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	<title>Peter Swyn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T07:15:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peter_Swyn&amp;diff=167305&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-12-13T12:06:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Swyn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1480]] oder [[1481]] in [[Lehe (Dithmarschen)|Lehe]]; † [[14. August]] [[1537]] ebenda) war ein Ratsmitglied der [[Bauernrepublik Dithmarschen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter-swyn-stele2004.jpg|mini|hochkant|Stele am Grab Peter Swyns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter-swyn-stele-detail2004.jpg|mini|hochkant|Detailaufnahme der Ermordungsszene]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater war Reymer Swyn, von seiner Mutter ist nichts überliefert. Die Swynen, die erstmals 1329 urkundlich erwähnt wurden, bildeten zusammen mit den Nannen, deren erste Erwähnung aus dem Jahre 1386 stammt, das Geschlecht der [[Wurthmannen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Swyn hat vermutlich in [[Rostock]] studiert (wahrscheinliche Immatrikulation unter dem Namen „Petrus Blesse de Dithmercia“ am 11. Mai 1496&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100031207 Eintrag] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1499 wurde Peter Swyn [[Achtundvierziger (Dithmarschen)|Achtundvierziger]]. In der [[Schlacht bei Hemmingstedt]] 1500 stand er im [[Lunden]]er Aufgebot. Am Hauptgefecht um die Schanze wird er jedoch nicht teilgenommen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1508 ereignete sich das Scharmützel von [[Hemme]]:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolf Nehlsen |Titel=Dithmarscher Geschichte nach Quellen und Urkunden |Ort=Verlagsanstalt und Druckerei A. G. |Datum=1895 |Seiten=317 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weil ein Lundener Mädchen, das im [[Kirchspiel]] [[Neuenkirchen (Dithmarschen)|Neuenkirchen]] diente, ein uneheliches Kind gebar, zog Peter Swyn gemeinsam mit [[Bojen Herring]] aus, um diese Schande zu rächen. Sie verbrannten Mutter und Kind, die in einer Scheune schliefen. Diese Gewalttat weckte den Zorn der sogenannten [[Westerdöfft]] und der Kirchspiele [[Heide (Holstein)|Heide]] und [[Hemmingstedt]]. Rudolf Nehlsens Darstellung in seiner &amp;#039;&amp;#039;Dithmarscher Geschichte nach Quellen und Urkunden&amp;#039;&amp;#039; von 1895 hebt hervor, dass die Tötung der untreu gewordenen Frau hierbei jedoch keine Rolle spielte, da dies dem damaligen Rechtsverständnis entsprach.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Mädchen hatte seine gebührende Strafe erlitten die Schande welche ein Mädchen durch Verrath an der eigenen weiblichen Ehre der Familie und dem Geschlecht zufügte wurde rechtlich nach altgermanischem Brauch durch Ausrottung des ehrlos gewordenen Gliedes der Gemeinschaft gesühnt. Das unschuldige Kind dagegen war rechtlich geschützt. War der Vater desselben unvermögend so mußte das Geschlecht für die Unterhaltung und Erziehung sorgen (Landr. 1 ³§224) Die Lundener waren also in ihrer Erregung zu weit gegangen und hatten wider Recht am Leben des Kindes sich vergriffen. Dazu hatten sie in fremder Döfft Mord und Brand geübt, in die Jurisdiktion Anderer gewaltsam und feindselig eingegriffen. Daher erregte ihr Vorgehen großen Unwillen vornehmlich in der zunächst betheiligten Westerdöfft.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Es kam zu einer blutigen [[Fehde]]. Die Lundener verschanzten sich hinter den Mauern des Hemmer Kirchhofs. In dem folgenden Gefecht wurde einem Prediger aus Neuenkirchen ein Fuß abgeschossen. Dieser starb kurze Zeit später an seiner Verletzung. Nach einem weiteren blutigen Kampf auf der [[Flehde]]r Feldmark, bei dem zwei Tote und zahlreiche Verletzte zu beklagen waren, gingen die Lundener als Sieger hervor. Es kam schließlich zu einem Vergleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1508 wurde eine Stiftung zur Unterstützung der Armen gegründet; zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch Peter Swyn. Aus dieser Stiftung geht im Jahre 1518 die Pantaleonsgilde hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 kaufte Peter Swyn [[Ablassbrief]]e, um die Schuld an der versehentlichen Verwundung des Predigers während der Fehde von 1508 zu tilgen. 