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	<title>Petra Schelm - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T19:59:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Petra_Schelm&amp;diff=217185&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alfred Kiefer: /* Tod */ Grabbild versetzt</title>
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		<updated>2026-03-22T09:30:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tod: &lt;/span&gt; Grabbild versetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petra Schelm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. August]] [[1950]] in [[Hamburg]]; † [[15. Juli]] [[1971]] ebenda) war eine [[Deutschland|deutsche]] Terroristin und Mitglied der [[Linksextremismus|linksextremistischen]] [[Terroristische Vereinigung|terroristischen Vereinigung]] [[Rote Armee Fraktion]] (RAF). Sie wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet und war das erste RAF-Mitglied, das bei einem Polizeieinsatz zu Tode kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Petra Schelm hatte eine Ausbildung zur [[Friseur]]in absolviert, da sie den Wunsch hatte, später als [[Maskenbildner]]in zu arbeiten. Nach der [[Berufsausbildung|Lehre]] arbeitete sie einige Zeit in einem Kunstgewerbeladen. Anschließend bekam sie einen Job als Begleiterin eines amerikanischen Reiseunternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach lebte sie in [[West-Berlin]] in einer [[Kommune I|Kommune]] und engagierte sich in der [[Außerparlamentarische Opposition|Außerparlamentarischen Opposition]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Aust: &amp;#039;&amp;#039;Der Baader Meinhof Komplex.&amp;#039;&amp;#039; S. 188.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort lernte sie auch ihren Freund [[Manfred Grashof]] kennen. Sie soll mit [[Ulrike Meinhof]] und [[Horst Mahler]] im &amp;#039;&amp;#039;Arbeitskreis Mieten und Wohnen&amp;#039;&amp;#039; im Berliner [[Märkisches Viertel|Märkischen Viertel]], der sich der „Resozialisierung sozialer Randgruppen“ verschrieben hatte, aktiv gewesen sein. Das Ausmaß ihres Engagements in dem Arbeitskreis ist jedoch nicht geklärt. Eine damalige Mitarbeiterin erklärte dem &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;: „Eigentlich müsste ich sie kennen, aber ich kenne sie nicht.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=43144932 |Autor= |Titel=Kennwort Kora |Jahr=1971 |Nr=30 |Datum=1971-07-19 |Seiten=28f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1970 reiste sie über [[Ost-Berlin]] nach [[Jordanien]], wo sie zusammen mit anderen RAF-Mitgliedern in einem Lager eine militärische Ausbildung erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Aust: &amp;#039;&amp;#039;Der Baader Meinhof Komplex.&amp;#039;&amp;#039; S. 121ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund verschiedener Differenzen mit den Gastgebern, der palästinensischen [[Fatah]], wurde die Ausbildung vorzeitig abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Aust: &amp;#039;&amp;#039;Der Baader Meinhof Komplex.&amp;#039;&amp;#039; S. 125ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gruppe reiste im August 1970 nach Berlin zurück. Im Frühjahr 1971 erließ der [[Bundesgerichtshof]] einen Haftbefehl gegen Petra Schelm und nahm ihr Foto in ein Fahndungsblatt auf. Dies wurde mit dem Verdacht begründet, dass sich ihre Bekanntschaft mit Ulrike Meinhof und deren Umfeld zu einer Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung entwickelt haben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Petra Schelm starb, war der Kontakt zu ihren Eltern bereits seit längerer Zeit abgerissen. Sie hatte ihnen Manfred Grashof vorgestellt, der beim Vater um die Hand der Tochter anhielt. Als dieser die Zustimmung verweigerte, kam es zum Bruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Aust: &amp;#039;&amp;#039;Der Baader Meinhof Komplex.&amp;#039;&amp;#039; S. 188f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schelm Reineckestrasse.jpg|mini|Haus in der Reineckestraße in Hamburg, vor dem der tödliche Schuss fiel&amp;lt;br&amp;gt;{{Coordinate|NS=53.56686|EW=9.90371|region=DE-HH|type=landmark|text=DMS|name=Sterbeort von Petra Schelm, Hamburg, Reineckestraße}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer Großfahndung im gesamten norddeutschen Raum nach etwa fünfzig Mitgliedern der RAF durchbrach Schelm in Begleitung des RAF-Mitglieds [[Werner Hoppe (RAF-Mitglied)|Werner Hoppe]] am 15.&amp;amp;nbsp;Juli 1971 mit ihrem Wagen eine Straßensperre in der Hamburger [[Stresemannstraße (Hamburg)|Stresemannstraße]]. Nach einer Verfolgungsjagd wurde das Fahrzeug im Bahrenfelder Kirchenweg gestoppt. Hoppe und Schelm sprangen aus dem Fahrzeug, feuerten nach Darstellung der Polizei mehrmals auf die sie verfolgenden Polizisten und flüchteten zu Fuß über die Von-Sauer-Straße in die Reineckestraße. In den Gärten hinter der Straße trennten sich Hoppe und Schelm. Wieder auf der Reineckestraße, wurde Petra Schelm von einem der Polizisten entdeckt und angerufen. Bei dem folgenden Schusswechsel wurde sie von einer Kugel aus einer Maschinenpistole schräg unter dem linken Auge getroffen und tödlich verletzt. Nach Aussage des Schützen feuerte Schelm zuerst, ein in der Nähe stehender Schüler erklärte hingegen, der Polizist habe ohne Vorwarnung als Erster geschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Sontheimer |url=https://www.spiegel.de/geschichte/anfaenge-der-raf-a-947270.html |titel=Anfänge der RAF: Todesschüsse in der Seitenstraße |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2011-07-15 |abruf=2020-11-09 |kommentar=mit Fotostrecke}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Augenzeugenberichten lag Petra Schelm nach dem tödlichen Schuss noch mindestens zehn Minuten auf dem Pflaster, ohne dass Erste Hilfe geleistet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=43144932 |Autor= |Titel=Kennwort Kora |Jahr=1971 |Nr=30 |Datum=1971-07-19 |Seiten=28f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schütze beteiligte sich an der Verfolgung Werner Hoppes, der einige Minuten später im Sumpfgelände hinter der Autobahntrasse überwältigt und festgenommen wurde. Die Polizei glaubte zunächst, es handele sich bei der Toten um [[Ulrike Meinhof]]. Die [[Deutsche Presse-Agentur|DPA]] meldete irrtümlich um 16:16 Uhr den Tod Meinhofs, um 16:28 Uhr dementierte sie jedoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Petra Schelm Grab.jpg|mini|Grab von Petra Schelm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petra Schelm wurde auf dem Friedhof „[[In den Kisseln]]“ in Berlin beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit einer Reihe weiterer Fälle von Todesschüssen deutscher Polizisten löste der Tod Schelms 1971 eine öffentliche Diskussion über eine Intensivierung der Schießausbildung bundesdeutscher Polizeibeamter aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=43144021 |Autor= |Titel=Zitternde Hand |Jahr=1971 |Nr=34 |Datum=1971-08-16 |Seiten=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Auftakt der [[Mai-Offensive der Rote Armee Fraktion]] verübte am 11. Mai 1972 das „Kommando Petra Schelm“ einen Anschlag auf das Hauptquartier des [[V. US-Korps|V. Korps der US-amerikanischen Streitkräfte]] in [[Frankfurt am Main]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rote Armee Fraktion, Kommando Petra Schelm: &amp;#039;&amp;#039;Erklärung.&amp;#039;&amp;#039; (14. Mai 1972) In: [[Christiane Schneider]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Dokumente der Zeitgeschichte: Bundesrepublik Deutschland (BRD) – Rote Armee Fraktion (RAF).&amp;#039;&amp;#039; Verlagsgesellschaft Politische Berichte, Köln 1987, ISBN 3-926922-00-1, S. 27 ([https://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Stadtguerilla+RAF/RAF/brd+raf/007.html als HTML]), zit.&amp;amp;nbsp;n.: Martin Hoffmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rote Armee Fraktion. Texte und Materialien zur Geschichte der RAF.&amp;#039;&amp;#039; ID-Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-89408-065-5, S. 145 ([https://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Stadtguerilla+RAF/RAF/raf-texte+materialien.PDF als PDF, 1,46 MB]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Explosion von drei Bomben wurden der amerikanische Oberstleutnant [[Paul A. Bloomquist]] getötet sowie dreizehn weitere Personen verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde/Startseite/Arbeitsfelder/_Rote+Armee+Fraktion_+_RAF_ |titel=„Rote Armee Fraktion“ (RAF) |titelerg=Terrorismus |hrsg=Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg |werk=www.verfassungsschutz-bw.de |datum= |abruf=2026-02-17 |sprache=de |format= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140809194153/http://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde/Startseite/Arbeitsfelder/_Rote+Armee+Fraktion_+_RAF_ |archiv-datum=2014-08-09 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Rezeption ==&lt;br /&gt;
In dem Film &amp;#039;&amp;#039;[[Baader (Film)|Baader]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 2002 wird sie durch die Filmfigur Karin (gespielt von [[Jana Pallaske]]) verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Der Baader Meinhof Komplex]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 2008 wurde sie von [[Alexandra Maria Lara]] verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=43334628 |Titel=Meinhof/Baader: Löwe los |Jahr=1971 |Nr=9 |Datum=1971-02-22 |Seiten=26–34}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=43144932 |Autor= |Titel=Kennwort Kora |Jahr=1971 |Nr=30 |Datum=1971-07-19 |Seiten=28}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=43144933 |Autor= |Titel=Das letzte Gefecht |Jahr=1971 |Nr=30 |Seiten= |Kommentar=Kommentar von [[Gerhard Mauz]]}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=43144021 |Autor= |Titel=Zitternde Hand |Jahr=1971 |Nr=34 |Datum=1971-08-16 |Seiten=30}}&lt;br /&gt;
* [[Stefan Aust]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Baader-Meinhof-Komplex]].&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Campe Verlag, Hamburg 2008, ISBN 978-3-455-50029-5.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Hannover]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Republik vor Gericht 1954–1975. Erinnerungen eines unbequemen Rechtsanwalts&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-351-02480-0. Kapitel 25: „Mein erster ‚Terroristen-Prozeß‘. Der Fall Werner Hoppe (1972)“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Michael Sontheimer]] |url=https://www.spiegel.de/geschichte/anfaenge-der-raf-a-947270.html |titel=Anfänge der RAF: Todesschüsse in der Seitenstraße |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2011-07-15 |abruf=2020-11-09 |abruf-verborgen=1 |kommentar=mit Fotostrecke}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Jürgen Schröder |url=https://www.mao-projekt.de/BRD/NOR/HBG/Hamburg_Petra_Schelm.shtml |titel=Hamburg: Die Erschießung von Petra Schelm am 15. Juli 1971 |werk=mao-projekt.de |datum=2019-11-04 |abruf=2020-11-09 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Fotos und Darstellung von Reaktionen deutscher K-Gruppen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-03-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schelm, Petra}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Rote Armee Fraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer eines Polizeieinsatzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizei (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schelm, Petra&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Terroristin der Rote Armee Fraktion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. August 1950&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Juli 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alfred Kiefer</name></author>
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