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	<title>Philipp Heck - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:45:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Philipp_Heck&amp;diff=1167050&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Commons hinzugefügt, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-04-21T19:13:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commons hinzugefügt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Philipp von Heck, Tübinger Professorengalerie.jpg|mini|Philipp von Heck in der [[Tübinger Professorengalerie]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Nicolai Heck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1912 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ritter von Heck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Juli]] [[1858]] in [[Sankt Petersburg]]; † [[28. Juni]] [[1943]] in [[Tübingen]]) war ein deutscher [[Jurist]], der als wegweisend für die deutsche [[Interessenjurisprudenz]] gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Heck ging in Sankt Petersburg zur Schule. Nachdem seine Familie 1870 nach [[Wiesbaden]] zog, besuchte er dort das [[Diltheyschule|Gymnasium]]. Später studierte er zunächst Mathematik in [[Leipzig]], wechselte aber bald zur Rechtswissenschaft, angeregt durch die Lektüre von [[Rudolf von Jhering|Jherings]] &amp;#039;&amp;#039;Geist des römischen Rechts&amp;#039;&amp;#039;. Nach weiteren Studienjahren in [[Heidelberg]] und [[Berlin]] legte er 1886 das Assessorexamen ab. In Berlin promovierte und habilitierte er sich 1889. 1891 wurde er als ordentlicher Professor an die [[Universität Greifswald]] berufen, von der aus er 1892 als Nachfolger [[Eugen Huber]]s nach Halle wechselte. Ab 1901 bis zu seiner Emeritierung 1928 lehrte er in Tübingen. Dort war er 1911/12 Rektor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Die Schwerpunkte der Arbeit Hecks lagen auf dem Gebiet der [[Rechtsgeschichte]], des [[Zivilrecht (Deutschland)|Zivilrechts]] und insbesondere der [[Juristische Methodenlehre|juristischen Methodenlehre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interessenjurisprudenz ===&lt;br /&gt;
Bekanntheit und großen Einfluss erreichte Heck mit seiner auf [[Rudolf von Jhering|Jhering]] aufbauenden Methodenlehre der [[Interessenjurisprudenz]]. Er leitete sie aus der [[Begriffsjurisprudenz]] ab und entwickelte sie insoweit weiter. Die Begriffsjurisprudenz hatte versucht, ein schlüssiges System von [[Rechtsbegriff]]en zu errichten, das so logisch in sich schloss, dass es einer [[Auslegung (Recht)|Rechtsauslegung]] durch den [[Richter]] nicht mehr bedürfen sollte. Die Interessensjurisprudenz legte dem Richter nahe, bei der Auslegung von [[Rechtsnormen]] die Interessen zu beachten, die der (historische) [[Gesetzgeber]] seiner legislatorischen Entscheidung zu Grunde gelegt hatte. Unter Berücksichtigung dieser gesetzgeberischen Interessenswertung, sollte er den rechtshängigen Einzelfall behandeln, gleichsam in „denkendem Gehorsam“ auslegen und entscheiden. Auf der anderen Seite bekämpfte er, teilweise polemisch, die sogenannte [[Freirechtsschule]], die eine stärkere Freiheit des Richters in der Auslegung befürwortete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist die [[Auslegung (Recht)#Historische Auslegung|historische Interpretation]] zur Ermittlung der Zwecke, die der Gesetzgeber im Auge hatte, das zentrale methodische Element. Heck will die Wertungen des Gesetzgebers verwirklichen, und zwar ohne Verfälschung durch richterliche Wertungen. Hecks Interessenjurisprudenz ist damit eine [[Demokratie|demokratische]] Methode im Sinn einer funktionierenden [[Gewaltenteilung]], die respektiert, dass die Gewalt vom Volk ausgeht und durch Gesetze, die bestimmte politische Zwecke verfolgen, ausgedrückt wird. Die Wertungen des Gesetzgebers sind in denkendem Gehorsam vom Richter herauszuarbeiten und bei der Entscheidung des lebendigen Falles zu befolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lückentheorie ===&lt;br /&gt;
Heck wies als erster die [[Gesetzeslücke|Lückenhaftigkeit]] der Rechtsordnung als „Wertungslücken“ methodisch und begrifflich aus. Die Begriffsjurisprudenz war noch von einem lückenlosen Rechtssystem ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablösung durch Larenz’ Lehre von der normativen Kraft der Lebenswirklichkeit ===&lt;br /&gt;
Zur Zeit des [[Nationalsozialismus]] stieß Hecks demokratische Rechtsmethode der Interessenjurisprudenz zunehmend auf Kritik. [[Karl Larenz]] und andere – vor allem der [[Kieler Schule]] nahestehende Rechtswissenschaftler – bezeichneten die Interessenjurisprudenz als die überwundene Methodik eines liberalistischen und bürgerlichen Zeitalters. Heck selbst trat dieser Kritik dadurch entgegen, dass er sich selbst dem Nationalsozialismus annäherte und seine Lehre von der Interessenjurisprudenz ideologisch an die NS-Rechtslehre anzupassen versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Lehrtätigkeit ===&lt;br /&gt;
Weitere Vorlesungen hielt er zum bürgerlichen Recht, [[Wechsel (Urkunde)|Wechselrecht]] und [[Internationales Privatrecht|Internationalem Privatrecht]]. Auf Philipp Heck geht der Ausdruck „[[Paschastellung]]“ für den [[Gläubiger]] in der [[Gesamtschuld]] zurück. Kaum eine Bedeutung mehr haben aber seine Studien zur friesischen Rechtsgeschichte, die in der Zeit in Halle entstanden sind, oder die Arbeiten zur deutschen Rechtsgeschichte (insbesondere zum [[Sachsenspiegel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1938 wurde ihm die [[Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Ehrenmitglied der [[Studentenverbindung]] [[Akademische Verbindung Igel Tübingen|AV Igel Tübingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.leo-bw.de/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/118709429/Heck+Philipp+Nicolai+von Biographie bei LEO-BW&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Recht der großen Haverei&amp;#039;&amp;#039;. 