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	<title>Philipp Gallicius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Philipp_Gallicius&amp;diff=597720&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Plutowiki: Link auf Langwies GR</title>
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		<updated>2025-10-21T22:13:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Langwies GR&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Gallicius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  (* [[4. Februar]] [[1504]] in [[Puntweil]] bei [[Müstair]]; † [[7. Juni]] [[1566]] in [[Chur]]; auch &amp;#039;&amp;#039;Philipp Saluz&amp;#039;&amp;#039;) war ein evangelisch-reformierter Theologe, Kirchenlieddichter, [[Reformator]] des [[Engadin]]s und mit seinen Übersetzungen von [[Bibel]]teilen und Bekenntnisschriften Wegbereiter und Mitbegründer des [[Vallader]]s, der damals neuen [[Unterengadin]]er Schriftsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Philipp Gallicius wurde als Kind der Eltern Johann Adam Saluz von [[Ardez]] und Uorschla Gallicius-Champell von [[Chamues-ch]] in Puntweil geboren, das zwischen [[Taufers im Münstertal|Taufers]] und [[Müstair]] im [[Val Müstair]] liegt. Sein Vater war Schmied, und von seiner Mutter übernahm er den Nachnamen, was damals nicht unüblich war. Von seinem Verwandten, dem Dekan Bursella, wurde er unterrichtet und gefördert. Die Schulbildung erhielt er bei den Benediktinern in [[Abtei Marienberg|Marienberg]]. Bei wem er Griechisch und Hebräisch gelernt hat, bleibt unsicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Studium an der [[Universität Ingolstadt]] wurde er 1524 Kaplan in [[La Punt Chamues-ch]]. Geschützt vom Stadtpfarrer [[Johannes Comander]] in Chur, predigte er gegen die katholische [[Scholastik|scholastische]] Lehre. Daraufhin bekam er mit dem Ortspfarrer und Dekan des Engadins Probleme. 1526 wurde er wegen [[Häresie]] verbannt, nachdem er sich auf der [[Ilanzer Artikel|Ilanzer Disputation]] reformatorisch geäussert hatte. Er setzte seinen Kampf für eine freiere Verkündigung fort. Seine Heirat mit Ursula Campell, der Schwester von [[Ulrich Campell]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg Leonhardi |Titel=Philipp Gallicius Reformator Graubündens |Hrsg=Georg Leonhardi |Verlag=J. Heuberger’s Verlag bzw. Hansebooks |Ort=Bern |Datum=1865 |ISBN=978-3-74465-662-7 |Seiten=22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war der Anlass zu erneuter Vertreibung am 15. März 1526.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Entbehrungen und Leiden setzte er seine Arbeit bis in das [[Engadin]] fort. So führte er 1529 die Reformation in den unterengadinischen Dörfern [[Lavin]] und [[Guarda GR|Guarda]] ein und wirkte in [[Langwies GR|Langwies]], [[Scharans]] und Chur. An der Schule St.&amp;amp;nbsp;Nikolai war er Lateinlehrer. 1536 übersetzte er wichtige Bibel- und Bekenntnistexte wie das [[Unser Vater|Unser-Vater]]-Gebet, das [[Apostolikum]], die [[Zehn Gebote]] und einige [[Psalmen]] in die landestypische Sprache und gehört damit zu den Begründern der rätoromanischen Schriftsprache. Wohl hielt [[Ulrich Zwingli]]s Niederlage und Tod den Lauf der Reformation in der Schweiz auf, aber 1537 kam es auch in Graubünden zum Durchbruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1537 wurde sieben Tage lang auf dem [[Religionsgespräch]] in [[Susch]] gestritten, bis der Richterspruch zugunsten von Gallicius ausfiel. Von nun an konnte er die reformatorische Verkündigung bis in die letzten Orte tragen. Auch 1544 nahm er aktiv an der zweiten Suscher Disputation teil. 1550 wurde Gallicius an die [[Regulakirche (Chur)|Regulakirche]] in Chur berufen. Von hier aus sorgte er für die ganze Kirche Graubündens. Mit [[Heinrich Bullinger]] und [[Johannes Calvin]] stand er im Briefwechsel. [[Pier Paolo Vergerio]], [[Camillo Renato]] und die italienischen Glaubensflüchtlinge in [[Chiavenna]] bereiteten ihm  Kummer, weil sie teilweise unitarische und täuferische Glaubensansichten pflegten. 1552–1553 verfasste er mit [[Johannes Comander]] die &amp;#039;&amp;#039;[[Confessio Rhaetica]]&amp;#039;&amp;#039;, die sie 1566 nach der Annahme der &amp;#039;&amp;#039;[[Confessio Helvetica posterior]]&amp;#039;&amp;#039; aufgaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan-Andrea Bernhard: &amp;#039;&amp;#039;Briefe an Heinrich Bullinger im Blick auf Entstehung, Abfassung und Rezeption der »Confessio Raetica« (1552/53)&amp;#039;&amp;#039;, Zwingliana 40, Zürich 2013, S. 37–71, {{ISSN|0254-4407}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1555 nahm er vorübergehend die evangelischen Flüchtlinge aus Locarno unter der Führung des Reformatoren [[Giovanni Beccaria (Reformator)|Giovanni Beccaria]] in Chur auf, die auf der Durchreise nach Zürich waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Pfister (Theologe)|Rudolf Pfister]]: &amp;#039;&amp;#039;Um des Glaubens willen. Die evangelischen Flüchtlinge von Locarno und ihre Aufnahme zu Zürich im Jahre 1555.&amp;#039;&amp;#039; Evangelischer Verlag, Zollikon 1955, S.