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	<title>Petersfels - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Zollernalb: /* Forschungsgeschichte */</title>
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		<updated>2025-03-07T20:17:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Forschungsgeschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Petersfels cave.jpg|miniatur|Petersfels]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petersfels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Felsen|Felsformation]] mit [[Karst|Höhlenbildungen]] im [[Oberjura]] im „Brudertal“, einem [[Trockental]] im [[Hegau]] nahe bei [[Engen]] im [[Landkreis Konstanz]]. In der ehemaligen Jagdstation von Rentierjägern wurden bedeutende Funde des [[Jungpaläolithikum]]s gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach den [[Donauversinkung|Versickerungsstellen]] (bzw. nach weiterem Wasseraustritt außerhalb des [[Aachtopf]]s) der Donau bei [[Aach (Hegau)|Aach]] erkundete der pensionierte Oberpostrat [[Eduard Peters]] zusammen mit dem Geologen und [[Paläontologie|Paläontologen]] [[Wilhelm Deecke (Geologe)|Wilhelm Deecke]] das Wasserburgertal und die Gegend um das Brudertal bei Aach. Am 18. August 1927 fand Eduard Peters auf seiner Suche nach Fundstellen der Steinzeit die ersten Hinweise auf eine steinzeitliche Station, in zwei darauf folgenden Grabungen erforschte er diesen Fundort. 1930 veröffentlichte er eine Arbeit darüber. Eine Finanzierung durch die Stadt Engen, die ein Heimatmuseum eröffnen wollte, erlaubte eine dritte Grabung zusammen mit dem Freiburger Geologen und Urgeschichtler [[Volker Toepfer]] im Jahre 1932. Als Entdecker des zuvor unbenannten Petersfels haben sich der Wissenschaftliche Leiter des [[Pfahlbaumuseum Unteruhldingen]] [[Hans Reinerth]] und ein Schuhmacher aus Singen, P. Dreher, die schon in früheren Jahren hier Funde gemacht haben wollen, zu Wort gemeldet. Zu nennen ist hier auch der Naturfreund und Sammler [[Heinrich Weber (Gewerkschafter)|Heinrich Weber]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg begann man unter Hans Reinerth in den 1960er Jahren wieder mit [[Sondage]]n und W. Schiele entdeckte dabei eine Kinderbestattung des [[Magdalénien]]. In den 1970er Jahren legte Reinerth Baggerschnitte im Brudertal an. In den folgenden Jahren suchten viele Amateure das Gebiet ab, so dass sich das Denkmalamt Freiburg zu Nachgrabungen entschloss. Von 1974 bis 1979 führte das Institut für Urgeschichte der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] unter der örtlichen Leitung von [[Gerd Albrecht (Prähistoriker)|Gerd Albrecht]] die wissenschaftlichen Grabungen am Petersfels durch. In vier Kampagnen wurden mit Fachstudenten die noch ungestörten Schichten untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funde ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Petersfels.JPG|mini|V. l.: Venusstatuette vom Petersfels, Käfer und zwei weitere Frauenstatuetten]]&lt;br /&gt;
Peters hat umfangreiche Funde geborgen, 1.000 Knochen- und Geweihgeräte, 50.000 [[Feuerstein]]artefakte, 1,5 Tonnen Knochen von [[Eiszeitalter|eiszeitlichen]] Tieren. Bedeutend geworden sind die Funde der [[Magdalénien]]kunst aus [[Gagat]] und Ritzzeichnungen von [[Ren]]tieren auf Ren[[geweih]]en, diese sind ähnlich den Funden aus dem [[Kesslerloch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen Fundstellen, etwa dem durch den Fund der [[Venus vom Hohlefels]] im Jahre 2008 berühmt gewordenen Fundort [[Hohler Fels]], wurden hier keine Funde aus [[Mammute|Mammut]]-[[Elfenbein]] entdeckt. Peters beschrieb zwar einige Knochenscheiben aus Elfenbein, dies ist aber nicht gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehemalige Jagdstation ==&lt;br /&gt;
Vor etwa 13.000 bis 11.800 Jahren&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/geschichte/unterrichtsmaterialien/sekundarstufe-I/vorgeschantike/vorgesch/petersfels-re Landesbildungsserver Baden-Württemberg: &amp;#039;&amp;#039;Altsteinzeit am Lokalbeispiel Petersfels bei Engen&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 6. April 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; ([[Stratigraphie (Geologie)|geologisch]] im [[Jungpleistozän]]) wurde hier fast ausschließlich das Rentier, das im Herbst in Herden nach Norden zog, bejagt. Die Temperatur lag während dieser [[Kaltzeit]], der [[Würm-Kaltzeit]], im Mittel etwa bei −3 °C (heute +7 °C). Das unterhalb des Petersfels liegende und gut überschaubare schlauchartige Gelände des Brudertals bildet hier eine Engstelle, eine natürliche Falle, welches möglicherweise den Fang vieler Tiere auf einmal ermöglichte. Neben Rentieren wurden vor allem [[Schneehase]]n erlegt, aus deren Knochen die damaligen Menschen aufwendig mit Steinwerkzeugen Nadeln zum Nähen der Kleidung und Anfertigen von Unterständen aus [[Rentierfell]]en fertigten. Mehr als 2.000 solcher förderte die Archäologie zu Tage. Gefunden wurden auch Knochen von [[Wildpferd]]en und [[Schneehuhn|Schneehühnern]].&amp;lt;ref&amp;gt;Helena Kerle: &amp;#039;&amp;#039;Speerschleudern wie zur Eiszeit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Südkurier]] vom 22. September 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kaltphase ([[Ältere Dryaszeit]] 11.590–11.400 v. Chr.) wanderten offenbar Träger der [[Hamburger Kultur]] aus der [[Norddeutsches Tiefland|Norddeutschen Tiefebene]] in die Mittelgebirgszone ab. Indizien dafür liefern zum Beispiel typische [[Kerbspitze]]n am Fundplatz Petersfels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eiszeitpark Engen ==&lt;br /&gt;
