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	<title>Pfefferspray - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T07:29:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pfefferspray&amp;diff=80751&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Anpassung der Links auf derwesten.de</title>
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		<updated>2025-05-01T11:17:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Anpassung der Links auf derwesten.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Reizstoffsprühgerät.jpg|mini|hochkant|Aufbau und Funktionsweise einer Pfefferspraydose]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pepper spray Demonstration.jpg|mini|Demonstration des Einsatzes von Pfefferspray bei einem Sicherheitstraining]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MK6-Inert.jpg|mini|hochkant|[[Inert]]-Spray]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pfefferspray&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein in Sprühdosen unter Druck vorliegender, kontrolliert austreibbarer [[Reizstoff]] mit dem aus [[Paprika|Chili]]-Schoten gewonnenen Wirkstoff [[Capsaicin]]. Es wird meist zur Selbstverteidigung gegen Haushunde, Wildtiere oder Menschen ([[Notstand]] bzw. [[Notwehr]]) als Abwehrmittel bzw. [[Distanzwaffe]] eingesetzt. In einigen Ländern einschließlich der USA wird es auch zur Abwehr von [[Bären]] benutzt (s. Anwendung gegen Haus- und Wildtiere).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die rechtliche Einstufung als Waffe und damit Prüfung und Bestimmungen nach dem [[Waffengesetz (Deutschland)|Waffengesetz]] (etwa Reichweitenbegrenzung auf 2 m) in Deutschland zu umgehen, ist auf vielen Abwehrsprays der Hinweis „Nur zur Tierabwehr“ (oder vergleichbar) aufgedruckt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Aufgabenbereiche/Waffen/Feststellungsbescheide/SonstigeWaffe/081107FbZ50RSGReizstoffspruehgeraet.html Feststellungsbescheid des Bundeskriminalamtes vom 7. November 2008, Az. SO11-5164.01-Z-50.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein bewusstes Mitführen zur Anwendung gegenüber Menschen und der entsprechende Einsatz ist daher verboten. Der Einsatz gegenüber Menschen kann jedoch ggf. als [[Notwehr (Deutschland)|Notwehr]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;handlung gerechtfertigt sein. Ob der an sich verbotene Einsatz im Rahmen der Notwehr zulässig war, entscheidet letztlich ein Gericht im Einzelfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz durch [[Vollzugskraft|Vollzugskräfte]] wie [[Polizei (Deutschland)|Polizei]] und [[Feldjäger]] erfolgt durch Ausnahmegenehmigung der zuständigen Ministerien. Der Einsatz durch die [[Auslandseinsätze der Bundeswehr|Bundeswehr im Auslandseinsatz]] auch für [[Feldjägertruppe (Bundeswehr)|Feldjäger]] ist nach dem [[Genfer Protokoll]] „gegenüber Angehörigen gegnerischer Streitkräfte“ verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge des gesunkenen Sicherheitsgefühls von Teilen der Bevölkerung hat sich die Nachfrage nach Pfefferspray in Deutschland 2015 und 2016 erheblich erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Absatz-von-Pfeffersprays-ist-stark-gestiegen-_arid,10374693.html Absatz von Pfeffersprays ist stark gestiegen], schwaebische.de vom 14. Januar 2016, abgerufen am 21. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160921054701/http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Absatz-von-Pfefferspray-verdoppelt-Polizei-raet-von-Kauf-ab-artikel9360537.php Absatz von Pfefferspray verdoppelt: Polizei rät von Kauf ab], Bericht der Chemnitzer Tageszeitung [[Freie Presse]] vom 29. November 2015, abgerufen am 21. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Während Pfefferspray in der Vergangenheit nur in Fachgeschäften und im Onlinehandel vertrieben wurde, hat im Zuge der stark gewachsenen Nachfrage im Juni 2016 auch eine bundesweit vertretene Drogeriemarktkette Pfefferspray in ihr Dauer-Sortiment aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/pfefferspray-neben-zahnpasta-warum-eine-drogerie-auf-einmal-tierabwehrspray-verkauft/14436008.html Pfefferspray neben Zahnpasta Warum eine Drogerie auf einmal „Tierabwehrspray“ verkauft], Bericht der Berliner Tageszeitung [[Der Tagesspiegel]] vom 21. August 2016, abgerufen am 21. August 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung gegen Haus- und Wildtiere ==&lt;br /&gt;
