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	<title>Pflegedokumentation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T09:30:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pflegedokumentation&amp;diff=936032&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Itti: Änderung 258607461 von Arash3663 rückgängig gemacht; - SEO</title>
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		<updated>2025-08-05T12:37:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/258607461&quot; title=&quot;Spezial:Diff/258607461&quot;&gt;258607461&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Arash3663&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Arash3663&quot;&gt;Arash3663&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; - SEO&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pflegedokumentation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die schriftliche Fixierung der geplanten und durchgeführten Pflege sowie die Dokumentation einzelner Schritte der [[Pflegeplanung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Friedhelm Henke, Christian Horstmann: &amp;#039;&amp;#039;Pflegeplanung exakt korrigiert und formuliert. Praktische Arbeitshilfen für Lehrende und Lernende.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-17-021668-6, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist ein zentrales Arbeitsmittel der professionellen [[Krankenpflege|Kranken-]], [[Altenpflege|Alten-]] und [[Kinderkrankenpflege]]. Die Pflegedokumentation dient der Sicherstellung der nächsten Arbeitsschritte der Pflegenden und der Kooperation bei der Versorgung der Pflegeempfänger ([[Patient]]en, [[Sozialstation|Klienten]], [[Pflegeheim|Heimbewohner]]) im Pflegeteam und mit beteiligten Berufsgruppen wie Ärzten. Sie umfasst alle Berichte und Formulare über den Pflegeverlauf der jeweiligen Person als Teil einer [[Krankenakte]], die auch virtuell als [[elektronische Patientenakte]] geführt sein kann. Ihr wichtigster Teil ist aus pflegerischer Sicht die Pflegeplanung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Pflegedokumentation als notwendiges Handwerkszeug ==&lt;br /&gt;
[[Datei:IMG Dokumentationsmappe.jpg|mini|Planette mit Mappen zur Papierdokumentation]]&lt;br /&gt;
Die individualisierte Pflegedokumentation oder Dokumentationsmappe sammelt alle schriftlichen Berichte, Protokolle, Pläne und Formulare etc. über eine Person als eine Akte, die den Pflegeverlauf dieser Person zusammenführt. Sie ersetzt früher verwendete Sammellisten oder Übergabebücher, in denen alphabetisch oder chronologisch berichtet oder aufgezählt wird, was von Pflegekräften einer Arbeitsgruppe getan wurde oder es zu einer Person zu berichten gab. Damit waren die Informationen auf mehrere Stellen verteilt und schlecht nachvollziehbar. Ihr wichtigster Teil ist aus pflegerischer Sicht die Pflegeplanung (pflegerische [[Arbeitsvorbereitung]]). Aus ökonomischer Sicht ist es der Leistungsnachweis als Grundlage der Abrechnung mit dem jeweiligen Kostenträger. Sie verhindert insgesamt Informationsverluste, die bei rein mündlicher Weitergabe zwischen vielen Personen leicht entstehen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Markt befinden sich mehr oder weniger komplette Formularsysteme für unterschiedliche Arbeitsfelder. Außer diversen Karteiblättern oder [[Formular]]en sind Mappen und Planetten, Kurvenwagen oder [[Kartei]]tröge zu der bereichsweisen Zusammenfassung der Dokumentationsmappen erforderlich. Per [[Datenverarbeitung]] am PC lässt sich die Dokumentation auch papierlos abbilden. Die Dateneingabe kann mittels [[Tastatur]], [[Touchscreen]] oder über diverse Scannersysteme erfolgen. Das setzt eine zusätzliche Einarbeitung in die jeweilige Software bei allen Mitarbeitenden voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benutzt wird sie täglich bei [[Übergabe (Pflege)|Übergaben]], Dienstbesprechungen und dem zeitnahen Notieren aller wichtigen Tätigkeiten. Sie wird bei [[Visite|Arztvisiten]] und bei Überprüfungen der [[Heimaufsicht]], des [[Medizinischer Dienst der Krankenversicherung|Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen (MDK)]] oder bei in- und externen [[Qualitätssicherung in der Medizin|Qualitätssicherungsverfahren]] herangezogen. Der tägliche Zeitaufwand zur Dokumentation liegt zwischen fünf bis fünfzehn Minuten pro versorgte Person.&amp;lt;!--Quelle?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;ganzheitliche Pflege&amp;#039;&amp;#039; ist nach dem allgemeinen [[International Council of Nurses|Berufsverständnis der Pflegeberufe]] wesentlich mehr als ausgefüllte Formulare. Diese sollen nur sicherstellen, dass keine wesentlichen Informationen verloren gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestandteile einer Pflegedokumentation ==&lt;br /&gt;
