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	<title>Pflege Coburg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pflege_Coburg&amp;diff=1790460&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Territorium im Heiligen Römischen Reich&lt;br /&gt;
|Name = Pflege Coburg&lt;br /&gt;
|Wappen = [[Datei:Blason Thuringe-Misnie.svg|90px]]   [[Datei:Blason Jean-Georges IV de Saxe.svg|90px]]&lt;br /&gt;
|Karte Reichskreis= &lt;br /&gt;
|Bildtext = Unter thüringisch-fränkischer Herrschaft (links); als Teil des Kurfürstentums Sachsen ab 1425 (rechts)&lt;br /&gt;
|Alternativnamen = &lt;br /&gt;
|Periode = 1291–1527&lt;br /&gt;
|Vorläufer = Reichsdomäne unter Verwaltung des [[Herzogtum Meranien|Herzogtums Meranien]] und der [[Benediktinerabtei Saalfeld]]&lt;br /&gt;
|Regierungsform = Reichslehen an [[Markgrafschaft Brandenburg]], 1312 gefürstete [[Grafschaft Henneberg]], 1356 [[Markgrafschaft Meißen]], 1425 [[Kurfürstentum Sachsen]]&lt;br /&gt;
|Staatsoberhaupt = [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Heiliges Römisches Reich|HRR]], [[Liste der Herrscher von Brandenburg|Markgrafen von Brandenburg]], [[Stammliste von Henneberg|Fürstgrafen von Henneberg]],  [[Liste der Markgrafen von Meißen|Markgrafen von Meißen]], [[Liste der Kurfürsten, Herzöge und Könige von Sachsen|Kurfürsten von Sachsen]]&lt;br /&gt;
|Region-ISO = [[Bayern|DE-BY]], [[Thüringen|DE-TH]]&lt;br /&gt;
|Reichstag = &lt;br /&gt;
|Reichsmatrikel = &lt;br /&gt;
|Reichskreis = [[Obersächsischer Reichskreis]]&lt;br /&gt;
|Kreistag = &lt;br /&gt;
|Hauptstädte/Residenzen = [[Coburg]]&lt;br /&gt;
|Dynastien = [[Henneberg (Adelsgeschlecht)|Henneberg]], [[Askanier]], [[Wettiner]]&lt;br /&gt;
|Konfession/Religion = seit der Reformation [[lutherisch]]&lt;br /&gt;
|Sprache/n = [[deutsche Sprache|Deutsch]] ([[Itzgründisch]])&lt;br /&gt;
|Fläche = &lt;br /&gt;
|Einwohner = &lt;br /&gt;
|Währung = &lt;br /&gt;
|Nachfolger = [[Fränkischer Kreis (Kurfürstentum Sachsen)|Fränkischer Kreis]] im [[Kurfürstentum Sachsen]]&lt;br /&gt;
|Siehe auch = &lt;br /&gt;
|Lage = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pflege Coburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Pflege Koburg,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Coburger Pflege&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Coburger Land&amp;#039;&amp;#039;, ist die historische Bezeichnung eines [[Franken (Region)|ostfränkischen]] Territoriums, das später im Wesentlichen den Fürstentümern [[Sachsen-Coburg]] und [[Sachsen-Hildburghausen]] entsprach. Es erstreckte sich über die heutigen Landkreise [[Landkreis Coburg|Coburg]] im Freistaat [[Bayern]] sowie [[Landkreis Hildburghausen|Hildburghausen]] und [[Landkreis Sonneberg|Sonneberg]] im Freistaat [[Thüringen]]. &amp;#039;&amp;#039;[[Pflege (Begriffsklärung)|Pflege]]&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung für ein Amts- und Verwaltungsgebiet bezieht sich auf den [[Pfleger (Mittelalter)|Pfleger]], der diesem Gebiet als Administrator und Richter vorstand. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Coburger Land&amp;#039;&amp;#039; wird heute umgangssprachlich nur noch für den Landkreis mit der Stadt Coburg verwendet, auch wenn er historisch für die gesamte größere Region steht. In den hierbei nicht eingeschlossenen Teilregionen des heutigen [[Südthüringen]]s haben sich teilweise eigene kleinräumige Bezeichnungen eingebürgert, die in etwa den historischen Amts- und Gerichtsbezirken oder auch Rittergütern (&amp;#039;&amp;#039;[[Schalkau#Tourismus und Sehenswürdigkeiten|Schaumberger Land]]&amp;#039;&amp;#039;) entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Dieser Landstrich wurde mehrfach in weiblicher Erbfolge weitergegeben, so dass die dynastische Zugehörigkeit der Landesherren wiederholt auf friedlichem Wege wechselte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankish Empire 481 to 814-de.svg|mini|links|hochkant=1.3|Das Fränkische Reich im Frühmittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heiliges