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	<title>Peter von Heydebreck - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Freygangfreunde: /* Leben und Wirken */</title>
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		<updated>2025-11-19T11:35:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HeydebreckHansAdamvon.jpg|mini|hochkant=1.0|Hans Adam von Heydebreck als SA-Oberführer.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Adam Otto von Heydebreck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, genannt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter von Heydebreck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Peter von Heydebreck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, (* [[1. Juli]] [[1889]] in [[Koszalin|Köslin]]; † [[30. Juni]] [[1934]] in [[München]]) war ein deutscher [[Freikorps]]führer, später Politiker ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]) und [[Sturmabteilung|SA]]-Führer. Er wurde während des sogenannten [[Röhm-Putsch]]es von der [[Leibstandarte SS Adolf Hitler]] erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Hans Adam [[Heydebreck (Adelsgeschlecht)|von Heydebreck]] war der zweite Sohn des preußischen Generalmajors [[Otto Ernst von Heydebreck]] (* 15. März 1859 in Parnow; † 7. April 1917 in Dresden) und seiner Ehefrau Edda von Blankenburg (1863–1944). Sein älterer Bruder war der Journalist [[Otto von Heydebreck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugend, Erster Weltkrieg und Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
In seiner Jugend wurde Heydebreck zur Erziehung in die [[Kadettenkorps]] in [[Koszalin|Köslin]] und [[Groß-Lichterfelde|Lichterfelde]] gegeben. Anschließend trat er in die [[Preußische Armee]] ein und kam zum [[2. Schlesisches Jäger-Bataillon Nr. 6|2.&amp;amp;nbsp;Schlesischen Jäger-Bataillon Nr.&amp;amp;nbsp;6]] nach [[Oleśnica|Oels]]. Dort erfolgte am 19. Juni 1908 seine Beförderung zum [[Leutnant]]. Als solcher nahm er mit seinem Bataillon am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. Wenige Wochen nach Kriegsbeginn, am 26. September 1914, erlitt er beim Sturm auf eine französische Barrikadenstellung im [[Argonnen|Argonnerwald]] eine Schussverletzung aus kurzer Entfernung, wobei sein linker Oberarmknochen zerschmettert wurde. Infolgedessen musste sein linker Oberarm amputiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Heydebreck: &amp;#039;&amp;#039;Wir Wehr-Wölfe.&amp;#039;&amp;#039; K. F. Köhler, Leipzig 1931, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde immer wieder fälschlich angenommen, dass Heydebreck den Arm erst bei Freikorpskämpfen nach dem Krieg verloren hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Michaelis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ursachen und Folgen.&amp;#039;&amp;#039; Band 10: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich. Die Errichtung d. Führerstaates. Die Abwendung von d. System d. kollektiven Sicherheit.&amp;#039;&amp;#039; Dokumenten-Verlag Wendler, Berlin 1965, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da der Armstumpf „brandig“ wurde, mussten später immer wieder weitere „Scheiben“ des Armes abgetrennt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Backes: &amp;#039;&amp;#039;Der Reichstagsbrand.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München / Zürich 1987, ISBN 3-492-03027-0, S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach längeren Lazarettaufenthalten kehrte Heydebreck im Frühjahr 1916 an die Front zurück: In den folgenden Jahren wurde er als Kompanie- und Bataillonsführer vor Verdun, in Rumänien, Italien und an der Somme eingesetzt. 1917 wurde er Kompanieführer im Reserve-Jäger-Bataillon Nr.&amp;amp;nbsp;6. Ab dem 8. Januar 1918 vertrat er für einen Monat den Kommandeur des [[Goslar]]er [[Reserve-Jäger-Bataillon Nr.&amp;amp;nbsp;23]] und ab dem 14. April 1918 war er, als Ersatz für den am Vortag von einer [[Brisanzgranate]] außer Gefecht gesetzten Hauptmann [[Gustav Stoffleth]], Kommandeur des [[Ratzeburg]]er [[Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 18|Reserve-Jäger-Bataillons Nr.