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	<title>Pfändung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T08:28:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pf%C3%A4ndung&amp;diff=75401&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vladislav Khebnikov: Reverted 1 edit by DanielJamesArchive1 (talk) to last revision by Alnilam (TwinkleGlobal)</title>
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		<updated>2026-04-01T17:32:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Reverted 1 edit by &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/DanielJamesArchive1&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/DanielJamesArchive1&quot;&gt;DanielJamesArchive1&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:DanielJamesArchive1&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:DanielJamesArchive1 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;talk&lt;/a&gt;) to last revision by Alnilam (TwinkleGlobal)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pfändung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in Österreich auch &amp;#039;&amp;#039;[[Exekution (gerichtliche Pfändung)|Exekution]]&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist ein gesetzlich geregeltes Instrument der [[Zwangsvollstreckungsrecht (Deutschland)|Zwangsvollstreckung]]. Sie bezeichnet die [[Hoheitsakt|hoheitliche]] [[Beschlagnahme]] und [[Verwertung]] von [[Sache (Recht)|beweglichen Sachen]] des [[Schuldner]]s einer [[Forderung|Geldforderung]] zum Zwecke der [[Erfüllung (Recht)|Befriedigung]] des die Zwangsvollstreckung betreibenden [[Gläubiger]]s. Ebenfalls unter eine Pfändung fällt die Zwangsvollstreckung wegen einer Geldforderung in [[Gegenleistung|Geldforderungen]], die Zwangsvollstreckung wegen einer Geldforderung in [[Anspruch (Recht)|Ansprüche]] auf [[Übergabe (Sachenrecht)|Herausgabe]] oder [[Leistung (Recht)|Leistung]] körperlicher Sachen und die Zwangsvollstreckung wegen einer Geldforderung in [[Vermögen (Recht)|andere Vermögensrechte]]. Die Pfändung dient damit der Durchsetzung eines [[Recht]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einer Pfändung hat der [[Gerichtsvollzieher (Deutschland)|Gerichtsvollzieher]] den Schuldner zur  Begleichung seiner Schuld aufzufordern. Zudem sind bestehende [[Unpfändbarkeit|Pfändungsverbote]] zu beachten und die [[Grundrechte (Deutschland)|Grundrechte]] des Schuldners zu wahren, indem gewährleistet wird, dass diesem der gesetzlich vorgesehene Pfändungsfreibetrag für das [[Existenzminimum]] verbleibt, um ihm ein menschenwürdiges Leben zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
=== Voraussetzungen ===&lt;br /&gt;
Sofern der Schuldner eine [[Fälligkeit|fällige]] [[Forderung]] nicht begleicht, kann der Gläubiger [[gericht]]liche Hilfe zur zwangsweisen Durchsetzung seines Rechts in Anspruch nehmen. Voraussetzung für die [[Zwangsvollstreckungsrecht (Deutschland)|Zwangsvollstreckung]] ist ein [[Vollstreckungstitel (Deutschland)|vollstreckbarer Titel]] ({{§|704|zpo|juris}} ZPO) mit [[Vollstreckungsklausel]] ({{§|725|zpo|juris}} ZPO) und [[Zustellung (Deutschland)|Zustellung]] an den Schuldner. Den vollstreckbaren Titel ersetzt im [[öffentliches Recht|öffentlichen Recht]] die [[Vollstreckungsanordnung]]. Der Gerichtsvollzieher hat vor einer Pfändung darauf hinzuwirken, dass er den Schuldner zur freiwilligen Leistung auffordert ({{§|754|zpo|juris}} ZPO, § 105 Nr. 2 GVGA).