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	<title>Petschenegen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Petschenegen&amp;diff=35302&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J budissin: /* Spuren der Petschenegen heute */ Transkription</title>
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		<updated>2025-12-04T10:38:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Spuren der Petschenegen heute: &lt;/span&gt; Transkription&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Pecenek|Für den türkischen Fußballspieler siehe [[Arif Peçenek]].}}[[Datei:Khazarfall1.png|mini|hochkant=1.5|Osteuropa mit Siedlungsgebiet der Petschenegen um 1015]]Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petschenegen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Alttürkische Sprache|alttürkisch]] &amp;#039;&amp;#039;Beçenek&amp;#039;&amp;#039;, {{laS|&amp;#039;&amp;#039;Pacinacae&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bisseni&amp;#039;&amp;#039;}}, {{elS|Πετσενέγοι|Petsenegoi}}, {{ruS|Печенеги|Pečenegi}}, {{ukS-Cyrl|Печеніги|Pečenihy}}, {{huS|&amp;#039;&amp;#039;Besenyő&amp;#039;&amp;#039;}}) waren ein bedeutender [[Oghusen|oghusischer]] Stamm, der zu den [[Turkvölker]]n gehörte. Die Petschenegen stammen ursprünglich aus Zentralasien und waren Teil der Altaischen Sprachfamilie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://eeo.aau.at/eeo.aau.at/index060f.html?title=Petschenegen |titel=Petschenegen |werk=EEO Alpe Adria Universität Klagenfurt |sprache=de |abruf=16.02.2023}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mahmud al-Kāschgharī]] erwähnte sie unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Beçenek&amp;#039;&amp;#039; als einen der 24 oghusischen Stämme. Als [[Totem]]tier hatten sie einen [[Gerfalke]]n. Ihr Stammesname bedeutet im Alttürkischen „der, der gut arbeitet und sich anstrengt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach dem Niedergang des [[Göktürken|Göktürkischen Reichs]] zogen die Petschenegen aus [[Sibirien|Westsibirien]] in Richtung Westen. Dabei wurden sie 889 von anderen oghusischen Stämmen schließlich über die [[Wolga]] getrieben. 896 verbündeten sie sich mit dem bulgarischen Zaren [[Simeon I. (Bulgarien)|Simeon I.]] und schlugen die [[Magyaren]] in dem Gebiet [[Etelköz]], nördlich des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]], vernichtend. Nach der Niederlage zogen die Magyaren Richtung Westen, wo sie sich im oberen [[Theiß]]-Gebiet (heutiges [[Ungarn]]) niederließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warren Treadgold&amp;quot;&amp;gt;Warren Treadgold: &amp;#039;&amp;#039;A History of the Byzantine State and Society.&amp;#039;&amp;#039; Stanford University Press, 1997, ISBN 0-8047-2630-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Constantin Jireček&amp;quot;&amp;gt;Constantin Josef Jireček: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Bulgaren.&amp;#039;&amp;#039; Kapitel VIII: „Der Car Symeon“. Georg Olm Verlag, Hildesheim, New York, 1977; ISBN 3-487-06408-1. Original: Verlag von F. Tempsky, Prag, 1876.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petschenegen führten im 10. Jahrhundert lange Kämpfe mit der [[Kiewer Rus]] und den an der Wolga lebenden [[Chasaren]]. So belagerten sie 968 [[Kiew]] und töteten 972 den Kiewer [[Großfürst]]en [[Swjatoslaw I.|Swjatoslaw]], der von einem großen und erfolglosen Feldzug gegen [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] zurückgekehrt war. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht im 11. Jahrhundert beherrschten sie das Gebiet zwischen [[Talas (Fluss)|Talas]] und Donau. Im Jahre 1036 wurden sie von Swjatoslaws Enkel [[Jaroslaw der Weise|Jaroslaw dem Weisen]] schwer geschlagen, und unter dem Druck der [[Kiptschak (Volk)|Kiptschaken]] flüchteten sie anschließend über die [[Donau]], wo sie nun mehrfach [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] bedrohten und sich dabei auch gegenseitig [[Fehde|befehdeten]]. König [[Stephan I. (Ungarn)|Stephan I.]] besiegte sie 1003 und 1021, doch ab 1061 setzten sie sich in der [[Walachei (Region)|Walachei]] fest und fielen 1067/68 erneut in Ungarn ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pecenek.svg|mini|hochkant|Das Zeichen der Petschenegen]]&lt;br /&gt;
Nach arabischen Berichten traten erste Petschenegen ab 1009 zum Islam über;&amp;lt;ref&amp;gt;al-Bakri; in: Clifford Edmund Bosworth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Islam.&amp;#039;&amp;#039; Band 8. Brill, Leiden, 1995; ISBN 90-04-09834-8; S. 289a. Al-Masudi verlegt die Islamisierung sogar ins 10. Jahrhundert; in: Clifford Edmund Bosworth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Islam.&amp;#039;&amp;#039; Band 5. Brill, Leiden, 1986; ISBN 90-04-07819-3; S. 1010b.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1068 brach ein verlustreicher Bürgerkrieg zwischen der muslimischen Minderheit unter den Petschenegen und der andersgläubigen Mehrheit aus, in dem die Muslime siegten&amp;lt;ref&amp;gt;Al-Masudi; in: Clifford Edmund Bosworth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Islam.&amp;#039;&amp;#039; Band 5. Brill, Leiden, 1986; ISBN 90-04-07819-3; S. 1010b.