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	<title>Philipp Heinrich Ast - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T23:37:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Philipp_Heinrich_Ast&amp;diff=2448196&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-02-09T08:30:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Philipp Heinrich Ast.jpg|miniatur|Philipp Heinrich Ast (Ausschnitt aus einem Ölgemälde in der Alten Rats-Apotheke in Winsen an der Luhe)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Heinrich Ast&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. April]] [[1848]] in [[Gronau (Leine)]]; † [[15. August]] [[1921]] in [[Radbruch]]; genannt &amp;#039;&amp;#039;Schäfer Ast&amp;#039;&amp;#039;) war ein norddeutscher [[Schäferei|Schäfer]] und zu seiner Zeit ein berühmter [[Pflanzenheilkunde|Kräuterheilkundiger]], &amp;#039;&amp;#039;„der durch Kräutertees und durch starken seelischen Einfluss auf Kranke wirkte“&amp;#039;&amp;#039;, also aus heutiger Sicht ein [[Quacksalber]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Radbruch, Günter Spendel: &amp;#039;&amp;#039;Biographische Schriften&amp;#039;&amp;#039;, 1988, Seite 411, Fußnote 172 ([https://books.google.de/books?id=ER-7RFzVczMC&amp;amp;pg=PA411&amp;amp;dq=%22Philipp+Heinrich+Ast%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=uNGmTr7dOoffsga6l9TbDQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=%22Philipp%20Heinrich%20Ast%22&amp;amp;f=false Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Masalskis: &amp;#039;&amp;#039;Das Sprachgenie: Georg Sauerwein&amp;#039;&amp;#039;, 2003, Seite 231 ([https://books.google.de/books?id=wSvTd3IvNKsC&amp;amp;pg=PA231&amp;amp;dq=%22Philipp+Heinrich+Ast%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=uNGmTr7dOoffsga6l9TbDQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=%22Philipp%20Heinrich%20Ast%22&amp;amp;f=false Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ast war der Sohn des Schäfers Ernst Heinrich Ast und dessen Ehefrau Hanna Maria Dorothea Henriette Möhle. Er wurde ebenfalls Schäfer, übernahm aber noch eine andere „Fähigkeit“ seines Vaters: das „Kurieren“ von krankem Vieh und das „Heilen“ kranker Menschen. In der Familie Ast hatte diese „Heilkunst“ Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1872 zog Ast nach [[Lüdersburg]], wo sein Onkel Schafmeister im Dienste des Barons [[Spörcken (Adelsgeschlecht)|von Spörcken]] war. Im April 1873 trat Ast in Radbruch eine Stelle auf dem Hof Nr. 2 (Eigentümer Ludwig Ahlers, jetzt Hof Fischer) an. Ast war inzwischen schon in der Gegend bekannt, denn er kam als [[Schafscherer]] weit herum, und es sprach sich herum, dass er krankes Vieh „heilen“ konnte. Es gab aber noch einen anderen Grund für den Wechsel: Die Hebamme Anna Dorothea Ahlers (1841–1922), Tochter des [[Häusler]]s Ludwig Ahlers (1797–1872) und dessen Ehefrau Anna Catharina Schmidt (1815–1871). Ast heiratete sie am 26. Dezember 1873, das Ehepaar hatte fünf Kinder: Johanne Karoline Magdalena Ast (1874–1902), Heinrich Peter Philipp Ast (1875–1952), Conrad Franz August Ast (1878–1878), Wilhelm Alfred Ast (1880–1881) und Carl Otto Ast (1882–1957). Letzterer hatte mit seiner Frau Olli, geb. Wilkens, zwei Töchter, Olga und Ursel, die die beiden Brüder Wilhelm und Heinrich Keller heirateten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ast die Möglichkeit hatte, für seine kleine Familie die [[Abbauer]]stelle 58 (jetzt: Bardowicker Straße 62) zu kaufen, wollte er zugreifen. Jedoch kein Radbrucher wollte ihm dafür Hilfe oder Kredit gewähren, was er ihnen zeitlebens nicht vergaß. Schließlich lieh ihm Peter Wilkens aus [[Stelle (Landkreis Harburg)]], dem er ein wertvolles Pferd „kuriert“ hatte, das nötige Geld. Am 29. September 1888 bezog Ast das neue Haus, wo er bis zu seinem Tode lebte und sich einen großen Namen als „Heilkundiger“ machte. Die Zutaten für seine Mixturen bezog er zunächst aus [[Thüringen]]. Ab 1883 versorgte er sich in Meineckes [[Winsen (Luhe)|Winsener]] Apotheke (heute Alte Rats-Apotheke).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den eigenen Erfahrungen und Methoden war ein Rezeptbüchlein für ihn von großer Bedeutung, das er von seinem Vater 1878 geerbt hatte. Dass er seine „Medizin“ nach diesen Geheimrezepten selbst mischte, brachte ihm 1893 eine Geldstrafe von 75 [[Goldmark|Mark]] wegen unerlaubten Herstellens von Medikamenten ein. Die Zeitungsberichte darüber waren allerdings die beste Werbung; bald kamen Scharen von Heilungssuchenden nach Radbruch. Wegen seiner „Medikamente“ stand Ast noch mehrfach vor Gericht. Doch schließlich fand er gemeinsam mit Meinecke die Lösung: Er gab den Patienten nur noch einen Nummernzettel mit. Der Apotheker schlug die Nummer im Buch nach und mixte die entsprechende Medizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Ast’schen „Heil“-Tätigkeit profitierten auch noch andere. In