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen des Schuldners ist ein ordnungsgemäßer [[Antragsrecht|Antrag]] beim örtlich wie funktionell zuständigen [[Gerichtsvollzieher]] ({{§|808|zpo|juris}} Abs. 1 ZPO, § 20 GVO). Verstöße gegen die funktionelle Zuständigkeit führen nach [[Herrschende Meinung|h. M.]] zur [[Unwirksamkeit|Nichtigkeit]] der Maßnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwangsvollstreckung wegen einer Geldforderung in Geldforderungen setzen gemäß {{§|829|zpo|juris}} ff. ZPO einen schriftlichen oder zu Protokoll der Geschäftsstelle eingereichten Antrag voraus, der die zu pfändende Forderung nach Gläubiger, Schuldner, Schuldgegenstand und Schuldgrund eindeutig bestimmt. Zumindest müssen die Kriterien gemäß den Grundsätzen der [[Auslegung (Recht)|Auslegbarkeit]] ({{§|133|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]) bestimmbar sein. Für [[Mahnverfahren|Vollstreckungsbescheide]], die selbst bereits einem vereinfachten Verfahren folgen, ist gemäß {{§|829a|zpo|juris}} ZPO ein vereinfachter Vollstreckungsantrag vorgesehen. Funktional zuständig ist in diesen Fällen (gemäß {{§|828|zpo|juris}} Abs. 1, {{§|764|zpo|juris}} Abs. 1, {{§|802|zpo|juris}} ZPO, § 20 Nr. 17 RPflG) das [[Amtsgericht]] als [[Vollstreckungsgericht]] ([[Rechtspflegergesetz (Deutschland)|Rechtspfleger]]). Zu beachten ist das [[Rechtsschutzbedürfnis]] des Gläubigers, das nicht gegeben ist, wenn die Forderung [[Abtretung (Deutschland)|abgetreten]] ist oder ein einfacherer und schnellerer Weg durch [[Aufrechnung (Deutschland)|Aufrechnung]] indiziert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleiches gilt für die Zwangsvollstreckungen wegen Geldforderungen in Ansprüche auf Herausgabe oder Leistung körperlicher Sachen ({{§|846|zpo|juris}} ff. ZPO) und in andere Vermögensrechte ({{§|857|zpo|juris}} ff. ZPO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfändungsarten ===&lt;br /&gt;
Die Pfändung unterscheidet nach der Art des Pfandobjektes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bewegliche Sache]]n werden im Wege der [[Sachpfändung]] durch den Gerichtsvollzieher in [[Besitz]] genommen (vgl. etwa § 74 Geschäftsanweisung für Gerichtsvollzieher GVGA NRW). Das gilt insbesondere für [[Geld]], [[Valoren|Wertsachen]] und [[Wertpapier]]e. Weniger mobile Sachen belässt er beim Schuldner ({{§|808|zpo|juris}} Abs. 2 ZPO) und macht sie durch Anbringen eines [[Pfandsiegel]]s kenntlich. Sachen, die sich nicht im [[Gewahrsam]] des Schuldners befinden, können vom Gerichtsvollzieher gepfändet werden, wenn der Gewahrsamsinhaber zur Herausgabe der Sachen bereit oder wenn der Gläubiger selbst Gewahrsamsinhaber ist (vgl. etwa § 70 Abs. 2 GVGA NRW). Dabei muss der Gerichtsvollzieher grundsätzlich nicht prüfen, ob sich diese Sachen im [[Eigentum (Deutschland)|Eigentum]] des Schuldners befinden (vgl. etwa § 71 Abs. 1 GVGA NRW), da allein auf das Gewahrsamsverhältnis und nicht auf die materielle Rechtslage abgestellt wird. Bei der [[Taschenpfändung]] wird der Schuldner insbesondere nach pfändbarem Geld körperlich durchsucht. Ausnahmsweise stehen dem Gerichtsvollzieher die [[Austauschpfändung (Deutschland)|Austauschpfändung]] und die [[Vorwegpfändung]] an sich unpfändbarer Sachen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Forderung]]en oder [[Recht]]e: Die Pfändung von Forderungen und anderen [[Vermögen (Recht)|Vermögensrechten]] geschieht in der Regel durch einen vom [[Vollstreckungsgericht]] erlassenen [[Pfändungs- und Überweisungsbeschluss]], im [[Öffentliches Recht|öffentlichen Recht]] mittels einer durch die [[Vollstreckungsbehörde]] erlassenen [[Pfändungsverfügung]]. Auch [[Domain (Internet)|Domains]] sind nach Ansicht des [[Bundesgerichtshof|BGH]] pfändbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.beckmannundnorda.de/bgh_domain_pfaendung.html BGH, Beschluss vom 5. Juli 2005, Az.: VII ZB 5/05]; allgemein hierzu: [http://www.jurpc.de/aufsatz/20060066.htm Aufsatz in JurPC]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pfändung beweglicher Sachen ====&lt;br /&gt;