&amp;amp;nbsp;121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Wenneker: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Bullinger und die Reformation im Engadin&amp;#039;&amp;#039;, Bündner Monatsblatt, Zeitschrift für Bündner Geschichte, Landeskunde und Baukultur, Heft 4, Chur 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er sich schon lange darum bemüht hatte, das rätoromanische Idiom zur Schriftsprache zu erheben, sorgte er für eine Bibelübersetzung. Einer seiner Schüler war [[Ulrich Campell]], der die [[Psalmen]] ins Vallader, in die neue Unterengadinische Schriftsprache, übersetzte und damit diese als Schriftsprache etablierte. Gallicius schrieb das Vorwort zu diesen Psalmen, die 1560 erschienen, und auch zum [[Neues Testament|Neuen Testament]], das [[Jachiam Tütschett Bifrun]] 1562 ins [[Oberengadinische Sprache|Puter]], die neu entstandene Oberengadinische Schriftsprache, übersetzt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|10620|Philipp Gallicius|Autor=Martin Bundi}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philipp Gallicius verstarb am 7.&amp;amp;nbsp;Juli 1566 in Chur an der Pest, kurz darauf starben auch seine Frau und seine fünf Söhne in dieser Stadt an der Seuche.&amp;lt;ref&amp;gt;Conradin Bonorand: &amp;#039;&amp;#039;Die Engadiner Reformatoren Philipp Gallicius, Jachiam Tütschett Bifrun, Durich Chiampell – Voraussetzungen und Möglichkeiten ihres Wirkens aus der Perspektive der Reformation im allgemeinen&amp;#039;&amp;#039;, Evangelischer Kirchenrat Graubünden, Chur 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Confessio Rhaetica&amp;#039;&amp;#039;. Chur 1553&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|10620|Philipp Gallicius|Autor=Martin Bundi}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|50||Gallicius, Philipp|Kurt Guggisberg|134007832}}&lt;br /&gt;
* Jan-Andrea Bernhard: &amp;#039;&amp;#039;Briefe an Heinrich Bullinger im Blick auf Entstehung, Abfassung und Rezeption der »Confessio Raetica« (1552/53)&amp;#039;&amp;#039;, Zwingliana 40, Zürich 2013, S. 37–71, {{ISSN|0254-4407}}&lt;br /&gt;
* Rudolf N. Bezzola: &amp;#039;&amp;#039;Filip G. Saluz, 1504–1566.&amp;#039;&amp;#039; Annalas 108, 1995, 177–202.&lt;br /&gt;
* [[Conradin Bonorand]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Engadiner Reformatoren Philipp Gallicius, Jachiam Tütschett Bifrun, Durich Chiampell – Voraussetzungen und Möglichkeiten ihres Wirkens aus der Perspektive der Reformation im allgemeinen&amp;#039;&amp;#039;, Evangelischer Kirchenrat Graubünden, Chur 1987&lt;br /&gt;
* Georg Leonhardi: &amp;#039;&amp;#039;Philipp Gallicius, Reformator Graubündens.&amp;#039;&amp;#039; Heuberger, Bern 1865.&amp;lt;ref&amp;gt;http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs2/object/display/bsb10063366_00001.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Christian Immanuel Kind]]: &amp;#039;&amp;#039;Philipp Gallicius.&amp;#039;&amp;#039; ZHT 38, 1868, 312–401.&lt;br /&gt;
* {{ADB|8|335|336|Gallicius, Philipp|Ch. Kind|ADB:Gallicius, Philipp}}&lt;br /&gt;
* Traugott Schiess: &amp;#039;&amp;#039;Philipp Gallicius, ein Lebensbild.&amp;#039;&amp;#039; Chur 1904.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629153702/http://www.bautz.de/bbkl/g/gallicius_p.shtml |band=15|spalten=600–604|autor=[[Erich Wenneker]]|artikel=GALLICIUS, Philipp}}&lt;br /&gt;
* Erich Wenneker: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Bullinger und die Reformation im Engadin&amp;#039;&amp;#039;, Bündner Monatsblatt, Zeitschrift für Bündner Geschichte, Landeskunde und Baukultur, Heft 4, Chur 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=134007832}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134007832|LCCN=nr/90/22755|VIAF=7399774}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gallicius, Philipp}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibelübersetzer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenliedkomponist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bündner Synode]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rätoromanische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformierter Geistlicher (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformierter Theologe (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Rätoromanisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur (Theologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1504]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1566]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gallicius, Philipp&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Saluz, Philipp&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=evangelisch-reformierter Theologe, Kirchenlieddichter und Reformator in Graubünden&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1504&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Puntweil bei [[Müstair]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juni 1566&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Chur]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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