Im Gelände um den Petersfels wurde 2003 der [[Eiszeitpark Engen]] angelegt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.engen.de/tourismus+_+kultur/kunst+_+kultur/eiszeitpark engen.de: &amp;#039;&amp;#039;EISZEITPARK&amp;#039;&amp;#039;] (7. März 2025)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er beinhaltet die Rekonstruktion der späteiszeitlichen Vegetation einer [[Mammutsteppe|Steppentundra]] und ist ganzjährig frei zugänglich. Hier finden unter anderem auch Veranstaltungen zum Thema „[[Kaltzeit|Eiszeit]]“ statt wie die &amp;#039;&amp;#039;Petersfelstage&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museale Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
Einige archäologische Fundstücke der Umgebung aus der Zeit von vor 15.000 Jahren befinden sich in den Beständen des [[Badisches Landesmuseum|Badischen Landesmuseums]] in [[Karlsruhe]] sowie im Städtischen Museum Engen. Die dortige Dauerausstellung zeigt in [[Diorama|Dioramen]] nachgestellt den Ablauf der Jagd und des Lebens im Brudertal. Auch die Arbeit der [[Archäologie|Archäologen]] während der Grabungen sind so dokumentiert. Ausgestellt sind auch mehrere [[Venusfigurinen vom Petersfels]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eduard Peters]]: &amp;#039;&amp;#039;Die altsteinzeitliche Kulturstätte Petersfels.&amp;#039;&amp;#039; Augsburg 1930.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Gerd Albrecht|Jahr=1979|Titel=Magdalénien-Inventare vom Petersfels. Siedlungsarchäologische Ergebnisse der Ausgrabungen 1974–1976|Verlag=Verlag Archaeologica Venatoria, Institut für Urgeschichte der Universität Tübingen|Ort=Tübingen}}&lt;br /&gt;
* Gerd Albrecht, Hubert Berke: &amp;#039;&amp;#039;Neue Venus&amp;#039;-Gravierungen auf einem Knochenfragment aus dem Magdalénien vom Petersfels.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archäologisches Korrespondenzblatt]].&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 1980, S. 111–115.&lt;br /&gt;
* Gerd Albrecht, Heidi Engelhardt: &amp;#039;&amp;#039;Eiszeitliche Funde aus dem Brudertal bei Engen. Steinzeitliche Besiedlung der Schwäbischen Alb.&amp;#039;&amp;#039; Begleitheft zur urgeschichtlichen Ausstellung Engen/Hegau (= &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungsblatt der Archaeologica Venatoria.&amp;#039;&amp;#039; Nummer 13). Verlag der Archaeologica Venatoria, Tübingen 1988.&lt;br /&gt;
* Gerd Albrecht und Andrea Hahn, mit Beiträgen von A. Schreiner und G. Dieterich, &amp;#039;&amp;#039;Rentierjäger im Brudertal, die jungpaläolithischen Fundstellen um den Petersfels und das Städtische Museum Engen im Hegau&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Führer zu archäologischen Denkmälern in Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Band 15). Theiss, Stuttgart 1991, ISBN 3-8062-1002-0.&lt;br /&gt;
* Sebastian J. Pfeifer: &amp;#039;&amp;#039;Die Geweihfunde der magdalénienzeitlichen Station Petersfels. Eine archäologisch-taphonomische Studie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Dr. Ludwig Reichert, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-95490-217-0 ([https://books.ub.uni-heidelberg.de/propylaeum/catalog/book/504 online]).&lt;br /&gt;
* Gerd Albrecht, Hubert Berke, François Poplin: &amp;#039;&amp;#039;Naturwissenschaftliche Untersuchungen an Magdalénien-Inventaren vom Petersfels, Grabungen 1974-1976&amp;#039;&amp;#039; Verlag Archaeologica Venatoria, Institut für Urgeschichte der Universität Tübingen, TMU Band 8, 1983, ISBN 3-921618-17-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Petersfels (Engen)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47.86103096978471|EW=8.806400299072266|type=landmark|dim=25|region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4104686-9|VIAF=247670775}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Landkreis Konstanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst der Ur- und Frühgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Engen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magdalénien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Spätpaläolithikum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Engen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotop im Landkreis Konstanz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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