: [[Stammdaten]],&lt;br /&gt;
: [[Pflegeplanung]],&lt;br /&gt;
: Überwachungsblatt (Tages- oder Wochenkurven, [[Liste]]n, [[Tabelle]]n),&lt;br /&gt;
: Beobachtungen, Bericht (frei formuliert),&lt;br /&gt;
: ärztliche Verordnungen, etwa [[Medikament]]e, verordnete [[Diät]],&lt;br /&gt;
: [[Selbstaufschreibung|Aufschreibungen]], Leistungsnachweise und anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Dokumentationssystem&amp;#039;&amp;#039; wird systematisch in mehreren Teilen in Stammdaten, Pflegeplanung, ärztliche Behandlungen, Überwachungsblatt und in die frei formulierten Berichte im &amp;#039;&amp;#039;Pflege- &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; Tagesbericht&amp;#039;&amp;#039; genannten Formular und etwaige Zusatzblätter gegliedert. Ergänzt werden [[Screening]]- oder [[Pflegeassessment]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig verwendete Zusatzblätter sind: Krankenblatt/Fieberkurve, Medikamentenverordnungen und -gabe, Jahres-/Monatsübersichten (Stuhlgang, Bad/Duschen, Friseur, Fußpflege, Arztbesuch, [[Drainage (Medizin)|Drainagen]]- und [[Katheter]]wechsel, Diätformen), Verwaltung von mitgebrachten Gegenständen und Geldern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Stammdaten :(meist das obere Blatt, bei Draufsicht) Namen, Kassenzugehörigkeit, Kostenträger; [[Wohnadresse]], Angehörige und deren Erreichbarkeit; [[Betreuung (Recht)|rechtlicher Betreuer]] oder [[Sachwalter]], vorhandene Vorausverfügungen. Verwaltungsmerkmale. Dieses Blatt enthält viele unveränderliche Daten, aber auch einige, die ergänzt werden müssen oder die ihre Bedeutung mit der Zeit auch wieder verlieren. Insofern widerspricht das der Bezeichnung Stammdaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Ärztliche Behandlungen: Namen und Erreichbarkeit der Ärzte, Therapeuten oder Behandlungszentren, die in die Versorgung eingebunden sind. Diagnosen, wichtige frühere Krankheiten (Angaben aus der ärztl. [[Anamnese]]), Medikation bei Aufnahme, Dauer-Medikation, Bedarfs-Medikation (wann, bis zu welcher Tagesdosis); Lieferung der verordneten Medikamente durch [[Apotheke]]n o. ä.; [[Notarzt]]besuche und -verordnungen; ständig zu beachtende ärztl. Verordnungen, wann Krankenhausaufenthalte; wiederkehrende Erkrankungen mit Notfallcharakter und deren Erstbehandlung. [[Betäubungsmittel|BTM]]-Medikation. Evtl. befinden sich diese Informationen auch mit in der Kurve, dem tabellarischen Überwachungsblatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Pflege:Gewohnheiten, Fähigkeiten etc. nach [[Aktivitäten des täglichen Lebens|ATL]]/[[AEDL]]; Aufnahmegespräch (vgl. [[Heimaufnahme]]); bisherige Pflege (zusammenfassender Bericht); Pflegeanamnese; Risikoeinschätzungen (z. B. [[Dekubitus]]risiko nach [[Norton-Skala|Norton-]] oder [[Braden-Skala]]); vorläufig geplante pflegerische Versorgung bzw. Pflegeplanung; Tages- und Wochenstruktur, Reha-Beteiligung und ähnliches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Pflegeberichte: Sie können unterschiedlich strukturiert sein, z. B. wie ein Tagebuch oder nach Organisationsbereichen der Pflege. Leistungsnachweise können nach Kostenziffern oder Leistungspaketen aufgebaut sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Fokussierte Pflegeberichte: Eine Art der Pflegedokumentation aus dem kanadischen Raum ist die Ordnung nach verschiedenen Fokussen. Jeder Fokus stellt ein akutes Problem des Patienten dar. Dieses Pflegeproblem wird durch Daten (D) dokumentiert. Der Pfleger plant daraufhin eine Aktion (A), die ebenfalls erläutert wird. Diese Aktion sollte innerhalb von 24 Stunden zu einem Resultat (R) führen, welches das Problem des Patienten behebt. Sollte das nicht möglich sein, muss ein Pflegeplan für dieses Problem erstellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektronische Pflegedokumentation ==&lt;br /&gt;
