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	<title>Pferdeapfel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T21:33:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pferdeapfel&amp;diff=76561&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Minoo: /* Diagnose */ ein Pferd äppelt</title>
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		<updated>2025-07-03T19:42:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Diagnose: &lt;/span&gt; ein Pferd äppelt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pferdeapfel 01 ies.jpg|rechts|mini|Pferdeäpfel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Äppelndes Pferd.JPG|miniatur|Äpfelndes Pferd]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pferdeäpfeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Rossknödel&amp;#039;&amp;#039; oder im niederdeutschen Raum &amp;#039;&amp;#039;Pferdeäppel&amp;#039;&amp;#039;, im Badischen &amp;#039;&amp;#039;Rossbolle(n)&amp;#039;&amp;#039;) handelt es sich um die [[Kot|Exkremente]] von [[Pferde]]n. Der Name kommt daher, dass die einzelnen Kotballen in Größe und Form an einen [[Kulturapfel|Apfel]] erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Pferde &amp;#039;&amp;#039;äpfeln&amp;#039;&amp;#039; alle 30 bis 120&amp;amp;nbsp;Minuten, wobei sie – abhängig von der Fütterung – bis zu 50&amp;amp;nbsp;Kilogramm Pferdeäpfel (Kaltblutpferde) am Tag abgeben können. Die größte Menge wird von Pferden auf der Weide produziert, die geringste Produktion haben mit [[Hafer]] gefütterte und im Stall stehende Pferde. Im Vergleich zum Dung anderer Tiere riechen Pferdeäpfel nur wenig. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, finden sich im Kot noch teilweise die [[Unverdaulich|unverdauten]] Bestandteile der typischen Nahrung eines [[Pflanzenfresser]]s. Unter dem [[Lichtmikroskop]] kann man problemlos noch einzelne Pflanzenfasern erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe der Pferdeäpfel hängt wesentlich von der Nahrung der Tiere ab. Grüne, weiche Pferdeäpfel stammen von Tieren, die sich von frischer, grüner Nahrung ernähren, während gelb-hellbraune Äpfel von Tieren stammen, die mit [[Stroh]], [[Heu]] und [[Hafer]] gefüttert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typische Äpfel-Form wird im [[Mastdarm]] erzeugt. In der Darmwand liegen bauchige Taschen (Poschen), die durch feste, schmale Muskel-Streifen ([[Tänie (Anatomie)|Tänien]]) unterbrochen werden. Ziehen sich die Tänien zusammen, schnüren sie Kotballen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Pferdeäpfel werden von vielen [[Insekten]] wie Schmetterlingen, Fliegen, [[Mistkäfer]]n, [[Mondhornkäfer]]n usw. als Nahrung (&amp;#039;&amp;#039;[[Koprophagie]]&amp;#039;&amp;#039;) oder Brutstätte für die [[Larve]]n genutzt. Teilweise werden frische Pferdeäpfel von [[Haushund|Hunden]] gefressen. Es besteht dabei jedoch die Gefahr, dass Parasiten – bzw. deren Larven oder Eier – sowie schädliche [[Bakterien]] auf diese Weise übertragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter Hansen - Goedningssamlerne, DK1.14-B323-P.-.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Pferdeapfel-Sammler&amp;#039;&amp;#039;, Gemälde von Peter Hansen (1904)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pferdedung und [[Mist|Pferdemist]] sind insbesondere bei Hobbygärtnern ein beliebter [[Dünger]].&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Pokorny: &amp;#039;&amp;#039;Entsorgungsmöglichkeiten von Pferdemist: Moderne Wege zur Mistbehandlung&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Dr. Müller, 2008. ISBN 978-3639018707.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für einige Zierpflanzen wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Rosen]] und [[Orchideen]] sind Pferdeäpfel wegen des hohen Gehalts an [[Mineralstoff]]en und [[Zellulose]] als Nährstoffzufuhr ideal. Bekannt ist auch die Verwendung beim Pflanzen von Erdbeeren. Pferdemist gilt als „hitzig“, ein Ausdruck dafür, dass bei seiner Zersetzung im Vergleich zum Dung anderer Tiere besonders viel Wärme freigesetzt wird. Daher eignet er sich besonders für [[Frühbeet]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Zeiten der Pferdefuhrwerke wurden die Pferdeäpfel von vielen Leuten von der Straße gesammelt, um sie im eigenen Garten als Dünger zu verwenden. Man denke an die Figur des [[Blumepeter]] mit seinem &amp;#039;&amp;#039;Knoddlkärschl&amp;#039;&amp;#039; insbesondere in der Mannheimer Gegend&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.plankstadt.de/2243471.html &amp;#039;&amp;#039;Was liegt denn da auf der Straße?&amp;#039;&amp;#039;] auf plankstadt.de, abgerufen am 17. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Heute wird Pferdemist von Reit- und Zuchtställen abgegeben. Er enthält neben den Pferdeäpfeln auch mehr oder weniger [[Urin]]-getränktes Stroh (die [[Einstreu]]), was zusätzlich zur Wärmeentwicklung und Düngung beiträgt. Zu erwähnen ist die gegenüber [[Mineraldünger]]n oder [[Gülle]] langsamere Freisetzung der Pflanzen-Nährstoffe,&amp;lt;ref&amp;gt;James Edward Knott, Oscar A. Lorenz, Donald N. Maynard: &amp;#039;&amp;#039;Knott&amp;#039;s Handbook for Vegetable Growers&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, John Wiley and Sons, 1980. ISBN 978-0471053224. S. 75f.&amp;lt;/ref&amp;gt; was die Gefahr der [[Eutrophierung#Anthropogene Eutrophierung|Überdüngung]] verringert und eine unerwünschte Verunreinigung des Grundwassers herabsetzt. Die Zellulose-Bestandteile tragen zur [[Humus]]-Bildung bei. Pferdemist ist – wie auch anderer Mist – im [[Ökologischer Landbau|ökologischen Landbau]] verwendbar. Er enthält weniger Stickstoffverbindungen als der Kot eiweißreicher ernährter Tiere, daher ist die [[Nitrat]]-Belastung der Umwelt und die schädliche [[Nitrit]]-Bildung u.&amp;amp;nbsp;a. in nicht frischem [[Blattgemüse]] oder im menschlichen Darm weniger gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen baumarmen Ebenen, wie in der [[Mongolei]], hatten bzw. haben Pferdeäpfel eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung, da sie getrocknet als [[Brennstoff|Heizmaterial]] Verwendung finden, und für ihre raucharme Verbrennung geschätzt werden. Zuchtchampignons werden in kontrollierten Kulturräumen auf fermentiertem Pferdemist kultiviert. Pferdeäpfel können auch zur Biogaserzeugung genutzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.energiezukunft.eu/biomasse/biogas/biogas-aus-pferdeaepfeln-gn103163/ |wayback=20170118125219 |text=&amp;#039;&amp;#039;Biogas aus Pferdeäpfeln&amp;#039;&amp;#039; }} auf energiezukunft.eu, abgerufen am 18. Januar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pferdemist wird auch als [[Füllstoff|Zuschlagstoff]] zu [[Lehmbau|Baulehm]] verwendet, ist aber Kuhmist deutlich unterlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Heilanwendungen werden Pferdeäpfel wegen ihres hohen Gehalts an [[Terpen]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Das Verdauungssystem von Pferden ist störanfällig, weshalb Pferdebesitzer die Äpfel ihrer Pferde auf Auffälligkeiten hin überprüfen. Ist die Konsistenz zu flüssig, liegt eine Störung im [[Dickdarm]] vor. Zu harte Äpfel können ein Indiz für eine [[Kolik beim Pferd|Kolik]] sein. Insbesondere bei Pferden, die im Freien gehalten werden, müssen frische Äpfel regelmäßig auf „Härte“, Aussehen und [[Parasit]]en hin geprüft werden. Pferde äppeln meist auf eine bestimmte Stelle ihrer Weide ([[Geilstelle]]), dies erleichtert die Kontrolle ihrer Gesundheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pferdewindel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:13-05-24-wien-RalfR-111.jpg|miniatur|rechts|Fiaker in Wien mit montierten „Pferdewindeln“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pferdeäpfel können im Straßenverkehr zu Gefährdungen führen und Straßen und Plätze verschmutzen. In [[Wien]] und anderen Städten mit [[Kutsche|Droschkenbetrieb]] ([[Fiaker]]) werden den Pferden Beutel untergehängt, die den Kot auffangen sollen. Diese werden offiziell „Exkremententaschen“ genannt, im Volksmund jedoch „Pferdewindeln“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Es existiert ein französischer Käse, der [[Crottin de Chavignol]]. Crottin leitet sich vom französischen Ausdruck für Pferdeapfel (&amp;#039;&amp;#039;crottin de cheval&amp;#039;&amp;#039;) her und bezieht sich auf das Aussehen des reifen Käses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=Bernard Nantet, Patrick Rance, Françoise Botkine, Ninette Lyon, Jean Claude Ribaut, Loisue Brody (Design), Jean-Pierre Dieterlein (Fotos), Beate Felten (Übers.) und Birgit Lamerz-Beckschäfer (Übers.)&lt;br /&gt;
| Titel=Alles Käse! Die besten Sorten der Welt&lt;br /&gt;
| Auflage=1&lt;br /&gt;
| Verlag=Dumont&lt;br /&gt;
| Ort=Köln&lt;br /&gt;
| Datum=1998&lt;br /&gt;
| ISBN=978-3-7701-4609-3&lt;br /&gt;
| Seiten=158&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Horse feces|Pferdeapfel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pferdehaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogener Festbrennstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exkrement]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Minoo</name></author>
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