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	<title>Pfahldorf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T05:45:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pfahldorf&amp;diff=1753657&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der X an alle Rahm am 20. Dezember 2025 um 10:22 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-20T10:22:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt einen Gemeindeteil in Bayern. Für ein Dorf aus Pfahlbauten siehe [[Pfahlbau]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfahldorf im Landkreis Eichstätt.jpg|mini|Pfahldorf, von der Jura-Hochstraße aus]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pfahldorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gemeindeteil des Marktes [[Kipfenberg]] und eine [[Gemarkung]] im [[Oberbayern|oberbayerischen]] [[Landkreis Eichstätt]]. Der Gemeindeteil hatte im Januar 2024 457 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kipfenberg.de/zahlen/ |titel=Kipfenberg in Zahlen |werk=Markt Kipfenberg |abruf=2024-05-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das [[Pfarrdorf]] liegt im [[Naturpark Altmühltal]] auf der [[Fränkische Alb|Jurahochfläche]] nordwestlich von Kipfenberg auf ca. 505 Meter [[Meereshöhe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrsanbindung ==&lt;br /&gt;
Von dem Dorf an der Jura-Hochstraße [[Eichstätt]]–[[Kinding]] führen Verbindungsstraßen nach Kipfenberg, [[Gungolding]] und über [[Hirnstetten]], [[Altdorf (Titting)|Altdorf]], [[Emsing]] nach [[Greding]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Südlich von Pfahldorf sind [[Hügelgrab|Hügelgräber]] aus der [[Bronzezeit]] nachgewiesen. Der Ortsname zeigt an, dass das Dorf am ehemaligen [[Römisches Reich|römischen]] Grenzwall „[[Obergermanisch-Raetischer Limes]]“ liegt, der bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. hinein Bestand hatte und sich nordwestlich von Pfahldorf noch als niedriger Wall mit den zwei Wachtürmen Wp. 14/72 und 73 beziehungsweise als Feldweg zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals ist Pfahldorf 820 erwähnt, als Siegfried, Abt von [[Engelbrechtsmünster]], Güter an das [[Kloster Sankt Emmeram]] in Regensburg verschenkt. 891 schenkte König [[Arnulf von Kärnten]] dem Eichstätter Bischof Besitz in Pfahldorf. In der Auseinandersetzung um die [[Schloss Hirschberg (Bayern)|„Hirschberger Erbschaft“]] wurde der Ort 1305 dem [[Hochstift Eichstätt]] zugesprochen, nachdem 1302 der Bischof bereits ein Gut in Pfahldorf dem letzten Hirschberger Grafen [[Grafen von Grögling-Hirschberg|Gebhard VII.]] abgekauft hatte. 1370 besaßen die Herren von [[Burg Brunneck|Brunneck]] im [[Anlauter]]tal hier Güter; im um 1747 angelegten [[Salbuch]] des bischöflichen Amtes Brunneck ist Pfahldorf verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Hexenverfolgung im Hochstift Eichstätt]] wurde mindestens eine Frau aus Pfahldorf als vermeintliche Hexe angeklagt und 1613 zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus neuerer Zeit ist die [[Flurbereinigung]] von 1968 zu erwähnen. Am 1. Januar 1972 kam die Gemeinde im Zuge der [[Gebietsreform in Bayern|Gebietsreform]] zum Markt Kipfenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3406096697|Seite=456}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einwohnerzahl beträgt 440 (7. März 2016).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Pfahldorf verfügt über zwei Gastronomiebetriebe, einen mit angeschlossenem Hotel, sowie mehrere Gewerbebetriebe. Im Ort gibt es einen [[Kindergarten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pfarrkirche St. Johannes Baptist ==&lt;br /&gt;