Der konkrete Ablauf einer Pfändung von Sachen im Sinne der §{{§|90|bgb|juris}} ff. BGB ist allgemein in den §{{§|753|zpo|juris}} ff. ZPO sowie der von den Landesjustizverwaltungen erlassenen einheitlichen landesrechtlichen Gerichtsvollziehergeschäftsanweisung (GVGA) geregelt. Einschränkungen bestehen dann, wenn sie im Haftungsverband (§{{§|1120|bgb|juris}} ff. BGB) einer [[Hypothek (Deutschland)|Hypothek]] stehen ({{§|865|zpo|juris}} ZPO). Bei einer § 865 ZPO entgegenstehenden Pfändung ist diese nichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sachpfändung]] wird von einem Gerichtsvollzieher (im [[privatrecht]]lichen Interesse) und von einem [[Vollziehungsbeamter|Vollziehungsbeamten]] (im [[Öffentliches Recht|öffentlichen Rechtsinteresse]]) durchgeführt. Zu beachten ist der Pfändungsschutz, siehe Aufstellung in {{§|811|zpo|juris}} ZPO.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Ablauf und Wirkung der Pfändung&lt;br /&gt;
Sich im Gewahrsam des Schuldners befindliche Sachen erhalten ein Pfandsiegel, den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Kuckuck&amp;#039;&amp;#039;. Der Vollziehungsbeamte lotet den Wert des Gegenstandes gegen die durch eine Pfändung entstehenden Kosten aus, da auch diese vom Schuldner zu begleichen sind. Führt der Schuldner Bargeld mit sich, erfolgt die Taschenpfändung. Rechtlich bewirkt die Pfändung [[Verstrickung]] der gepfändeten Sache und die Entstehung eines [[Pfändungspfandrecht]]s. Die erweiterten Rechte machen den Gläubiger jetzt zum &amp;#039;&amp;#039;Pfändungspfandgläubiger&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Pfändung&amp;#039;&amp;#039; einer bereits gepfändeten Sache (nicht einer Forderung)&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Thomas/Putzo {{§|829|zpo|juris}} Rn. 2 ZPO.&amp;lt;/ref&amp;gt; für eine weitere Geldforderung, ist die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Anschlusspfändung&amp;#039;&amp;#039;. Dabei kommen der die Pfändung betreibende oder ein [[dritter]] Gläubiger in Betracht ({{§|826|zpo|juris}} ZPO). Bei mehreren Gläubigern kann nach {{§|827|zpo|juris}} ZPO jeder Gläubiger die Verwertung selbst betreiben, wobei der erste Pfändungspfandgläubiger grundsätzlich Befriedigungsvorrang hat. Die Zuständigkeit liegt beim Gerichtsvollzieher des ersten Zugriffs.&amp;lt;ref&amp;gt;Putzo in Thomas/Putzo § 827 Rn. 1, § 826 Rn. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Pfändung konkret abzulaufen hat, ist in Deutschland nur rudimentär geregelt. Da ein „Gerichtsvollziehergesetz“ bislang fehlt, ergeben sich Legitimation und Tätigkeit des Gerichtsvollziehers aus {{§|154|GVG|buzer}} GVG (Gerichtsverfassungsgesetz) und vor allem den {{§|753-763|ZPO|buzer|text=§§&amp;amp;nbsp;753&amp;amp;nbsp;ff.}} ZPO. Bundeseinheitlich gilt die von den Landesjustizverwaltungen erlassene einheitliche &amp;#039;&amp;#039;Gerichtsvollziehergeschäftsanweisung (GVGA)&amp;#039;&amp;#039;. Sie regelt die &amp;#039;&amp;#039;Art und Weise&amp;#039;&amp;#039; der Zwangsvollstreckung, ihre Beachtung ist Amtspflicht des Gerichtsvollziehers. Pflichtverletzungen, das sind in der Praxis insbesondere unterlassene Vollstreckungsmaßnahmen, [[Überpfändung]]en oder die Vollstreckung unpfändbarer Sachen, können zu Schadensersatzansprüchen des betroffenen Gläubigers oder Schuldners aus Amtshaftung gemäß {{§|839|BGB|buzer}} BGB führen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hartmut Glenk]]: &amp;#039;&amp;#039;Unverzichtbares Allerlei – Amt und Haftung des Gerichtsvollziehers.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Neue Juristische Wochenschrift|NJW]] 32/2014, S.&amp;amp;nbsp;2315–2319.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur wird zum Teil kritisiert, dass die Bestimmungen zur Sachpfändung ({{§|811,811a|ZPO|buzer|text=§§&amp;amp;nbsp;811, 811a}} ZPO) seit 1877 praktisch unverändert geblieben sind und nur von Fall zu Fall durch die Rechtsprechung angepasst bzw. ausgelegt werden. Damit bestehe in diesem gesamten Gebiet erhebliche Rechtsunsicherheit, von der zunehmend weite Bevölkerungskreise betroffen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Glenk: &amp;#039;&amp;#039;Antiquierte Unpfändbarkeitsregeln in der ZPO.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Rechtspolitik|ZRP]]&amp;#039;&amp;#039; 8/2013, S.&amp;amp;nbsp;232–236.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Verwertung&lt;br /&gt;
