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	<title>Petschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T04:00:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Petschaft&amp;diff=33150&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: /* Petschafte in der DDR */ Interpunktion, Grammatik; überflüssiges Adverb &quot;nun&quot; entfernt</title>
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		<updated>2025-07-07T12:28:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Petschafte in der DDR: &lt;/span&gt; Interpunktion, Grammatik; überflüssiges Adverb &amp;quot;nun&amp;quot; entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum Ausdruck in der Jägersprache siehe [[Petschaft (Jägersprache)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petschaft AvMB.jpg|mini|Petschaft in Form eines Uhus; rechts im Bild die gravierte Siegelfläche]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (das Petschaft, fälschlich auch feminin) ist ein kleiner [[Stempelsiegel|Stempel]] aus hartem Material, dessen spiegelverkehrt gravierte Stempelfläche in eine weiche, erhärtende Masse (Wachs, [[Siegellack]]) gedrückt wird. Mit ihm wird die Identität eines Absenders auf einem Brief oder die Zustimmung des Siegelführers zu einem Schriftstück beglaubigt. Auch die Unversehrtheit eines Gegenstandes (Brief, Tür), der nicht geöffnet werden darf, kann so nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Petschaft und Siegel ==&lt;br /&gt;
Vom [[Siegelstempel]] unterscheidet sich das Petschaft nicht prinzipiell, doch wurde und wird der Begriff vor allem für kleine, handliche Stempel und Siegelringe, die zum Verschließen von privaten Briefen mit Siegellack dienen, verwendet. Auch auf die so entstandenen Siegel wurde der Begriff früher häufig übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Krünitz: &amp;#039;&amp;#039;Oeconomische Encyclopädie&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 109, 1818, S. 336, Stichwort [https://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/p/kp03005.htm Petschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen ist die Bezeichnung „Petschaft“ für größere Siegelstempel, die etwa in Korporationen und Ämtern zur [[Beurkundung]] dienten, heute ungewöhnlich und eher irreführend, ganz falsch überdies für Papierpräge-, Gummi- und andere Farbsiegelstempel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material ==&lt;br /&gt;
Petschafte oder auch nur deren Stempelfläche bestehen entweder ganz aus Metall, nicht selten wurden und werden auch Halbedelsteine verwendet, deren gravierte Stempelfläche in einen Ring oder an einen Griff aus anderem Material eingelassen ist. Im 18. Jahrhundert wurden private Petschafte gern an der Uhrkette oder einer [[Chatelaine]] wie ein Schmuckstück getragen.&lt;br /&gt;
Hergestellt wurden solche Instrumente von [[Glyptik|Steinschneidern]], Goldschmieden oder spezialisierten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petschierern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; heute ist das Schneiden einer individuellen Stempelfläche die Aufgabe des [[Graveur]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Petschafte in der DDR ==&lt;br /&gt;
Naturgemäß finden Versiegelungsmethoden auch auf Gebieten mit starkem Geheimnisschutz Verwendung, etwa in der Spionageabwehr oder im militärischen Bereich, aber auch in Bereichen, die aus anderen Gründen als besonders schutzwürdig galten. Dabei wurde das Petschaft nicht nur beim Verschluss von Behältnissen oder Schränken angewandt, sondern auch von ganzen Diensträumen oder sogar Abteilungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine verbreitete Verwendung fand das Petschaft&amp;lt;ref&amp;gt;Vermutlich gewählt wegen der etymologischen Nähe zur entsprechenden russischen Terminologie.&amp;lt;/ref&amp;gt; z. Bsp. in der [[Nationale Volksarmee|Nationalen Volksarmee]] für die Versiegelung von Behältnissen. Zur sicheren Fixierung der mit dem Petschaft markierten Abdrücke diente ein fest an den Stahlschrank geschweißter kleiner Siegeltopf von 3 bis 4&amp;amp;nbsp;cm Durchmesser, in dem sich eine weiche [[Knetmasse|Masse]] befand. Auf der anderen Seite der Öffnungsspalte befand sich ein zweiter Metalltopf, in dem häufig eine Kette oder ein Faden fest verankert war. Die Kette bzw. der Faden wurde über die Öffnung bzw. den Öffnungsspalt hinweg in die Töpfe hineingedrückt und mit der Knetmasse abgedeckt. Anschließend wurde das Petschaft in die Knetmasse gedrückt, so dass sich ein Abbild abzeichnete. Auf diese Weise konnte ermittelt werden, wer das Behältnis zuletzt verschlossen hatte oder ob es zwischenzeitlich unbefugt geöffnet worden war. Ein NVA-Petschaft enthielt dazu im Siegelbild eine Kurzbezeichnung der Dienststelle und die einer bestimmten Person zugeordnete Registriernummer zur eindeutigen Identifizierung und Berechtigungsprüfung des Siegelnden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche Methode wurde auch an zahlreichen Stellen im zivilen Bereich angewandt, bspw. bei Personal- oder Entwicklungsabteilungen, Einrichtungen des Post- und Fernmeldewesens oder Archivräumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Petschaft&amp;#039;&amp;#039; selbst ist ein [[Lehnwort]] aus dem Slawischen. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;petschat&amp;#039;&amp;#039; taucht bereits im Mittelhochdeutschen auf. In der Folgezeit wandelte sich der Begriff in volksetymologischer Anlehnung an das deutsche Wortbildungs[[morphem]] &amp;#039;&amp;#039;-schaft&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Drosdowski]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Duden]], Band 7: Etymologie. [[Etymologisches Wörterbuch|Herkunftswörterbuch]] der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 1989, S. 522, ISBN 3-411-20907-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Frühe Belege aus dem süddeutschen Sprachraum könnten darauf hinweisen, dass es sich um eine Entlehnung aus dem Altslowenischen bzw. Alttschechischen &amp;#039;&amp;#039;pečat&amp;#039;&amp;#039; (mit der Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;Siegel&amp;#039;&amp;#039;) handeln könnte. Pfeiffer gibt an, dass der Begriff möglicherweise durch die Verwendung in der [[Prager Kanzlei]] verbreitet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=Petschaft |Abruf=2019-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In vielen slawischen Sprachen existieren zum Teil sehr ähnliche Wörter; beispielsweise {{skS|pečať}} (dt. &amp;#039;&amp;#039;Siegel&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;pečiatka&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Stempel&amp;#039;&amp;#039;) sowie {{ruS|печать}} (dt. Stempel). Auch im [[Ungarische Sprache|Ungarischen]] wurde die Bezeichnung aus den slawischen Sprachen entlehnt (&amp;#039;&amp;#039;pecsét&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   MEK II-389.jpg|Kästchen mit Siegellack in verschiedenen Farbgebungen und Petschaft, MEK&lt;br /&gt;
   MEK II-403.jpg|Briefbeschwerer und Petschaft, im Bestand des [[Museum Europäischer Kulturen|MEK]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4430670-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sphragistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stempelschneidekunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glyptik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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