Seit langem wird darüber in Fachkreisen diskutiert, wie förderlich Informations- und Dokumentationstechnologien in der Pflege(prozess)dokumentation sein können.&amp;lt;ref&amp;gt;V. Hielscher, L. Nock, S. Kirchen-Peters: &amp;#039;&amp;#039;Technikeinsatz in der Altenpflege. Potenziale und Probleme in empirischer Perspektive.&amp;#039;&amp;#039; Nomos/edition sigma, Baden-Baden 2015, S. 45–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;E. Ammenwerth, R. Eichstädter u. a.: &amp;#039;&amp;#039;EDV in der Pflegedokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. Trill: &amp;#039;&amp;#039;Der Computer in der Krankenpflege: Grundlagen, Einsatzfelder, Einführungsstrategien.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zusammenhang mit der Nutzendiskussion von elektronischen Patienten/-Bewohnerakten wird der Einsatz von standardisierten Pflegeklassifikationen verstärkt diskutiert und gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;R. A. Brobst, A. M. C. Coughlin, D. Cunningham, J. M. Feldman, R. G. Hess Jr., J. E. Mason, L. A. F. McBride, R. Perkins, C. A. Romano, J. J. Warren, W. Wright: &amp;#039;&amp;#039;Der Pflegeprozess in der Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hans Huber, Bern 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Schrader: &amp;#039;&amp;#039;Pflegeterminologien.&amp;#039;&amp;#039; In: K. Güttler, M. Schoska, S. Görres: &amp;#039;&amp;#039;Pflegedokumentation mit IT-Systemen, eine Symbiose von Wissenschaft, Technik und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Übersicht erwähnt &amp;#039;&amp;#039;Schrader&amp;#039;&amp;#039; in seiner Veröffentlichung folgende Klassifikationssysteme zur Pflegedokumentation in einer elektronischen Patienten-/Bewohnerakte:&lt;br /&gt;
* [[European Nursing Care Pathways]] (ENP) klassifiziert [[Pflegediagnose]]n, Pflegeziele und Pflegemaßnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Wieteck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Praxisleitlinien Pflege, Planen und Dokumentieren auf Basis von Pflegediagnosen der Klassifikation ENP.&amp;#039;&amp;#039; RECOM Verlag, Kassel 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[International Classification of Nursing Practice]] (ICNP) mit Hilfe der Begriffe der verschiedenen Achsen können sowohl Aussagen zur Pflegediagnosen, -outcome und -pflegemaßnahme durch die Pflegeperson postkombinatorisch entwickelt werden.&lt;br /&gt;
* [[Leistungserfassung von Pflegeleistungen]] (LEP) klassifiziert Pflegeleistungen&lt;br /&gt;
* [[North American Nursing Diagnosis Association International]] (NANDA) klassifiziert Pflegediagnosen.&amp;lt;ref&amp;gt;NANDA-International (2013). NANDA I Pflegediagnosen Definitionen und Klassifikation 2012–2014. Kassel, RECOM Verlag&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nursing Outcomes Classification]] (NOC) klassifiziert pflegerische Outcomes&amp;lt;ref&amp;gt;S. Moorhead, M. Johnson, M. Maas, E. Swanson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nursing Outcomes Classification (NOC): Measurement of Health Outcomes.&amp;#039;&amp;#039;5. Auflage. Elsevier, St. Louis, MO 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Nursing Interventions Classification]] klassifiziert pflegerische Interventionen.&amp;lt;ref&amp;gt;G. M. Bulechek, H. K. Butcher u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Nursing Interventions Classification (NIC).&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. St. Louis, Missouri 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Praxisorientierte Pflegediagnostik]] klassifiziert Pflegediagnosen und leitet zu exemplarischen Pflegezielen und Maßnahmen, welche außerhalb der Klassifikation stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Stefan, F. Allmer u. a.: &amp;#039;&amp;#039;POP PraxisOrientierte Pflegediagnostik Pflegediagnosen - Ziele - Maßnahmen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Springer Verlag, Wien 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Omaha-Klassifikation|OMAHA-Klassifikationssystem]]&lt;br /&gt;