Radbruch blühte der Fremdenverkehr, Gaststätten und Wartesäle wurden eröffnet. Die Patienten kamen per Bahn und wurden mit [[Droschke]]n zum Hause Ast gefahren. Die Züge waren überfüllt, man kam mit dem Drucken der Fahrkarten kaum nach und musste Gruppenfahrscheine ausgeben. Im Jahr 1894 behandelte Ast bis zu tausend Menschen am Tag. Die deutsche Presse berichtete ausführlich darüber. Sogar [[Berlin]]er Zeitungen schickten Berichterstatter nach Radbruch. Die Art der „Behandlung“ beschrieben die &amp;#039;&amp;#039;Winsener Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; am 9. November 1884: „... sonderbar ist die Art und Weise, wie der &amp;#039;Wunderdoctor&amp;#039; die Krankheiten behandelt. Ein Büschel Haare aus dem Nacken des Kranken wird ihm mitgebracht, oder er schneidet es, wenn die Kranken persönlich kommen, selbst ab; er hält die Haare gegen das Licht und betrachtet dieselben kurze Zeit durch ein Vergrößerungsglas, und dann giebt er die Krankheit der betreffenden Person an ...“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei soviel Andrang musste Ast rationell arbeiten. Er ließ immer zehn Patienten auf einmal ins Sprechzimmer rufen. Von diesen bestimmte er einen zum Schreiber, der die Nummernzettel zu notieren hatte. Bezahlt wurde durch Geschenke. Für mittellose Patienten war die Hilfe manchmal kostenlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam Heinrich Ast, der Schäfer, schließlich zu großem Wohlstand, kaufte 1910 den [[Meierhof]] und legte sein Geld in weiteren Höfen und Gütern an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ast wurde in [[Bardowick]] beerdigt. Seinem Freund Peter Wilkens hatte er noch den Grabstein gezeigt. Asts Nachkommen leben noch heute in Radbruch, und seine „Medizin“ gibt es immer noch in der Apotheke in Winsen zu kaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/panorama/niedersachsen-winsen-alte-rats-apotheke-rezepturen-von-schaefer-ast/ &amp;#039;&amp;#039;Arzneimittel vom Schäfer&amp;#039;&amp;#039;], apotheke-adhoc.de, 16. November 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* In seiner Geburtsstadt Gronau ist der Schäfer-Ast-Weg nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* In seinem Wohnort Radbruch gibt es die Schäfer-Ast-Straße, an der die Schäfer-Ast-Grundschule liegt.&lt;br /&gt;
* Im [[Freilichtmuseum am Kiekeberg]] gibt es den Schäfer-Ast-Garten.&lt;br /&gt;
Auch im Ort [[Prerow]] gibt es einen Schäfer-Ast-Weg, der allerdings an den Künstler [[Albert Schaefer-Ast|Albert Schäfer-Ast]] erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Ebel: &amp;#039;&amp;#039;Schäfer Ast. Der Wunderdoktor von Radbruch&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Ravens &amp;amp; Maack, 1973&lt;br /&gt;
* Kurt E. Koch: &amp;#039;&amp;#039;Okkultes ABC&amp;#039;&amp;#039;, 1984, Seite 80f. [https://books.google.de/books?id=MjsfmTDgOFIC&amp;amp;pg=PA81&amp;amp;dq=%22Sch%C3%A4fer+Ast%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=lNSmTvinIfH74QSakqES&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=%22Sch%C3%A4fer%20Ast%22&amp;amp;f=false Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.mmanuskriptt.de/resources/Ast.pdf | wayback=20160304025253 | text=&amp;#039;&amp;#039;Heinrich Schäfer Ast. Diagnose aus dem Nackenhaar&amp;#039;&amp;#039; (Biografie)}} (PDF-Datei; 43&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.archiv.radbrucherecho.de/ast.html | wayback=20160311232424 | text=&amp;#039;&amp;#039;Der Schäfer Ast&amp;#039;&amp;#039; (Biografie)}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.han-online.de/Harburg-Land/article80486/Der-heilende-Schaefer-aus-der-Heide.html | archive-is=20130211042354 | text=&amp;#039;&amp;#039;Der heilende Schäfer aus der Heide&amp;#039;&amp;#039;}} in &amp;#039;&amp;#039;[[Harburger Anzeigen und Nachrichten|HAN-Online]]&amp;#039;&amp;#039; vom 25. Oktober 2011&lt;br /&gt;
* Uwe Ruprecht: [https://ruprecht.art.blog/2018/05/16/haardiagnose-nach-schaefer-ast Haardiagnose „nach Schäfer Ast“]. Medizinmänner in Hamburg und umzu vor 100 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118504754|VIAF=10636668}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ast, Philipp Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpraktiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1848]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ast, Philipp Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ast, Philipp H.; Ast, Schäfer&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schäfer und Kräuterheiler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. April 1848&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gronau (Leine)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. August 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Radbruch]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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