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	<title>Pflaume - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pflaume&amp;diff=28738&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Geschichte */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pflaume&amp;diff=28738&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-25T05:09:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Pflanze und ihre Frucht. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Pflaume (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Taxobox &amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Pflaume&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Prunus domestica&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Prunus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Steinobstgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Amygdaleae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Spiraeoideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Rosengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Rosaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosenartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Rosales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Fruits Prunus domestica.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:FeysJPG.jpg|miniatur|Feys gelbe [[Hauszwetschge]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:16-09-17-WikiLovesCocktails-Zutaten-Img0163.jpg|mini|Pflaumen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Prunus domestica s. lat. sl8.jpg|mini|Kurztriebe mit Winterknospen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pflaume&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kultur-Pflaume&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Prunus]]&amp;#039;&amp;#039; in der Familie der [[Rosengewächse]] (Rosaceae). Sie wurde als natürlich entstandener [[Artbastard]] von [[Schlehe]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus spinosa&amp;#039;&amp;#039;, tetraploid, 2n = 32) und [[Kirschpflaume]], (&amp;#039;&amp;#039;Prunus cerasifera&amp;#039;&amp;#039;, diploid, 2n = 16) angesehen und wäre damit ein [[Polyploidie#Allopolyploidie|allohexaploider]] [[Additionsbastard]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.online.uni-marburg.de/botanik/php/details.php?id=508 &amp;#039;&amp;#039;Pflaume; Zwetschge&amp;#039;&amp;#039;] bei Uni Marburg.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuere Studien legen allerdings eine Abstammung von di-, tetra- und hexaploiden Formen der Kirschpflaume nahe, wobei ein gewisser Anteil der Schlehe im Erbgut nicht ausgeschlossen werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Zohary: &amp;#039;&amp;#039;Is the European plum, Prunus domestica L., a P. cerasifera EHRH. x P. spinosa L. allo-polyploid?.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Euphytica.&amp;#039;&amp;#039; 60, 1992, 75–77, [[doi:10.1007/BF00022260]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Horvath et al.: &amp;#039;&amp;#039;Phenotypic variability and genetic structure in plum (Prunus domestica L.), cherry plum (P. cerasifera Ehrh.) and sloe (P. spinosa L.).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Scientia Horticulturae.&amp;#039;&amp;#039; Volume 129, Issue 2, 2011, S. 283–293, [[doi:10.1016/j.scienta.2011.03.049]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Pflaume ist ein oft sparrig wachsender [[Strauch]] oder [[Baum]], der Wuchshöhen bis 6 (selten bis 10) Meter erreicht. Die [[Rinde]] ist graubraun und beinahe glatt. Junge Zweige sind kahl oder weisen bis ins zweite Jahr eine Behaarung auf und sind unbewehrt oder verdornend. Die [[Langtrieb]]e haben keine echte Endknospe. Die Knospen sind oft behaart und 4,5 bis 5 (selten ab 1,5) Millimeter lang. Blütenknospen sind nicht gehäuft am Zweigende zu finden, sondern mit Internodien auf den Kurztrieben. Die [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] messen 3 bis 8 × 1,8 bis 5 Zentimeter, sind länglich-elliptisch, am Rand gekerbt bis gesägt, auf der Oberseite stumpfgrün gefärbt und auf beiden meist kahl. In der Knospenlage sind die Blätter gerollt. Der [[Blattstiel]] ist 1,5 bis 2,5 Zentimeter lang und besitzt ein bis zwei kleine Drüsen oder keine.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Je zwei bis drei [[Blüte]]n stehen in einem sitzenden [[Dolde|doldigen]] [[Blütenstand]] zusammen und erscheinen mit den Blättern oder kurz vor ihnen. Der abstehende Blütenstiel ist 0,5 bis 2 Zentimeter lang und kahl oder zart behaart. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 2 bis 4 Zentimetern [[radiärsymmetrisch]] und fünfzählig mit doppelter [[Blütenhülle]]. Die fünf [[Kelchblätter]] sind vollständig oder zum Teil behaart und rundlich bis länglich. Die fünf [[Kronblätter]] sind 0,7 bis 1,2 Zentimeter lang, elliptisch, ganzrandig und reinweiß, grünlichweiß oder gelblichgrün. Die meist 20 [[Staubblatt|Staubblätter]] sind in der Regel geringfügig kürzer als die Kronblätter. Die Staubbeutel sind gelb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pflaume blau.JPG|mini|Kleine blaue Pflaume]]&lt;br /&gt;