Römisches Reich 1000.PNG|mini|links|hochkant=1.3|Das Heilige Römische Reich um 1000]]&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Geschichte Thüringens#Mittelalter|Ende des Thüringerreiches]] 531 blieb die einstige Grenzregion zwischen den frühen [[Thüringer]]n und den [[Franken (Volk)|Franken]] östlich des [[Grabfeld]]es und nördlich des [[Volkfeld]]- und des [[Radenzgau]]es kaum bewohnt und dicht bewaldet. Durch sie verlief ein Abschnitt einer alten, möglicherweise prähistorischen, Heer- und Handelsstraße&amp;lt;ref&amp;gt;Zumindest der Passabschnitt über das [[Thüringer Schiefergebirge]] wurde Biel/Biehl, vermutlich von der [[Kelten|keltischen]] Gottheit [[Belenus]], genannt. Der Begriff ist stellenweise als Straßenname erhalten. Auch der Name „Bühl“ mehrerer Berge hat wohl diesen Bezug. Im unmittelbar angrenzenden östlichen Grabfeld befand sich das keltische [[Oppidum Steinsburg]], eine Ringwallanlage auf dem Herrnberg nahe dem [[Rennsteig]] bei [[Siegmundsburg]] wurde der gleichen Epoche ([[Hallstattzeit|Hallstatt-]]/[[Latènezeit]]) zugeordnet und dürfte einen Bezug zu dem von dort aus sichtbaren Oppidum haben.&amp;lt;/ref&amp;gt;, der bedeutendsten Nord-Süd-Verbindung von der [[Saale]] über die ansonsten mehr oder weniger unüberwindliche Kammlinie des [[Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge|Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirges]] zum [[Main]]. Als [[Reichsgut]] unterstand das Land nach der Reichsreform [[Karl der Große|Karls des Großen]] keiner [[Gau]]grafschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar gab es ab etwa 560 auch in diesem Gebiet eine slawische Einwanderung, doch konnten die [[Wenden|mainwendischen]] und sorbischen Stämme hier bei Weitem nicht in dem Maße Fuß fassen wie nördlich des [[Rennsteig]]s und östlich der Saale. Einige Dörfer gehen auf slawische Gründungen zurück. Doch fehlen in den Städten dieser Region vollständig die für die mittelalterlichen Stadtgründungen des in Folge der Slawenfeldzüge [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I.]] wiederbesiedelten Thüringens zwischen Saale und [[Unstrut]] typischen Wendenvorstädte und auch der slawische Einfluss auf die Sprache ist gering.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Raum [[Heldburg]]/[[Ummerstadt]] herrschten spätestens im 12. Jahrhundert die Herren von [[Wildberg (Adelsgeschlecht)|Wildberg]], regionale Stammesadelige, deren Herrschaft als eine der 16 Untergaue im östlichen Grabfeld galt. Das [[Eisfeld|Eisfelder Land]] um eine kleine Königspfalz war [[Staatsdomäne|Reichsdomäne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl hier als auch im östlich angrenzenden Reichsland zwischen dem oberen Maintal und dem Vorland des [[Thüringer Schiefergebirge]]s begann eine ostfränkische Landnahme. Die Anfänge der [[Mainfranken|mainfränkischen]] Kolonisation der Region liegen weitgehend im Dunkeln. Doch deuten alle späteren Quellen, etwa eine nach 1295 entstandene Abhandlung über die Stiftung des [[Kloster Banz|Klosters Banz]] 1071, darauf hin, dass dieses Land ab etwa 980 unter der Führung der [[Schweinfurt (Adelsgeschlecht)|Markgrafen von Schweinfurt]] systematisch besiedelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Vermählung von Gisela von Schweinfurt, Tochter des Markgrafen im Nordgau [[Otto III. (Schwaben)|Otto III.]] und Erbin von [[Kulmbach]] und [[Plassenburg]], mit [[Grafschaft Dießen|Graf Arnold von Dießen]] († 1091) übernahmen die [[Andechs (Adelsgeschlecht)|Grafen von Andechs]] und späteren [[Herzogtum Meranien|Herzöge von Meranien]] mit den benachbarten Gaugrafschaften am [[Obermainland|Obermain]] auch das Reichsland und gliederten es als nordwestlichen Vorposten in ihr Herrschaftsgebiet in [[Franken (Region)|Franken]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.maproom.org/00/08/present.php?m=0026&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwaltung des Landes im Dienst des Herzogtums Meranien oblag den [[Sonneberg (Adelsgeschlecht)|Herren