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	<title>Philipp Johann Tilemann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:43:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Philipp_Johann_Tilemann&amp;diff=2168159&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2023-12-17T16:42:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Johann Tilemann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schenck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, (* [[11. November]] [[1640]] in [[Bückeburg]]; † [[26. Dezember]] [[1708]] in [[Marburg]]) war ein deutscher Schriftsteller und Marburger [[Theologie]]professor für [[Dogmatik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Vater war [[Grafschaft Schaumburg|schaumburgischer]] Rat und später Senator in [[Bremen]]. Dort ging Tilemann zur Schule, studierte dann in [[Universität Rinteln|Rinteln]], [[Reichsuniversität Groningen|Groningen]], [[Franeker]] und [[Universität Leiden|Leyden]], bereiste die spanischen Niederlande, Frankreich, Italien und England und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1667 zum [[Dr. theol.]] an der Universität in Franeker. Als [[Prediger]] der französischen Gemeinde in Bremen kam erstmals sein Talent als [[Erbauung]]s-Schriftsteller zur Geltung als Verfasser des Gebetbuchs &amp;#039;&amp;#039;Tägliche Opfer der Christen in geistreichen Andachten und schönen Seel-rührenden Gebehten auf alle Morgen und Abend der gantzen Woche gerichtet&amp;#039;&amp;#039; (Bremen 1673). Das Buch enthält alttestamentliche Gedankenanstöße von einfacher religiöser Haltung. Ganz ohne [[Dogmatik]], knüpfte Tilemann dabei an alltägliche Situationen an. Gelegentlich ließ er die [[Seele]] auftreten, die im Sinne der damaligen [[Mystik]] nach ihrem Bräutigam (Christus) schmachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigenartiger zeigte sich Tilemanns Talent in den 1680 erschienenen &amp;#039;&amp;#039;Sechzehn Stuffen des [[Gnadenstuhl (Bibel)|Gnadenthrons]] Jesus Christus, begreiffend acht Vorbereitungen und soviel Danksagungen auff jedweden Tag in der Wochen vor und nach dem Brauch des Hl. Abendmahls&amp;#039;&amp;#039;. Dennoch erlebte es fünf Auflagen und noch 1755 eine Übersetzung ins [[Rätoromanisch]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorbild diente dem nunmehrigen [[Hofprediger]] der Herzogin [[Sophie Elisabeth zu Mecklenburg|Sophie Elisabeth]] von [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg|Braunschweig und Lüneburg]] in [[Lüchau]] offenbar die Mystik im 4. Buch der &amp;quot;tjo 0llrjsti&amp;quot;: Wie dort findet ein Zwiegespräch zwischen Christus und der Seele statt, doch die Vereinigung mit Christus wird nur auf die [[Vergebung]] der Sünden bezogen. Die Fülle der stets wechselnden Bilder erstaunt, besonders weil diese [[Betrachtung]]en laut Vorrede in nur acht Tagen aufgezeichnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Lüchau kam Tilemann 1676 an das Gymnasium zu [[Hamm]], dann 1685 als Professor der Theologie an der [[Universität Marburg]] und Prediger der reformierten Gemeinde der dortigen Gemeinde. Schon in Hamm schrieb er einige exegetische und dogmatische Abhandlungen. Aus Marburger Vorlesungen entstanden eine Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;O Agapis&amp;#039;&amp;#039; (1690), ein Abriss der [[Dogmatik]] und ein &amp;#039;&amp;#039;Commentar zum Judasbrief&amp;#039;&amp;#039; (1692). Seine Schriften zeichneten sich aus „durch Ausscheidung alles Ueberflüssigen und präcise, auf den praktischen Gebrauch berechnete Zusammenfassung“ [Beß]. Als Dogmatiker war er strenger Prädestinatianer, aber mit der praktischen Tendenz eines [[Gisbert Voetius|Voetius]] (1589–1676) und beeinflusst von Coccejan. In einer Abhandlung „temporum mutatio...“ trat er für die Kalenderreform ([[Gregorianischer Kalender]]) ein. Gegen den [[Stade]]r Prediger Johann Faes verteidigte er den Satz, dass Christus das [[Abendmahl Jesu|Abendmahl]] mitgenossen habe. In Marburg kämpfte er vehement gegen die [[Cartesianismus|Cartesianer]], besonders seinen Kollegen [[Georg Otho]], der wegen dieses Zwistes sogar vom Abendmahl ausgeschlossen wurde, erhielt aber von [[Landgraf]] [[Karl (Hessen-Kassel)|Karl]] eine Ermahnung zur Verträglichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe &amp;#039;&amp;#039;Marburger Universitätsacten&amp;#039;&amp;#039; A 17-1/11 im dortigen Staatsarchiv.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1691 wurde Tilemann zum [[Liste der Rektoren der Philipps-Universität Marburg|Rektor der Universität]] in Marburg gewählt und bewährte sich offenbar, denn nach seinem Tod am 26. Dezember 1708 widmete ihm der einstige Gegner Otho ein Lobgedicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Philipp Johann Tilemann war ab dem 9. März 1677 mit Sybilla Christine, Tochter des Freiherrn Balthasar von Schrauttenbach gen. Weitolshausen, und in zweiter Ehe seit dem 24. August 1693 mit Susanne, Tochter des pfälzischen Residenten in Frankfurt am Main, Abraham Schellecke, verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://dfg-viewer.de/show/cache.off?id=8071&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http://archiv.ub.uni-marburg.de/eb/2010/0389/mets-3272.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=211 |titel=Grundlage zu einer hessischen Gelehrten und Schriftsteller-Geschichte. Band 16. S. 201 f. |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2019-09-18 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tochter Dorothea Eleonore heiratete 1711 den Hochschullehrer [[Johann Wilhelm Waldschmiedt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus seiner zweiten Ehe hatte Tilemann einen Sohn [[Johann Tilemann|Johann]], geboren in Marburg am 18. März 1691. Dieser wurde im Jahre 1720 dort Professor der Ethik und Politik, zog sich aber 1747 auf sein Landgut in [[Schiffelbach]] zurück, in dessen Besitz er durch Heirat mit einer Tochter oder Enkelin des Generalleutnants [[Johann ufm Keller]] gelangt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|38|297|298|Tilemann, Philipp Johann|Bernhard Beß|ADB:Tilemann, Philipp Johann}}&lt;br /&gt;
* [http://books.google.at/books?id=uVOgPgAACAAJ&amp;amp;dq=Philipp+Johann+Tilemann&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=fp8UTdnxONDysgbWooj6DA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=5&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwBA &amp;#039;&amp;#039;Sechzehn Stuffen Des Gnadenthrons Jesus Christus…&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Brauer 1684]&lt;br /&gt;
* [[Franz Gundlach (Historiker)|Franz Gundlach]]: &amp;#039;&amp;#039;Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910&amp;#039;&amp;#039;, Elwert, Marburg 1927, Nr. 38.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=103116745 |titel=Tilemann, Philipp Johann}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|103116745}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=103116745|LCCN=no/2005/97878|VIAF=29937408}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tilemann, Philipp Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Philipps-Universität Marburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformierter Theologe (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1640]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1708]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Rinteln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tilemann, Philipp Johann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und Theologieprofessor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. November 1640&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bückeburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Dezember 1708&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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