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	<title>Petkum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Sport und Vereinsleben */ typografische anführungszeichen</title>
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		<updated>2025-09-29T17:27:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sport und Vereinsleben: &lt;/span&gt; typografische anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Petkum (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                = Petkum&lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Emden&lt;br /&gt;
| Ortswappen              = Ripperda.gif&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Inoffizielles Wappen von Petkum&lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 53/20/06/N&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 07/16/20/E&lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-NI&lt;br /&gt;
| Höhe                    = 1&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug              = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                  = &lt;br /&gt;
| Einwohner               = 1100&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = 2024-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;KECK&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kommunal-atlas.de/atlas/emden/ansicht/689f0ff79616110bf5391d5d |titel=Einwohner: Statistischer Bezirk Petkum |werk=Keck Atlas |hrsg=Stadt Emden |abruf=2025-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 1972-07-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 26725&lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 04921&lt;br /&gt;
| Lagekarte               = Emden-Petkum.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = Lage von Petkum im Emder Stadtgebiet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Flug Leer nach Emden 2010 274.JPG|mini|Luftbild von der Ems aus gesehen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petkum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Ostfriesisches Platt|plattdeutsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Petjem&amp;#039;&amp;#039;) ist der östlichste Stadtteil von [[Emden]] in [[Ostfriesland]]. Das zuvor zum [[Landkreis Leer]] gehörende Petkum wurde im Jahre 1972 nach Emden eingemeindet. Am 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 2023 waren 1100 Einwohner registriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KECK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort feierte 2006 sein 1200-jähriges Bestehen. Wie üblich in Ostfriesland, siedelten die ersten Bewohner auf [[Warft]]en. Da zu der Zeit bereits ein Wasserlauf in die [[Ems]] mündete, geht man davon aus, dass Petkum schon früh in den von Ostfriesland ausgehenden [[Seehandel]] eingebunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Petkum grenzt im Westen an [[Widdelswehr]] sowie im Norden an [[Uphusen (Emden)|Uphusen]]. Östlich von Petkum liegt die Gemeinde [[Moormerland]] im [[Landkreis Leer]], darin die Gemarkung [[Gandersum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petkum hat drei Nebenorte: Östlich des Ortskerns liegt die kleine Bauernsiedlung Petkumer Münte („Petkumer [[Mönche]]“), ein ehemaliges [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]] der [[Malteserorden|Johanniter]]-[[Kommende Muhde]]. Zwischen Petkumer Münte und dem Dorf [[Gandersum]] im Landkreis Leer liegt das [[Emssperrwerk]], allerdings bereits auf dem Gebiet des Landkreises. Nördlich des Orts befindet sich der Petkumer [[Hammrich]] mit mehreren Höfen. Am [[Fehntjer Tief]] liegt zudem der frühere Hof Petkumer Klappe, der seinen Namen von der dort befindlichen [[Klappbrücke]] über das [[Tief (Fließgewässer)|Tief]] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Petkumer Ortskern liegt in der [[Kleimarsch]], wohingegen ein schmaler Streifen Landes entlang des Emsdeichs, der erst im 20. Jahrhundert eingedeicht wurde, zur [[Kalkmarsch]] zählt. Im Deichvorland ist Rohmarsch zu finden. Nördlich des Ems-Seitenkanals und im Bereich Petkumer Münte findet sich [[Knickmarsch]], noch weiter im Norden der Petkumer Gemarkung abgelöst von [[Pseudogley]] unterlagert von Kleimarsch sowie von Niedermoor mit Rohmarschauflage.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Bodenübersichtskarte 1:50.000 des Niedersächsischen [[Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie|Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie]], [http://nibis.lbeg.de/cardomap3/?TH=GUEK500 &amp;#039;&amp;#039;Kartenserver&amp;#039;&amp;#039; - www.nibis.lbeg.de], abgerufen am 14. Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewässer ==&lt;br /&gt;