von Sonneberg]], die auch die Schutzvogtei über die Güter der Kirche zu [[Coburg]] innehatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Landeskunde&amp;quot;&amp;gt;[[Georg Brückner]]: [http://books.google.de/books?id=CVoAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA442&amp;amp;dq= &amp;#039;&amp;#039;Landeskunde des Herzogthums Meiningen&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Topographie des Landes&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Brückner und Renner, Meiningen 1853, S. 442 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geistliche Gewalt in der Region, deren [[Edelfrei]]e vor dieser Besiedlungswelle dem [[Kloster Fulda|Stift Fulda]] zugeneigt waren, beanspruchte ab 1074 die [[Benediktinerabtei Saalfeld]]. [[Benediktiner|Mönche]] aus dem [[Erzbistum Köln]], aus den Abteien [[Abtei St. Michael (Siegburg)|St. Michael auf dem Siegberg]] und [[St. Pantaleon (Köln)|St. Pantaleon]] in [[Köln]], dessen [[Erzbischof von Köln|Erzbischof]] [[Anno II.]] 1056 ehemaliges Reichsdomänenland um [[Saalfeld/Saale|Saalfeld]], im südlichen Orlagau und um den Berg Coburg, die Dörfer [[Niederfüllbach|Vullebach]], [[Bertelsdorf (Coburg)|Berkerisdorf]], [[Creidlitz|Grilizi]], [[Ketschendorf (Coburg)|Chezzendorf]], [[Geschichte der Stadt Coburg|Trufelistadt]], die ehemals kaiserlichen Höfe [[Seidmannsdorf|Sithmarsdorff]], [[Unterlauter|Lutaraha]] und [[Mirsdorf]] sowie den Wald bei der [[Schloss Ahorn|Burg Ahorny]] aus dem Erbe der [[Richeza (Polen)|Richeza]], der Tochter des Pfalzgrafen [[Ezzo (Lothringen)|Ezzo von Lothringen]], an sich gebracht hatte, begannen mit der umfassenden Christianisierung der autochthonen urthüringischen oder elbgermanischen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jochen Haberstroh]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Reisberg bei Scheßlitz-Burgellern in der Völkerwanderungszeit. Überlegungen zum 5. Jahrhundert n.Chr. in Nordbayern.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Mit einem Beitrag von [[Jörg Faßbinder]]. GERMANIA 81-1, 2003 {{Webarchiv | url=http://www.dainst.org/medien/de/Germania%2081-1.pdf | wayback=20070205170711 | text=Zusammenfassung}} (PDF; 109&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; und slawischen Bevölkerung und der Eingliederung der mainfränkischen Siedler in die entstehenden Gemeinden. Zur Wahrung ihrer Interessen und zur Sicherung ihres bedeutenden Grundbesitzes im Coburger Raum richtete die Abtei St. Peter und Paul 1075 auf dem heutigen Coburger Festungsberg eine [[Kloster Sankt Peter und Paul (Coburg)|Propstei]] ein. Der klösterliche Wirtschaftshof wurde ab etwa 1150 in die im Tal allmählich entstehende Stadt zur späteren Morizkirche hin verlegt, während auf dem Berg ab 1225 das meranische Schloss Coburg belegt ist.&lt;br /&gt;
[[Datei:Askanier Karte.jpg|mini|225px|Die Pflege Coburg im Herrschaftsbereich der [[Askanier]] 1291–1312]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lagekarte Grafschaft Henneberg um 1350.png|mini|225px|Die Grafschaft Henneberg 1312–1353]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grafschaft-Henneberg.jpg|miniatur|Die Ämter der Grafschaft Henneberg (in Flächenfärbung)  und der Pflege Coburg auf einer Karte aus dem Jahr 1740, Hennebergisches Museum [[Kloster Veßra]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HRR 1400.png|mini|225px|Das Heilige Römische Reich um 1400]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Saxony (Division of Leipzig) - DE.png|mini|225px|Die wettinischen Lande nach 1485]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurkreis.jpg|mini|225px|Die Sächsischen Kreise ab 1554]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappencoburg.JPG|miniatur|hochkant=0.9|Wappen des Fürstentums [[Sachsen-Coburg]] am [[Stadthaus (Coburg)|Stadthaus (Kanzlei) Coburg]] (1601). Die [[Zimier]]e auf den [[Kolbenturnierhelm|Turnierhelmen]] sind der [[Landgrafschaft Thüringen]], [[Wettiner|Sachsen]] und der [[Markgrafschaft