Das Dorf ist seit 1752 ein katholischer Pfarrort; 2007 zählte die [[Pfarrei]] 389 Katholiken. Nachrichten über den Vorgängerbau ([[Wehrkirche Pfahldorf]]) der heutigen Pfarrkirche in der Ortsmitte in etwas erhöhter Lage fehlen; von der [[Mittelalter|mittelalterlichen]] Anlage haben sich nur der Turm aus dem 14. Jahrhundert und die Friedhofsmauer erhalten. 1469 genehmigte der Eichstätter Bischof [[Wilhelm von Reichenau]] einen Frühmesser; damals gehörte Pfahldorf zur Pfarrei Gungolding. 1492 stiftete ein Steffan Schnitzer ein Armenseelenlicht an der Friedhofskapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts von einem Eichstätter Maurer repariert; die grün, gelb und graublau glasierten [[Daschen]] des [[Helm (Architektur)|Turmhelmes]] lieferte der [[Töpferei|Hafner]] Andreas Sander. 1760/61 entstand die heutige Kirche, indem unter Beibehaltung des Turmes das [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] neu aufgebaut wurde, und zwar von dem Kipfenberger [[Maurer]] Michael Haberl nach Plänen des Eichstätter [[Domkapitel]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;baumeisters [[Giovanni Domenico Barbieri]]. Dieser Neubau wurde im [[Barock|barocken]] Zeitgeschmack ausgestattet und 1792 [[Konsekration|konsekriert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Chor (Architektur)|Chor]] befindet sich im Ostturm und hat eine barocke Flachdecke. Das Langhaus ist ebenfalls flachgedeckt, die Fenster sind stichbogig. Chor und Langhaus haben dekorative Deckengemälde zum Leben und Wirken des Kirchenpatrons. Sie stellen unter anderem die Taufe Christi und die [[Enthauptung]] des [[Johannes der Täufer|Johannes des Täufers]] dar. Sie wurden laut Inschrift 1760 gemalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstelle des Altarbildes ist eine [[Gotik|spätgotische]] Figur des Kirchenpatrons aufgestellt, die aus dem [[Säkularisierung|säkularisierten]] [[Augustinerorden|Augustiner]]-Chorherrenkloster [[Kloster Rebdorf|Rebdorf]] stammt und als „vorzügliche Schöpfung um 1510“ (Felix Mader) gilt. Die zweisäuligen Seitenaltäre wurden 1761 errichtet. In den Seitenaltären befindet sich rechts eine Figur des Hl. Andreas, und links eine Maria mit dem Kind. Die [[Kanzel]] ist barock, um 1700, und weist einen [[Polygon|polygonen]] Korpus mit Ecksäulchen auf; die Bilder auf ihm sind jüngeren Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sakristei]] ist an die Südseite des Chores angebaut. Ein Torturm des im [[Mittelalter]] befestigten Kirchhofs, 1601/02 noch erwähnt, besteht nicht mehr. Eine spätgotische Johannes-Schüssel aus der Mitte des 15. Jahrhunderts mit farbigen Ranken des 17. Jahrhunderts, die Felix Mader (S. 255) zeigt, befindet sich nicht mehr in der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1832 wurde der Kirchturm teilweise abgetragen und neu aufgeführt, jedoch um acht Meter niedriger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pfarrkirche St. Johannes Baptist Phaldorf.jpg|Kirche St. Johannes Baptist&lt;br /&gt;
Pfarrkirche St. Johannes Baptist Phaldorf Altarraum mit Hochaltar.JPG|Altarraum der Kirche Johannes Baptist&lt;br /&gt;
Orgel der Kirche St. Johannes Baptist in Pfahldorf.JPG|Orgel der Kirche&lt;br /&gt;
Deckengemälde Kirche -St.Johannes Babtist Pfahldorf.JPG|Deckengemälde – Enthauptung von Johannes Baptist&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* In der Nähe von Pfahldorf steht als mächtiger [[Solitärpflanze|Solitär]] die „Birnhoftanne“, eine [[Weiß-Tanne]] (Abies alba).&lt;br /&gt;
