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	<title>Philipp Loewenfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2022-08-07T13:53:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Loewenfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. September]] [[1887]] in [[München]]; † [[3. November]] [[1963]] in [[New York City|New York]]) war ein deutscher [[Rechtsanwalt]] und Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Philipp Löwenfeld stammt aus einer jüdischen Familie, die seit Generationen mit Bayern verbunden war. Sein Vater war der Jura-Professor [[Theodor Löwenfeld]], der bedeutende Arbeiten zum Arbeits- und Zivilrecht verfasste.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Herausgeber in der Einführung zu &amp;#039;&amp;#039;Recht und Politik in Bayern zwischen Prinzregentenzeit und Nationalsozialismus. Die Erinnerungen von Philipp Loewenfeld&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. [[Peter Landau]]; Rolf Rieß, Aktiv Druck &amp;amp; Verlag, Ebelsbach 2004, ISBN 3-932653-16-5, S. XVII.&amp;lt;/ref&amp;gt; Löwenfeld machte 1906 sein Abitur am [[Wilhelmsgymnasium München]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresbericht über das Wilhelms-Gymnasium in München. {{ZDB|12448436}}, 1905/06&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;irene&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://content.lib.utah.edu/utils/getfile/collection/ehsl-nanosh/id/8/filena |titel=Irene Loewenfeld, PhD Physiologist of the Pupil |zugriff=2019-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und studierte anschließend bis 1911 Jura an der Universität München.&amp;lt;ref&amp;gt;Amtliches Verzeichnis des Personals der Lehrer, Beamten und Studierenden an der königlich bayerischen Ludwig-Maximilians-Universität zu München. Winter-Semester 1906/07. Ludwig-Maximilians-Universität München 1907 (und folgende)&amp;lt;/ref&amp;gt; Löwenfeld wurde danach Rechtsanwalt in München und Honorar-Professor an der Universität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 1914 meldete er sich freiwillig zum Militär zu Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] und wurde in einer Funker-Ersatz-Kompanie ausgebildet. Dort wurde er am 5. Mai 1915 zum Gefreiten befördert, am 21. November zum Reserveoffiziers-Aspiranten ernannt und zum &amp;#039;&amp;#039;Überzähligen Unteroffizier&amp;#039;&amp;#039; befördert. Am 1. Dezember 1915 rückte er „ins Feld“, am 10. August 1916 wurde er zum Vizeleutnant befördert und erhielt am 21. Dezember den Rang eines Offizier-Stellvertreters. Ab 13. Januar 1917 führte er einen [[Gebirgstruppe (Deutschland)|Gebirgsjäger]]-Funker-Trupp. Zu Weihnachten 1916 erhielt er das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz II. Klasse]] und das [[Militärverdienstorden (Bayern)|Bayerische Verdienstkreuz]] mit Schwertern. Vom 1. Dezember 1915 an nahm er am Balkanfeldzug teil, unter anderem an der Griechischen und Mazedonischen Grenze, Schlachten bei [[Bitola|Monastir]], am Ostrowo See, [[Florina]] und bei [[Struga]] am [[Ohridsee]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wiz.ancestry.co.uk/Preview/?sub=1099511660544&amp;amp;img=1&amp;amp;dbid=1631&amp;amp;url=http://search.ancestry.co.uk%2fcontent%2fviewer.aspx%3fdbid%3d1631%26iid%3d31010_174533-00045%26pid%3d1178017%26ssrc%3d%26fn%3dPhilipp%26ln%3dLoewenfeld%26st%3dg Soldbuch bei ancestry]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Löwenfeld war schon als Student politisch aktiv gewesen. 1912 wurde er Mitglied der SPD, weil er sich für „gesellschaftliche Reformen und gesetzlichen Fortschritt“ einsetzte. Löwenfeld war zeitlebens ein „reformistischer“ Sozialdemokrat.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Herausgeber in &amp;#039;&amp;#039;Recht und Politik in Bayern zwischen Prinzregentenzeit und Nationalsozialismus. Die Erinnerungen von Philipp Loewenfeld&amp;#039;&amp;#039;. Ebelsbach 2004, S. XVII.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1918 wurde Löwenfeld zum Delegierten der Partei im [[Reichsrätekongress]] gewählt. Auf Wunsch des bayerischen Ministerpräsidenten [[Kurt Eisner]] arbeitete er zusammen mit zwei weiteren Juristen den Entwurf für die [[Bamberger Verfassung|bayerische Verfassung]] aus. Deren erste Version wurde als {{§§|URL|2=http://www.verfassungen.de/by/staatsgrundgesetz18.htm|3=„Staatsgrundgesetz für die Republik Bayern“}} am 7. Januar 1919 verkündet und war die erste demokratische Verfassung in der bayerischen Geschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Herausgeber in &amp;#039;&amp;#039;Recht und Politik in Bayern zwischen Prinzregentenzeit und Nationalsozialismus. Die Erinnerungen von Philipp Loewenfeld&amp;#039;&amp;#039;. Ebelsbach 2004, S. XVIII.