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	<title>Philipp Daub - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-04T15:23:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Philipp Daub Portrait.jpeg|mini|Philipp Daub]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundsteinlegung am Breiten Weg 1951.jpeg|mini|Philipp Daub bei einer Grundsteinlegung in Magdeburg, 1951]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philipp Daub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Januar]] [[1896]] in [[Saarbrücken|Burbach]]; † [[14. Juli]] [[1976]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Politiker der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]], Funktionär dieser Parteien und [[Oberbürgermeister]] von [[Magdeburg]]. Er gehörte kurzzeitig dem deutschen [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] und nach 1945 dem Landtag von [[Sachsen-Anhalt]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Daub wurde als Sohn eines Hüttenarbeiters im [[Saarland]] geboren. Nach dem Besuch der [[Grundschule]] von 1912 bis 1915 machte er eine Lehre zum [[Maschinenschlosser]]. Von 1916 bis 1918 leistete er seinen Militärdienst ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1921 arbeitete er als Metallarbeiter, 1919 trat er der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] und der Gewerkschaft bei. Ab 1921 war er Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]], für die er im gleichen Jahr als hauptamtlicher Funktionär tätig war. Er arbeitete in [[Saarbrücken]] als [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführer]] des Verlages der KPD-Parteizeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die KPD wurde Daub 1924 in die [[Stadtverordnetenversammlung]] in Saarbrücken gewählt, der er bis 1931 angehörte. Ab 1928 war er auch Mitglied des [[Landesrat (Saargebiet)|Landesrates des Saargebietes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb seiner Partei wurde Daub 1927 Organisationsleiter und 1928 Politischer Leiter des KPD-Bezirkes &amp;#039;&amp;#039;Saar&amp;#039;&amp;#039;. 1929 wurde er Kandidat des [[Zentralkomitee]]s (ZK) der KPD und wurde im April 1931 Politischer Leiter des KPD-Bezirkes &amp;#039;&amp;#039;Hessen-Frankfurt am Main&amp;#039;&amp;#039;. In dieser Funktion wurde ihm ein „Verstoß gegen die ZK-Linie“ vorgeworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/philipp-daub Biographie Philipp Daub] bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, abgerufen am 10. Februar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Zusammenhang wurde er zum Instrukteur des ZK der KPD für das ehemalige Reichsgebiet degradiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom [[Reichstagswahl November 1932|November 1932]] bis [[Reichstagswahl März 1933|März 1933]] gehörte Daub dem [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab April 1932 war er Oberster Berater der KPD im Bereich [[Mitteldeutschland]]. Daub nahm am 7. Februar 1933 an der [[Illegale Tagung der KPD im Sporthaus Ziegenhals|illegalen Tagung]] des [[Zentralkomitees]] der KPD im [[Sporthaus Ziegenhals]] bei Berlin teil.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.etg-ziegenhals.de/Teilnehmer.html Liste der Teilnehmer]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Verbot der KPD war er Mitglied der illegalen Parteileitung und Leiter des &amp;#039;&amp;#039;Oberbezirkes Mitte&amp;#039;&amp;#039;, zu dem Magdeburg, [[Halle (Saale)]], [[Thüringen]] und [[Sachsen]] gehörten. 1935 bis 1936 wurde Daub im Auftrag der KPD in die [[Niederlande]] entsandt und betätigte sich dort als &amp;#039;&amp;#039;Abschnittsleiter West&amp;#039;&amp;#039; in [[Amsterdam]]. Ab 1936 folgte ein Auslandseinsatz in [[Frankreich]], wo er als Beauftragter der KPD-Führung in [[Paris]] arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1939 erfolgte die Ausweisung Daubs aus Frankreich, im September desselben Jahres wurde er in Paris verhaftet. Bis Mai 1941 war er daraufhin in Frankreich in verschiedenen Lagern interniert. 1941 erhielt er die Staatsbürgerschaft der [[Sowjetunion]]. Er emigrierte 1941 in die [[Vereinigte Staaten|USA]], wo er sich bis 1946 in [[New York City|New York]] niederließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr im Dezember 1946 nach [[Deutschland]] arbeitete er bis 1948 als Vizepräsident des [[Deutscher Zentralverband der Umsiedler|Deutschen Zentralverbandes der Umsiedler]], der sich mit der [[Integration (Soziologie)|Integration]] von Flüchtlingen befasste. Daub gehörte zum Kreis der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Westemigranten&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der KPD bzw. der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]], zu dem auch der Präsident des Zentralverbandes, [[Paul Merker]], sowie [[Rudolf Engel]] gehörten. Von 1948 bis 1950 war er Leiter der einflussreichen &amp;#039;&amp;#039;Abteilung Personal / Kader&amp;#039;&amp;#039; beim [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands#Zentralkomitee|ZK der SED]]. Im Zuge der [[Noel-Field-Affäre]] wurden die &amp;#039;&amp;#039;Westemigranten&amp;#039;&amp;#039; entmachtet, so dass auch Daub seine Leitungsfunktion verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. September 1950 wurde Daub [[Oberbürgermeister]] in [[Magdeburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neuer OB in Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Berliner Zeitung]], 7. September 1950, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Amt übte er bis 1961 aus. In seiner Amtszeit zeichnete Daub verantwortlich für den Beginn des Neuaufbaus der Stadt nach den Zerstörungen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]. Dieser Neuaufbau wurde später als Fortsetzung der Zerstörung Magdeburgs kritisiert. Mehrere historische Kirchenbauten, so die [[Heilig-Geist-Kirche (Magdeburg)|Heilig-Geist-Kirche]] und die [[St.