Petkum liegt unmittelbar an der [[Ems]] und verfügt über einen kleinen Hafen mit einer kleinen [[Marina (Hafen)|Marina]]. Von dort verkehrt täglich die [[Fähre Ditzum–Petkum]] in das [[Rheiderland|rheiderländische]] Dorf [[Ditzum]]. Nördlich des Ortskerns fließt zudem der 1894–1897 erbaute [[Ems-Seitenkanal]] entlang. Gekreuzt wird der in Ost-West-Richtung verlaufende Ems-Seitenkanal vom Petkumer [[Tief (Fließgewässer)|Sieltief]]. Das Sieltief bestand bereits um das Jahr 1600&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Janssen: &amp;#039;&amp;#039;Gewässerkunde Ostfrieslands&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN, S. 198.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde später begradigt. Es fließt zum Petkumer [[Siel]], das in den kleinen Hafen entwässert. Das alte Siel ist das größte Gewölbesiel an der ostfriesischen Küste und wurde in den Jahren 1857/58 erbaut. In den Jahren 1983–1987 wurde es durch ein neues, leistungsfähigeres ersetzt. Statt einer Durchflussbreite von 7,6 Metern ergibt sich seither eine von 12,4 Metern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ilek&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Petkum-Hafen.jpg|mini|Der Petkumer Fischereihafen, links der [[Schiffsanleger|Fähranleger]] mit der [[Fähre]] nach [[Ditzum]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Petkum Hafeneinfahrt.JPG|mini|Die Hafeneinfahrt von der Ems aus gesehen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter nördlich in der Petkumer Gemarkung und in etwa parallel zum Ems-Seitenkanal fließt das [[Fehntjer Tief]]. Es handelt sich auf diesem Abschnitt um eine im 17. Jahrhundert angelegte, künstliche Erweiterung der &amp;#039;&amp;#039;Flumm&amp;#039;&amp;#039;, eines natürlichen Flüsschens in der Gemeinde [[Großefehn]]. Nach Anlegung des [[Westgroßefehn]]s durch [[Moorkolonisierung in Ostfriesland#Fehnsiedlungen|Emder Bürger im Jahre 1633]] wurde die &amp;#039;&amp;#039;Flumm&amp;#039;&amp;#039;, die bis dahin in Richtung [[Oldersum]] floss, durch einen Kanal ergänzt, der sie direkt mit Emden verband. Von einer Stelle wenige Kilometer nördlich von Oldersum (beim Hof Monnikeborgum) wurde das Tief durch Ausheben künstlich in Richtung Westen, also Emden, verlängert. Dies geschah, um den Abtransport des Torfs aus den Fehnen nach Emden zu verbessern. Zwischen Petkum und Herrentor hieß das neu gegrabene Tief zunächst &amp;#039;&amp;#039;Sägemüllers Tief&amp;#039;&amp;#039; und zwischen Petkum und Oldersum &amp;#039;&amp;#039;Grove&amp;#039;&amp;#039; (von graben), später dann im Zuge einer Vereinheitlichung des Gewässernamens einfach Fehntjer Tief.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Janssen: &amp;#039;&amp;#039;Gewässerkunde Ostfrieslands&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1967, ohne ISBN, S. 207.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petkumer Gemarkung gehört, wie alle Emder Vororte östlich des Hafens an der Ems, dem Entwässerungsverband [[Oldersum]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.entwaesserungsverband-oldersum.de/Verbandsgebietskarte_150dpi.pdf |wayback=20160304024144 |text=&amp;#039;&amp;#039;Verbandsgebietskarte&amp;#039;&amp;#039; - www.entwaesserungsverband-oldersum.de }}, PDF-Datei, abgerufen am 29. November 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiete ==&lt;br /&gt;
In der Petkumer Gemarkung befinden sich die beiden einzigen [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiete]] der Stadt Emden. Zur Ems hin, welche über eine Muhde zu erreichen ist, dehnen sich [[Salzwiese]]n aus, welche einer Vielzahl von heimischen Wasservögeln Brutplätze sichern. Hier befindet sich das Naturschutzgebiet [[Petkumer Deichvorland]]. Es ist 200 Hektar groß, wovon 195 auf Emder Stadtgebiet entfallen, und steht seit 1994 unter Naturschutz. Das Deichvorland ist Teil des [[Richtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten|EU-Vogelschutzgebietes]] „Emsmarsch von Leer bis Emden“.&amp;lt;ref&amp;gt;([[Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]]): [http://www.nlwkn.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=8062&amp;amp;article_id=40369&amp;amp;_psmand=26 &amp;#039;&amp;#039;Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“&amp;#039;&amp;#039; - www.nlwkn.niedersachsen.de].