Gepfändete Sachen werden öffentlich versteigert ({{§|814|zpo|juris}} ZPO), entweder vor Ort oder als allgemein zugängliche Versteigerung im Internet über eine Versteigerungsplattform,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Ministerium der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen]] (Hrsg.): [https://www.justiz-auktion.de/ &amp;#039;&amp;#039;Justiz-Auktion Deutschland &amp;amp; Österreich.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 12. August 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.justiz-auktion.de/pdf/_allgemein/Allgemeine_Versteigerungsbedingungen.pdf?r=8577 &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Versteigerungsbedingungen der Justiz-Auktion&amp;#039;&amp;#039;] (Stand: Juni 2015).&amp;lt;/ref&amp;gt; gepfändetes Geld ist dem Gläubiger abzuliefern ({{§|815|zpo|juris}} Abs. 1, 3 ZPO) oder zu hinterlegen ({{§|815|zpo|juris}} Abs. 2 ZPO), gepfändete Wertpapiere sind, wenn sie einen Börsen- oder Marktpreis haben, von dem Gerichtsvollzieher aus freier Hand zum Tageskurs zu verkaufen ({{§|821|zpo|juris}} ZPO). Bei der Verwertung ungetrennter Früchte hat der Gerichtsvollzieher die Aberntung bewirken zu lassen ({{§|824|zpo|juris}} ZPO).&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/GVGA-103?hl=true&amp;amp;AspxAutoDetectCookieSupport=1 § 103 GVGA] Trennung der Früchte und Versteigerung (§ 824 ZPO).&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Antrag des Gläubigers oder des Schuldners kann der Gerichtsvollzieher eine gepfändete Sache auch in anderer Weise verwerten, etwa dem Gläubiger selbst oder einer von dem Gläubiger benannten Person zu Eigentum übertragen ({{§|825|zpo|juris}} Abs. 1 ZPO).&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Lohkamp: [http://richter.lohkamp.info/pages/zivilprozessordnung/zpo-8.-buch/zwangsvollstreckung/verwertung.php &amp;#039;&amp;#039;Verwertung des Pfandgutes. Kurzübersicht&amp;#039;&amp;#039;] 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/6-die-pfaendung-und-verwertung-koerperlicher-sachen-durc-a-moeglichkeiten-der-anderweitigen-verwertung_idesk_PI17574_HI8821332.html &amp;#039;&amp;#039;Die Pfändung und Verwertung körperlicher Sachen. Möglichkeiten der anderweitigen Verwertung&amp;#039;&amp;#039;] Haufe.de, abgerufen am 11. August 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf Muthorst: &amp;#039;&amp;#039;Verwertung der Pfandsache&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge des Zwangsvollstreckungsrechts.&amp;#039;&amp;#039; Nomos-Verlag, 2. Auflage 2016, S. 112–116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Versteigerung]] beginnt mit dem Mindestgebot. Aus dem Erlös der Versteigerung werden die Ansprüche der Gläubiger bis zur titulierten Höhe der Forderung befriedigt. Die Erlösverteilung erfolgt kraft Eigentum begründenden Hoheitsakts. Mehrere Gläubiger werden in der Reihenfolge des Rangs ihrer Pfändungspfandrechte befriedigt ({{§|804|zpo|juris}} Abs. 3 ZPO). Einen übrig bleibenden Überschuss erhält der Schuldner.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lecturio.de/magazin/ablauf-versteigerung-beweglicher-sachen/ &amp;#039;&amp;#039;ZPO: Der Ablauf der Versteigerung bei der Vollstreckung in bewegliche Sachen&amp;#039;&amp;#039;] lecturio.de, 16. Mai 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pfändung von Forderungen und anderen Vermögensrechten ====&lt;br /&gt;