-Ulrich-und-Levin-Kirche]] wurden gesprengt. Die historisch gewachsenen Straßenzüge wurden zugunsten einer heute als gesichtslos und trist kritisierten Stadtgestaltung überbaut. Selbst erhalten gebliebene Wohnbebauung wurde abgerissen. 1950 wurde Daub auch [[Liste der Mitglieder des Landtages Sachsen-Anhalt (1946–1952, 2. Wahlperiode)|Abgeordneter des Landtages in Sachsen-Anhalt]] und blieb dies bis Juli 1952.&amp;lt;ref&amp;gt;Rede des Abg. Daub auf der 19. Sitzung des Landtages am 25. Juli 1952 zur Demokratisierung der Verwaltung. In: Akten und Verhandlungen des Landtages der Provinz Sachsen-Anhalt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bekleidete hier die Funktion des Vorsitzenden des Rechts- und Verfassungsausschusses. In diesem Amt war er maßgeblich an der Auflösung des Landes und der Bildung der Bezirke [[Bezirk Magdeburg|Magdeburg]] und [[Bezirk Halle|Halle]] beteiligt. Bei der Gründung der [[Liga für Völkerfreundschaft]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] am 15. Dezember 1961 wurde er zum ersten Präsidenten der Liga gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Liga für Völkerfreundschaft der DDR gegründet&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Neue Zeit]], 16. Dezember 1961, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Ablösung als Präsident im Januar 1964 wurde er zum Mitglied des Präsidiums der Liga gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dr. Wandel neuer Präsident&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Neues Deutschland]], 11. Januar 1964, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Daub, Philipp 02.jpg|mini|hochkant |Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Anlässlich seines 65. Geburtstages wurde er 1961 mit dem Orden [[Banner der Arbeit]] ausgezeichnet. Im Jahr 1964 wurde Daub pensioniert. Am 6. Mai 1955 erhielt er den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Silber, 1965 in Gold und 1971 die Ehrenspange zum Vaterländischen Verdienstorden in Gold sowie 1966 den [[Karl-Marx-Orden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Urne wurde in der [[Gräberanlage Pergolenweg]] des Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde|Zentralfriedhofs Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Magdeburg wurden eine [[Polytechnische Oberschule]] und die [[Magdeburger Straßen/P|Philipp-Daub-Straße]] nach ihm benannt. Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] erfolgten wegen seiner Verantwortung für die Zerstörungen in Magdeburg Umbenennungen von Schule und Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerald Christopeit: &amp;#039;&amp;#039;Daub, Philipp.&amp;#039;&amp;#039; In: Guido Heinrich, Gunter Schandera (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Magdeburger Biographisches Lexikon 19. und 20. Jahrhundert. Biographisches Lexikon für die Landeshauptstadt Magdeburg und die Landkreise Bördekreis, Jerichower Land, Ohrekreis und Schönebeck.&amp;#039;&amp;#039; Scriptum, Magdeburg 2002, ISBN 3-933046-49-1.&lt;br /&gt;
* [[Martin Wiehle]]: &amp;#039;&amp;#039;Magdeburger Persönlichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. durch den Magistrat der Stadt Magdeburg, Dezernat Kultur. imPuls Verlag, Magdeburg 1993, ISBN 3-910146-06-6.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 2004, ISBN 3-320-02044-7, S. 146–147.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=philipp-daub|lemma=Daub, Philipp|autor=[[Bernd-Rainer Barth]]|band=1|idNum=538}}&lt;br /&gt;
* [[Mathias Tullner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Saarländer Philipp Daub als Oberbürgermeister von Magdeburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Stefanie Fabian / Mareike Fingerhut-Säck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch in der Neuzeit: Alltag – Körper – Emotionen: Festschrift für Eva Labouvie zum 65. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien / Köln 2022, ISBN 978-3-412-52472-2, S. 103–120.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.etg-ziegenhals.de/Philipp_Daub.html Kurzbiografie]&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130319953}}&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr |2552 |Daub Philipp}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-magdeburg.de/mbl/PHP_Skripte/mbl_verwaltung/mbl_verw_anzeige_biog.php?auswahl=3&amp;amp;liste_biog_name=828 Philipp Daub im Magdeburger Biographischen Lexikon] (Abgerufen am 3. Januar 2017)&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/66e4769a-abeb-414b-a225-2b74be74c1c6/ Nachlass Bundesarchiv NY 4243]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Oberbürgermeister von Magdeburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130319953|VIAF=38022408}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Daub, Philipp}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Landesrates des Saargebietes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Sachsen-Anhalt 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Widerstand gegen den Nationalsozialismus in den USA]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Daub, Philipp&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Horn, Philipp&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SED-Funktionär, MdR, Oberbürgermeister von Magdeburg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Januar 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Saarbrücken|Burbach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juli 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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