&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1975 steht das [[Bansmeer]] unter Naturschutz, ein 0,24 km² großer See mit Schilfufern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Zur Namensherkunft existieren zwei verschiedene Herleitungen: Zum einen könnte Petkum, im 10. Jahrhundert als Pettinghem erwähnt, aus &amp;#039;&amp;#039;Patjingas Hem&amp;#039;&amp;#039; (Heim der Leute des Patjo) herrühren, oder aber aus dem zu Pado verschärften Rufnamen Bado, also &amp;#039;&amp;#039;Bados Heim&amp;#039;&amp;#039;. Die Endung -um bedeutet Heim, wie bei vielen anderen ostfriesischen Orten auch.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arend Remmers]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Aaltukerei bis Zwischenmooren – Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Schuster, Leer 2004, ISBN 3-7963-0359-5, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bis zum 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[Ostfriesische Häuptlinge|Ostfriesischen Häuptlinge]] war Petkum ein Häuptlingssitz mit einer der für Ostfriesland typischen [[Burg Petkum|Burgen]], worunter zumeist befestigte, mehrstöckige Steinhäuser wie [[Steinhaus Bunderhee|dasjenige in Bunderhee]] zu verstehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Fehden der ostfriesischen Häuptlinge untereinander beendet waren und sich die Familie [[Cirksena]] gegen ihre Konkurrenten durchgesetzt hatte, wurde Ulrich Cirksena 1464 in den Reichsgrafenstand erhoben. Nachdem ihm am 26. April 1465 die Familie des Snelger Houwerda als Häuptlinge von Uphusen und [[Wolthusen]] sowie dessen Verwandte, die Häuptlinge von Oldersum, gehuldigt hatten, folgten am 10. Mai jenes Jahres auch weitere Häuptlinge aus der Umgebung von Emden, darunter auch der Häuptling von Petkum.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Politische Geschichte Ostfrieslands&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ostfriesland im Schutze des Deiches&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;5). Verlag Rautenberg, Leer 1975, ohne ISBN, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort behielt zur Zeit der [[Liste der Grafen und Fürsten von Ostfriesland|ostfriesischen Grafen]] den Status einer [[Herrschaft]] ([[Herrschaft (Territorium)|Herrlichkeit]]) und war damit in gewissem Umfang unabhängig von den Landesherren. Von Kaiser [[Friedrich III. (HRR)|Friedrich III.]] erhielt die Häuptlingsfamilie [[Ripperda (Adelsgeschlecht)|Ripperda]] 1474 das [[Freiherr#Reichsfreiherr|Reichsfreiherrendiplom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ripperda.gif|mini|Stammwappen der Reichsfreiherren von&amp;amp;nbsp;Ripperda]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Emder Revolution]] (1595) ging die Stadt Emden daran, ihr östliches Einzugs- und Zugangsgebiet durch den Erwerb von Herrlichkeiten zu sichern. Nacheinander erwarb sie von den (teils verarmten) Besitzern 1597 die Herrlichkeiten Wolthusen und Uphusen sowie in den Jahren 1629 bis 1631 die Herrlichkeiten [[Borssum|Groß- und Klein-Borssum]], [[Jarßum]], [[Widdelswehr]] und schließlich [[Oldersum]] mitsamt der umliegenden Ortschaften [[Gandersum]], [[Rorichum]] und [[Tergast]]. Hintergrund dieser Käufe war, dass die Emder Stadtväter befürchteten, die ostfriesischen Grafen könnten sich jener Herrlichkeiten bemächtigen, um der Stadt die wichtigen östlichen Land- und Wasserwege sperren könnten. Petkum blieb als einzige der Herrlichkeiten am Emsufer östlich von Emden selbstständig und blieb bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts im Besitz der Familie Ripperda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da im deutlich [[Calvinismus|calvinistisch]] geprägten Emden die Gottesdienste von lutherischen Gläubigen innerhalb der Stadtmauern verboten waren, benötigten die Lutheraner der Stadt einen Ausweichstandort für ihre Gottesdienste und fanden ihn in Petkum, wo sich unter den Ripperda das lutherische Bekenntnis in der ansonsten stark reformiert geprägten Region beiderseits der Unterems durchgesetzt hatte. Die Fahrten zu den Gottesdiensten über mehrere Kilometer Marschland waren besonders im Winter und besonders für ältere Personen beschwerlich, oft sogar unmöglich. Es dauerte bis zum 18. Mai 1685, dass die reformierten Stadtoberen Emdens ein [[Indult (Kirchenrecht)|Indult]] unterzeichneten, in dem den Lutheranern der Stadt die Ausübung ihres Gottesdienstes und der Bau einer Kirche genehmigt wurde – allerdings unter weiterhin strengen Auflagen. So hatte das Gotteshaus außerhalb der Altstadt zu entstehen (fündig würden die Lutheraner in der Mühlenstraße in [[Klein-Faldern]] und bauten ein Haus um, so dass es von außen als Kirche nicht zu erkennen war), und die Zahl der Abendmahlsgottesdienste war auf vier pro Jahr beschränkt, einschließlich eines Bußgottesdienstes am jeweiligen Abend zuvor. Die erste Predigt für die 300 Gemeindeglieder hielt am [[Reformationstag]] 1685 der Auricher Pastor Caspar Schepler, am folgenden Tag beim [[Abendmahlsgottesdienst|Abendmahl]] unterstützt vom Petkumer Pastoren Inno Reershemius.