* 1996 wurde nordwestlich von Pfahldorf ein 16–17 Millionen Jahre alter [[Stoßzahn]] der Elefantenart &amp;#039;&amp;#039;[[Deinotherium|Dinotherium]] bavaricum&amp;#039;&amp;#039; gefunden; im Raum Pfahldorf gibt es Kalkablagerungen von See[[Sedimente und Sedimentgesteine|sedimenten]] der älteren [[Molasse|Süßwassermolasse]].&lt;br /&gt;
* Durch den Ort führt der [[Deutscher Limes-Radweg|Deutsche Limes-Radweg]]. Er folgt dem [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Obergermanisch-Raetischen Limes]] über 818&amp;amp;nbsp;km von [[Bad Hönningen]] am [[Rhein]] nach [[Regensburg]] an der [[Donau]].&lt;br /&gt;
* Der [[Limeswanderweg (Naturpark Altmühltal)|Limeswanderweg]] streift den nördlichen Ortsrand von Pfahldorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereine ==&lt;br /&gt;
In Pfahldorf wirken folgende Vereine: Gartenbauverein, Krieger- und Militärverein, Mädchen- und Burschenverein, Schützenverein „Jurahöhe“ mit eigenem Schützenhaus und [[Freiwillige Feuerwehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Xaver Bovius]], Hersteller von Sonnenuhren, 1718–23 Frühmesser bzw. Pfarrkurat in Pfahldorf&lt;br /&gt;
* [[Michael Heiß]], 1818–1890, Erzbischof von [[Milwaukee]]/USA, geboren in Pfahldorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Baier und andere (Redaktion): &amp;#039;&amp;#039;Der Eichstätter Raum in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Eichstätt 1973: Stadt- und Kreissparkasse, S. 245–247 (mit Bibliographie)&lt;br /&gt;
* {{LexikonFranken |Band=4 |Sp=333 |SpBis=334}}&lt;br /&gt;
* Elmar Ettle: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift Schützenverein Jurahöhe Pfahldorf. 25jähriges Gründungsjubiläum.&amp;#039;&amp;#039; Pfahldorf 1979&lt;br /&gt;
* [[Felix Mader]] (Bearbeiter): &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler von Bayern. Mittelfranken. II. Bezirksamt Eichstätt&amp;#039;&amp;#039;, München 1928, Nachdruck 1982, S. 254–255, [http://books.google.com/books?id=5FttWoBc3j4C&amp;amp;pg=RA1-PA254&amp;amp;lpg=RA1-PA254&amp;amp;dq=Pfahldorf+Eichst%C3%A4tt&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=-EsAvp-P1M&amp;amp;sig=5mBytRFxv1S2iEHMZm9PlvYDfio&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=ekemSpWNII-k_Qb-3NS-CQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=6#v=onepage&amp;amp;q=Pfahldorf%20Eichst%C3%A4tt&amp;amp;f=false online]&lt;br /&gt;
* {{Stumpf Bayern 2. Teil 1853|SEITE = 737}}&lt;br /&gt;
* Karl Zecherle: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen und Klöster im Kreis Eichstätt&amp;#039;&amp;#039;. Eichstätt 1983: Landkreis, S. 50f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.jurahoehe-pfahldorf.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=section&amp;amp;layout=blog&amp;amp;id=8&amp;amp;Itemid=63 Umfangreiche Informationen zum Dorf und seiner Geschichte. (Chronik)]&lt;br /&gt;
* [http://www.glockenklaenge.de/orte/ei/pfahldorf.html Glockengeläute]&lt;br /&gt;
* {{BLO Ortsdatenbank|objekt=Pfahldorf|val=5507|zugriff=2021-01-30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Kipfenberg}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/57/35/N |EW=11/19/48/E |type=city |pop=431 |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4304145-0|VIAF=245785781}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Eichstätt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Kipfenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Eichstätt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 820]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemarkung im Landkreis Eichstätt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der X an alle Rahm</name></author>
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