Die Pfändung von Forderungen und anderen Vermögensrechten ist in §{{§|828|zpo|juris}} ff., {{§|846|zpo|juris}} ff. und {{§|857|zpo|juris}} ff. ZPO geregelt. Sie erfolgt im deutschen Privatrecht in der Regel durch einen vom [[Vollstreckungsgericht]] erlassenen [[Pfändungs- und Überweisungsbeschluss]], im öffentlichen Recht mittels einer durch die [[Vollstreckungsbehörde]] erlassenen [[Pfändungsverfügung]]. Auch [[Domain (Internet)|Domains]] sind nach Ansicht des [[Bundesgerichtshof|BGH]] pfändbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.beckmannundnorda.de/bgh_domain_pfaendung.html Beschluss vom 5. Juli 2005 – VII ZB 5/05]; allgemein hierzu: [http://www.jurpc.de/aufsatz/20060066.htm Aufsatz in JurPC]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter „andere Vermögensrechte“ fallen beispielhaft [[Miteigentum|Bruchteilsgemeinschaften]] an beweglichen Sachen oder Grundstücken ({{§|741|bgb|juris}} ff. BGB), der [[Nießbrauch]] an einem Grundstück, Miterbenanteile oder Geschäftsanteile an Personen(handels-)gesellschaften wie einer [[Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Deutschland)|GbR]], [[Offene Handelsgesellschaft|oHG]] oder [[Kommanditgesellschaft (Deutschland)|KG]], aber auch [[Anwartschaftsrecht]]e auf Eigentumserwerb an einer beweglichen Sache (hinsichtlich der Vollstreckung allerdings [[Anwartschaftsrecht#Pfändung|streitig]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Medicus (Rechtswissenschaftler)|Dieter Medicus]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliches Recht.&amp;#039;&amp;#039; 19. Auflage. Carl Heymanns Verlag, Köln 2002, ISBN 3-452-24982-4, § 20 II–V.&amp;lt;/ref&amp;gt;) bzw. [[Nutzungsrecht]]e des [[Leasing]]nehmers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfändungsfreigrenzen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Pfändungsfreigrenzen in EUR&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| von !! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| bis !! colspan=6|Unterhaltsberechtigte !! rowspan=2 | volle&amp;lt;br /&amp;gt;Pfändung&amp;lt;br /&amp;gt;ab&amp;lt;br /&amp;gt;Höchstbetrag&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! 0 !! 1 !! 2 !! 3 !! 4 !! ≥ 5&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;!-- Bitte Rundungen auf EUR vornehmen!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1. Januar 2002||30. Juni 2005 || {{0}}930 || 1280 || 1475 || 1670 || 1865 || 2060 || 2851&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Juli 2005||30. Juni 2011&amp;lt;ref name=&amp;quot;aktuelle&amp;quot;&amp;gt;Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2009 vom 15. Mai 2009 ({{BGBl|2009n I S. 1141a}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Grundfreibetrag in §&amp;amp;nbsp;32a Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) war zum Stichtag 1.&amp;amp;nbsp;Januar 2007 und 1.&amp;amp;nbsp;Januar 2009 identisch mit dem Freibetrag zum Stichtag 1.&amp;amp;nbsp;Januar 2005, so dass die Freigrenzen am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 2007 und 1.&amp;amp;nbsp;Juli 2007 nach {{§|850c|ZPO|dejure}} Abs.&amp;amp;nbsp;2a ZPO nicht gestiegen sind. Formal hätten die Beträge zum 1. Juli 2009 jedoch angepasst werden müssen, da am 6. März 2009 durch {{Art.|1|StabSiG|buzer}} Nr.&amp;amp;nbsp;1 G. v. 2. März 2009 ({{BGBl|2009n I S. 416}}) der Freibetrag in {{§|32a|EStG 05.03.2009|buzer}} EStG angehoben wurde. Diese Anhebung galt wegen {{§|52|EStG 05.03.2009|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 EStG in der Fassung dieses Gesetzes ab 1. Januar 2009. Die Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2009 wurde erst nach dieser Änderung im Mai 2009 bekannt gemacht.