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	<title>Pflaumentoffel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T12:43:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pflaumentoffel&amp;diff=492509&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&quot;G&quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt), Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst</title>
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		<updated>2026-02-19T09:19:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&amp;quot;G&amp;quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt), Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:PfToffel.jpg|mini|Pflaumentoffel]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pflaumentoffel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (etymologisch wahrscheinlich auf &amp;#039;&amp;#039;Toffel&amp;#039;&amp;#039; in der Bedeutung „dummer, unbeholfener Mensch“ zurückgehend&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=tuffel, tüffel |Band=22 |Sp=1547 |lemid=T14183}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Pflaumentoffel |Band=13 |Sp=1731–1732}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine aus getrockneten oder [[Trockenpflaume|Backpflaumen]] gefertigte, essbare Figur, die von Bäckereien, Konditoreien und Lebkuchenherstellern für Kinder produziert wird. Die Süßigkeit ist durch den Verkauf auf dem [[Dresdner Striezelmarkt]] bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Franken (Region)|Franken]] werden ähnliche Figuren &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwetschgenmännla&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, in Bayern &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwetschgenmanndl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in anderen Gegenden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pflaumenmännchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwetschgenmännchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. In Österreich sind sie als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwetschgenkrampus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, wobei es sich beim Krampus aber im eine gehörnte Gestalt aus der alpenländischen Mythologie handelt, die unartige Kinder bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
=== Pflaumentoffel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pflaumentoffelhaus auf dem Striezelmarkt (2).jpg|mini|Pflaumentoffelhaus auf dem Dresdner Striezelmarkt]]&lt;br /&gt;
Der Pflaumentoffel ist nach dem Vorbild eines [[Schornsteinfeger]]s gestaltet. Er besteht aus ca. 14 getrockneten oder gebackenen [[Pflaume]]n, Holzstäbchen, einer bemalten Papierkugel als Kopf, einem Pappzylinder als Kopfbedeckung sowie einem Schulterumhang und einer Leiter aus Papier, die mit Metallfolie bezogen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwetschgenmännla und Zwetschgenweibla ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwetschgenmännla.jpg|mini|Zwetschgenmännla auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt]]&lt;br /&gt;
Bei den Zwetschgenmännla wird der Kopf von einer Walnuss und der Körper durch Feigen dargestellt – nur Arme und Beine werden durch [[Zwetschge]]n verkörpert. Das Gerüst bilden zwei Drähte. Früher hatten sie einen spitzen Hut auf und trugen einen Bauchladen, inzwischen werden sie mit Stoffresten bekleidet. Neben dem Schornsteinfeger gibt es kaum ein Thema, das nicht dargestellt wird und es gibt längst auch &amp;#039;&amp;#039;Zwetschgenweibla&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwetschgenmännla gelten für den [[Nürnberger Christkindlesmarkt]] als Hauptmitbringsel. Übers ganze Jahr werden die kleinen Figuren produziert und dann in der Vorweihnachtszeit an die Marktgäste verkauft. Am Nikolaustag 2000 wurde ein Zwetschgenmännla-Tanz auf der Bühne vor der [[Frauenkirche (Nürnberg)|Frauenkirche]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwetschgenmännla werden auch im übrigen [[Franken (Region)|Franken]] und in Bayern traditionell auf [[Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmärkten]] verkauft. Sie sind meist etwa 15 Zentimeter groß und stellen Schornsteinfeger, Könige oder Märchenfiguren dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quetschemännche ===&lt;br /&gt;
In Frankfurt am Main ist das Quetschemännche seit dem 19. Jahrhundert bekannt und wird vor allem auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt verkauft. Dem Brauch nach schickten junge Männer ihren Angebeteten ein Quetschemännche als Liebesgruß. Hat die junge Frau das Quetschemännche behalten, konnte sich der Verehrer Hoffnungen machen. Wurde es jedoch zurückgeschickt, hat er einen Korb bekommen. Heute gibt es auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt neben dem Quetschemännche auch das „Quetscheweibche“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://frankfurt.de/frankfurt-entdecken-und-erleben/winter-special/quetschemaennche |titel=Quetschemännche |sprache=de |abruf=2024-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwetschgenkrampus ===&lt;br /&gt;
In Österreich, z. B. auf dem Weihnachtsmarkt in Salzburg, werden diese Männchen als &amp;#039;&amp;#039;Zwetschgenkrampus&amp;#039;&amp;#039; angeboten. Hier stellen sie den [[Krampus]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Pflaumentoffel lehnt sich an das Vorbild der sieben- bis achtjährigen, meist aus Waisenhäusern kommenden Knaben an, die durch kurfürstlich-sächsische Genehmigung von 1653 durch die [[Essenkehrer]]meister beschäftigt werden konnten. Die Aufgabe der Kinder bestand im Durchkriechen und Reinigen der hohen und engen Schlote städtischer Bürgerhäuser. Dies ist ein frühes Beispiel für staatlich geduldete [[Kinderarbeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belegt ist der Pflaumentoffel als „Männlein aus Backpflaumen“ zu Weihnachten 1801. Im 19. Jahrhundert waren es wiederum Kinder, die „Striezelkinder“, die, mit einem Bauchladen ausgestattet, selbstgebastelte Pflaumentoffel auf sächsischen und erzgebirgischen [[Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmärkten]] anboten. 1910 wurde der kindliche Verkaufshandel untersagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pflaumentoffel als [[Glückssymbol]] entspricht einer Umdeutung des aus heutiger Sicht schlimmen Themas Kinderarbeit durch den Volkshumor und verschiedene [[Weihnachtsbrauch|Weihnachtsbräuche]]. Er erinnert an die Schornsteinfeger als Glückssymbole und an die Parallele im Brauchtum, dass auch der [[Nikolaus von Myra|Nikolaus]] in manchen Gegenden Europas durch den Schlot oder Kamin kommt oder Strümpfe am Kamin angebracht werden, die mit Süßigkeiten gefüllt werden sollen. Denkbar ist auch die pädagogische Absicht, Kinder bei Un[[gehorsam]] an den sogenannten [[Kinderschreckfigur#Warnung vor Fremden|schwarzen Mann]] zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Pflaumentoffel“ als Schimpfwort ==&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert erhielt das Wort &amp;#039;&amp;#039;Pflaumentoffel&amp;#039;&amp;#039; im ostmitteldeutschen Raum umgangssprachlich die weitere Bedeutung von „[[Trottel]]“ oder „Stoffel“, insbesondere für Kinder (als Beschimpfung oder auch scherzhaft gemeint).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Roland Hanusch]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflaumentoffel im Erzgebirge.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Erzgebirgische Heimatblätter]]&amp;#039;&amp;#039; 26, Nr. 6, 2004, S. 24–27, {{ISSN|0232-6078}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://netfamilie.de/der-pflaumentoffel/ Bastelanleitung: Dresdner Pflaumentoffel]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.br.de/franken/inhalt/frankenkult-ur/christkindlesmarkt-zwetschgermoh-bastelanleitung100.html |text=Bastelanleitung: Der Nürnberger „Zwetschgermoh“ |wayback=20131203000913}} Bayerischer Rundfunk, Textfassung vom 20. November 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunst (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihnachtsdekoration]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Weihnachten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelzubereitung mit Obst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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