&amp;amp;nbsp;18]].&amp;lt;ref&amp;gt; Gustav Stoffleth: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Reserve-Jäger-Bataillons Nr.18.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Bernard &amp;amp; Graefe. Berlin 1937.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Goslarer Jäger im Weltkriege.&amp;#039;&amp;#039; III. Band: Walter Holste: &amp;#039;&amp;#039;Das Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 23.&amp;#039;&amp;#039; Mit Anhang: &amp;#039;&amp;#039;Die Vereinigung ehemaliger Goslarer Jäger.&amp;#039;&amp;#039; Buchdruckerei Lax, Hildesheim 1934.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er musste jedoch bereits am 22. April krankheitsbedingt den Posten wieder abgeben. Bei Kriegsende führte Heydebreck eine Radfahrabteilung (Radfahr-Jäger-Bataillon) in Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsende und dem Beginn der [[Novemberrevolution]] von 1918 gründete Heydebreck, damals im Rang eines [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmanns]], aus seinem Radfahrbataillon das [[Freikorps]] [[Selbstschutz Oberschlesien]] und führte dieses Freikorps bis 1923 bei Kämpfen in Schlesien und Oberschlesien: Während der von [[Wojciech Korfanty]] organisierten [[Aufstände in Oberschlesien|polnischen Aufstände]] in [[Oberschlesien]] wurde Heydebrecks Freikorps zusammen mit der [[Schwarze Reichswehr|Schwarzen Reichswehr]] zur Niederschlagung der Unruhen eingesetzt. Seine Erfolge in den Kämpfen am [[St. Annaberg]] –&amp;amp;nbsp;Sturm auf [[Kędzierzyn|Kandrzin]] am 5. Juni 1921&amp;amp;nbsp;– während des polnischen Aufstandes von 1921 führten dazu, dass er als „Held vom Annaberg“ heroisiert und populär wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Reichstagswahl Mai 1924|Reichstagswahl vom 4. Mai 1924]] wurde Heydebreck von der [[Deutschvölkische Freiheitspartei|Deutschvölkischen Freiheitspartei (DVFP)]] auf ihrer Vorschlagsliste (Platz 14) als Kandidat für den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] nominiert. Heydebreck gewann die Wahl und war knapp ein halbes Jahr lang, von Mai bis Dezember 1924, Mitglied der Fraktion der DVFP bzw. der [[Nationalsozialistische Freiheitspartei|Nationalsozialistischen Freiheitspartei]]. Er schied aus dem Reichstag nach der Auflösung des Parlaments im Dezember 1924 aus und kandidierte bei der [[Reichstagswahl Dezember 1924|folgenden Reichstagswahl]] nicht wieder.&lt;br /&gt;
[[Datei:WP Peter von Heydebreck.jpg|mini|Portrait als M.d.R. 1924.&amp;lt;ref&amp;gt;Büro des Reichstages (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reichstags-Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. II. Wahlperiode - 1924. Berlin 1924.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Als Parlamentsmitglied kam Heydebreck in den Genuss der Abgeordnetenimmunität, durch die er vor einer Verhaftung und strafrechtlichen Verfolgung wegen seiner paramilitärischen Aktivitäten gegen die [[Weimarer Republik]] geschützt war. Dementsprechend war seine Abgeordnetentätigkeit für Heydebreck nur eine Formalität, die für ihn wenig Bedeutung hatte: So meldete er sich im Plenum kein einziges Mal zu Wort und nutzte die Räumlichkeiten des Reichstags für Scheibenschieß-Übungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Claus-Heinrich Bill, Hans Georg von Heydebreck: &amp;#039;&amp;#039;750 Jahre Heydebrecks. Die Familie v. Heydebreck vom Mittelalter bis heute 1254–2004&amp;#039;&amp;#039;. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2004, S. 223.