Neben der Selbstverteidigung gegen Menschen und Haustiere und als Zwangsmittel bei Widerstand gegen Vollzugsbeamte wird der Reizstoff auch als Abwehrmittel gegen wilde Tiere, insbesondere Bären, eingesetzt. Die Notwehr, bei Tieren der [[Notstand]], rechtfertigt den Einsatz im juristischen Sinn. Anwendungsgebiete sind z.&amp;amp;nbsp;B. Nord-[[Kanada]], [[Alaska]], [[Sibirien]] und [[Kamtschatka]] sowie die USA. Üblich sind dort Inhaltsvolumen um 340 ml, um bei sich bewegenden Tieren einschließlich der zur Abwehr wirkungslosen Treffer außerhalb von Augen, Nase und Maul (Schleimhäute) dennoch ausreichende Wirkung zu erzielen. Auf [[Spitzbergen (Inselgruppe)|Spitzbergen]], das zu Norwegen gehört, ist der Reizstoff verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Ausführungen und Risiken ==&lt;br /&gt;
Das Funktionsprinzip eines [[Reizstoffsprühgerät]]es ist identisch mit dem einer Sprühdose. Die im Handel erhältlichen Sprays können den Wirkstoff flüssig, als [[Schaum]] oder als [[Gel]] freisetzen. Das Sprühbild kann einem [[Kegel (Geometrie)|konischen]] Nebel oder einem Strahl entsprechen. Die Reichweite beträgt bei handelsüblichen Geräten 1,5 bis 5&amp;amp;nbsp;m. Einige Hersteller bieten so genannte [[Inert]]-Sprays an. Diese Sprühgeräte enthalten eine harmlose Ersatzflüssigkeit ohne den Wirkstoff OC und ermöglichen so ein gefahrloses Einsatztraining.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfefferspraybehälter stehen unter Druck. Wie alle Sprühdosen müssen sie vor direkter Sonneneinstrahlung und Hitze über 50&amp;amp;nbsp;°C geschützt werden, ansonsten besteht [[Explosion]]sgefahr, in diesem Fall mit zusätzlicher massiver und unkontrollierter Freisetzung des Wirkstoffs (siehe Abschnitt[[#Der Wirkstoff und dessen Wirkungsweise]]). Auch leere Behälter sollen nicht geöffnet oder verbrannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pepper Spray Pistol2.JPG|mini|„Jet Protector JPX“ mit Laservisier, zweischüssig, Piexon Inc.]]&lt;br /&gt;
Neben kleineren Abschussgeräten, die in die hohle Hand passen, sind pistolenartig geformte, in der Schweiz produzierte, zwei- bis vierschüssige Geräte, auch mit hinzugefügtem [[Laservisier]] im Einsatz, die mit hoher Geschwindigkeit eine Reizstoffwolke abgeben, die in 4 bis 7 m Entfernung ihr Ziel erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://piexon.com/de/home/civilian &amp;#039;&amp;#039;Piexon.com&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 15. Juni 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch sie dürfen in Deutschland nur zur Tierabwehr oder zur Notwehr bzw. Nothilfe eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Aufgabenbereiche/Waffen/Feststellungsbescheide/SchussSpielzeugwaffen/111206FbZ174ErgaenzungJPXJateProtector.html],[https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Aufgabenbereiche/Waffen/Feststellungsbescheide/SchussSpielzeugwaffen/150126FbZ328_JPX4.html] Feststellungsbescheide des BKA, abgerufen am 15. Juni 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Übungspatronen mit [[Lebensmittelfarbe]] sind verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Wirkstoff und dessen Wirkungsweise ==&lt;br /&gt;
Der Wirkstoff [[Capsaicin]] wird aus dem Harzöl ([[Oleoresin]]) von Pflanzen der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Paprika|Capsicum]]&amp;#039;&amp;#039; (Chilis bzw. Paprika) gewonnen, weswegen als Wirkstoff auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Oleoresin Capsicum&amp;#039;&amp;#039; (OC) angegeben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anna Kröning |url=https://www.welt.de/vermischtes/article160743618/Wann-ist-Pfefferspray-erlaubt-und-wann-ist-es-verboten.html |titel=Wann ist Pfefferspray erlaubt – und wann ist es verboten? |werk=welt.de |hrsg= |datum=2016-12-31 |abruf=2017-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Pfeffer der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Pfeffer (Gattung)|Piper]]&amp;#039;&amp;#039; ist in einem Pfefferspray jedoch nicht enthalten, die irreführende Bezeichnung geht auf einen Übersetzungsfehler aus dem Englischen zurück, da auf Englisch „pepper“ sowohl „Pfeffer“ als auch „Paprika“ bedeuten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Freisetzung von Capsaicin treten folgende Wirkungen auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Augen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: heftiger brennender Schmerz und Schwellung der Schleimhäute bewirkt das sofortige Schließen der Augenlider für ungefähr fünf bis zehn Minuten.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Atmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Ein Einatmen des Pfeffersprays führt zu Husten und Atemnot, selten Ersticken.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die besprühten Stellen „brennen“ und zeigen für 15 bis 40 Minuten einen Juckreiz. Je nach Dosierung kann es aber noch 48 Stunden dauern, bis die Wirkung nachlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese Wirkungen treten sofort oder innerhalb weniger Sekunden ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeiner Wirkmechanismus ===&lt;br /&gt;