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Kappelhoff: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1611 bis 1749. Emden als quasiautonome Stadtrepublik.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ostfriesland im Schutze des Deiches&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;11), Verlag Rautenberg, Leer 1994, ohne ISBN, S. 448 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bolo von Ripperda]] war 1675 Präsident der [[Ostfriesische Landschaft|Ostfriesischen Landschaft]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ostfriesischelandschaft.de/96.html &amp;#039;&amp;#039;Die Präsidenten der Ostfriesischen Landschaft&amp;#039;&amp;#039; - www.ostfriesischelandschaft.de], abgerufen am 2. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde anschließend Bevollmächtigter der Ostfriesischen Landstände und der Fürstin von Ostfriesland am kaiserlichen Hof in [[Wien]]. Kaiser [[Leopold I. (HRR)|Leopold I.]] bestätigte am 3. September 1676 das Reichsfreiherrendiplom für Bolo IV. und das ganze Geschlecht von Ripperda. Bolo IV. wurde es gestattet, das Wappen von Petkum mit seinem Familienwappen zu verbinden. Das Wappen der Ripperda verwendete die Gemeinde Petkum bis zu ihrer Eingemeindung nach Emden 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Weihnachtsflut61.jpg|mini|Kolorierte Kupferstichkarte von Homann, Nürnberg, um 1718 zur Weihnachtsflut 1717]]&lt;br /&gt;
Von der [[Weihnachtsflut 1717]] war Petkum aufgrund seiner Lage an der Unterems zwar deutlich weniger betroffen als die nördlichen Küstenabschnitte der ostfriesischen Halbinsel. Jedoch kamen auch in der Herrlichkeit nach einer zeitgenössischen Übersicht des Predikanten Jacobus Isebrandi Harkenroth&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in: Ernst Siebert: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklung des Deichwesens vom Mittelalter bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Band&amp;amp;nbsp;2). Verlag Deichacht Krummhörn, Pewsum 1969, ohne ISBN, S.&amp;amp;nbsp;334&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 14 Menschen ums Leben. 60 Rinder ertranken und fünf Häuser wurden völlig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ostfriesland kam die Herrlichkeit Petkum im Jahr 1744 zu [[Preußen]]. Aus preußischen Statistiken der Jahre 1805/06 geht hervor, dass es in jenen Jahren in der Herrlichkeit 17 Bewohner ganzer [[Gulfhaus|Plätze]] und je einen Bewohner eines halben und eines viertel Platzes, also kleinerer Höfe, gab. Hinzu kamen 53 Warfsleute, Kötter und Hausleute. Neben dem Besitzer eines adligen Gutes gab es seinen Verwalter, einen Prediger und dessen [[Küster]]. Die Einwohnerzahl der Herrlichkeit betrug 405. Zur Landwirtschaft und Fischerei (mit zwei Fischern) kam ein diversifiziertes Gewerbeleben hinzu. So gab es im Handwerk fünf Müller, vier Schuster, drei Zimmerleute, jeweils zwei Schmiede, Leinenweber, Schneider, Bäcker und Branntweinbrenner. Des Weiteren gab es jeweils einen Kalkbrenner, Ziegelstreicher, Böttcher und Brauer. Im Handel waren zwei Krämer, ein Schiffer und fünf Personen im Gastgewerbe tätig. Für die medizinische Versorgung war eine Hebamme zuständig. 37 Personen verdienten zudem ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner. In der Herrlichkeit befanden sich eine Mühle, zwei Branntweinbrennereien, vier Leinewebermanufakturen und eine [[Ziegelei]]. In der Landwirtschaft waren 296 Stück Rindvieh zu verzeichnen (darunter zehn Ochsen und 61 Stück Jungvieh), 151 Schafe, 83 Schweine und 91 Pferde. Im Ackerbau konzentrierten sich die Landwirte auf Hafer und vor allem Raps, bauten in geringerem Umfang aber auch Weizen, Roggen, Gerste, Kartoffeln, Erbsen und Bohnen an.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Heinrich Kaufhold; Uwe Wallbaum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historische Statistik der preußischen Provinz Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039; (Quellen zur Geschichte Ostfrieslands, Band 16), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 1998, ISBN 3-932206-08-8, S. 136, 145, 375, 429, 593 und 619.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Hannoverschen Zeit Ostfrieslands (1815–1866) war die Herrlichkeit Petkum dem Amt Emden angegliedert, da Petkum kein eigenes [[Patrimonialgericht]] besaß.