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	<title>Pfeffern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T19:27:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pfeffern&amp;diff=281749&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der wahre Jakob: + Siehe auch</title>
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		<updated>2024-12-02T19:51:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Siehe auch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pfeffern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Brauch, der vor allem in [[römisch-katholische Kirche|katholischen]] Gegenden in der Zeit nach [[Weihnachten]] gepflegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ziehen Kinder mit [[Weiden (Botanik)|Weidenruten]] durch die Dörfer, um Erwachsenen oder Kindern spielerisch auf die Beine zu schlagen und dabei einen Spruch aufzusagen. Sie bekommen dafür von den aufgesuchten Familien Gebäck, Süßigkeiten oder auch Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitpunkte ==&lt;br /&gt;
Die Zeitpunkte und Verfahrensweisen unterscheiden sich:&lt;br /&gt;
; Buben&lt;br /&gt;
Die Buben ziehen am [[Tag der unschuldigen Kinder]] (28. Dezember), mit einer (an manchen Orten mit roten Schleifen geschmückten) Weidenrute durch das Dorf und haben die weiblichen Ortsbewohner im Visier. Ihr Spruch beim Pfeffern lautet:&lt;br /&gt;
: „&amp;#039;&amp;#039;Schmeckt der Pfeffer gut?&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
Das Pfeffern setzt sich so lange fort, bis das Opfer antwortet „&amp;#039;&amp;#039;Ja, es schmeckt gut, ja es schmeckt gut&amp;#039;&amp;#039;“ und eine kleine Gabe herausrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Mädchen&lt;br /&gt;
Die Mädchen dagegen gehen an [[Neujahr]] (1. Januar) Männern und Buben mit einer Rute aus Birkenreisern oder Fichtenzweigen &amp;#039;&amp;#039;an die Beine&amp;#039;&amp;#039;. Ihr Spruch lautet:&lt;br /&gt;
: „&amp;#039;&amp;#039;Schmeckt das Neujahr gut?&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
Das Pfeffern setzt sich auch hier so lange fort, bis der &amp;#039;&amp;#039;Gepfefferte&amp;#039;&amp;#039; erklärt, dass es gut schmeckt und ebenfalls eine kleine Gabe (meist Süßigkeiten, manchmal Geld) herausrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Brauch ist bereits aus dem [[18. Jahrhundert]] belegt. So berichtet etwa das [[Grosses vollständiges Universallexikon aller Wissenschaften und Künste|Zedler-Lexikon]], das Mitte des 18. Jahrhunderts herausgegeben wurde, vom Brauch des Pfefferns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Varianten ==&lt;br /&gt;
Folgende Sprüche sind in der [[Oberpfalz]] gebräuchlich:&lt;br /&gt;
* „&amp;#039;&amp;#039;Pfeffer, Pfeffer Stengel bist so schö’ wie a Engel. Bist so schö&amp;#039; wie Milch und Blut, wenn i di a&amp;#039;schau bin i dir gut.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
* „&amp;#039;&amp;#039;Pfeffer Pfeffer Strauß, tu’ nur glei’ a Mark’l raus.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
* „&amp;#039;&amp;#039;Is da Pfeffer guat und da Zohla a, wenn i wos grech&amp;#039; nimm&amp;#039; es a.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
* „&amp;#039;&amp;#039;Pfeffer, Pfeffer Krone, ich pfeffre nicht nur aus Lohne, ich pfeffre auch aus Höflichkeit, dir und mir zur Gesundheit.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
* „&amp;#039;&amp;#039;Pfeffer, Pfeffer Ofakrukn, wenn i kumm muast ummi ruckn, ruckst niad ummi glei’,schmeiß die von da Bettstubn ai.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den oberfränkischen Dörfern [[Effeltrich]] und [[Serlbach]] beispielsweise lautet der Spruch:&lt;br /&gt;
: „&amp;#039;&amp;#039;Schmeckt der Pfeffer gut, is a gsalzen oder gschmalzen?&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
Darauf muss die gepfefferte Person antworten:&lt;br /&gt;
: „&amp;#039;&amp;#039;Er is gsalzen und is gschmalzen.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im oberfränkischen [[Lichtenfels (Oberfranken)|Lichtenfels]] lautet der Spruch:&lt;br /&gt;
„&amp;#039;&amp;#039;Ich bin ein kleiner König, gebt mir nicht zu wenig, lasst mich nicht zu lange stehn, ich muss ein Häuschen weiter gehen&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