Der physiologische Wirkmechanismus von [[Capsaicin]] beruht auf der Ausschüttung des Nervenübertragungsstoffs ([[Neurotransmitter]]s) &amp;#039;&amp;#039;[[Substanz P]]&amp;#039;&amp;#039; in den freien Endigungen ([[Nozizeptor]]en) [[Peripheres Nervensystem|peripherer Nerven]]. Zusätzlich wird in Haut und Schleimhaut eine Entzündungsreaktion ausgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei längerfristiger Anwendung von Capsaicin kommt es zu einem Wirkverlust, da die Ausschüttung der Substanz P nachlässt, was eine geringere Schmerzempfindlichkeit zur Folge hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Risikopersonen und Todesfälle ===&lt;br /&gt;
Bei gebrechlichen Personen, wie Asthmatikern und Menschen unter Drogeneinfluss, besteht die Gefahr von Todesfällen. Allein in Kalifornien wurden 26 Tote zwischen Januar 1994 und Juni 1995 dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ncjrs.gov/App/publications/abstract.aspx?ID=155396 ACLU, Oleoresin Capsicum, – Pepper Spray Update, More Fatalities, More Questions, Juni 1995, S. 2.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ACLU_1995&amp;quot;&amp;gt;„Pepper spray’s lethal legacy“ in &amp;#039;&amp;#039;The Ottawa Citizen&amp;#039;&amp;#039;. 22. Oktober 1998, S. A1&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiteren Forschungen zufolge erhöht der Wirkstoff Capsaicin die Sterblichkeitsrate von Menschen unter Einfluss von Kokain um ein Vielfaches, siehe den entsprechenden Abschnitt im Artikel [[Capsaicin#Mögliche Wechselwirkungen zwischen Capsaicin und Drogen|Capsaicin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Augen ===&lt;br /&gt;
Am Auge führt Capsaicin zu einem heftigen brennenden Schmerz sowie zu einem krampfartigen Schluss der Augenlider. Daneben kommt es zu einer Rötung und Schwellung der [[Bindehaut]] und zu heftigem Tränenfluss. Vereinzelt sind Schädigungen des [[Hornhaut]]epithels beschrieben, diese heilen jedoch folgenlos ab. Träger von Kontaktlinsen können vermehrte Reaktionen zeigen, weil sich zwischen der Kontaktlinse und der Hornhaut ein Wirkstoffdepot entwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Längeres Einwirken von Capsaicin führt zu einer herabgesetzten Schmerzempfindlichkeit der Bindehaut des Auges, was zu einem selteneren [[Lidschlag]] führen kann, was wiederum eine Austrocknung der Hornhaut zur Folge hat, die mit einer Trübung der Hornhaut einhergeht. Dadurch besteht die Gefahr, dass es zu einem zeitweiligen Sehverlust kommen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://cryptome.org/stoa-atpc.htm An Appraisal of Technologies of Political Control]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Atmung ===&lt;br /&gt;
Die Wirkung auf die [[Atemwege]] ist stark davon abhängig, in welchem Ausmaß der Wirkstoff in den Mund und die Atemwege gelangt; ein Hustenreiz tritt jedoch fast immer ein. Teilweise kann es bei [[Asthmatiker]]n zu einer Verkrampfung des [[Bronchialsystem]]s und zum [[Stimmritzenkrampf]] kommen. Insbesondere bei labiler Blutdrucklage oder vorbestehendem arteriellen [[Bluthochdruck]] können alle zuvor benannten Reaktionen zu massiven Kreislaufbeschwerden (siehe [[hypertensive Krise]]) führen. Die körperlichen Reaktionen sind dazu geeignet, getroffene Personen zusätzlich psychisch zu beeinflussen, so dass auch eine Verstärkung des aggressiven Verhaltens oder eine panikartige, furchtsame Reaktion folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haut ===&lt;br /&gt;
Eine [[Histamin]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ausschüttung führt zu einer Hautrötung und kann eine [[Urtikaria|Quaddelbildung]] und Schwellung auslösen, selten kommt es zu Blasenbildung. Die genannten Symptome klingen meist über einen Zeitraum bis 45 Minuten ab, eine Reinigung der betroffenen Körperstellen kann diese Zeit verkürzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Behandlungshinweise ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bush Inauguration11.jpg|mini|Ein Demonstrant spült seine Augen, nachdem er mit Pfefferspray in Kontakt gekommen ist.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Empfehlung der Hersteller sollten Betroffene den Reizstoff so schnell wie möglich für die Dauer von 10–15 Minuten mit kaltem Wasser abspülen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wdbund&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2010/pfefferspray.pdf | wayback=20110125055346 | text=„Pfefferspray“ – Wirkung und gesundheitliche Gefahren.