&amp;lt;/ref&amp;gt; || {{0}}990 || 1360 || 1570 || 1770 || 1980 || 2190 || 3020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Juli 2011||30. Juni 2013&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2011|buzer|text=Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2011}} v. 9. Mai 2011 ({{BGBl|2011n I S. 825}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1030 || 1420 || 1640 || 1850 || 2070 || 2280 || 3118&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Juli 2013|| 30. Juni 2015&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2013|buzer|text=Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2013}} v. 26. März 2013 ({{BGBl|2013n I S. 710}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1045 || 1438 || 1657 || 1876 || 2095|| 2314 || 3166&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Juli 2015|| 30. Juni 2017&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2015|buzer|text=Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2015}} v. 27. April 2015 ({{BGBl|2015n I S. 618}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.infodienst-schuldnerberatung.de/schuldnerberatung/rubriken/praxisthema/2013/anhebung-der-pfaendungsfreigrenzen-zum-01072013.html |wayback=20131005000156 |text=Infodienst-Schuldnerberatung – Anhebung der Pfändungsfreigrenzen zum 01.07.2013}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://npl.ly.gov.tw/pdf/8133.pdf Gesetz zum Abbau der kalten Progression] (PDF; 48&amp;amp;nbsp;kB), {{BT-Drs|17|11842}}, vom Bundestag am 17. Januar 2013 verabschiedet, Zustimmung des Bundesrats vom 1. Februar 2013, verkündet am 25. Februar 2013 ({{BGBl|2013n I S. 283}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1074 || 1480 || 1710 || 1930 || 2160 || 2380 || 3292&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Juli 2017|| 30. Juni 2019&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2017|buzer}} v. 28. März 2017 ({{BGBl|2017n I S. 750}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1140 || 1570 || 1800 || 2040 || 2280 || 2520 || 3476&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Juli 2019|| 30. Juni 2021&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2019|buzer}} v. 4. April 2019 ({{BGBl|2019n I S. 443}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 1180 || 1630 || 1870 || 2120 || 2370 || 2620 || 3613&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. Juli 2021&lt;br /&gt;
|30. Juni 2022&lt;br /&gt;
|1253&lt;br /&gt;
|1724&lt;br /&gt;
|1987&lt;br /&gt;
|2249&lt;br /&gt;
|2512&lt;br /&gt;
|2774&lt;br /&gt;
|3840&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. Juli 2022&lt;br /&gt;
|30. Juni 2023&lt;br /&gt;
|1330&amp;lt;ref&amp;gt; [https://www.bmj.de/DE/Themen/FinanzenUndAnlegerschutz/ZwangsvollstreckungPfaendungsschutz/Pfaendungsfreigrenzen.html BMJ: Zwangsvollstreckung/Pfaendungsschutz/Pfaendungsfreigrenzen Abruf-Datum = 2023-02-17]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. Juli 2023&lt;br /&gt;
|30. Juni 2024&lt;br /&gt;
|1409,99&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. Juli 2024&lt;br /&gt;
|30. Juni 2025&lt;br /&gt;
|1491,75&lt;br /&gt;
| 2060 || 2370 || 2680 || 3000 || 3310 || 4573,10&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. Juli 2025&lt;br /&gt;
|30. Juni 2026&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2025/110/VO.html Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen vom 11.04.2025, BGBl. 2025 I Nr. 110]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|1555&lt;br /&gt;
| 2150 || 2470 || 2800 || 3120 || 3450 || 4767&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Pfändungsfreier Anteil&amp;lt;br /&amp;gt;über dieser Grenze|| 30 % || 50 % || 60 % || 70 % || 80 % || 90 % || 0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfändungsfreigrenzen schützen in Deutschland das Existenzminimum von Schuldnern. Gemäß {{§|850c|zpo|juris}} ZPO wird festgelegt, welcher Teil des Arbeitseinkommens unpfändbar ist, um die grundlegenden Lebenshaltungskosten zu sichern und welchen einen Teil seines monatlichen Nettoeinkommens er behalten darf. Die Höhe der Pfändungsfreigrenzen ist nach der Anzahl der [[Unterhaltspflicht]]en des Schuldners (Arbeitnehmer) gestaffelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;aktuelle&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Einkommen unter der Freigrenze bleibt frei von Pfändung.&lt;br /&gt;
* Einkommen, das über der Freigrenze und unterhalb des Höchstbetrags liegt, bleibt zu den angegebenen Prozentsätzen unpfändbar.&lt;br /&gt;