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Arbeit in der [[völkische Bewegung|völkischen Bewegung]] war auch während seiner Reichstagszugehörigkeit das Hauptbetätigungsgebiet von Heydebreck: Nachdem [[Ernst Röhm]] im Frühjahr 1924 den [[Frontbann]] als Auffangorganisation für die verbotenen paramilitärischen Kampfverbände (insbesondere die SA und die Reichskriegsflagge) gegründet hatte, schloss sich auch Heydebreck der neuen Organisation an. Auf dem [[Deutscher Tag|Deutschen Tag]] Mitte August 1924 wurde ihm die Führung der Gruppe Mitte (Frontbann Mitte) dieser Organisation übertragen, die jedoch bereits 1925 weitgehend einging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Neugründung der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] im Frühjahr 1925 trat Heydebreck vermutlich im Oktober desselben Jahres in diese ein ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 20.525).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv ([[Bundesarchiv (Deutschland)|BArch]]) R 9361-VIII KARTEI/10850483.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch 1925 gründete er die [[SA-Gruppe Schlesien]]. Außerdem beteiligte er sich an der Organisation des Partei-Gaues Oberschlesien der NSDAP.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der 1920er Jahre entwickelte Heydebreck zudem ein starkes Alkoholproblem: Um die Schmerzen an der niemals vollständig verheilenden Wunde an seinem im Krieg verlorenen Arm zu betäuben, gewöhnte Heydebreck sich in diesen Jahren an, täglich immer größer werdende Mengen Alkohol zu trinken, was ihn schließlich zum [[Alkoholismus|Alkoholiker]] werden ließ. Sein Freund [[Ernst von Salomon]] berichtet hierüber:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ob jede Zelle seines Gewebes schon so mit Alkohol durchtränkt war, dass ein einziger Schnaps genügte, um ihn betrunken zu machen, oder ob er sich mit Bedacht immer im Stadium des Rausches hielt, – er war fast immer betrunken und wenn er betrunken war, überkam ihn ein lauter Ekel vor sich selber. Dann schoss er in den Spiegel und brüllte: Du besoffenes Schwein lebst ja immer noch!&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Claus Heinrich Bill: &amp;#039;&amp;#039;v. Heydebreck: Familiengeschichte 1254 bis 1999&amp;#039;&amp;#039;. Limburg an der Lahn 1999, S. 226. Eine übereinstimmende Schilderung gibt an, dass Heydebreck im Juni 1934, während eines Aufenthaltes im Hotel Preussenhof in Stettin, als er in einem Vorraum des großen Hotelsaals sein eigenes Antlitz in einem großen Spiegel erblickt habe, dieses angeguckt und erklärt habe: „Na Peter, wie siehst du aus? Ach Quatsch, erschossen wirst du doch!“. Offensichtlich versuchte Heydebreck sich durch starke Narkotika und durch Alkoholgenuss über die quälenden Schmerzen, die er auszuhalten hatte, hinwegzusetzen.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wieder-Übernahme der Führung der SA durch Ernst Röhm zu Beginn der 1930er Jahre wurde auch Heydebreck reaktiviert und mit Wirkung zum 1. April 1932 der [[Oberste SA-Führung|Obersten&amp;amp;nbsp;SA-Führung]] zur Verfügung gestellt, wobei er gleichzeitig den Rang eines SA-Standartenführers (Oberst) verliehen bekam.&amp;lt;Ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Führerbefehle des Obersten SA-Führers|Führerbefehl der Obersten SA-Führung]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 9 vom 15. April 1932, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem zeitweisen SA-Verbot im Frühling und Frühsommer 1932 wurde im Führerbefehl Nr.&amp;amp;nbsp;II erneut festgelegt, dass Heydebreck zur Verfügung der OSAF trete.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Führerbefehl der Obersten SA-Führung&amp;#039;&amp;#039; Nr. II vom 9. September 1932, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS-Staat ===&lt;br /&gt;
Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 wurde Heydebreck zum 1. Juni 1933 von der OSAF in den Stab der SA-Obergruppe I (Berlin; nach einer Neudurchnummerierung der SA-Obergruppen firmierte diese bald danach als SA-Obergruppe&amp;amp;nbsp;III; Dienstsitz war Breslau) unter [[Edmund Heines]] in [[Breslau]] versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Führerbefehl der Obersten SA-Führung&amp;#039;&amp;#039; Nr. 14 vom 1. Juni 1933, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 20. August 1933 wurde Heydebreck dort zum SA-Oberführer befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Führerbefehl der Obersten SA-Führung&amp;#039;&amp;#039; Nr. 17 vom 1. September 1933, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 15. September 1933 wurde Heydebreck als alter Vertrauensmann Ernst Röhms von diesem mit der Führung der SA-Gruppe Pommern (SA-Gruppe&amp;amp;nbsp;IV), die wiederum der SA-Obergruppe&amp;amp;nbsp;II unterstand, beauftragt,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Führerbefehl der Obersten SA-Führung&amp;#039;&amp;#039; Nr. 18 vom 1. Oktober 1933, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; am 20. April 1934 durch Röhm (im Namen Hitlers) zum regulären Führer der Gruppe Pommern ernannt und gleichzeitig zum SA-Brigadeführer befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Führerbefehl der Obersten SA-Führung Nr. 24 vom 2. Mai 1934, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend erhielt Heydebreck im November 1933 ein Mandat als Abgeordneter im [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|nationalsozialistischen Reichstag]]. In diesem vertrat er bis zu seinem Tod den Wahlkreis 6 (Pommern). Nach Heydebrecks Tod wurde sein Mandat für den Rest der bis 1936 dauernden Wahlperiode von [[Hermann Harbauer]] weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangszeit der NS-Herrschaft war Heydebreck als Kriegs- und Freikorps-„Held“ eine hochgeachtete Person. Dementsprechend wurden er in den Jahren 1933 und 1934 mit zahlreichen öffentlichen Ehrungen überhäuft: 1933 fasste beispielsweise die Gemeindevertretung der [[Oberschlesien|oberschlesischen]] Gemeinde [[Kędzierzyn|Kandrzin]] den Entschluss, den Ort nach ihrem „Befreier“ während der deutsch-polnischen Gebietskämpfe nach dem Ersten Weltkrieg in &amp;#039;&amp;#039;Heydebreck&amp;#039;&amp;#039; umzubenennen, allerdings weigerte sich die [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Reichsbahn]] vorerst, diese Umbenennung anzuerkennen. 1934 wurde die Namensänderung durch einen Erlass des [[Freistaat Preußen#Staatsministerium|Preußischen Staatsministeriums]] offiziell gemacht, so dass die Gemeinde am 16. März 1934 rechtskräftig in &amp;#039;&amp;#039;Heydebreck O.S.&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung und Tod ===&lt;br /&gt;
Am Vormittag des 30. Juni 1934 wurde Heydebreck im Rahmen der [[Röhm-Putsch|Röhm-Affäre]] verhaftet und erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Darstellungen geben an, Heydebreck sei am Vormittag des 30. Juni auf der Fahrt zu einer SA-Führertagung in [[Bad Wiessee]] von Adolf Hitler persönlich verhaftet worden: Heydebrecks Wagen sei, als er Hitlers Wagenkolonne entgegenkam –&amp;amp;nbsp;die gerade von Wiessee zurückkehrte, wo Ernst Röhm und einige andere verhaftet worden waren&amp;amp;nbsp;–, von Angehörigen der Polizei angehalten worden. Als Heydebreck auf Hitlers Frage, ob er auf der Seite Röhms sei, dies bejahte, sei er von Hitler für abgesetzt erklärt und zu den übrigen Gefangenen in den Fond eines Busses gesteckt worden. Andere Versionen geben an, Heydebreck wäre am Münchener Hauptbahnhof verhaftet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfram Selig]]: &amp;#039;&amp;#039;Ermordet im Namen des Führers. Die Opfer des Röhm-Putsches in München&amp;#039;&amp;#039;. In: Winfried Becker, Werner Chrobak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Staat, Kultur, Politik. Beiträge zur Geschichte Bayerns und des Katholizismus. Festschrift zum 65. Geburtstag von Dieter Albrecht&amp;#039;&amp;#039;. Kallmünz (Opf.) 1992, S. 341–356.