Meißen]] zugehörig. Im oberen Teil des Wappens die Landesherren Landgrafschaft Thüringen, [[Herzogtum Sachsen-Lauenburg]], Markgrafschaft Meißen, [[Grafschaft Weimar-Orlamünde]] und [[Herzogtum Berg]] für einen Erbanspruch durch [[Sibylle von Jülich-Kleve-Berg (1512–1554)]], im Herzschild Sachsen, darunter die wettinischen Besitzungen Kurfürstentum [[Sachsen-Wittenberg]], [[Mark Landsberg]] und [[Pfalzgrafschaft Sachsen]]. Im unteren Teil eine Arabeske anstelle des [[Regalienfeld|Regalienschildes]], die Burggrafschaft [[Altenburg]] und die Herrschaft [[Eisenberg (Thüringen)|Eisenberg]], darunter die vergangenen Herrschaften [[Wildberg (Adelsgeschlecht)|Wildberg]] bzw. Henneberg–Aschach–Römhild, die [[Grafschaft Henneberg]] und [[Sonneberg (Adelsgeschlecht)|Sonneberg]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Neue Herrschaft des Hermann I. von Henneberg-Coburg ===&lt;br /&gt;
Die [[Grafschaft Henneberg]] unter dem hochadeligen, [[Henneberg (Adelsgeschlecht)|gleichnamigen Adelsgeschlecht]] gewann im 13. Jahrhundert durch Erbe, Kauf und Vermählung beträchtliche Besitzungen hinzu. Diese Zugewinne nutzte der in der Reichspolitik hoch angesehene Graf [[Hermann I. von Henneberg]] (1224–1290), um eine eigene Erblinie zu begründen. Er residierte, wie schon zuvor sein Vater Poppo VII., der sich auch Graf von Strauf nannte, und seine Mutter [[Jutta von Thüringen (1184–1235)|Jutta von Thüringen]] auf der [[Burg Struphe]], die seit 1180 im Besitz des Hauses Henneberg war. Als sein Vater 1245 starb, besaß Hermann I. bereits die 1206 als [[Mitgift]] von dessen erster Gemahlin Elisabeth von Wildberg in den Familienbesitz gekommenen Ländereien um Heldburg, die Herrschaft [[Schloss Callenberg|Callenberg]], die „Talburg“ [[Steinach (Bad Bocklet)|Steinach]] und einige unterfränkische Güter um [[Höchheim]], [[Kissingen]], [[Münnerstadt]] und [[Schweinfurt]] aus dem Erbe seines Onkels [[Otto von Botenlauben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1248 kamen das ehemals Botenlaubener [[Hildburghausen]], das 1234 das [[Hochstift Würzburg]] erworben hatte, der Königshof [[Bad Rodach|Rodach]] und die meranischen Besitzungen um Coburg aus der Erbmasse des ausgestorbenen Hauses Andechs zu Henneberg dazu. Zwischen beiden Häusern hatten verwandtschaftliche Beziehungen bestanden. Der Großvater Hermann I., Poppo VI. († 1190), war mit Sophie, der Tochter des Markgrafen [[Berthold III. (Andechs)|Berthold III.]] von Istrien und Krain verheiratet. Um die an das Herzogtum Meranien verliehenen Lehen für das [[Hochstift Bamberg]] einziehen zu können, gewann der Bischof von [[Erzbistum Bamberg|Bamberg]], [[Heinrich I. von Bilversheim]], Graf Hermann I. als Befehlshaber in den Auseinandersetzungen mit [[Friedrich III. (Nürnberg)|Burggraf Friedrich III. von Nürnberg]] und [[Truhendingen (Adelsgeschlecht)|Friedrich von Truhendingen]], deren Ehefrauen Elisabeth und Margareta als Schwestern des verstorbenen Herzogs [[Otto II. (Meranien)|Otto II.]], wie auch die Erbtochter [[Otto I. (Meranien)|Otto I.]], Beatrix, die Witwe des [[Hermann II. (Weimar-Orlamünde)|Grafen Hermann II. von Orlamünde]], ebenfalls Ansprüche auf das Erbe erhoben. Dafür wurden Hermann I. nach dem [[Neudrossenfeld|Langenstadter Rechtsspruch]] 1260 neben Coburg noch das an Meranien gefallene umfangreiche ehemalige [[Allod]] der [[Burggraf von Meißen|Burggrafen von Meißen]] aus der Familie [[Sterker (Adelsgeschlecht)|Sterker von Wohlsbach]] um Fechheim-[[Neustadt bei Coburg|Neustadt]] mitsamt dem sterkerschen Lehen [[Einberg (Rödental)|Einberg]] und der [[Burg Schaumberg (Thüringen)|Burg Schaumberg]] zugesprochen,&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45112&amp;lt;/ref&amp;gt; außerdem erhielt er die bambergische [[Zent (historische Verwaltungseinheit)|Cent]] und [[Zentgericht|Gerichtsstätte]] [[Gestungshausen]], die unter der Vogtei der Sterker gestanden hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1249 erwarb Hermann I. [[Königsberg in Bayern|Königsberg]]. Vom Erbe der [[Ludowinger]] erhielt er in demselben Jahr von seinem Halbbruder mütterlicherseits, dem [[Heinrich III. (Meißen)|Markgrafen Heinrich III. von Meißen]], ein Gebiet um [[Schmalkalden]] mit der [[Burg Brotterode]] und der Herrschaft [[Hallenberg (Adelsgeschlecht)|Hallenberg]] als Ausgleich für seinen Verzicht auf eigene Ansprüche auf das Reichsfürstentum. Diese Abfindung bestätigte Heinrich III. 1260 gegen Ende des [[Thüringisch-hessischer Erbfolgekrieg|Thüringischen Erbfolgekrieges]], obwohl Hermann I. die Gegenpartei unterstützt hatte. Sein Schwager [[Wilhelm von Holland]], bei dessen Wahl zum römisch-deutschen Gegenkönig sich Hermann I. wie zuvor bei der Wahl [[Heinrich Raspe IV.|Heinrich Raspes]] gegen den [[Staufer]] [[Konrad IV. (HRR)|Konrad IV.]] gestellt hatte, verlieh ihm die Reichsrechte des 1255 verstorbenen [[Hagen-Münzenberg|Ullrich II. von Münzenberg]]. Graf Hermann I. bezeichnete seine Besitzungen als &amp;#039;&amp;#039;Neue Herrschaft&amp;#039;&amp;#039;, um sie von den angestammten hennebergischen Ländereien zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Otto V. von Brandenburg und die Pflege Coburg ===&lt;br /&gt;
Die Linie Henneberg-Coburg erlosch jedoch schon 1291, als der Sohn von Hermann I., Poppo VIII., verstarb. Das Land verblieb als Erbe bei dessen Halbschwester Jutta (auch: Judith) und fiel mitsamt der Formalanwartschaft auf [[Holland]] und [[Provinz Zeeland|Zeeland]] an ihren Gemahl, den [[Askanier|askanischen]] Mitregenten Markgraf [[Otto (V.) (Brandenburg)|Otto den Langen von Brandenburg zu Salzwedel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Bechstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Gedichte des Minnesängers Otto von Botenlauben&amp;#039;&amp;#039;. G. Wigand, 1845, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser setzte während seiner Abwesenheit den Grafen Wolfgang von [[Grafen von Barby|Barby]] zum [[Pfleger (Mittelalter)|Pfleger]] (Administrator) der Herrschaft ein, woraufhin die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Pflege Coburg&amp;#039;&amp;#039; für dieses Territorium entstand. Der Pfleger saß auf dem [[Schloss Mainberg]], sein Sohn Walter ab 1305 als Burgmann auf der im Tausch gegen das an Henneberg abgetretene Mainberg erworbenen [[Ruine Wildberg (Haßberge)|Burg Wildberg]]. Ottos und Juttas einziger Sohn [[Hermann (Brandenburg)|Hermann]] folgte seinem Vater von 1298 bis 1308 sowohl in Brandenburg als auch in Coburg, weshalb er als Hermann II. auch den Titel eines Grafen von Henneberg oder eines Grafen von Franken führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.genealogie-mittelalter.de/henneberg_grafen_von/jutta_von_henneberg_markgraefin_von_brandenburg_+_1327.html |wayback=20070521201348 |text=Jutta von Henneberg: Markgräfin von Brandenburg (Genealogie Mittelalter)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hermann erwarb 1304 Hildburghausen von Graf Konrad von Wildberg zurück. Das [[Schloss Hohenstein (Oberfranken)|Schloss Hohenstein]] mit der Cent [[Ahorn (bei Coburg)|Ahorn]] war spätestens 1306 im Besitz seiner Mutter Jutta, der Witwe des Markgrafen Otto V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückerwerb der Neuen Herrschaft durch Henneberg-Schleusingen ===&lt;br /&gt;
Hermanns III. Tochter Jutta von Brandenburg heiratete auf Betreiben des gefürsteten Grafen [[Berthold VII.]] von Henneberg-[[Schleusingen]] 1312 dessen Sohn Heinrich VIII., womit die Neue Herrschaft wieder beim Stammhaus Henneberg war. Als Heinrich VIII. von Henneberg-Schleusingen nach nur siebenjähriger Regentschaft 1347 starb, wurde der Besitz des Hauses Henneberg-Schleusingen zwischen seiner Witwe und Heinrichs jüngerem Bruder [[Johann I. (Henneberg-Schleusingen)|Johann I.]] aufgeteilt, wobei Jutta erneut die Neue Herrschaft zugesprochen bekam. Die Askanierin Jutta erwies sich als gestaltungsfreudige Regentin, die vielfach Rechte erneuerte und bestätigte und die ansässigen [[Reichsritterschaft]]en [[Heldritt]], [[Heßberg (Adelsgeschlecht)|Heßberg]], [[Kemmaten (Adelsgeschlecht)|Kemmaten]], [[Rossau (Adelsgeschlecht)|Rossau]] und [[Veilsdorf (Adelsgeschlecht)|Veilsdorf]] fest in ihr Lehenssystem aus Söhne- und Töchterlehen einband. Alle in ihren Rechten bestätigten Städte der Pflege Coburg führten im Gegenzug das Stammwappen der Henneberger als [[Stadtsiegel]]. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bis 1315 verdrängten die Henneberger die [[Schaumberg (Adelsgeschlecht)|Herren von Schaumberg]] aus dem [[Burg Schaumberg (Thüringen)|Schalkauer Land]] auf das Rittergut [[Niederfüllbach]]. 1317 erwarb Fürstgraf Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen die Burg und den Besitz der erloschenen Dynastie der [[Sonneberg (Adelsgeschlecht)|Burg- und Dienstmannen von Sonneberg]] und belehnte die Schaumberger mit diesem und mit deren ehemals eigenem Besitz um die [[Burg Neuhaus (Neuhaus-Schierschnitz)|Burg Neuhaus]]. Fürstgraf Heinrich VIII. richtete sich auf dem Gutshof Sonneberg einen Winterwohnsitz ein. Seine Witwe, Regentin Jutta, verpfändete die [[Burg Sonneberg]] 1350 an ihren Schwiegersohn, den Burggrafen Albrecht den Schönen von Nürnberg aus dem Hause [[Stammliste der Hohenzollern|Hohenzollern]]. Zuvor hatte sie 1349 die Stadtrechte [[Sonneberg]]s beurkundet und den Schaumbergern die Erlaubnis zur Befestigung der [[Burg Rauenstein]] erteilt. Ebenfalls 1317 belehnte Fürstgraf Berthold VII. die Herren von [[Gauerstadt]] mit dem gleichnamigen Lehen und die Ministerialbeamten von Sternberg mit der Herrschaft Callenberg. 1323 erhielten Hildburghausen und Eisfeld von ihm das Recht zur Ummauerung ihrer städtischen Siedlung. 1346 wurde Dietrich von Coburg bei Coburg (in [[Oeslau]] und in [[Rödental|Waldsachsen]]) durch Heinrich VIII. begütert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1353 wurde die Neue Herrschaft unter drei Töchtern der verstorbenen Regentin aufgeteilt. Juttas zweitälteste Tochter [[Katharina von Henneberg|Katharina]] wurde mit deren Tod Erbin von Coburg. Sophie, die schon 1372 verstarb, erbte Hildburghausen, Königsberg und die [[Herrschaft Schmalkalden]] und die älteste Tochter [[Elisabeth von Henneberg-Schleusingen|Elisabeth]] Schloss und Gemarkung [[Wasserschloss Irmelshausen|Irmelshausen]] und die unterfränkischen Lande. Juttas vierte Tochter [[Anna von Henneberg|Anna]] führte als Äbtissin das [[Kloster Sonnefeld|Zisterzienserinnenkloster Sonnefeld]] zu einer unverhofften Blüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Pflege Coburg und das Haus Wettin ===&lt;br /&gt;
Katharina brachte den südöstlichen Teil der Neuen Herrschaft mit Coburg und dem zugewonnenen Umland durch ihre Vermählung mit Markgraf [[Friedrich III. (Meißen)|Friedrich dem Strengen von Meißen]] an das Haus [[Wettiner|Wettin]]. Dieser verlieh 1362 [[Schalkau]] das Stadtrecht. 1363 erkannten ihn die [[Schenk von Siemau|Schenken von Siemau]] als Lehnsherr an. Durch die Ehe seines Bruders [[Balthasar (Thüringen und Meißen)|Balthasar]] mit Margaretha, der Tochter der Sophie von Henneberg und des Burggrafen Albrecht des Schönen von Nürnberg, gelangte Hildburghausen mit dem Heldburger Unterland und dem Eisfelder Land 1374 ebenfalls an die Wettiner. Die wettinische Coburger Pflege grenzte sich in der Folgezeit mit der [[sächsische Landwehr|sächsischen Landwehr]] von der wesentlich verkleinerten Grafschaft Henneberg ab. Die damaligen Städte führen seit dem bis heute den [[Meißner Löwe|Meißnischen Löwen]] im Siegel. 1410 traten die Ritter von [[Rosenau (Adelsgeschlecht)|Rosenau]] als coburgische Münzmeister in Erscheinung. Von 1447 bis 1450 unterlag das Territorium kurzzeitig der räuberischen Herrschaft des Ritters [[Apel Vitzthum der Ältere zu Roßla|Apel Vitzthum]], der 1451 von Herzog [[Wilhelm III. (Sachsen)|Wilhelm dem Tapferen]] mit Hilfe Erfurter Truppen aus der Pflege Coburg vertrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Leipziger Teilung|Großen Sächsischen Landesteilung]] 1485 in eine [[Albertiner|albertinische]] und eine [[Ernestiner|ernestinische Linie]] fiel das Land, erneut als Pflege Coburg oder auch als die &amp;#039;&amp;#039;Ortslande in Franken&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, an [[Ernst (Sachsen)|Ernst von Sachsen]] und wurde der ernestinischen Linie zugeteilt. 