* HHCC/CCC Home Health Care Classification bzw. [[Clinical Care Classification System]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitersparnis durch EDV ===&lt;br /&gt;
Ein Bericht des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2013 hat ergeben, dass die Dokumentation mit Papiersystemen grundsätzlich zeitsparender ist als die Dokumentation am Computer. Auffällig sei dabei der höhere Zeitwert für eine elektronische Erfassung. Das Ergebnis spiegele die Erfahrungen einiger befragter Pflegeeinrichtungen wider, bei denen ein vollelektronisches System als zeitaufwändiger erlebt wurde und deshalb eine Rückkehr auf ein manuelles oder teilweise elektronisches System erfolgt sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;destatis s116&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/Buerokratieabbau/2013-03-20-erfuellungsaufwand-pflege.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 Erfüllungsaufwand im Bereich … Pflege: Antragsverfahren auf gesetzliche Leistungen für Menschen, die pflegebedürftig oder chronisch krank sind, Projektreihe Bestimmung des bürokratischen Zeitaufwandes und Ansätze zur Entlastung, Statistisches Bundesamt, Berlin März 2013, S.&amp;amp;nbsp;116.]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der stationären Pflege dauert die Dokumentation mit EDV durchschnittlich 12,6 Minuten pro Bewohner pro Tag, mit einer Papierdokumentation dagegen nur 10,3 Minuten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;destatis s116&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ambulanten Bereich und in der Tagespflege benötigt man täglich durchschnittlich pro Patient rund 6 Minuten mit einer EDV- und 5 Minuten mit einer Papierdokumentation.&amp;lt;ref name=&amp;quot;destatis s117&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/Buerokratieabbau/2013-03-20-erfuellungsaufwand-pflege.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 Erfüllungsaufwand im Bereich … Pflege: Antragsverfahren auf gesetzliche Leistungen für Menschen, die pflegebedürftig oder chronisch krank sind, Projektreihe Bestimmung des bürokratischen Zeitaufwandes und Ansätze zur Entlastung, Statistisches Bundesamt, Berlin März 2013, S.&amp;amp;nbsp;117.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regeln zur Benutzung ==&lt;br /&gt;
Die Benutzung einer Pflegedokumentation ist über Regeln hausintern zu vereinbaren. Diese sollten beispielsweise umfassen:&lt;br /&gt;
* Der jeweils aktuelle Zustand soll sich in der Dokumentation wiederfinden.&lt;br /&gt;
* Gleiche Abkürzungen und Symbole – Einheitlichkeit zwischen den Stationen. Eine Dokumentation mit Abkürzungen, Symbolen etc. ist sicher zulässig, wenn die Bedeutung der Kürzel fälschungssicher hinterlegt wird und auch nach Jahren noch nachvollziehbar ist.&lt;br /&gt;
* Auch eine abgekürzte Pflegedokumentation unter Berufung auf [[Pflegestandard]]s gilt als zulässig, wenn die zum Zeitpunkt der Dokumentation gültigen Standards auch nach Jahren noch nachvollziehbar bleiben (Archivierung).&lt;br /&gt;
* Die Dokumentation soll zeitnah erfolgen (also nicht erst zum Ende der Arbeitsschicht)&lt;br /&gt;
* Nachträglich erforderliche Änderungen (z. B. nach Irrtum) müssen als solche kenntlich gemacht sein.&lt;br /&gt;
* Was nicht namentlich abgezeichnet wird, gilt als nicht erbracht. Verantwortlichkeiten der Fachkräfte für Hilfskräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entbürokratisierung ==&lt;br /&gt;
Über den notwendigen Umfang der Pflegedokumentation gibt es eine anhaltende Debatte. Viele Pflegende und Träger empfinden die Dokumentation als zu zeitaufwändig und in der Praxis als wenig hilfreich: „Pflegedokumentation und die aufwändige Pflegeprozessplanung werden heute sehr häufig mit Blick auf die Prüfungen des MDK und der Heimaufsicht bearbeitet. Der praktische Bezug zwischen pflegerischer Arbeit und dem Hilfsmittel ‚Pflegedokumentation‘ rückte dadurch in den vergangenen Jahren zunehmend in den Hintergrund“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stmas&amp;quot;&amp;gt;Michael Wipp: {{Toter Link |date= 2018-10-24| url=http://www.stmas-test.bayern.de/pflege/stationaer/entb-ges.pdf | text=Abschlussbericht.