Die Gestalt der [[Steinfrucht|Steinfrüchte]] variiert in Größe, Form und Farbe stark mit der Sorte. So kommt zwischen schwarz, blauschwarz, blau, blaurot, violett, purpurrot, rot, gelb und gelbgrün eine große Variantenbreite von Farben vor. Die Früchte sind allerdings meist bereift, zwischen 1 und 8 Zentimeter lang, kugelig bis länglich-eiförmig, gefurcht und hängend. Das Fruchtfleisch schmeckt süß bis herb und ist saftig. Der Steinkern ist über 13 Millimeter lang, kugelig bis ellipsoid, gekielt, mehr oder weniger abgeflacht und glatt bis höckerig. An der Rückenfurche sind meist Kammstriche vorhanden. Das Fruchtfleisch löst sich leicht vom Kern oder haftet fest. Der Samen schmeckt meist bitter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosom]]enzahl beträgt 2n = 48 (16).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Die Pflaume besitzt, im Gegensatz zu vielen Vertretern der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Prunus&amp;#039;&amp;#039;, keine extrafloralen [[Nektarien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fruchtknoten sind nicht selten von dem [[Mikropilze|Mikropilz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Taphrina pruni]]&amp;#039;&amp;#039; infiziert, wodurch hohle Früchte entstehen, die sogenannten [[Narrentasche]]n.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Steinfrüchte sind durch [[Anthocyane]] gefärbt und haben einen Wachsüberzug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mirabelle.jpg|mini|Mirabellenanbau in [[Rheinhessen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pflaumen jm26881.jpg|mini|Bilder der Frucht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GreenRed (prune) jm158935.jpg|mini|Sorte Green-Red, grüne Schale, rotes Fruchtfleisch, hoher Zuckergehalt]]&lt;br /&gt;
Die Erstveröffentlichung von &amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1753 durch [[Carl von Linné]]. Über den Ursprung der Pflaume gibt es bisher nur Spekulationen, genauere Untersuchungen fehlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hildemar Scholz und Ilse Scholz unterscheiden in Band IV, Teil 2B der Illustrierten Flora von Mitteleuropa von 1995 folgende sieben Unterarten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Zwetschge]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;domestica&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Kriechen-Pflaume]] oder Hafer-Pflaume (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;insititia&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) C.K.Schneid.}})&lt;br /&gt;
* [[Halbzwetsche]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;intermedia&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Edel-Pflaume]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;italica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Borkh.) Gams ex Hegi}})&lt;br /&gt;
* [[Spilling]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;pomariorum&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Ziparte]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;prisca&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Mirabelle]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;syriaca&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Borkh.) Janch. ex Mansf.}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 1. Auflage der Exkursionsflora von Österreich werden noch weitere Unterarten angegeben, „den Veröffentlichungen von H. L. Werneck&amp;lt;ref&amp;gt;siehe seinen Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Werneck Heinrich Ludwig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon von Oberösterreich.&amp;#039;&amp;#039; 5. Lieferung, 1959, 4 Doppelblätter ({{ZOBODAT |pfad=biografien/Werneck_Heinrich_1.PDF}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; ... (mühsam) entnommen, die glaubhaft darlegen, dass die Gestalt des Steins wesentlich bedeutsamer ist als die Farbe der Frucht(Haut)“:&amp;lt;ref name=&amp;quot;ExFlÖ1994&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Behre1978&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Pfluder]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;ovalis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Ringlotte|Rundpflaume/Ringlotte]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;italica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Borkh.) Gams ex Hegi}})&lt;br /&gt;
* [[Bidling, Eierpflaume]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;praecox&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Pemsen]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;versicolor&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Zwispitz]] (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;bisacuminata&amp;#039;&amp;#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den neueren Auflagen von 2005 und auch von 2008 wird auf einen Schlüssel zur Unterscheidung der Unterarten verzichtet, da „Taxonomie infolge des Fehlens einer sorgfältigen u. wissenschaftlichen Bearbeitung unbefriedigend“. Es wird zwar angemerkt, dass Udelgard Körber-Grohne&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körber-Grohne1996&amp;quot; /&amp;gt; eine Unterscheidung ähnlich der obigen trifft, allerdings „leider ohne ausreichende Angabe der Unterschiede, auch fehlt ein das konfuse Wirrwarr klärender Schlüssel“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ExFlÖLS2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Schon vor etwa 2000 Jahren dichtete der Römer [[Marcus Valerius Martial]]: „Nimm Pflaumen für des Alters morsche Last, denn sie pflegen zu lösen den hartgespannten Bauch.