}}&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags, Nr.&amp;amp;nbsp;83/10, 24. November 2010 (PDF; 64&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.deftec.de/fileadmin/user_upload/Bilder/Datenblaetter_deutsch/MK-3.pdf Sicherheitsdatenblatt MK-3 PFEFFERSPRAY 50ML.]&amp;#039;&amp;#039; Stand 5. November 2008 (PDF; 22&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung anderer Mittel ist [[Kontraindikation|kontraindiziert]]. Kaltes Wasser schließt die Poren und verhindert so die weitere Aufnahme des Reizstoffes. Reiben, Schrubben oder Kratzen sollte vermieden werden, da ansonsten die Substanzen intensiver in die Haut eindringen können. Gleiches gilt für die Verwendung von Cremes und Salben. Nach den ersten 10–20 Minuten lässt der Schmerz langsam nach. Alle Symptome sollten innerhalb einer Dreiviertelstunde abklingen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist umgehend ärztliche Behandlung notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kontakt mit den Augen sollten diese ebenfalls für 10–15 Minuten mit fließendem kalten Wasser ausgespült und sofort danach ein Facharzt besucht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wdbund&amp;quot; /&amp;gt; Auch eine [[Augendusche|Augenspülflasche]] kann verwendet werden. Kontaktlinsen sollten entfernt werden. Die Symptome sollten nach spätestens 45 Minuten abgeklungen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kontakt mit der Mundschleimhaut sollte diese umgehend mit kaltem Wasser ausgespült werden. Ein Verschlucken des Spülwassers ist zu verhindern. Sollte das Reizgas bis in den Rachen eingedrungen sein, ist die Atmung des Betroffenen zu überwachen und gegebenenfalls sofort der Rettungsdienst zu rufen, da es zu einem Zuschwellen der Atemwege kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung bei der Polizei ==&lt;br /&gt;
[[Datei:WTO protests in Seattle November 30 1999.jpg|mini|US-Polizeieinsatz mit Pfefferspray in Seattle 1999]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RSG-3.JPG|mini|hochkant=0.5|RSG-3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfefferspray ersetzt weltweit mittlerweile bei vielen Polizeibehörden das [[2-Chlorbenzyliden-malonsäuredinitril|CS-Gas]], da dieses in seiner Wirkung erheblich unzuverlässiger ist. Es wurde bei der deutschen Polizei Anfang 2000 als [[Führungs- und Einsatzmittel#Polizei|Einsatzmittel]] für Polizeivollzugsbeamte eingeführt, um [[Unmittelbarer Zwang|unmittelbaren Zwang]] auszuüben. Ziel war und ist es, damit ein milderes Zwangsmittel als den Schlagstock oder sogar gegenüber dem [[Schusswaffengebrauch]] zu schaffen, um dem [[Verhältnismäßigkeitsprinzip (Deutschland)|Grundsatz der Verhältnismäßigkeit]] bei der Auswahl des Zwangsmittels besser Rechnung tragen zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schering&amp;quot;&amp;gt;Björn Schering: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.karin-binder.de/fileadmin/mdb-seiten/mdb-binder/2010-pdf-dok/Gutachten_-_Einsatz_von_Pfefferspray.pdf |wayback=20130103022205 |text=Der Einsatz von Pfefferspray gegen Demonstranten durch Polizeikräfte. Gesundheitliche Auswirkungen und Grundsätze der Verhältnismäßigkeit (PDF 211 kB).}}&amp;#039;&amp;#039; Gutachten, Berlin 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei deutschen Polizeien wird Pfefferspray ausschließlich mittels &amp;#039;&amp;#039;[[Reizstoffsprühgerät]]en&amp;#039;&amp;#039; (RSG) verwendet. Der Anteil des Reizstoffes beträgt bei der deutschen Polizei 0,3&amp;amp;nbsp;[[Massenanteil|Gew.-%]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;schering&amp;quot; /&amp;gt; Die polizeilichen Ausführungen (RSG&amp;amp;nbsp;1, 2, 3 und 4) unterliegen der &amp;#039;&amp;#039;Technischen Richtlinie Reizstoff-Sprühgeräte&amp;#039;&amp;#039; (TR RSG) und sind nicht auf dem freien Markt erhältlich. Vergleichbare Modelle sind als zivile Ausführungen erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Capsaicingeschosse ===&lt;br /&gt;