}} In: &amp;#039;&amp;#039;Projekt „Entbürokratisierung der Pflegedokumentation“ im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Alternativen zu gängigen Dokumentationssystemen zu entwickeln, wurden bereits zahlreiche Initiativen und Modellprojekte initiiert, unter anderem in Hamburg,&amp;lt;ref name=&amp;quot;hh&amp;quot;&amp;gt;Arbeitsgemeinschaft Entbürokratisierte Pflegedokumentation im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel: {{Toter Link |date= 2018-10-24| url= http://www.hamburg.de/contentblob/128234/data/pflegedokumentation-datei | text=Erläuterungen und &amp;#039;&amp;#039;Hinweise zum Hamburger Modell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation in der stationären Pflege.&amp;#039;&amp;#039;}} Hamburg 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nordrhein-Westfalen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;nrw&amp;quot;&amp;gt;Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen – Näher am Menschen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Referenzmodell 4 „Qualitätssicherung und Entbürokratisierung“&amp;#039;&amp;#039;. Ergebnisse der Fachtagung „Qualitätssicherung und Entbürokratisierung in der Pflege“ am 21. Februar 2006 in Essen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bayern&amp;lt;ref name=&amp;quot;stmas&amp;quot; /&amp;gt; und Schleswig-Holstein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sh&amp;quot;&amp;gt;Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein: „Wir pflegen richtig gut!“ Gestaltung des Pflegeprozesses aus pflegefachlicher Sicht. Eine Handreichung, Kiel 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem schleswig-holsteinischen Modellprojekt ist das entbürokratisierte Dokumentationssystem PFLEGE·ZEIT hervorgegangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pz&amp;quot;&amp;gt;[http://www.pflege-zeit.de/wir_sind/geschichte.html pflege-zeit.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Ergebnisse dieser Projekte sind u. a. folgende Ansätze:&lt;br /&gt;
* Übergang zu einem vierschrittigen Pflegeprozess,&lt;br /&gt;
* Reduzierung der Komplexität, die durch Pflegemodelle ([[Modell der fördernden Prozesspflege|AEDL]]/[[Aktivitäten des täglichen Lebens|ATL]]) entstanden ist,&lt;br /&gt;
* Verzicht auf die Dokumentation von Einzelleistungen.&lt;br /&gt;
Diese Elemente finden sich auch in den Empfehlungen zur Grundstruktur einer entbürokratisierten Pflegedokumentation der Ombudsfrau zur Entbürokratisierung der Pflege im Bundesgesundheitsministerium, Elisabeth Beikirch. Diese ergeben sich aus dem Projekt „Praktische Anwendung des Strukturmodells - Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation“, dessen Ergebnisse erstmals am 19. Februar 2014 in Berlin präsentiert wurden. Diesen Empfehlungen zufolge soll in Zukunft der Wunsch des pflegebedürftigen Menschen die Struktur der Pflegeplanung und -dokumentation bestimmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pm pz&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.pflege-zeit.de/detailansicht/article////entbuerokratisierung_der_pflege_abschlussveranstaltung_zum_praxistest_bietet_fuer_pflegezeit_wen/4091.html |wayback=20140303080835 |text=pflege-zeit.de |archiv-bot=2022-12-27 17:01:14 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ausführliche Bericht zum Projekt, in dem rund 60 Pflegeeinrichtungen und -dienste eine Modelldokumentation getestet haben, wurde im April 2014 veröffentlicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bmg&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/E/Entbuerokratisierung/Abschlussbericht_und_Anlagen__fin20140415_sicher.pdf |wayback=20140508025845 |text=bmg.bund.de |archiv-bot=2019-05-07 05:53:44 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2015 wird dies unter dem Projekt „Ein-STEP“ weitergeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ein-STEP&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ein-step.de/fileadmin/content/documents/2015-04-15-4_Schulungen_Entbuerokratisierung.pdf ein-step.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Bücher ===&lt;br /&gt;