&amp;lt;/ref&amp;gt; und danach im Bündnis mit den [[Seldschuken]] Konstantinopel angriffen. Nach der blutigen Niederlage 1091 in der [[Schlacht von Levounion]] zogen sich die Petschenegen hinter die Donau zurück. Byzanz ([[Alexios I. Komnenos]]) und die Kiptschaken unter Boniak und Tugorkhan hatten sich gegen sie verbündet. Trotzdem blieb es bis zur Schlacht unklar, ob die Kiptschaken nun mit oder gegen die Byzantiner kämpfen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Eberhard Mayer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Kreuzzüge.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart, 10. Auflage, 2005; ISBN 3-17-018679-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um in Zukunft sicher zu sein, richteten die [[Byzantinisches Reich|Byzantiner]] nach der Schlacht ein [[Massaker]] unter den gefangenen Petschenegen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Reste dienten eine Zeitlang den Byzantinern (Donaugrenze) und verschwanden in einer neuen Niederlage gegen Byzantiner und Kumanen bei [[Stara Sagora|Beroe]] (Berrhoia) 1122. Einige hatten sich den Magyaren unterworfen und wurden 1123 in Ungarn als Grenzwächter des ungarischen [[Gyepű]]systems angesiedelt, andere gingen im verwandten turkvölkischen Stamm der Kiptschaken und der oghusischen Bevölkerung [[Anatolien]]s auf. Dennoch hielt sich in der [[Walachei]] bis 1171 ein Restreich, ehe es von den Kiptschaken ([[Kumanen]]) erobert wurde.[[Datei:MadridSkylitzesFol173ra.jpg|mini|hochkant=1.5|Die Petschenegen gegen die „Skyth“ von [[Swjatoslaw I.]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit galten die christlich-ungarischen Petschenegen und Kumanen auch als Vorfahren der siebenbürgischen [[Szekler]], die bulgarischen Petschenegen und Kumanen wiederum als Vorfahren der [[Gagausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1766 werden noch Petschenegen in [[Pécs|Pecs]] und Umgebung neben der deutschen Bevölkerung erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://ungarninfo.de/allgemein/die-moschee-gazi-khassim-in-pecs.html |wayback=20230126230348 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2024-04-15 10:40:07 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Russland]] bezeichneten sich 2003 bei der letzten Volkszählung sieben Bürger als Petschenegen, was von den Behörden nicht ernst genommen wurde und im endgültigen Bericht keine Aufnahme fand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.aktuell.ru/russland/panorama/%E2%80%99berraschungen_bei_der_grossen_voelkerzaehlung_1006print.html |wayback=20111113151031 |text=&amp;#039;&amp;#039;Überraschungen bei der großen Völkerzählung&amp;#039;&amp;#039; Russland aktuell. Die Netzeitung von .RUFO, 15. November 2003 |format= |()= |original= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
Die Petschenegen waren ein nomadisches Volk, das ein auf Viehzucht ausgerichtetes Leben führte. Sie kannten keinen Ackerbau, wohl aber das Handwerk. Archäologische Funde zeigen, dass sie Eisen schmiedeten, zu Waffen, aber auch zu Schmuck. Auch Religion war ein Bestandteil ihres Lebens, vor allem verschiedene Formen schamanischer, [[Tengrismus|tengrischer]] Kulte mit animistischen und totemistischen Elementen. Organisiert waren sie in mehreren Klassen, wobei die Stammes- und Sippenhäuptlinge die oberste Klasse bildeten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spuren der Petschenegen heute ==&lt;br /&gt;
Ortsnamen in der [[Ukraine]], [[Türkei]], in Ungarn, [[Polen]], in der [[Slowakei]], in Russland, [[Rumänien]] und der [[Republik Moldau]] verweisen auf die Petschenegen: In der heutigen Ukraine gibt es acht Orte mit den Namen Petschenaja, Petschenegi, [[Petschenischyn]], Petscheneschskyj, Petschenki, Petschenja, Petschenjugi und Petschenyj, in der Türkei sieben Orte mit den Namen Peçene und Peçenek, in Ungarn sechs Orte mit den Namen Besenyőtanya, Besenyőtelek, Besenyőd, [[Besnyő]], Besnyőmajor und Szirmabesenyő, in Polen drei mit den Namen Pieczonogi und Pieczeniegi, in der Slowakei fünf Orte mit den Namen [[Bešeňov]], [[Bešeňová]], [[Pečeňady]], [[Pečeňany]] und [[Pečenice]], in Russland zwei Orte mit den Namen Petschenegi und Petscheniki, in Rumänien vier Orte mit den Namen Pecinişca, Pecineaga, Viișoara (Ein Dorf in Bistrița-Năsăud, das früher auf Rumänisch Beschineu und auf Deutsch Heidendorf hieß), Dudeștii Noi (dt. Neubeschenowa, ung. Újbesenyő) sowie in der Republik Moldau einen Ort mit dem Namen Peceştea. Möglicherweise, aber nicht gesichert, gibt es auch in [[Österreich]] (im bis 1921 zu Ungarn gehörenden [[Burgenland]]) mit [[Pöttsching]] einen Ort, der auf eine petschenegische Ansiedlung zurückgehen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hansgerd Göckenjan|H. Göckenjan]]: &amp;#039;&amp;#039;Pecenegen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 6, Sp. 1845f.&lt;br /&gt;
* Michael Weithmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Petschenegen. Ein zentralasiatisches Reitervolk im Nibelungenlied.&amp;#039;&amp;#039; Universität Passau {{URN|nbn:de:bvb:739-opus4-11450}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pechenegs|Petschenegen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Oghusische Stämme}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oghusischer Stamm]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J budissin</name></author>
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