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	<title>Phenylpropanoide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T03:05:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Phenylpropanoide&amp;diff=280064&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rjh: Linkkorrektur</title>
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		<updated>2025-10-04T08:45:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkkorrektur&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Structural formula of n-propylbenzene.svg|mini|hochkant=0.7|Struktur der namens&amp;amp;shy;gebenden Verbindung [[n-Propylbenzol|Phenylpropan]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phenylpropanoide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Griechische Sprache|griech.]]: Endung &amp;#039;&amp;#039;-ειδἠς&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;-eides&amp;#039;&amp;#039;) „ähnlich“) ist eine Stoffgruppe [[Naturstoff|natürlich vorkommender]] [[organische Verbindungen|organischer Verbindungen]], die in [[Pflanzen]] und [[Mikroorganismen]] aus der [[Aminosäure]] [[Phenylalanin]], mitunter auch aus [[Tyrosin]], synthetisiert werden. Diese beiden Aminosäuren enthalten als Grundstruktur einen [[Benzol]]ring mit einer C&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-[[Seitenkette]], daher leitet sich der Name der Stoffgruppe von der einfachsten chemischen Verbindung mit diesem [[Strukturelement (Chemie)|Strukturelement]], dem [[n-Propylbenzol|Phenylpropan]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heldt&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans-Walter Heldt]], [[Birgit Piechulla]] |Titel=Pflanzenbiochemie |Auflage=5. |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2014 |ISBN=978-3-662-44397-2 |Seiten=416 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Benzolring ist häufig sowohl mit [[Hydroxygruppe|Hydroxy]]- als auch [[Methoxygruppe]]n [[Substituent|substituiert]] und die Seitenkette wird stark variiert. Sie kann C=C-[[Doppelbindung]]en enthalten und das endständige Kohlenstoffatom ist häufig zu einem [[Alkohole|Alkohol]], [[Aldehyd]] oder einer [[Carbonsäure]] oxidiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzen enthalten eine große Anzahl [[phenol]]ischer Substanzen wie [[Flavonoide]], [[Stilben#Stilbenderivate|Stilbene]], [[Tannine]], [[Lignane]] und [[Lignin]], die zu den Phenylpropanoiden zählen. Neben den [[Terpene]]n sind sie häufiger Bestandteil von [[ätherisches Öl|ätherischen Ölen]] und erfüllen Funktionen als [[Antibiotika]], natürliche [[Pestizide]], Lockmittel für [[Bestäuber]], Schutz gegen [[UV-Strahlung]] und vieles mehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heldt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekannten Vertretern aus der Gruppe der Phenylpropanoide gehören [[Anethol]], [[Apiol]], [[Zimtaldehyd]], [[Dillapiol]] und [[Estragol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Phenylpropanoide sind eine sehr häufig vorkommende Klasse [[Sekundäre Pflanzenstoffe|sekundärer Pflanzenstoffe]], welche die Hauptmenge der natürlich vorkommenden Phenole und Aromaten darstellt bzw. deren biosynthetische Vorstufe sind. Das strukturelle Spektrum ist sehr breit gefächert und sie erfüllen vielfältige biologische Aufgaben.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Strack: In: P.M. Dey, J.B. Harborne, editors. Plant Biochemistry; Academic Press San Diego California, USA 1997. p 387–416.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. Richter: In Stoffwechselphysiologie der Pflanzen. 6th ed.: Thieme Verlag, Stuttgart  1998, Chapter 8, Phenole; S.&amp;amp;nbsp;365–390.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiel für die biologische Funktion wären die Flavonoide zu nennen, die für viele Arten als Blüten[[farbstoffe]] einen Schutz gegen ultraviolette Strahlung bieten.&amp;lt;ref&amp;gt;L.G. Landry, C.C.S. Chapple, R. Last: &amp;#039;&amp;#039;Arabidopsis Mutants Lacking Phenolic Sunscreens Exhibit Enhanced Ultraviolet-B Injury and Oxidative Damage.&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;[[Plant Physiol.]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1995&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;109&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;1159–1166; [[doi:10.1104/pp.109.4.1159]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Relevant ist auch das Biopolymer Lignin, welches dem pflanzlichen Gewebe Stabilität gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;C.F. Douglas: Phenylpropanoid metabolism and lignin biosynthesis: from weeds to trees. &amp;#039;&amp;#039;[[Trends Plant Sci]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1996&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;171–178; [[doi:10.1016/1360-1385(96)10019-4]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zimtsäuren ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zimtsäure - Cinnamic acid.svg|mini|hochkant=0.7|Zimtsäure]]&lt;br /&gt;