* Einkommen über dem Höchstbetrag wird voll gepfändet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der pfändungsfreie Betrag kann auf Antrag des Schuldners erhöht werden, wenn er ansonsten den notwendigen Lebensunterhalt nicht sicherstellen kann ({{§|850f|zpo|juris}} ZPO), wie bei mehr als fünf unterhaltsberechtigten Personen, hohen Unterkunftskosten, Diätverpflegung (§&amp;amp;nbsp;850f ZPO).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/broschueren_fuer_warenkorb/DE/Pfaendungsfreigrenzen_fuer_Arbeitseinkommen_2011.pdf |wayback=20111027031017 |text=Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen 2011}} (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einkommen aus [[Überstunde]]n ist nur zu 50 Prozent, [[Urlaubsgeld]] ist überhaupt nicht pfändbar. Die Jahresgratifikation ([[Weihnachtsgeld]]) ist bis zur Hälfte des monatlichen Arbeitseinkommens, maximal aber bis 500 Euro, unpfändbar. Eine Reihe weiterer Einkunftsarten ist nicht oder nur unter besonderen Umständen pfändbar (wie Blindenzulagen, [[Schmerzensgeld]]renten ({{§|850a|zpo|juris}}, {{§|850b|zpo|juris}} ZPO)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berechnungsbeispiel (ohne Unterhaltszahlung, ohne o.&amp;amp;nbsp;g. Ausnahmen): Bei einem monatlichen Nettoeinkommen in Höhe von 2600 € beträgt der Pfändungsfreibetrag 1868,50 €. Pfändbar sind gemäß Tabelle 731,50 €.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vzhh.de/sites/default/files/medien/176/dokumente/Pfaendungstabelle-2025-vzhh.pdf Pfändungstabelle der Verbraucherzentrale Hamburg, gültig vom 01.07.2025 bis zum 30.06.2026], abgerufen am 26. Juni 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli jedes Jahres ändern sich die Pfändungsfreigrenzen entsprechend der prozentualen Änderung des [[Grundfreibetrag (Deutschland)|steuerlichen Grundfreibetrags]] nach {{§|32a|EStG|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;1 des [[Einkommensteuergesetz (Deutschland)|Einkommensteuergesetzes]] (EStG) in der am 1. Januar des jeweiligen Jahres geltenden Fassung.&amp;lt;ref&amp;gt;Erstmals am 1. Juli 2003 laut {{§|850c|ZPO|dejure}} Abs. 2a ZPO&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Pfändungstabelle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfändungsschutz ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Unpfändbarkeit}}&lt;br /&gt;
Für einen Pfändungsschutz bei [[Kontopfändung]]en nach {{§|829,833a|ZPO|buzer|text=§§&amp;amp;nbsp;829, 833a}} ZPO wird in Deutschland seit dem 1. Januar 2012 ein [[Pfändungsschutzkonto]] (kurz &amp;#039;&amp;#039;P-Konto&amp;#039;&amp;#039;) benötigt. Jede Bank in Deutschland ist deshalb (im Rahmen einer Übergangsregelung zur Vorbereitung des neuen Kontopfändungsschutzrechts ab dem 1. Januar 2012) seit dem 1. Juli 2010 gesetzlich verpflichtet, auf Wunsch eines Kunden (nur bei einer natürlichen Person) ein bereits bestehendes Konto in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln. Dadurch sind Kontosperrungen bis zu einem gesetzlich geregelten sog. Pfändungsschutzbetrag (und für einen bestimmten Zeitraum) nicht mehr möglich. Je Person ist nur ein P-Konto möglich. Pfändungsfreie Sozialleistungen und Unterhaltspflichten erhöhen dabei den Pfändungsfreibetrag nur dann, wenn der P-Kontoinhaber dies gegenüber seiner kontoführenden Bank unter Vorlagen von Nachweisen beantragt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsbehelfe ===&lt;br /&gt;