&amp;lt;ref&amp;gt;Fridrich Arends: &amp;#039;&amp;#039;Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes&amp;#039;&amp;#039;, Emden 1824. {{Google Buch| BuchID   = iE0QAAAAYAAJ| Linktext = Online}}. S. 278, abgerufen am 19. Mai 2013. Im Folgenden Arends: &amp;#039;&amp;#039;Erdbeschreibung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bahnstrecke Rheine–Norddeich Mole]] als Teil der [[Hannoversche Westbahn|Hannoverschen Westbahn]] wurde in diesem Abschnitt in den 1850er-Jahren gebaut. Petkum erhielt jedoch keinen eigenen Bahnhof, stattdessen wurde im nahe gelegenen Widdelswehr ein Bahnhof eröffnet, der bis ins 20. Jahrhundert erhalten blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Benjamin van der Linde (Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft): [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Widdelswehr.pdf &amp;#039;&amp;#039;Widdelswehr&amp;#039;&amp;#039;], PDF-Datei, S. 3, abgerufen am 3. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Emden zur Zeit der Weimarer Republik|In den Jahren der Weimarer Republik]] wählten die Petkumer zwar zunächst mit relativen Mehrheiten die Sozialdemokraten, in den Spätjahren war allerdings – wie überall in Ostfriesland – ein starker Ruck nach rechts zu verzeichnen. So erhielten bei der [[Wahl zur Deutschen Nationalversammlung]] die Sozialdemokraten 43,8 Prozent, die national-konservative [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]] 18,7 Prozent, die nationalliberale [[Deutsche Volkspartei|DVP]] mit 16,7 Prozent und die links von der SPD stehende [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] 15,4 Prozent. Bei der [[Reichstagswahl Mai 1924|Reichstagswahl im Mai 1924]] ergab sich eine Stärkung des rechten Parteienspektrums – die [[NSDAP]] erhielt aus dem Stand 9,5 Prozent der Wählerstimmen. Die [[Reichstagswahl 1928]] sah in Petkum die SPD mit 40,6 Prozent erneut vorn, gefolgt von der DNVP mit 22,5 und dem Landvolk mit 14,6 Prozent. Rang vier nahm die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] mit 12,1 Prozent ein. SPD und auch KPD hatten besonderen Rückhalt in den Hafenbetrieben Emdens, von wo aus viele Petkumer zur Arbeit [[Pendler|pendelten]]. Bei der [[Reichstagswahl Juli 1932|Reichstagswahl im Juli 1932]] wurden die Nationalsozialisten auch in Petkum stärkste Kraft vor der SPD. Die Nationalsozialisten vereinigten 45,5 Prozent der Stimmen auf sich, die SPD fiel auf 30,8 Prozent ab. Die Kommunisten erzielten 12,9 und die DNVP 8,2 Prozent. Da von diesen vier Parteien lediglich die SPD die Republik befürwortete und die anderen drei Parteien sie von rechts (NSDAP, DNVP) oder links (KPD) bekämpften, bedeutet dies, dass zwei von drei Wählern in Petkum bei jener Wahl Parteien wählten, die die Abschaffung der Weimarer Republik befürworteten. Bei der nur noch eingeschränkt als frei zu bezeichnenden [[Reichstagswahl März 1933|Reichstagswahl im März 1933]] erzielten die Nationalsozialisten 44,5 und die Sozialdemokraten 30,3 Prozent. Die DNVP wurde bei jener Wahl mit 13 Prozent drittstärkste Kraft, die Kommunisten lagen mit 10,4 Prozent auf Rang vier.&amp;lt;ref&amp;gt;Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Petkum.pdf &amp;#039;&amp;#039;Petkum&amp;#039;&amp;#039;], PDF-Datei, S. 4, abgerufen am 2. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Auflösung des [[Landkreis Emden|Landkreises Emden]] 1932 kam Petkum zusammen mit den westlich gelegenen Dörfern Widdelswehr und Jarßum sowie den östlichen Nachbardörfern um [[Oldersum]] an den [[Landkreis Leer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war nicht nur [[Emden zur Zeit des Nationalsozialismus#Luftkrieg, Alltagsleben und der 6. September 1944|die Kernstadt Emdens ein Ziel]] im [[Luftkrieg]]. Da sich in den Dörfern rund um Emden mehrere [[Flugabwehrkanone|Flak-Stellungen]] befanden, waren diese ebenfalls Ziel von Luftangriffen. Auch in Petkum gab es eine solche Batterie. Der Ort wurde mehrfach während des Krieges von feindlichen Flugzeugen beschossen. Am 12. Januar 1941 gab es einen Angriff mit zwei Spreng- und hunderten von Brandbomben, die jedoch auf unbewohntes Gelände fielen und daher nur kleineren Flurschaden anrichteten. Am 10. Februar fielen drei Spreng- und viele Brandbomben, wobei es lediglich zu kleinen Gebäudeschäden kam. Zwei weitere Angriffe erfolgten Anfang Mai 1945, die zu leichteren Gebäudeschäden und solchen an den Telefonleitungen führten. In den letzten Kriegstagen wurde aus Petkum noch ein Frontort, da die kanadischen und polnischen Truppen, die auf Ostfriesland vorstießen, das Rheiderland erobert hatten. Die [[Kriegsmarine]] evakuierte Soldaten über die Ems und nutzten dazu auch die Zollschiffe &amp;#039;&amp;#039;Dollart&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Fletum&amp;#039;&amp;#039;. Sie wurden von feindlicher Artillerie beschossen und sanken in der Muhde des Petkumer Hafens. Die Besatzung wurde jedoch gerettet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Petkum.pdf &amp;#039;&amp;#039;Petkum&amp;#039;&amp;#039;], PDF-Datei, S. 1., abgerufen am 3. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Brücke über die Bundesstraße (damals: Reichsstraße) wurde im Mai 1945 [[Emden zur Zeit des Nationalsozialismus#Kriegsende|Emden kampflos an kanadische Truppen übergeben]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Kolbe]]: &amp;#039;&amp;#039;Als alles von vorne begann. 1945/1946.&amp;#039;&amp;#039; Gerhard Verlag, Emden 1985, ISBN 3-88656-006-6, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm Petkum im ostfrieslandweiten Vergleich nur unterdurchschnittlich viele [[Vertriebene|Ostvertriebene]] auf, obschon Ostfriesland selbst deutlich unter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt lag. 1946 waren es 104 Vertriebene, was einem Anteil von 11,4 Prozent entsprach, bis 1950 stieg der Anteil auf 12,7 Prozent oder 123 Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Petkum.pdf &amp;#039;&amp;#039;Petkum&amp;#039;&amp;#039;], PDF-Datei, S. 1., abgerufen am 3. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erklärbar wird dies dadurch, dass Petkum wie das gesamte Umland Emdens bereits eine größere Zahl von ausgebombten Emder Familien aufgenommen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Parisius]]: &amp;#039;&amp;#039;Viele suchten sich ihre Heimat selbst. Flüchtlinge und Vertriebene im westlichen Niedersachsen&amp;#039;&amp;#039; (Abhandlungen und Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands, Band 79), Verlag Ostfriesische Landschaft, Aurich 2004, ISBN 3-932206-42-8, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petkum wurde bei der Niedersächsischen Gemeindereform, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat, zusammen mit Widdelswehr aus dem Landkreis Leer ausgegliedert und in die Stadt Emden eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Herausgeber = Statistisches Bundesamt | Titel = Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 | Jahr = 1983 | Verlag = W. Kohlhammer GmbH | Ort = Stuttgart und Mainz | ISBN = 3-17-003263-1 | Seiten = 260}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Eingemeindung 1972 hatte Petkum 1008 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard Schröer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1945 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; In Ernst Siebert, Walter Deeters, Bernard Schröer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1750 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd.&amp;amp;nbsp;7). Verlag Rautenberg, Leer 1980, {{DNB|203159012}}, S. 281.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um die örtlichen Belange zu sichern, erhielt Petkum einen [[Ortsrat]] und einen Ortsvorsteher. Das Gremium und das Amt sind aber inzwischen aus Kostengründen von der Stadt Emden aufgelöst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Eingemeindung Petkums und der anderen noch zum Teil ländlich geprägten Vororte wuchs nicht nur der Anteil der Landwirtschaftsflächen am Stadtgebiet, sondern auch die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe Emdens sprunghaft an. Zudem waren nach der Kommunalwahl 1972 erstmals seit langer Zeit wieder drei Landwirte im Stadtrat vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard Schröer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1945 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; In Ernst Siebert, Walter Deeters, Bernard Schröer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1750 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd.&amp;amp;nbsp;7). Verlag Rautenberg, Leer 1980, {{DNB|203159012}}, S. 359.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Wie ganz Ostfriesland – und Emden im Besonderen – ist Petkum seit Jahrzehnten eine Hochburg der SPD.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus von Beyme]]: &amp;#039;&amp;#039;Das politische System der Bundesrepublik Deutschland: Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;, VS Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 3-531-33426-3, S. 100, {{Google Buch |BuchID=V5Q--2Jn-tEC |Seite=100}}, abgerufen am 28. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits bei der [[Bundestagswahl 1949]] ergab sich eine relative Mehrheit für die [[SPD]]. Sie holte damals mehr als 30 Prozent der Stimmen, während die [[CDU]] unter 20 Prozent blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Die folgenden Angaben für die Bundestagswahlen bis 1972 stammen von Theodor Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchung der Statistik und einschlägiger Quellen zu den Bundestagswahlen in Ostfriesland 1949-1972&amp;#039;&amp;#039;. Ostfriesische Landschaft, Aurich 1978, kartografischer Anhang.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Bundestagswahl 1953]] holten die Sozialdemokraten erneut die relative Mehrheit, bei der [[Bundestagswahl 1969]] dann die absolute. Die [[Bundestagswahl 1972|„Willy-Brandt-Wahl“ 1972]] brachte den Sozialdemokraten Rekordergebnisse in Ostfriesland, was auch auf Petkum zutraf: Die SPD lag bei mehr als 60 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen, während die CDU weniger als 40 Prozent holte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Ortsrat nach der Eingemeindung umfasste elf Mitglieder, von denen sechs der SPD und fünf der lokalen Wählergemeinschaft angehörten. Erster Ortsvorsteher wurde Hinrich Schoon (SPD.) Nach der darauffolgenden Kommunalwahl 1976 ergab sich eine Änderung, die Kommunale Wählergemeinschaft stellte nun die Mehrheit, Ortsvorsteher wurde Take Hülsebus, der sich später der CDU anschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernard Schröer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1945 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; In Ernst Siebert, Walter Deeters, Bernard Schröer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1750 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd.&amp;amp;nbsp;7). Verlag Rautenberg, Leer 1980, {{DNB|203159012}}, S. 271, 422.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ChurchPetkum.JPG|mini|St. Antonius-Kirche (luth.)]]&lt;br /&gt;
Die [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherische]] [[St.-Antonius-Kirche (Petkum)|Kirche]] stammt aus dem 13. Jahrhundert und birgt noch viele Elemente aus vorreformatorischer Zeit. Ihr spätgotischer Chorraum besteht aus einem Polygon, aus dem sogenannte Rippen nach oben hin ein mit quadratischen Feldern bestücktes [[Gewölbe]] erschaffen. Noch heute besitzt die Gemeinde das sog. Patronatsrecht ([[Kirchenpatronat]]), welches aber nicht ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45,2 Prozent der Einwohner (481) gehören der [[Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers|Lutherischen Kirche]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Zahlen in diesem Abschnitt beruhen auf dem Statistik-Info 4/2012 der Statistikstelle der Stadt Emden, {{Webarchiv|url=http://www.emden.de/de/buergerinfo/daten/files/210_statistikinfo_04_2012.pdf |wayback=20140101005428 |text=&amp;#039;&amp;#039;Online&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 4,7&amp;amp;nbsp;MB), S. 7, abgerufen am 29. November 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Evangelisch-reformierte Kirche (Landeskirche)|Evangelisch-reformiert]] sind 265 Personen oder 24,9 Prozent. Damit sind in Petkum überdurchschnittlich viele Menschen lutherischen Glaubens, in der Stadt bilden die Lutheraner nur knapp die Mehrheit vor den Reformierten (15.666 zu 14.767). Der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] gehören 63 Einwohner an (5,2 Prozent). Die restlichen 256 Einwohner (24 Prozent) sind entweder konfessionslos oder gehören einer anderen Glaubensrichtung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das Alte Siel von 1857/58 samt dem dazugehörigen Sielhaus, einem landwirtschaftlichen Gebäude, steht unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ilek&amp;quot;&amp;gt;[[Integriertes ländliches Entwicklungskonzept]] &amp;#039;&amp;#039;Region östlich der Ems&amp;#039;&amp;#039;: {{Webarchiv|url=http://www.ilek-roede.de/DBASE/FILES/Ergebnisse/UL30.pdf |wayback=20141231203143 |text=&amp;#039;&amp;#039;Präsentation mit Info zur Umgebung&amp;#039;&amp;#039; – www.ilek-roede.de }}, PDF-Datei, S. 2, abgerufen am 29. November 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls denkmalgeschützt ist die Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Die Hauptstraße durch Petkum ist die [[Liste der Landesstraßen im Bezirk Weser-Ems#L 2|Landesstraße&amp;amp;nbsp;2]] von [[Neermoor]] über Emden und [[Rysum]] nach Pewsum. Bei dem Abschnitt zwischen Neermoor und der Emder Innenstadt, also auch dem Borssumer, handelt es sich um die ehemalige [[Bundesstraße&amp;amp;nbsp;70]], die nach dem Bau der [[Bundesautobahn&amp;amp;nbsp;31]] entwidmet und zur Landesstraße herabgestuft wurde. Sie ist zweispurig ausgebaut und