1527 bildete es mit der [[Exklave]] Königsberg, dem [[Amt Lichtenberg (Ostheim)|Amt Lichtenberg]] bzw. [[Ostheim vor der Rhön|Ostheim]], [[Nassach (Aidhausen)|Nassach]] und der Cent [[Kaltensundheim]] bzw. dem [[Amt Kaltennordheim]] den &amp;#039;&amp;#039;[[Fränkischer Kreis (Kurfürstentum Sachsen)|Fränkischen Kreis]]&amp;#039;&amp;#039; im [[Kurfürstentum Sachsen]], der wegen des Verlustes der Kurfürstenwürde der ernestinischen Linie und einer grundlegenden Umorganisation im Haus Wettin infolge der Niederlage des [[Schmalkaldischer Bund|Schmalkaldischen Bundes]] in der [[Schlacht bei Mühlberg]] 1547 jedoch rasch an Bedeutung verlor. Herzog [[Johann Friedrich II. (Sachsen)|Johann der Mittlere]] erwarb 1555 von den [[Mansfeld (Adelsgeschlecht)|Grafen von Mansfeld]] das Henneberg-[[Aschach (Bad Bocklet)|Aschacher]] Gericht [[Römhild]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Pflege Coburg ging bis 1572 das Fürstentum [[Sachsen-Coburg]] hervor, das infolge der [[Ernestinische Teilung|Ernestinischen Teilung]] 1633 an [[Sachsen-Eisenach]], 1640 an [[Sachsen-Altenburg]] und mit diesem 1672 an [[Sachsen-Gotha]] fiel, dabei jedoch ein weitgehend einheitliches Territorium blieb. Der Erbteilungsvertrag vom 24. Februar 1680 spaltete die [[Ernestinische Herzogtümer|Herzogtümer]] [[Sachsen-Hildburghausen]] und [[Sachsen-Römhild]] ab. Nach dem Tod des Herzogs [[Albrecht (Sachsen-Coburg)|Albrecht von Sachsen-Coburg]] 1699 wurde das verbliebene Gebiet nach jahrzehntelangen Erbstreitigkeiten 1735 zwischen [[Sachsen-Coburg-Saalfeld]] und [[Herzogtum Sachsen-Meiningen|Sachsen-Meiningen]] geteilt, wobei das [[Meininger Oberland]] bis 1826 staatsrechtlich ein Teil von Sachsen-Coburg blieb, welcher unter der Verwaltung von Sachsen-Meiningen stand. Als eine indirekte Spätfolge dieser Teilungen verläuft heute die Landesgrenze zwischen Bayern und Thüringen, die 1949 bis 1990 Staatsgrenze war, mitten durch diese historische Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schicksal der anderen Teile der Neuen Herrschaft und der gefürsteten Grafschaft Henneberg ===&lt;br /&gt;
Der unterfränkische Teil der Neuen Herrschaft geriet nach und nach in den Einflussbereich der Bischöfe von Würzburg. [[Irmelshausen]], Steinach, [[Sternberg im Grabfeld|Sternberg]], [[Burgstall Rottenstein|Rottenstein]], [[Bad Königshofen im Grabfeld|Königshofen]], Münnerstadt, die Burg Wildberg in den [[Haßberge]]n und die Hälfte von Schweinfurt verkaufte der Gemahl der Elisabeth von Henneberg, [[Eberhard II. (Württemberg, Graf)|Graf Eberhard II. von Württemberg]] 1354 für 90.000 [[Gulden]] an das Hochstift Würzburg. Allmählich gingen auch die meisten restlichen Besitzungen, wie 1394 [[Nüdlingen]] aus dem Erbe der Anna von Henneberg, an Würzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die [[Herrschaft Schmalkalden]] schlossen [[Heinrich II. (Hessen)|Landgraf Heinrich II. von Hessen]] und Elisabeth von [[Landgrafen von Leuchtenberg|Leuchtenberg]], die Witwe des Fürstgrafen Johann I. von Henneberg-Schleusingen, 1360 einen gegenseitigen Erbvertrag, nachdem beide gemeinsam das Territorium vom Burggrafen Albrecht von Nürnberg, dem Gemahl der Sophie von Henneberg, erworben hatten. Die hessisch-hennebergische Doppelherrschaft endete mit dem Tod des letzten hennebergischen Fürstgrafen Georg Ernst im Jahre 1583. Mit dem Ende der Grafschaft Henneberg fiel die Herrschaft Schmalkalden endgültig an das [[Haus Hessen]]. Diese Territorien gehören nicht zu dem Gebiet, welches man heute gemeinhin als Pflege Coburg versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verbliebene gefürstete Grafschaft Henneberg kam 1583 aufgrund einer ernestinisch-hennebergischen Erbverbrüderung ([[Kahlaer Vertrag]]) zu Wettin. Auf ihrem Territorium entstand 1680 das Herzogtum Sachsen-Meiningen. Die hennebergische Residenz Schleusingen wurde von Albertinern und Ernestinern gemeinsam verwaltet, fiel mit der Stadt [[Suhl]] 1660 an das Herzogtum [[Sachsen-Zeitz]], mit dem Aussterben der Sachsen-Zeitzer Sekundogenitur 1718 an das [[Kurfürstentum Sachsen]] und schließlich infolge des [[Wiener Kongress]]es 1815 als [[Landkreis Schleusingen|Kreis Henneberg]] an das [[Provinz Sachsen|Königreich Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Itzgründisch ==&lt;br /&gt;