Der Reizstoff kann auch mit speziellen Schusswaffen als Kapsel verschossen werden ([[Pepperball]]). Diese platzt bei einem Treffer auf eine Person auf und bedeckt sie mit dem pulverisierten Reizstoff. In Deutschland wurden solche Waffen erstmals im Februar 2010 per Verwaltungsbeschluss für die sächsische Polizei zugelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/BILD/regional/dresden/aktuell/2010/02/10/puenktlich-zur-neonazi-demonstration-13-februar/sek-setzt-neue-waffen-aus-den-usa-ein.html SEK setzt neue Waffen aus den USA ein], Bild, Februar 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Polizeikräften in den USA wurde diese Waffe teilweise wieder abgeschafft, nachdem 2004 eine Passantin in [[Boston]] durch einen Schuss ins Auge getötet worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.reuters.com/newsArticle.jhtml?type=domesticNews&amp;amp;storyID=6649956 | wayback=20041112032629 | text=Seattle Suspends Pepper Gun Used in Boston Death}}, CNN, Oktober 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Situation ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Pfeffersprays sind in Deutschland rechtlich in zwei Kategorien einzuordnen:&lt;br /&gt;
*Zum einen solche, die gegen Menschen eingesetzt werden sollen und damit als [[Reizstoffsprühgerät]]e im Sinne des [[Waffengesetz (Deutschland)|Waffengesetzes]] gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Ziffer 1.2.2 zu §&amp;amp;nbsp;1 Absatz&amp;amp;nbsp;4 Waffengesetz&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Zum anderen solche, die zur Tierabwehr mitgeführt werden und auch entsprechend gekennzeichnet sind (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tierabwehrspray&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;). Bei Tierabwehrsprays handelt es sich nicht um Waffen im Sinne des Waffengesetzes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Aufgabenbereiche/Waffen/Feststellungsbescheide/SonstigeWaffe/081107FbZ50RSGReizstoffspruehgeraet.html |titel=Z-50, Reizstoffsprühgerät (RSG) / Tierabwehrgerät / Pfefferspray |werk=Bundeskriminalamt |datum=2008-11-07 |archiv-url= |abruf=2024-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie dürfen von jedermann und ohne Altersbeschränkung bei sich getragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Einsatz gegen Menschen mitgeführte Reizstoffsprühgeräte dagegen dürfen erst ab einem Alter von 14 Jahren besessen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__3.html §&amp;amp;nbsp;3 Umgang mit Waffen oder Munition durch Kinder und Jugendliche]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der enthaltene Reizstoff muss zudem als gesundheitlich unbedenklich zugelassen worden sein. Im Übrigen dürfen Reichweite und Sprühdauer von Reizstoffsprühgeräten bestimmte Grenzwerte nicht übersteigen. Zum Nachweis dieser Eigenschaften muss an diesen ein entsprechendes Prüfzeichen der [[Physikalisch-Technische Bundesanstalt|Physikalisch-Technischen Bundesanstalt]] angebracht sein. Tierabwehrsprays unterliegen keinerlei vergleichbaren Einschränkungen. Auch sie dürfen allerdings nicht bei Demonstrationen oder auf dem Weg dorthin mitgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Tierabwehrsprays ist zumeist der Wirkstoff &amp;#039;&amp;#039;Oleoresin Capsicum&amp;#039;&amp;#039; enthalten. Für Reizstoffsprühgeräte ist dieser nicht zugelassen. Das für eine Zulassung erforderliche Prüfungsverfahren würde Tierversuche voraussetzen, die nach dem geltenden [[Tierschutzgesetz (Deutschland)|Tierschutzgesetz]] nicht durchgeführt werden dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jurarat.de/ist-das-pfefferspray-deutschland-zulaessig |titel=Ist das Pfefferspray in Deutschland zulässig? |hrsg=JuraRat |datum=2014-11-03 |abruf=2018-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Wirkstoffe wie etwa [[2-Chlorbenzylidenmalonsäuredinitril]] (CS) oder [[Ω-Chloracetophenon|Omega-Chloracetophen]] (CN) wurden noch vor dem Inkrafttreten des verschärften Tierschutzgesetzes zugelassen. Der Besitz von Reizstoffsprühgeräten mit einem nicht zugelassenen Wirkstoff stellt einen Verstoß gegen das Waffengesetz dar.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfefferspray-2.jpg|mini|hochkant|Handelsübliche Pfeffersprays aus Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird Pfefferspray gegen einen Menschen eingesetzt, so erfüllt dies grundsätzlich den Tatbestand der [[gefährliche Körperverletzung|gefährlichen Körperverletzung]].&amp;lt;ref&amp;gt;§§&amp;amp;nbsp;223 Absatz&amp;amp;nbsp;1, 224 Absatz 1 Nummer 1 Alternative 2 &amp;#039;&amp;#039;und&amp;#039;&amp;#039; Nummer 2 Strafgesetzbuch&amp;lt;/ref&amp;gt; Deswegen wird auch zunächst ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Falls der Einsatz im Rahmen durch Notwehr gedeckt war, stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. Anderenfalls erhebt sie Anklage und ein Gericht entscheidet letztlich im Einzelfall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Behördliche Vollzugsbeamte wie Polizisten dürfen Pfefferspray auch für [[Unmittelbarer Zwang|unmittelbaren Zwang]] gegen Menschen führen. Der Einsatz von Pfefferspray durch die Polizei steht daher immer wieder in der öffentlichen Diskussion und wird insbesondere von Vertretern des [[Politische Linke|linken Spektrums]] kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Polizeieinsatz-in-Kritik/!5118148/ Grüne wollen keinen Pfeffer], die tageszeitung vom 21. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article108035787/Linke-kritisiert-Polizei-wegen-Einsatzes-von-Pfefferspray.html Linke kritisiert Polizei wegen Einsatzes von Pfefferspray], Hamburger Abendblatt vom 27. Juni 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frank Bußmann |url=https://www.waz.de/lokales/dortmund/article401799456/kritik-am-einsatz-von-pfefferspray-bei-dortmunder-anti-nazi-demo.html |titel=Kritik am Einsatz von Pfefferspray bei Dortmunder Anti-Nazi-Demo |werk=Westdeutsche Allgemeine Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2011-09-14 |abruf=2025-05-01 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.ndr.de/sport/fussball/bundesliga/hannover3555.html | wayback=20111028003932 | text=Viel Kritik nach Polizei-Einsatz im 96-Stadion}}, NDR vom 25. Oktober 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ka-news.de/fussball/ksc/ksc-news/Pfefferspray-gegen-KSC-Fans-Fanprojekt-kritisiert-Frankfurter-Polizei;art7581,765320 Pfefferspray gegen KSC-Fans: Fanprojekt kritisiert Frankfurter Polizei], ka-News vom 5. Dezember 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Pfeffersprays gelten als Waffen im Sinne von §&amp;amp;nbsp;1 des [[Waffengesetz 1996|Waffengesetzes]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;amp;Gesetzesnummer=10006016 Gesamte Rechtsvorschrift für Waffengesetz 1996], Fassung vom 24. April 2018, abgerufen am 24. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Besitz und das Führen von Pfefferspray ist Personen unter 18 Jahren, d.&amp;amp;nbsp;h. Kindern und Jugendlichen, verboten. Der Einsatz eines Pfeffersprays ist ausschließlich in einer Notwehrsituation erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oesterreich.gv.at/themen/dokumente_und_recht/waffenrecht/Seite.2450220.html Österr. Waffenrecht zum Pfefferspray], abgerufen am 11. Januar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Pfefferspray untersteht in der Schweiz der Chemikaliengesetzgebung.&amp;lt;ref&amp;gt;Chemikaliengesetz SR 813.11 – [http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20021519/index.html Bundesrecht], admin.ch&amp;lt;/ref&amp;gt; Pfeffersprays dürfen nur an Käufer über 18 Jahren gegen Identitätsnachweis abgegeben werden. Selbstbedienung ist nicht zulässig und die Kunden müssen über die sichere Aufbewahrung, Handhabung und Entsorgung informiert werden. Der Verkäufer muss über die „Sachkenntnis für die Abgabe besonders gefährlicher Chemikalien“ verfügen. Ein etwaiger Postversand muss eingeschrieben mit dem Vermerk „eigenhändig“ erfolgen. Die Produkte müssen mindestens als reizend (Piktogramm GHS07 „Ausrufezeichen“, H319/H335) eingestuft und gekennzeichnet sein. Auch die Vorschriften für [[Aerosolpackung]]en sind zu beachten. Sprays mit [[Treibhausgas|treibhausrelevanten Treibmitteln]] wie R134a ([[1,1,1,2-Tetrafluorethan]]) sind verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Abwehrsprays auf Basis ähnlicher Wirkstoffe, z.&amp;amp;nbsp;B. das chemisch eng verwandte [[Nonivamid|PAVA]], werden in der Schweiz analog Pfefferspray verkauft und unterliegen denselben Einschränkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprayprodukte mit den Reizstoffen [[Brombenzylcyanid|CA]], [[2-Chlorbenzylidenmalonsäuredinitril|CS]], [[ω-Chloracetophenon|CN]], [[Dibenzoxazepin|CR]] gelten dagegen als Waffen im Sinne des Waffengesetzes. Für den Erwerb dieser Waffen ist ein Waffenerwerbsschein wie auch eine Waffentragbewilligung notwendig.&amp;lt;ref&amp;gt;Waffenverordnung SR 514.541 – [http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20081148/index.html Bundesrecht], admin.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schweizer Armee führte 2009 für alle Armeeangehörigen das &amp;#039;&amp;#039;Reizstoffsprühgerät 2000&amp;#039;&amp;#039; (RSG-2000) ein. Dieses wird bei Bewachungsaufgaben eingesetzt. Die militärische Tragbewilligung wird nach Bestehen der Ausbildung erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dänemark und Norwegen ===&lt;br /&gt;