oder auch im oberfränkischen Michelau: &amp;quot;Pfeffer pfeffer König, gebt mir nicht zu wenig, lasst mich nicht zu lange stehn, ich muss ein Häuschen weitergehn&amp;quot;.&lt;br /&gt;
In Roth Lkr. Lichtenfels ist folgende Variante überliefert: &amp;quot;Ich pfeffer mein Herrn Nachber, wenn ich na pfeffer lacht er. Mei Nachber is a guter Mo, der gibt mer an gutn Pfefferloh.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine noch ältere Version lautet:&lt;br /&gt;
„&amp;#039;&amp;#039;Pfeffer, Pfeffer Gerten, komm ich hergetreten, mit meinem frischen Mut, schmeckt der Pfeffer gut?&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Dörfern Lahm/Hesselbach/Effelter der Gemeinde Wilhelmsthal in Neufang/Birnbaum (alles LKR Kronach) wird es an den Tagen Jungen/junge Männer am 28. Dezember und Mädchen/Frauen am 1. Januar ebenso gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt hier weitere Verse:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Drei Röselein, drei Röselein, die wachsen an ein&amp;#039;m Stengelein. Der Mann ist schön, die Frau ist schön, die Kinder sind wie Engelein.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Engel, Bengel Rosenbam, ich glab du bist ka Nocht deham; rennst des Döffla nauf a nieder, bis da findst dei Schätzla wiede.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Für Nicht-Franken: Engel, Bengel, Rosenbaum, ich glaub du bist keine Nacht daheim. Rennst das Dörlein rauf und runter, bis du findest dein Schätzchen wieder.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Engel, Dengel, Heuer, der Branderwein ist teuer, schneck&amp;#039; me noch a Gläsla ei, will ich mit zufrieden sei.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Pfeffern wird in der Gegend vorher mit einem geschmückten Gänseflügel über das Bein gestrichen mit dem Spruch: „&amp;#039;&amp;#039;Ich kehre ab die Sorgen vom alten Jahr.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Dörfern wurde dies als großes Ereignis gefeiert. Die Pfefferer bestanden aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die drei weißen Männer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“, ordentlich gekleidet in schwarzer Hose, weißem Hemd, geschmücktem Hut – diese übernahmen den Teil der Sprüche und anschließend folgte ein Tänzchen mit den Frauen/Mädchen des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war, wenn möglich, ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Musikant&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; dabei, wenn nicht zumindest ein Kassettenrekorder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Des Frala&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ – Ein als Frau in Tracht gekleideter Mann mit einem traditionellen Korb auf dem Rücken, in dem wurden die Gaben/materiellen Spenden gesammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Bär&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ – Ein komplett mit Stroh eingebundener Mann, der einen „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bärenführer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der schwarze Mann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ – Ein [[Schornsteinfeger|schlotfegerähnlich]] gekleideter Mann, der allen, die er zu fassen bekam, Ruß ins Gesicht schmierte. In den Häusern holte er sich oft Nachschub an Ruß in den dortigen Holzöfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend des 28. Dezember wurde von dem gesammelten Geld schließlich die gesamte Gemeinde in die Dorfwirtschaft eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schmackostern]]&lt;br /&gt;
* [[Stüpen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|27|676|1325|1325|Pfeffern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.brauchtum.de/fruehjahr/zwischen_den_jahren.html religioeses-brauchtum.de]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url= http://www.cocoa.de/news/2004_01/01/reportgoepfert.htm | wayback= 20070310193518 | text=&amp;#039;&amp;#039;Geschichte(n) rund um Coburg - Vom &amp;quot;Pfeffern und Neujahrswünschen&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039;}} auf: &amp;#039;&amp;#039;cocoa.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heischebrauch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neujahrsbrauchtum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der wahre Jakob</name></author>
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