* V. Hielscher, L. Nock, S. Kirchen-Peters: &amp;#039;&amp;#039;Technikeinsatz in der Altenpflege. Potenziale und Probleme in empirischer Perspektive&amp;#039;&amp;#039;. Nomos/edition sigma, 2015.&lt;br /&gt;
* Birgitt Budnik: &amp;#039;&amp;#039;Pflegeplanung – leicht gemacht.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Unter Mitarbeit von Reinhard Lay und Bernd Menzel. Urban &amp;amp; Fischer, München 2005, ISBN 3-437-26952-6.&lt;br /&gt;
* Friedhelm Henke: &amp;#039;&amp;#039;Pflegeplanung nach dem Pflegeprozess. individuell-prägnant-praktikabel.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-17-019315-5.&lt;br /&gt;
* Ulrike Höhmann, Heidi Weinrich, Gudrun Gätschenberger: &amp;#039;&amp;#039;Aufgedeckt und ausgemerzt: Mängel an Dokumentationssystemen. „Die Bedeutung des Pflegeplanes für die Qualitätssicherung in der Pflege“ – ein Projekt des [[Agnes Karll|Agnes-Karll]]-Instituts&amp;#039;&amp;#039;. 1997.&lt;br /&gt;
* Petra Keitel: &amp;#039;&amp;#039;Handlungsorientierte Pflegedokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-17-019302-4.&lt;br /&gt;
* Uwe Brucker, Gerdi Ziegler: &amp;#039;&amp;#039;Grundsatzstellungnahme: Pflegeprozess und Dokumentation. Handlungsempfehlungen zur Professionalisierung und Qualitätssicherung in der Pflege.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag Medizinischer Dienste der Spitzenverbände der Krankenkassen e. V. (MDS), Essen 2005. (Download bei MDS möglich (ca. 800 kB, PDF))&lt;br /&gt;
* Elke-Erika Rösen: &amp;#039;&amp;#039;Richtig dokumentieren. Dokumentation in der Altenpflege.&amp;#039;&amp;#039; Urban &amp;amp; Fischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-437-27950-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitschriften ===&lt;br /&gt;
* [[Angelika Zegelin|Angelika Abt-Zegelin]], Hans Böhme, Peter Jacobs: &amp;#039;&amp;#039;„Patient unauffällig“ – Rechtliche und pflegefachliche Anforderungen an die Dokumentation, Teil 1-3.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Schwester, Der Pfleger]].&amp;#039;&amp;#039; 2004.&lt;br /&gt;
* Gabriele S. Herberger, Hindermann Anke: &amp;#039;&amp;#039;Anforderungen an die Pflegedokumentation. Erleichterung durch prozessorientierte Software.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwester – Der Pfleger.&amp;#039;&amp;#039; 2004.&lt;br /&gt;
* Petra Keitel: &amp;#039;&amp;#039;Pflegedokumentation – aus Fehlern lernen, Teil 1–2.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pflegen Ambulant.&amp;#039;&amp;#039; (2) 2007, S. 23.&lt;br /&gt;
* Hans P. Wittig: &amp;#039;&amp;#039;Pflichtenheft für eine Pflegedokumentation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Altenheim.&amp;#039;&amp;#039; 31, 1992, S. 156–162.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Krankengeschichtenverordnung]] (im Lande Berlin; vor allem zur Aufbewahrungsdauer)&lt;br /&gt;
* [[Krankenhausinformationssystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=98616.html Pflegedokumentation stationär – Das Handbuch für die Pflegeleitung]&amp;#039;&amp;#039;, PDF-Datei, 920 kB, publiziert am 11. Juni 2007 (Das Handbuch entstand im Zeitraum von Oktober 2006 bis März 2007 und beschränkt sich mit seinen Empfehlungen zu den häufigsten Pflegesituationen auf die stationäre Altenpflege).&lt;br /&gt;
* Cornelia Mahler, Elske Ammenwerth, Ronald Eichstädter, Bettina Hoppe, Ulrich Mansmann, Angelika Tautz, Andreas Wagner: [http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/3246/ Evaluation rechnergestützter Pflegedokumentation auf vier Pilotstationen] – Abschlussbericht, Teil Qualitätsmessungen. (PIK Studie 2000/2001) Abt. Med. Informatik des Universitätsklinikums Heidelberg (PDF; 1,3 MB).&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url= http://www.mds-ev.org/media/pdf/P42_Pflegeprozess.pdf | wayback= 20150606165423 | text=&amp;#039;&amp;#039;Grundsatzstellungnahme Pflegeprozess und Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB). Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7590465-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflegeprozess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Itti</name></author>
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