1889.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die altfriesische Gerichtsverfassung&amp;#039;&amp;#039;. 1894.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Stände im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Zwei Bände. 1900/1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der Rechtsgewinnung.&amp;#039;&amp;#039; 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesetzesauslegung und Interessenjurisprudenz.&amp;#039;&amp;#039; 1914.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pfleghafte und Grafschaftsbauern in Ostfalen.&amp;#039;&amp;#039; 1916.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Lex Frisionum&amp;#039;&amp;#039;. 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Standesgliederung der Sachsen im frühen Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriß des Schuldrechts.&amp;#039;&amp;#039; 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriß des Sachenrechts.&amp;#039;&amp;#039; 1930 ([https://ds.ub.uni-bielefeld.de/viewer/!image/30132/1/-/ online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Übersetzungsprobleme im frühen Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; 1931 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:466:1-72432 online], [https://archive.org/details/heck-uebersetzungsprobleme-im-fruehen-mittelalter online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Begriffsbildung und Interessenjurisprudenz.&amp;#039;&amp;#039; 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Blut und Stand im altsächsischen Rechte und im Sachsenspiegel.&amp;#039;&amp;#039; 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rechtserneuerung und juristische Methodenlehre&amp;#039;&amp;#039;. 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur altsächsischen Standesgliederung. Insbesondere über die ständische Bedeutung des Handgemals&amp;#039;&amp;#039;. 1936 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:466:1-72426 online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das abstrakte dingliche Rechtsgeschäft.&amp;#039;&amp;#039; 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eike von Repgow. Verfasser der alten Zusätze zu dem Sachsenspiegel&amp;#039;&amp;#039;. 1939.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drei Studien zur Ständegeschichte. Hofleute, Häuptlinge, fränkische Gemeinfreiheit&amp;#039;&amp;#039;. 1939.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Marietta Auer]]: &amp;#039;&amp;#039;Methodenkritik und Interessenjurisprudenz. Philipp Heck zum 150. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Europäisches Privatrecht]].&amp;#039;&amp;#039; 16. Jg., H. 3, 2008, S. 517–533.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Falk]], in: [[Michael Stolleis]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Juristen. Ein biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1995, ISBN 3-406-39330-6, S. 275.&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|176|177|Heck, Philipp Nicolai von|[[Wolfgang Freiherr Marschall von Bieberstein]]|118709429}}&lt;br /&gt;
* Martin Otto: &amp;#039;&amp;#039;Philipp Nicolai von Heck.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Maria Magdalena Rückert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Württembergische Biographien unter Einbeziehung hohenzollerischer Persönlichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; Band I. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2006, ISBN 3-17-018500-4, S. 101–104 ([https://www.leo-bw.de/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/118709429/Heck+Philipp+Nicolai+von Online-Version]).&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schoppmeyer (Jurist)|Heinrich Schoppmeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Juristische Methode als Lebensaufgabe. Leben, Werk und Wirkungsgeschichte Philipp Hecks.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2001, ISBN 978-3-16-147517-7.&lt;br /&gt;
* Maximilian Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Philipp Hecks Rechts- und Begriffstheorie und ihre erkenntnistheoretischen Voraussetzungen.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 2022, ISBN 978-3-8487-8683-1&lt;br /&gt;
* Manfred Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Philipp Heck als Zivilrechtsdogmatiker Studien zur dogmatischen Umsetzung seiner Methodenlehre.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchener Universitätsschriften. Abhandlungen zur rechtswissenschaftlichen Grundlagenforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 80). Aktiv Druck &amp;amp; Verlag GmbH, Ebelsbach 1996, ISBN 3-9803848-7-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* [[Entnazifizierung]]sakte Philipp Heck als [https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=6-893242 digitale Reproduktion] im Online-Angebot des [[Staatsarchiv Sigmaringen|Staatsarchivs Sigmaringen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118709429|LCCN=no/94/10559|VIAF=54279420|NDL=00442852}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Heck, Philipp}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Greifswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tübinger Professorengalerie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Württembergischen Krone (Ausprägung unbekannt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1858]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heck, Philipp&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Heck, Philipp von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juli 1858&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sankt Petersburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juni 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT= [[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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