“ Lateinisch heißt die Frucht der Pflaume &amp;#039;&amp;#039;Prunum&amp;#039;&amp;#039; (Mehrzahl &amp;#039;&amp;#039;Pruna&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Name Pflaume (mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;prūme&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;prūne&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;praun&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 444 (Anmerkungen zu &amp;#039;&amp;#039;praun&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; vgl. englisch &amp;#039;&amp;#039;prune&amp;#039;&amp;#039;), geht zurück auf althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;pflūmo&amp;#039;&amp;#039; (‚Pflaumenbaum‘), von &amp;#039;&amp;#039;pfrūma&amp;#039;&amp;#039;, entlehnt von lateinisch *&amp;#039;&amp;#039;prunea&amp;#039;&amp;#039;, einer Nebenform von &amp;#039;&amp;#039;prunum&amp;#039;&amp;#039; (‚Pflaume‘).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alois Walde]]: &amp;#039;&amp;#039;Lateinisches etymologisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, besorgt von [[Johann Baptist Hofmann]], 3 Bände. Heidelberg 1938–1965, Band 2, S. 379 (&amp;#039;&amp;#039;prūnus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflaumen wurden vermutlich durch [[Alexander der Große|Alexander den Großen]] nach seinen Kriegszügen mit in die Heimat gebracht. Als Zentrum des Pflaumenhandels etablierte sich [[Damaskus]], und beim Begriff „Zwetschge“ könnte es sich um die Entlehnung und nachfolgende Angleichung von „Damaszener“ handeln, wie [[Sprachforscher]] vermuten. (Die Pflaume wurde lateinisch mit &amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Prunus damascena&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 152 (&amp;#039;&amp;#039;Prunus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;.) Dass Pflaumen und Zwetschgen systematisch in [[Mitteleuropa]] angebaut wurden, soll das Verdienst [[Karl der Große|Karls des Großen]] gewesen sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Behre1978&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbau ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Etwa 71 Prozent der Erntemenge von Pflaumen in Deutschland stammen aus [[Baden-Württemberg]] und [[Rheinland-Pfalz]], insbesondere aus der [[Oberrheinische Tiefebene|Oberrheinischen Tiefebene]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.n-tv.de/wirtschaft/meldungen/Satte-Kirschernte-article195433.html Kuchen und Rote Grütze – Satte Kirschernte – n-tv.de&amp;lt;!-- Automatisch generierter Titel --&amp;gt;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weltproduktion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:COE C7 Shaker at Dos Arboles (2024)-104A6854.jpg|mini|Baumrüttler für die Pflaumenernte in [[Butte County (Kalifornien)|Butte County]], Kalifornien]]&lt;br /&gt;
2022 betrug die Welternte 12,4 Millionen Tonnen. Das Land mit der größten Pflaumenproduktion der Welt war [[China]], das 54,5 % der weltweiten Ernte produzierte. Die zehn größten Produktionsländer brachten zusammen etwa 80,7 % der Welternte ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fao&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fao.org/faostat/en/#data/QCL |titel=Production &amp;gt; Crops &amp;gt; Plums and sloes|werk=Offizielle Produktionsstatistik der FAO für 2022 |hrsg=fao.org |abruf=2024-04-24|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zehn größten Pflaumen-Produzenten waren 2022:&amp;lt;ref name=&amp;quot;fao&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Rang&lt;br /&gt;
!Produktionsland&lt;br /&gt;
!Menge in t&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|{{CHN}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |6.752.221&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|{{ROU}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |665.730&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|{{SRB}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |488.593&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|{{CHL}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |424.887&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|{{TUR}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |348.750&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|{{IRN}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |332.231&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|{{BIH}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |306.880&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|8&lt;br /&gt;
|{{USA}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |279.500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|9&lt;br /&gt;
|{{RUS}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |212.300&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|{{ITA}}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |187.350&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||Summe Top Ten&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; |&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;9.998.443&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|||&amp;#039;&amp;#039;restliche Länder&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot;|&amp;#039;&amp;#039;2.393.024&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pflaumenholz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pflaumenholz.jpg|mini|Pflaumenholz (leicht geschliffen und geölt)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Umgestürzter Pflaumenbaum Stamm-9422.jpg|mini|Querschnitt durch einen Stamm]]&lt;br /&gt;