Ein zentrales Zwischenprodukt der meisten Phenylpropanoide stellen die [[Zimtsäure]] oder verschiedene Hydroxy- bzw. Methoxyzimtsäuren dar. In vielen Pflanzen stellen sie jedoch in Form von Konjugaten ein Endprodukt dar.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Strack, H.P. Mock: In P.M. Dey, J.B. Harborne, editors. Volume 9, methods in plant biochemistry: enzymes of secondary metabolism; Academic Press, San Diego California, USA 1993, S.&amp;amp;nbsp;45–97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Vorkommen bestimmter Verbindungen ist dabei häufig auf eine bestimmte Anzahl Arten begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zimtsäuren werden biosynthetisch aus Phenylalanin mit Hilfe des Enzyms [[Phenylalanin-Ammoniak-Lyase]] (PAL) hergestellt. Eine Reihe von enzymatischen Hydroxylierungen und Methylierungen führt dann zu den Zimtsäurederivaten wie [[p-Cumarsäure|&amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;-Cumarsäure]], [[Kaffeesäure]], [[Ferulasäure]], 5-Hydroxyferulasäure und 4-Hydroxy-3,5-dimethoxyzimtsäure. Die Ester dieser Zimtsäuren sind flüchtige Verbindungen mit herbem oder blumigem Duft und dienen dem Anlocken von bestäubenden Insekten. Ein Beispiel hierfür ist der Zimtsäureethylester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zimtaldehyde und Monolignole ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Coniferol.svg|mini|hochkant=0.7|Coniferylalkohol]]&lt;br /&gt;
Die [[Reduktion (Chemie)|Reduktion]] der [[Carbonsäure]]-Gruppe in den Zimtsäuren führt zunächst zu den korrespondierenden [[Aldehyde]]n wie [[Zimtaldehyd]]. Durch einen weiteren Reduktionschritt wird dann der entsprechende Alkohol wie Cumarylalkohol oder Coniferylalkohol hergestellt, welche [[Monolignole]] genannt werden. Diese Monolignole können zu Lignin oder [[Suberin]] polymerisieren, die als Zellwände von Pflanzen von Bedeutung sind.&lt;br /&gt;
[[Datei:Safrole acsv.svg|mini|rechts|150px|Safrol]]&lt;br /&gt;
Die Phenylpropene wie [[Eugenol]], [[Safrol]], [[Myristicin]], [[Elemicin]],  [[Estragol]] sind Derivate der Monolignole und sind Bestandteile von [[Ätherische Öle|ätherischen Ölen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cumarine und Flavonoide ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Umbelliferone acsv.svg|mini|hochkant=0.7|Umbelliferon]]&lt;br /&gt;
Die Hydroxylierung von Zimtsäure durch das Enzym Zimtsäure-4-Hydroxylase ergibt die [[P-Cumarsäure|&amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;-Cumarsäure]], die durch eine weitere Hydroxylierung in 2-Stellung und anschließende Cyclisierung [[Umbelliferon]] ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Flavonoidbiosynthese.png|mini|350px|Biosynthese der Flavonoide]] Stört im Moment das Layout --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Flavonoide werden ebenfalls über die &amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;-Cumarsäure hergestellt. Mit Hilfe der Chalkonsynthase reagiert das Cumaryl-CoA mit drei Molekülen [[Malonyl-CoA]] zum [[Chalkon]]. Eine Isomerase überführt dieses dann in Flavanon, aus welchem alle [[Flavonoide]] biosynthetisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stilbenoide ==&lt;br /&gt;
[[Datei:resveratrol.svg|mini|hochkant=0.7|&amp;#039;&amp;#039;trans&amp;#039;&amp;#039;-Resveratrol]]&lt;br /&gt;
Stilbenoide wie etwa [[Resveratrol]] sind hydroxylierte Derivate von [[Stilben]]. Sie werden gebildet durch eine alternative Cyclisierung von Zimtsäure-CoA oder Cumaryl-CoA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lignane ==&lt;br /&gt;
Dimere Phenylpropanoide werden als [[Lignane]] oder [[Neolignane]] bezeichnet. Lignane sind dabei über das β-Atom der Propylseitenkette dimerisiert (z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Podophyllotoxin]]), Neolignane über zwei andere Atome, z.&amp;amp;nbsp;B. über ein Atom der Propylkette sowie ein Atom des Aromaten (3,8′-Verknüpfung) oder über zwei Aromatenatome (z.&amp;amp;nbsp;B. 3,3′-Verknüpfung, z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Honokiol]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* G. Michal (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biochemical Pathways – Biochemie-Atlas&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg Berlin 1999, ISBN 3-86025-239-9.&lt;br /&gt;
* [[Peter Nuhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Naturstoffchemie: Mikrobielle, pflanzliche und tierische Naturstoffe&amp;#039;&amp;#039;, 2., neubearb. u. erw. A., Hirzel Verlag, Stuttgart 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phenylpropanoid| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Carbocyclischer Aromat| Phenylpropanoide]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rjh</name></author>
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