1522 begab er sich auf die [[Wallfahrt]] nach [[Santiago de Compostela]]. Auch diese Reise soll im Zusammenhang mit der [[Todsünde]] der Priestertötung gestanden haben. Es gibt jedoch auch Quellen die dies bestreiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Peter Swyn wallfahrtete 1522 auf seine eigenen Schiffe nach St Jago in Spanien wohl nicht wie man angenommen wegen des erschossenen Priesters - der hätte daheim bleiben können - sondern wegen des verbrannten Kindes.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Dass er die Wallfahrt mit seinem eigenen Schiff betrieb, wird vielfach erwähnt. Da Peter Swyn zu dieser Zeit auch als Kaufmann tätig war, ist anzunehmen dass er dabei gleichzeitig kaufmännisch tätig war, sowie Gelder von mitreisenden Passagieren erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1524 wurde der [[Reformator]] [[Heinrich von Zütphen]] ermordet. Obwohl Peter Swyn von einer voreiligen Verurteilung abriet, kam es zu einer Verschwörung. Maßgeblich beteiligt war neben dem Wurthmannen [[Peter Nanne]] auch Peter Swyns Sohn [[Henning Swyn|Henning]]. Am 9. Dezember wurde Heinrich aus [[Meldorf]] entführt und im Zuge der Aktion schwer misshandelt. Einen Tag später wurde er als [[Ketzer]] verurteilt, in [[Heide (Holstein)|Heide]] gefoltert und schließlich verbrannt. Die Ermordung des Reformators veranlasste [[Martin Luther]], eine Schmähschrift gegen die Dithmarscher zu verfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Einfluss der Achtundvierziger Peter Swyn und Peter Nanne erlangte [[Lunden]] 1529 das [[Stadtrecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1537 setzte sich Peter Swyn für Reformen in [[Dithmarschen]] ein. Das einflussreiche Geschlecht der [[Russebollingmannen]] waren entschiedene Gegner dieser Neuordnungen. Darüber hinaus bestanden Streitigkeiten zwischen den beiden Geschlechtern, die schließlich in einer blutigen Fehde gipfelten. Die Morde und [[Blutrache]]n forderten vierzehn Menschenleben. Am 14. August wurde Peter Swyn das prominenteste Opfer. Als er mit seinem Pferd ausritt, wurde er am Goosweg in Lehe von bezahlten Mördern, den drei Bahren, von seinem Pferd heruntergerissen und erstochen. Peter Swyn wurde einen Tag später auf dem [[Lundener Geschlechterfriedhof]] beigesetzt. Ihm zu Ehren wurden drei Gedenksteine gesetzt, unter anderem eine [[Stele|Sandsteinstele]], die im Relief seine Ermordung darstellt.&lt;br /&gt;
Die drei Bahren wurden als Mörder überführt und hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen über Peter Swyn ==&lt;br /&gt;
In dem Kriege des Jahres 1500 machten die Dithmarschen große Beute. Zu keiner Zeit waren die Holsten mit so viel Kleinoden und Edelsteinen geschmückt und in so prächtigen Kleidern und kostbaren Rüstungen in den Krieg gezogen. So kriegten die Dithmarschen so viel Geld und Gut, als sie nie zuvor begehrt noch gewünscht hatten, also daß sie nicht groß darauf achteten, noch es ordentlich probieren ließen. Güldene Ketten, dieweil sie schwarz geworden waren, hielt man für Eisen und legte die Hunde daran, bis man sie erst beim Abschleißen erkannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Beute hatte Peter Swyn in Lunden, einer der achtundvierzig Regenten des Landes, ein kostbares sammetnes Wams gewonnen. Damit erschien er auf einem Fürstentage in Itzehoe und trug dabei ein paar weiße Webbeshosen. Ihn begleitete Junge Johanns Detlef; beide waren ein paar beredte scharfsinnige Männer von geschwindem Wort. Als die holsteinischen Herren den wunderlichen Anzug sahen, lachten sie darüber; aber Junge Johanns Detlef sprach alsobald zu ihnen: »Lachet doch nicht; denn wo der Wams geholt ward, hätte man auch wohl die Hosen Kriegen können, hätte Ehre und Zucht das nicht gehindert.