Gegen das Vorgehen des Gerichtsvollziehers bei der Pfändung kann der Schuldner mit der [[Vollstreckungserinnerung]] nach {{§|766|ZPO|dejure}} ZPO vorgehen. Möchte sich der Schuldner gegen den der Pfändung zugrundeliegenden [[Vollstreckungstitel|titulierten]] Anspruch wenden, kann er [[Vollstreckungsgegenklage]] gemäß {{§|767|ZPO|dejure}} ZPO erheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bei der Pfändung in das bewegliche Vermögen durch den Gerichtsvollzieher die Eigentumslage von ihm nicht geprüft wird, kommt es durchaus vor, dass etwas gepfändet wird, das dem Schuldner nicht gehört. Für solch einen Fall hat die deutsche Zivilprozessordnung [[Rechtsbehelf]]e vorgesehen, die dem tatsächlichen Eigentümer zu seinem Recht verhelfen. Aufgrund von {{§|771|ZPO|dejure}} ZPO – der sogenannten [[Drittwiderspruchsklage]] – kann der Eigentümer auf gerichtlichem Weg sein Recht einfordern. Voraussetzung dafür ist, dass die Zwangsvollstreckung schon begonnen hat – in der Regel mit Pfändung – und nicht beendet ist, sowie die Beeinträchtigung des Eigentums an einer Sache oder eines eigentumsähnlichen Rechts. Hat die Klage Erfolg, so spricht das Gericht in seinem Urteilstenor die Unzulässigkeit der Pfändung aus und stellt die Zwangsvollstreckung bezüglich des Gegenstandes ein. Inhaber eines Pfand- oder Verwertungsrechts vor Pfändung in der Zwangsvollstreckung können ihre Rechte ebenfalls im Wege der Klage geltend machen. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass Inhaber eines Pfand- oder Verwertungsrechts die Zwangsvollstreckung nicht verhindern sollen können. Vielmehr wird diesen im Wege der [[Klage auf vorzugsweise Befriedigung]] gemäß {{§|805|ZPO|dejure}} ZPO aus dem Erlös der Versteigerung ein privilegierter Rang im Verhältnis zu den übrigen Gläubigern eingeräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;[[Exekution (gerichtliche Pfändung)|Exekutionsverfahren]]&amp;#039;&amp;#039; ist als Vollstreckungsverfahren ein &amp;#039;&amp;#039;[[Zivilverfahrensrecht (Österreich)|Zivilverfahren]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
Im [[Schweiz]]er Recht wird eine Anwesenheitspflicht des Schuldners bei der Pfändung stipuliert (Art. 91 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Ziff.&amp;amp;nbsp;1 SchKG).&amp;lt;ref&amp;gt;Hunziker/Pellascio, S.&amp;amp;nbsp;107.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Gläubiger wird nach erfolgloser oder unzureichender Pfändung ein [[Verlustschein]] ausgestellt, mit dem er später seine Forderung geltend machen kann, sollte der Schuldner wieder zu Vermögen kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;zum Pfändungsverlustschein: Hunziker/Pellascio, S.&amp;amp;nbsp;154&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Distraint}}&lt;br /&gt;
* [http://www.admin.ch/ch/d/sr/c281_1.html Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs vom 11. April 1889 (SchKG; SR 281.1)] gültig für die Schweiz&lt;br /&gt;
* [http://www.sensalgo.com/drktb/dissneu/downloadindex/index-allg.php?download=Lohnpf%E4ndung.pdf Wer trägt die Kosten der Lohnpfändung? (PDF)]&lt;br /&gt;
* [http://www.bmj.de/DE/Recht/Rechtspflege/ZwangsvollstreckungZwangsversteigerung/_node.html BMJ-Referat &amp;#039;&amp;#039;Zwangsvollstreckung und Zwangsversteigerung&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/broschueren_fuer_warenkorb/DE/Pfaendungsfreigrenzen_fuer_Arbeitseinkommen_Juli_2013.html Pfändungsfreigrenzen für Arbeitseinkommen 2013] (Broschüre des BMJ mit aktueller Fassung als PDF-Datei, gültig ab 1. Juli 2013)&lt;br /&gt;
* [https://www.justiz.nrw.de/BS/formulare/zwangsvollstreckung_pfaendung/index.php Formulare zur Pfändung]&lt;br /&gt;
* [http://www.jurpc.de/aufsatz/20060066.htm Domainpfändung]&lt;br /&gt;
* [https://entgeltsguru.de/pfaendungstabelle-2023-2024-und-die-pfaendungsfreigrenzen/ Pfändungstabelle 2023/2024]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4045435-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pfandung}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zwangsvollstreckungsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilprozessrecht (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilprozessrecht (Schweiz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vladislav Khebnikov</name></author>
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