im Ortskern mit einem Tempolimit von 30&amp;amp;nbsp;Kilometern pro Stunde versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Petkum verkehrt die [[Fähre Ditzum–Petkum]] in das am anderen Emsufer gelegene Dorf [[Ditzum]] in der Gemeinde [[Jemgum]] im [[Rheiderland]]. Diese Fähre war früher für den Pendlerverkehr von einiger Bedeutung, inzwischen liegt die Zahl der Berufspendler jedoch nur noch im niedrigen zweistelligen Bereich. Eine touristische Nutzung ([[Dollard Route]]) herrscht vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oz-online.de/-news/artikel/108989/150-000-Euro-fuer-die-Emsfaehre Zahlen zur Emsfähre]&amp;lt;/ref&amp;gt; Petkum verfügt über ein [[Siel]] zur Entwässerung in die Ems und liegt zudem am [[Ems-Seitenkanal]]. Dort gibt es auch einen kleinen Bootshafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Petkumer Gemarkung nördlich des Ems-Seitenkanals besteht ausschließlich aus Landwirtschaftsflächen, die in erster Linie als Weiden genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der öffentliche Nahverkehr wird durch die Linie 16 des städtischen Tochterunternehmens Stadtverkehr Emden sichergestellt. Die Linie führt von Petkum über Widdelswehr, Jarßum und Hilmarsum in Richtung Borssum.&lt;br /&gt;
In Borssum besteht Anschluss an die Linie 6 in Richtung Zentrum/Hauptbahnhof.&lt;br /&gt;
Darüber hinaus verkehrt eine Linie der [[Deutsche Bahn|Bahn]]-Tochtergesellschaft [[Weser-Ems-Bus]] vom Emder Hauptbahnhof über Petkum, Oldersum und [[Neermoor]] nach Leer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Die Petkumer Kinder werden in der Grundschule Petkum/Widdelswehr beschult, weiterführende Schulen befinden sich in [[Borssum]] (Oberschule) sowie im Stadtzentrum Emdens ([[Johannes-Althusius-Gymnasium Emden|Johannes-Althusius-Gymnasium]] und [[Max-Windmüller-Gymnasium Emden|Max-Windmüller-Gymnasium]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport und Vereinsleben ==&lt;br /&gt;
In Petkum sind u. a. folgende Vereine ansässig:&lt;br /&gt;
* SV Petkum (u. a. Fußball, Trimm-Dich),&lt;br /&gt;
* Bürgerverein Petkum,&lt;br /&gt;
* Männergesangsverein „Windsbraut“,&lt;br /&gt;
* TTV Widdelswehr (Tischtennis),&lt;br /&gt;
* Wassersportverein Petkum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Meinz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche zu Petkum.&amp;#039;&amp;#039; [[Ostfriesische Kunstführer]], Heft 2. Aurich 1964&lt;br /&gt;
* Robert Noah: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche in Petkum.&amp;#039;&amp;#039; Ostfriesischer Kunstführer, Heft 15. Aurich 1990&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schmidt (Historiker)|Heinrich Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Politische Geschichte Ostfrieslands.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ostfriesland im Schutze des Deiches&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;5). Verlag Rautenberg, Leer 1975, ohne ISBN.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Kappelhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1611 bis 1749. Emden als quasiautonome Stadtrepublik.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ostfriesland im Schutze des Deiches&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;11), Verlag Rautenberg, Leer 1994, ohne ISBN.&lt;br /&gt;
* Ernst Siebert, Walter Deeters, Bernard Schröer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1750 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; (Ostfriesland im Schutze des Deiches, Bd.&amp;amp;nbsp;7). Verlag Rautenberg, Leer 1980, {{DNB|203159012}}, darin:&lt;br /&gt;
**Ernst Siebert: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1750 bis 1890.&amp;#039;&amp;#039; S. 2–197.&lt;br /&gt;
**[[Walter Deeters]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1890 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. 198–256.&lt;br /&gt;
**Bernard Schröer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Emden von 1945 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; S. 257–488.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Petkum.pdf Beschreibung von Petkum] in der [[Historische Ortsdatenbank für Ostfriesland|Historischen Ortsdatenbank]] der [[Ostfriesische Landschaft|Ostfriesischen Landschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4727683-6|VIAF=234793634}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Emden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Emden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Ems]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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