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit den anderen Gefangenen wurde Heydebreck in das [[Gefängnis München-Stadelheim]] gebracht. Zusammen mit fünf weiteren hohen SA-Führern ([[Hans Hayn]], [[Edmund Heines]], [[Wilhelm Schmid (SA-Mitglied)|Wilhelm Schmid]], [[August Schneidhuber]] und [[Hans Erwin von Spreti-Weilbach]]) wurde er am frühen Abend desselben Tages von [[Leibstandarte SS Adolf Hitler|Hitlers Leibstandarte]] unter [[Sepp Dietrich]] erschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Volker Dahm |Titel=Der Terrorapparat |Hrsg=Horst Möller, Volker Dahm und Hartmut Mehringer |Sammelwerk=Die tödliche Utopie |Auflage=4. |Verlag=Institut für Zeitgeschichte München-Berlin |Ort=München |Datum=2002 |Kommentar=Auszug aus der amtlichen List der Opfer (Bundesarchiv) |Kapitel=Der Terrorapparat. Institutionelle Entwicklung, Ideologie, Aktionsfelder. |Seiten=179 |ISBN=3-9807890-0-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erschießung der sechs Männer –&amp;amp;nbsp;sowie des in Berlin exekutierten Gruppenführers Karl Ernst&amp;amp;nbsp;– wurde noch am Abend des 30. Juni 1934 durch Sonderausgaben der Zeitungen sowie durch den Rundfunk bekannt gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Tage vor seinem Tod hatte Heydebreck dem Schriftsteller Ernst von Salomon gegenüber geäußert:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich lebe für meinen Führer! Der Gedanke an ihn ist das Einzige, was mich aufrechterhält. Wenn ich an meinen Führer nicht mehr glauben könnte, dann möchte ich lieber sterben!&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst von Salomon: &amp;#039;&amp;#039;Der Fragebogen&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Hamburg 1951, S. 438. Claus-Heinrich Bill, Hans Georg von Heydebreck: &amp;#039;&amp;#039;750 Jahre Heydebrecks. Die Familie v. Heydebreck vom Mittelalter bis heute 1254–2004&amp;#039;&amp;#039;. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2004, S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Bekannter Heydebrecks, Carl Sagner, erklärte nach dem Zweiten Weltkrieg, dass Heydebreck während seiner letzten Jahre ein von körperlicher und seelischer Qual zerfressener, in seinem zerrütteten Zustand nur durch Alkohol und Narkotika aufrechterhaltener Mensch gewesen sei, so dass er nach Heydebrecks Tod der Meinung gewesen sei, dass dieser Heydebreck „die Erlösung von einem nicht mehr lebenswerten Dasein“ gebracht habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den &amp;#039;&amp;#039;Führerbefehl der Obersten SA-Führung&amp;#039;&amp;#039; Nr. 26 vom 31. Oktober 1934 wurde Heydebreck postum mit Wirkung zum 1. Juli 1934 aus der SA ausgestoßen. Seine Stellung als Führer der SA-Gruppe Pommern wurde im Juli 1934 [[Hans Friedrich (Politiker, 1886)|Hans Friedrich]], dem bisherigen Führer der SA-Untergruppe Pommern-West, übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umbenennung des Ortes [[Kędzierzyn|Kandrzin]] in &amp;#039;&amp;#039;Heydebreck O.S.&amp;#039;&amp;#039; nach Peter von Heydebreck wurde trotz seiner Exekution und Verfemung nach dem 30. Juni 1934 vom NS-Staat nicht rückgängig gemacht, sondern bestand bis zur Eingliederung Schlesiens in den polnischen Staat im Jahr 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beförderungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1. April 1932: SA-Standartenführer&lt;br /&gt;
* 20. August 1933: SA-Oberführer&lt;br /&gt;
* 20. April 1934: SA-Brigadeführer&lt;br /&gt;
* Den Rang eines SA-Gruppenführers erreichte Heydebreck, obwohl er seit 1933 die &amp;#039;&amp;#039;Dienststellung&amp;#039;&amp;#039; des Führers einer SA-Gruppe bekleidete, bis zu seinem Tod nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Führerbefehl der Obersten SA-Führung&amp;#039;&amp;#039; Nr. 26 vom 31. Oktober 1934, S. 11, wo vermerkt wird, dass er zum Zeitpunkt seines Todes noch den Rang eines SA-Brigadeführers innehatte.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archivalien ==&lt;br /&gt;