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik]] wurde er als Verteidiger in einigen aufsehenerregenden politischen Strafprozessen bekannt. Er verteidigte unter anderem die Räterepublikaner [[Ernst Niekisch]] und [[Felix Fechenbach]]. Außerdem führte er einen publizistischen Kampf gegen Missstände des Weimarer Rechtssystems. Als überzeugter Republikaner und Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 zunächst in die Schweiz und 1938 in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] [[Auswanderung|emigrieren]]. 1942 verfasste er seine [[Autobiographie]], die 2004 veröffentlicht wurde. Loewenfeld wollte damit einen Beitrag zur Aufhellung der Ursachen des [[Nationalsozialismus]] leisten. Er lebte zuletzt in New York.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Philipp Loewenfeld ist eine etwa 400 Meter lange Ringstraße im Münchner Stadtteil [[Schwanthalerhöhe]] benannt. Sie führt südlich des Bahngleises von der [[Landsberger Straße (München)|Landsberger Straße]] weg und wieder auf diese zurück. Die Philipp-Loewenfeld-Straße gewährt den Zugang zum [[Arnulfsteg]], über den – mit Fahrrad oder zu Fuß – der Gleiskörper zwischen [[Donnersbergerbrücke|Donnersberger-]] und [[Hackerbrücke]] in nord-südlicher Richtung gequert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Löwenfeld war seit 1914 verheiratet mit Lottie Winkler, sie hatten drei Töchter. Eine Tochter war die Wissenschaftlerin [[Irene Löwenfeld]], die gemeinsam mit [[Otto Löwenstein (Mediziner)|Otto Löwenstein]] ein Grundlagenwerk über die menschliche Pupille verfasste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;irene&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Strafrecht als politische Waffe&amp;#039;&amp;#039;. (Die sozialistische Rechtsidee Heft 1, Schriftenreihe der Vereinigung sozialdemokratischer Juristen, hrsg. von [[Franz Leopold Neumann|Franz Neumann]]), Berlin 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der politische Mord – zu seiner Soziologie&amp;#039;&amp;#039;. Europa Verlag, Zürich 1936. (Eine Abrechnung mit den Morden der Nationalsozialisten an ihren politischen Gegnern, veröffentlicht unter dem Pseudonym Hans Kilian)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Recht und Politik in Bayern zwischen Prinzregentenzeit und Nationalsozialismus. Die Erinnerungen von Philipp Loewenfeld&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. [[Peter Landau]]; Rolf Rieß, Aktiv Druck &amp;amp; Verlag, Ebelsbach 2004, ISBN 3-932653-16-5. (Münchener Universitätsschriften – Juristische Fakultät, Abhandlungen zur rechtswissenschaftlichen Grundlagenforschung 91) (Das Buch wurde auch von der Bayerischen Landeszentrale fùr politische Bildungsarbeit herausgegeben [http://www.blz.bayern.de/blz/blz/index.asp]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Loewenfeld rühmt sich der womöglich letzte gewesen zu sein, der seine Prozesskosten über den Weg der Zwangsvollstreckung beim Reichskanzler [[Adolf Hitler]] eingetrieben habe.&lt;br /&gt;
* Die Stadt München hat 2006 eine Straße nach Loewenfeld benannt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kommunalreferat/vermessungsamt/strassennamen/Strassenneubenennung-2006/philliploewenfeld.html &amp;#039;&amp;#039;Straßenneubenennung Philipp-Loewenfeld-Straße&amp;#039;&amp;#039;] auf www.muenchen.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Göppinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Juristen jüdischer Abstammung im Dritten Reich: Entrechtung und Verfolgung.&amp;#039;&amp;#039; – München: Beck, 1990&lt;br /&gt;
* Monika Richarz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bürger auf Widerruf: Lebenszeugnisse deutscher Juden 1780–1945.&amp;#039;&amp;#039; – München: Beck, 1989 (Enthält einen Teil der Erinnerungen von Löwenfeld)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Walk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117168904}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117168904|LCCN=no2005033512|VIAF=30306280}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Loewenfeld, Phlipp}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Reichsrätekongress]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Loewenfeld, Philipp&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtsanwalt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. September 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. November 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New York City|New York]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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