Pflaumenholz wird nur extensiv wirtschaftlich genutzt. Das [[Holz]] von Pflaumenbäumen ist hart, dicht und feinporig mit einer [[Darrdichte]] von 750 kg/m³.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walker&amp;quot; /&amp;gt; Es besitzt eine gleichmäßige Struktur mit einem nach dem Anschnitt auffälligen Farbspektrum. Das [[Splintholz]] ist hell, während das [[Kernholz]] rote und violette Töne zeigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Materialarchiv&amp;quot; /&amp;gt; Unter UV-Einwirkung dunkelt das Holz jedoch nach und wird mit der Zeit dunkelbraun mit nur noch schwach erkennbarer Maserung. Aufgrund des geringen Stammdurchmessers der Bäume wird das Holz beim Schreinern, Schnitzen und Drechseln überwiegend für kleinere Werkstücke, Musikinstrumente und dekorative Elemente verwendet, seltener als [[Furnier]] oder Möbelholz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Materialarchiv&amp;quot; /&amp;gt; Ebenso wie andere Obsthölzer wird Pflaumenholz wegen des guten Heizwerts auch als [[Brennholz]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schädlinge ==&lt;br /&gt;
Der [[Pflaumenwickler]] ist ein bedeutender [[Schädling]], dessen Befall zu einem erheblichen Ernteausfall führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Pflaume}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Prunus domestica|Kultur-Pflaume (&amp;#039;&amp;#039;Prunus domestica&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Rosengewaechse/pflaumen.htm#Pflaume Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://deutschlands-obstsorten.de/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Obstsorten.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20221126151637}} – ein etwa 100 Jahre altes antiquarisches Fachbuch, in dem mehr als 300 Äpfel-, Birnen-, Pflaumen-, Erdbeeren-, Aprikosen- und Rebsorten mit Abbildungen beschrieben werden.&lt;br /&gt;
* Udo Pollmer: [https://www.deutschlandfunkkultur.de/der-daumen-schuettelt-die-pflaumen-100.html &amp;#039;&amp;#039;Der Daumen schüttelt die Pflaumen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlandfunk Kultur&amp;#039;&amp;#039;, Radiofeuilleton &amp;#039;&amp;#039;Mahlzeit&amp;#039;&amp;#039;, 13. September 2009 (Zum Thema Inhaltsstoffe von Pflaumen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hegi&amp;quot;&amp;gt;Hildemar Scholz, Ilse Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Prunus.&amp;#039;&amp;#039; In: Hildemar Scholz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Begründet von Gustav Hegi. 2., völlig neubearbeitete und erweiterte Auflage. Band IV Teil 2B: &amp;#039;&amp;#039;Spermatophyta: Angiospermae: Dicotyledones 2 (3) (Rosaceae, 2. Teil)&amp;#039;&amp;#039;, Blackwell, Berlin/Wien u. a. 1995, ISBN 3-8263-2533-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Düll2011&amp;quot;&amp;gt;[[Ruprecht Düll]], [[Herfried Kutzelnigg]]: &amp;#039;&amp;#039;Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Portrait.&amp;#039;&amp;#039; 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle &amp;amp; Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ExFlÖ1994&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Exkursionsflora von Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: [[Manfred Adalbert Fischer|Manfred A. Fischer]]. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ExFlÖLS2008&amp;quot;&amp;gt;Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: &amp;#039;&amp;#039;Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol.&amp;#039;&amp;#039; 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Behre1978&amp;quot;&amp;gt;[[Karl-Ernst Behre]]: &amp;#039;&amp;#039;Formenkreise von Prunus domestica L. von der Wikingerzeit bis in die frühe Neuzeit nach Fruchtsteinen aus Haithabu und Alt-Schleswig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte der Deutschen Botanischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 91, 1978, S. 161–179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Körber-Grohne1996&amp;quot;&amp;gt;U. Körber-Grohne: &amp;#039;&amp;#039;Pflaumen, Kirschpflaumen, Schlehen. Heutige Pflanzen und ihre Geschichte seit der Frühzeit&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walker&amp;quot;&amp;gt;Aidan Walker: &amp;#039;&amp;#039;Atlas der Holzarten. 150 Hölzer in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Stuttgart 2010. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Materialarchiv&amp;quot;&amp;gt;[https://materialarchiv.ch/de/ma:material_1318 &amp;#039;&amp;#039;Zwetschgenbaum.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Material-Archiv&amp;#039;&amp;#039;, Zürcher Hochschule der Künste, 2013, abgerufen am 12. August 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4174081-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prunus (Rosengewächse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinobst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
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