Erwerb, Besitz und Führen von Pfeffersprays ist in Norwegen&amp;lt;ref&amp;gt;§§ 13 ff. i.&amp;amp;nbsp;V.&amp;amp;nbsp;m. 1 lit. b und 3 lit. e-f Våpenloven&amp;lt;/ref&amp;gt; und Dänemark&amp;lt;ref&amp;gt;§ 1 Abs. 4 Våbenloven&amp;lt;/ref&amp;gt; verboten. Die Polizeibehörden benutzen Pfefferspraygeräte namens &amp;#039;&amp;#039;Sabre Defense MK-3&amp;#039;&amp;#039;, welche unter der Marke &amp;#039;&amp;#039;Nordic Defense&amp;#039;&amp;#039; nur an Behörden vertrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== International ===&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Pfefferspray als Kampfmittel ist in internationalen Konflikten durch das [[Biowaffenkonvention|Abkommen über biologische Waffen von 1972]] gegen Soldaten und Zivilisten in einem [[Krieg]] verboten, der Einsatz im Inneren jedoch gestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;Steve Wright: Pfefferspray „gefährdet die Gesundheit“, in: [[Bürgerrechte &amp;amp; Polizei/CILIP]] Nr.&amp;amp;nbsp;69, Heft 2 2001&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies hat daher Auswirkungen auf den Einsatz durch [[Militärpolizei]] bei zivilen Unruhen. Der Einsatz ist jedoch juristisch möglich, wenn dieses Mittel zur Aufrechterhaltung der militärischen Ordnung gegen Soldaten der eigenen Truppe oder nach zwischenstaatlichen Vereinbarungen gegen offensive Menschenmengen in einem Konfliktgebiet durch eine Militärpolizeieinheit eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Ländern sind die Einfuhr, das Mitführen und der Besitz verboten. Die aktuelle Rechtssituation insbesondere als Sicherungsmittel zur Bärenabwehr** ist bei den Botschaften vor einer Reisedurchführung aktuell abzufragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Land !! Status !! Besitz !! (Ver)kauf !! Führen/Tragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Niederlande || verbotene Waffe || verboten || verboten || verboten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Luxemburg || keine Waffe&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.mj.public.lu/services_citoyens/armes/Legislation_-_Armes_et_Munitions.pdf Législation – Armes et Munitions]&amp;#039;&amp;#039; Catégorie I. – Armes prohibées a) „les armes ou autres engins destinés à porter atteinte aux personnes au moyen de substances lacrymogènes, toxiques, asphyxiantes, inhibitives, ou de substances similaires[…]“&amp;lt;/ref&amp;gt; || verboten || verboten || verboten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Belgien || verbotene Waffe || verboten || verboten || verboten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frankreich || keine Waffe || erlaubt || erlaubt ab 18 J. || erlaubt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spanien || keine Waffe || erlaubt || erlaubt || erlaubt (max. 5 % Capsaicin)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Großbritannien&lt;br /&gt;
|verbotene Waffe&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.legislation.gov.uk/ukpga/1968/27 |titel=Firearms Act 1968 |datum=1986-05-30 |sprache=en |abruf=2022-08-30 |zitat=A person commits an offence if, without authority, he has in his possession, or purchases or acquires ..&lt;br /&gt;
(b) any weapon of whatever description designed or adapted for the discharge of any noxious liquid, gas or other thing;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|verboten&lt;br /&gt;
|verboten&lt;br /&gt;
|verboten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Österreich || Waffe || erlaubt || erlaubt ab 18 J. || erlaubt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schweiz || keine Waffe || erlaubt || erlaubt ab 18 J. || erlaubt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Italien || Waffe || erlaubt unter Voraussetzungen&amp;lt;ref&amp;gt;Für den Besitz und das Führen muss das Pfefferspray den Anforderungen des Dekretes vom 12. Mai 2011, n. 103 entsprechen: a) Maximaler Inhalt 20 ml b) Oleoresin capsicum Lösung &amp;lt;= 10% c) Keine entflammbaren Inhaltsstoffe d) Sicherung gegen versehentliches Abfeuern e) Maximale nutzbare Reichweite von 3 Metern&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gazzettaufficiale.it/atto/serie_generale/caricaDettaglioAtto/originario?atto.dataPubblicazioneGazzetta=2011-07-08&amp;amp;atto.codiceRedazionale=011G0142&amp;amp;elenco30giorni=false |titel=Gazzetta Ufficiale |werk=gazzettaufficiale.it |abruf=2016-05-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;|| erlaubt ab 18 J. || erlaubt unter Voraussetzungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Griechenland || verbotene Waffe || verboten || verboten || verboten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dänemark || verboten|| - || - || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Grönland** || ? || ? || ? || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Norwegen** || verbotene Waffe || verboten || verboten || verboten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Spitzbergen** || verboten || verboten || verboten || verboten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schweden** || Waffe&amp;lt;ref&amp;gt;Für Besitz und Führen ist eine Erlaubnis der Polizei erforderlich. Diese wird nicht an Ausländer erteilt.