* Parteikorrespondenz zu Heydebreck (Bundesarchiv: Bestand PK Film E 193 &amp;#039;&amp;#039;Heusner, Lieslotte–Heydebreck, Max.&amp;#039;&amp;#039; Bilder 2979–2984)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wir Wehr-Wölfe. Erinnerungen eines Freikorpskämpfers&amp;#039;&amp;#039;. K. F. Köhler, Leipzig 1931. (Zwei Auflagen u. Reprint).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liederbuch der Pommerschen SA&amp;#039;&amp;#039;. Völkischer Verlag, Stettin 1934. (Mehrere Auflagen)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lieder der Pommerschen SA. Mit den Liedern des SA.-Sturmlieder-Wettbewerbes. Ausgew. u. zsgest. vom Führer d. SA.-Gruppe Pommern&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage, Stettin 1934. {{DNB|574609288}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Gerd Warmann: &amp;#039;&amp;#039;Vor 75 Jahren: Die Folgen der ‚Röhm-Revolte‘ vom 30. Juni 1934 in Pommern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stettiner Bürgerbrief.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 35, Hrsg. Heimatkreisausschuß Stettin, Lübeck 2009, {{ISSN|1619-6201}}, S. 199–225. &lt;br /&gt;
* Claus-Heinrich Bill, Hans Georg von Heydebreck: &amp;#039;&amp;#039;750 Jahre Heydebrecks. Die Familie v. Heydebreck vom Mittelalter bis heute 1254–2004.&amp;#039;&amp;#039; C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2004, ISBN 978-3-7980-0542-6, S. 36–41. &lt;br /&gt;
* [[Joachim Lilla]]: &amp;#039;&amp;#039;Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab 1924&amp;#039;&amp;#039;. Unter Mitarbeit von Martin Döring und Andreas Schulz. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4, S. 236 f. Nr. 418. &lt;br /&gt;
* [[Helmut Neubach]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Freikorps zur SA. Peter von Heydebreck und seine Erinnerungen „Wir Wehrwölfe“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oberschlesisches Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; 20. Hrsg. Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen 2004, {{ISSN|0930-6978}}, S. 125–149.&lt;br /&gt;
* Erich Stockhorst: &amp;#039;&amp;#039;[[5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich]]&amp;#039;&amp;#039;. (Unveränderter Nachdruck der ersten Auflage von 1967). Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1, S. 195 f. &lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der [[Deutsche Adelsgenossenschaft|D.A.G.]] Teil A (Uradel). 1938&amp;#039;&amp;#039;. Jahrgang 37, Justus Perthes, Gotha 1937, S. 225. (Letztmalige Erwähnung im &amp;#039;&amp;#039;GGT/A&amp;#039;&amp;#039;. Betitelung: SA-Gruppenführer, Hauptmann a. D. Als Sterbeort wird &amp;#039;&amp;#039;Ort&amp;#039;&amp;#039; angegeben.) Siehe: FamilySearch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
* Unbekanntes Portrait (in Zivil), In: [[Walter von Hueck]], [[Friedrich Wilhelm Euler (Genealoge)|Friedrich Wilhelm Euler]]: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1977&amp;#039;&amp;#039;. Band XIX, Band 66 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogisches Handbuch des Adels|GHdA]]&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1977, Bildtafel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; links, {{ISSN|0435-2408}}, S. 208 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12433797X}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|12433797X}}&lt;br /&gt;
* {{AdR|12433797X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12433797X|LCCN=n/2002/65734|VIAF=74782603}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heydebreck, Peter Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Heydebreck|Peter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptmann (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Führer einer Freiformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Röhm-Putsches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heydebreck, Peter von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Heydebreck, Hans-Adam Otto von; Heydebreck, Hans Peter von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Offizier, Freikorps- und SA-Führer, Politiker (NSDAP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Juli 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Koszalin|Köslin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Juni 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freygangfreunde</name></author>
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