Die Grenzen der Pflege Coburg umfassen auch ein Sprachgebiet. Hier und im südlich anschließenden Raum [[Lichtenfels (Oberfranken)|Lichtenfels]] wird ein charakteristischer ursprünglicher mainfränkischer Dialekt, das [[Itzgründisch]]e, gesprochen. Im Westen, Norden und Osten des Gebietes deckt sich die Sprachgrenze sehr genau mit den historischen Territorialgrenzen. Südlich des [[Main]]s geht das Itzgründische in das ebenfalls mainfränkische [[Bambergisch]]e über. Innerhalb des Dialektgebietes hat jedes Dorf seine eigene spezifische Ausformung, anhand derer sich die Herkunft des Sprechers genau bestimmen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Hassel]]: &amp;#039;&amp;#039;Allg. Europäisches Staats- u. Addreßhandbuch, 1816&amp;#039;&amp;#039;. Band 1–2. S. 330 f. ([http://books.google.com/books?id=V-QRAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA330 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon der Deutschen Länder: die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, C. H. Beck, 2007, S. 592 f.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Grote (Numismatiker)|Hermann Grote]]: &amp;#039;&amp;#039;Stammtafeln&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig, 1877, S. 84.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Julius Walch]]: &amp;#039;&amp;#039;Historische, statistische, geographische und topographische Beschreibung der Königlich- und Herzoglich-Sächsischen Häuser und Lande überhaupt und des Sachsen-Coburg-Meiningischen Hauses und dessen Lande insonderheit&amp;#039;&amp;#039;. Schneider u. Weigel, 1811, S. 350 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Literatur-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. Band 4, 1821, S. 1009 ff. ([http://books.google.com/books?id=rRo4AAAAMAAJ&amp;amp;pg=RA3-PT420 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Wilderich Weick: &amp;#039;&amp;#039;Das herzogliche Haus Sachsen-Coburg-Gotha: Seine Geschichte und gegenwärtige Stellung in Europa&amp;#039;&amp;#039;. C. Macklot, 1842, S. 73.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine deutsche Bibliothek&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zeitschriften des 18. und 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Band 88, F. Nicolai, 1789, S. 14 f. ([http://books.google.com/books?id=rTIoAAAAYAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA14 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.gestungshausen.de/chronik_ges_07.html&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www1.landkreis-coburg.de/landkreis-coburg/geschichte/ | wayback=20121124043150 | text=Aus der Vergangenheit des Landkreises Coburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Bayern)|Coburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Thüringen)|Coburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachgeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südthüringen|Coburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Coburger Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Coburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Hildburghausen)|Coburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Sonneberg)|Coburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberfranken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gegründet 1291]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1427]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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