&amp;lt;/ref&amp;gt;||erlaubt mit Waffenbesitzerlaubnis|| - ||erlaubt mit Waffenbesitzerlaubnis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Finnland** || -|| verboten || - || nur mit polizeilicher Tragegenehmigung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Island || verboten || - || - || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| USA || je nach Bundesstaat || erlaubt || erlaubt || erlaubt, je nach Bundesstaat verboten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kanada || - || erlaubt || - || erlaubt, Verbot möglich für urbane Gebiete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lettland** || - || erlaubt || - || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Estland** || ? || ? || ? || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Litauen** || ? || ? || ? || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Polen** || erlaubt || erlaubt || erlaubt || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rumänien** || ? || ? || ? || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Slowakei** || - || erlaubt || - || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Russland** || - || erlaubt || - || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Portugal || Waffe&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.auswaertiges-amt.de/sid_2EC0210F4D5E6D77E11E738E3917D6A6/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/PortugalSicherheit.html?nn=359586#doc359548bodyText5 Reisehinweis Auswärtiges Amt]&amp;#039;&amp;#039; vom 2. Juli 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; || erlaubt mit Lizenz || - || erlaubt mit Lizenz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Indien || - || - || - || -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Argentinien || ? || ? || ? || ?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Chile || ? || ? || ? || ?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dirk Ostgathe: &amp;#039;&amp;#039;Waffenrecht kompakt&amp;#039;&amp;#039;. Richard Boorberg Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-415-03282-5.&lt;br /&gt;
* R. Kuckelkorn: &amp;#039;&amp;#039;Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verätzungen und Verbrennungen der Augen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; 97, Heft 3, 2000, S. A-104–A-109.&lt;br /&gt;
* R. W. Fuller: &amp;#039;&amp;#039;The human pharmacology of capsaicin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arch Int Pharmacodyn Ther.&amp;#039;&amp;#039; 303, 1990, S. 147–156. (englisch)&lt;br /&gt;
* R. W. Busker, H. P. M. van Helden: &amp;#039;&amp;#039;Toxicologic Evaluation of Pepper Spray as a Possible Weapon for the Dutch Police Force.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;AmJ Forensic Med Pathol.&amp;#039;&amp;#039; vol. 19, No.&amp;amp;nbsp;4, 1998, S. 309–316. EPA R.E.D. FACTS; EPA-738-F-92-016. (englisch)&lt;br /&gt;
* C. H. Steffee, P. E. Lantz, L. M. Flannagan, R. L. Thompson, D. R. Jason: &amp;#039;&amp;#039;Oleoresin Capsicum (Pepper) Spray and „In-custody-Deaths“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Am J Forensic Med Pathol.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 6, No.&amp;amp;nbsp;3, 1995, S. 185–192. (englisch)&lt;br /&gt;
* W. A. Watson, K. R. Stremel, E. J. Westdorp: &amp;#039;&amp;#039;Oleoresin Capsicum. (CAP-STUN) Toxicity from Aerosol Exposure.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Annals of Pharmacotherapy]].&amp;#039;&amp;#039; vol. 30, 1996, S. 733–735. (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pepper sprays|Pfeffersprays|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundestag.de/blob/191580/825a5997105f8aede09106fe71b92bce/pfefferspray-data.pdf Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages: „Pfefferspray“ – Wirkung und gesundheitliche Gefahren] (PDF; 64&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.pfa.nrw.de/PTI_Internet/pti-intern.dhpol.local/WG/Regelungen/RSG/TR-RSG_11-08.pdf Technische Richtlinie (TR) Reizstoff-Sprühgeräte (RSG), Stand November 2008] (PDF; 91&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Führungs- und Einsatzmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augenkampfstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nicht-tödliche Waffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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