039;&amp;#039;. Wichtigster wissenschaftlicher Bezugspunkt war in dieser Zeit das Lehrbuch des Franzosen [[Pierre Fauchard]] (1678–1761). Dieser hatte 1728 die weltweit erste umfassende Monografie über Zahnmedizin verfasst, welche 1733 auch ins Deutsche übersetzt worden war. Pfaff schöpfte sein Wissen zu wesentlichen Teilen aus diesem Lehrbuch und brachte zusätzlich eigene Erfahrungen ein.&amp;lt;ref name=&amp;#039;Groß&amp;quot;&amp;#039;&amp;gt;Dominik Groß: {{Webarchiv |url=http://www.zm-online.de/home/gesellschaft/Wer-war-Philipp-Pfaff_341747.html/alles.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Wer war Philipp Pfaff?&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160818175630}}. In: &amp;#039;&amp;#039;Zahnärztliche Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; 4. März 2016, abgerufen am 7. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einige Beispiele seiner epochalen Ideen und Erfahrungen soll erinnert werden:&lt;br /&gt;
* die Abdrucknahme vom [[Kiefer (Anatomie)|Kiefer]] mit [[Siegelwachs]], wobei die mit [[Gips]] ausgegossene [[Abformung (Medizin)|Abformung]] als Modell zur Herstellung von [[Zahnersatz]] diente&lt;br /&gt;
* die erste Beschreibung einer extraoralen retrograden [[Wurzelkanalbehandlung|Wurzelfüllung]] im Rahmen einer [[Reimplantation|Zahnreimplantation]]&lt;br /&gt;
* die direkte Überkappung der vitalen [[Zahnpulpa]] (des lebenden Zahnnerven) mit Goldplättchen&lt;br /&gt;
* die Priorität der [[Zahnerhaltung]]&lt;br /&gt;
* seine [[Rezeptur]]en&lt;br /&gt;
* seine Vorschläge zur [[Prophylaxe (Zahnmedizin)|Oralhygiene]]&lt;br /&gt;
* seine Instrumente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfaff legte das Buch seinem König Friedrich dem Großen am 19. Mai 1756 persönlich vor, der ihn mit dem in Preußen erstmals verliehenen Titel „[[Hofzahnarzt]]“ und „[[Hofrat]]“ auszeichnete. Schon am 20. Mai 1756 erschien eine positive, lobende Rezension in den „Berlinischen Nachrichten“. Ob der König jedoch je von Pfaff behandelt wurde, ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gesellschaft für Stomatologie]] stiftete 1968 zur Förderung der wissenschaftlichen Arbeit die [[Philipp-Pfaff-Medaille]], die 1973 in [[Wolfgang-Rosenthal-Preis]] umbenannt wurde ohne jedoch die Medaille zu verändern.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Stomatologie.&amp;#039;&amp;#039; 18, 1968, S. 554–555 und Statut der Gesellschaft vom 20. November 1976.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin gibt es das „[[Philipp-Pfaff-Institut]]“, eine gemeinsame Fortbildungseinrichtung der [[Zahnärztekammer Berlin]] und der [[Landeszahnärztekammer Brandenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 wurde in Berlin die „Deutsche Zahnärztliche Philipp-Pfaff-Gesellschaft“ von Rolf Will gegründet, die er als Präsident bis 1990 führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dentalmuseum im sächsischen [[Zschadraß]] hat Philipp Pfaffs Behandlungszimmer originalgetreu wieder aufgebaut und machte es 2016 – zu seinem 250. Todestag – der Öffentlichkeit zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zm-online.de/home/nachricht/Pfaffs-Behandlungszimmer-wird-nachgebaut_319021.html &amp;#039;&amp;#039;Pfaffs Behandlungszimmer wird nachgebaut.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Zahnärztliche Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; 12. November 2015, abgerufen am 13. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;#039;Groß&amp;quot;&amp;#039; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2019 wurde die vormalige [[Ewald Harndt|Ewald-Harndt]]-Medaille in „Philipp-Pfaff-Preis“ umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zm-online.de/artikel/2020/otto-walkhoff-koryphaee-und-nationalsozialist/der-walkhoff-preis-wird-umbenannt |titel=Der Walkhoff-Preis wird umbenannt |werk=zm-online.de |datum=2020 |sprache= |abruf=2024-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies geschah aufgrund der NS-Vergangenheit von Ewald Harndt. Der Preis wird von der Zahnärztekammer Berlin vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zaek-berlin.de/presse/presseinformationen/presseinformationen-detail/article/verleihung-des-philipp-pfaff-preises-der-zahnaerztekammer-berlin-2021.html |titel=Verleihung des Philipp-Pfaff-Preises |hrsg=Zahnärztekammer Berlin |datum=2021 |abruf=2024-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Philipp Pfaff: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlung von den Zähnen des menschlichen Körpers und deren Krankheiten.&amp;#039;&amp;#039; Haude und Spener, Berlin 1756; Neudruck, mit einem Kommentar von Rolf Will, Heidelberg 1982; Nachdruck der Ausgabe von 1756: 1999, ISBN 3-7759-0293-7.&lt;br /&gt;
* Rolf Will: &amp;#039;&amp;#039;Philipp Pfaff (1713–1766). Begründer der Deutschen Zahnmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Mit ausführlicher Biografie, Bildern und Faksimile-Nachdruck von Pfaffs Lehrbuch von 1756, Beier &amp;amp; Beran, Langenweißbach 2002, ISBN 3-930036-64-9.&lt;br /&gt;
* [[Werner E. Gerabek]]: &amp;#039;&amp;#039;Pfaff, Philipp.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1133.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12374119X}}&lt;br /&gt;
* Domini Groß: [https://www.zm-online.de/archiv/2018/17/gesellschaft/philipp-pfaff-1713-1766-der-wegbereiter-des-fachs/seite/alle/ &amp;#039;&amp;#039;Philipp Pfaff (1713–1766) – Der Wegbereiter des Fachs.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Zahnärztliche Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; 1. September 2018&lt;br /&gt;
* [https://www.hshsl.umaryland.edu/resources/historical/grieves/ Philipp Pfaff auf „Grieves Historical Collection“] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.pfaff-berlin.de/ Philipp-Pfaff-Institut in Berlin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12374119X|LCCN=nr/94/22746|VIAF=20597179}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pfaff, Philipp}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahnarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Zahnmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1713]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1766]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärarzt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Schlesischen Kriegen (Preußen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pfaff, Philipp&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Hofzahnarzt Friedrichs des Großen und Vordenker der Zahnmedizin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=getauft 27. Februar 1713&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. März 1766&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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