« Auch erzählt man, man habe Peter Swyn selbst um seine Kleidung gefragt, woraus er geantwortet: »Das sammetne Wams trage ich, dieweil ich ein Landesherr bin; die Webbeshosen aber, weil ich ein Hausmann.« &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neocorus (und Hans Detleff) I, 229, 230.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Müllenhoff]] |Titel=Peter Swyn |Sammelwerk=Sagen, Märchen und Lieder aus Schleswig-Holstein |Band=Erstes Buch |Nummer=LXIX (Nr. 69 bei Neuausgaben Nr. 72-1) |Verlag=Schwers’sche Buchhandlung |Ort=Kiel |Datum=1845 |ISBN= |Seiten=64 f. |Online=https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10457249?page=118}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Swyn, der vornehmste Achtundvierziger zu seiner Zeit, ein Mann sein im Rat und stech in der Tat, brachte es dahin, daß auf den Morgen Land ein Sechsling Schatzung mehr gelegt ward, die vorhin nur ein Schilling gewesen. Deswegen wurden alle Leute auf ihn erbittert und ein ganzes Jahr lang hat er sich in seinem Hause zu Großlehe verborgen gehalten. Eines Tages aber wagte er sich zu seinen Kleiern aufs Feld, setzte sich aber aus Vorsicht zu Pferde. Doch kaum kam er auf den Acker, so sprangen die Kerle aus dem Graben und ermordeten ihn. Der Acker ist der, der zwei Wreden Mich von Lehe an dem Quer- und Gooswege rechter Hand liegt, und wo noch bis auf diesen Tag der große Stein steht, da ist die Stätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harms, Gnomon S. 176. 2. Aufl., aus mündlicher Quelle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Müllenhoff |Titel=Peter Swyn |Sammelwerk=Sagen, Märchen und Lieder aus den Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg |Band=Nachlese |Nummer=DXIX (Nr. 519, bei Neuausgaben Erstes Buch, Nr. 72-2) |Verlag=Schwers’sche Buchhandlung |Ort=Kiel |Datum=1845 |ISBN= |Seiten=527 |Online=https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10457249?page=581}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der im Hochdeutschen gebräuchliche Spruch „[[Liste geflügelter Worte/D#Das kann kein Schwein lesen|Das kann kein Schwein lesen]]“ wird auf [[Marcus Swyn]], den Enkel von Peter Swyn zurückgeführt. Nach dem Ende der [[Bauernrepublik]] in Dithmarschen mussten Besitzdokumente vom Landvogt Marcus Swyn neu beglaubigt werden. Waren die Papiere unleserlich geworden, stellte man fest: &amp;quot;Das kann ja nicht einmal mehr ein Swyn lesen. – Dat kann keen Swyn lesen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationstafel auf dem Lundener Geschlechterfriedhof (&amp;quot;Geschichte zum Be-greifen: Das kann kein Schwein lesen&amp;quot;)&amp;lt;/ref&amp;gt; Gesichert ist diese Herleitung allerdings nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eckardt Opitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Peter Swyn&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Die unser Schatz und Reichtum sind. 60 Porträts aus Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;. Christians, Hamburg 1990, S. 11–14 ISBN 3-7672-1115-7.&lt;br /&gt;
* Peter Swyn (1481/82): &amp;#039;&amp;#039;Ansprachen seines 450. Todestages am 15. August 1987 in der St.-Laurentiuskirche zu Lunden&amp;#039;&amp;#039;. Kultusminister des Landes Schleswig-Holstein, Kiel 1987&lt;br /&gt;
* [[Adolf Bartels]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Dithmarscher&amp;#039;&amp;#039;. Historischer Roman in 4 Büchern. Lipsius u. Tischer, Kiel u. Leipzig 1898.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
*[http://www.uni-kiel.de/gza/4/inhalt/themen/persoenlichkeiten.htm Universität Kiel]&lt;br /&gt;
* Eine Dokumentation des Denksteines und des Grabsteines von [http://www.suehnekreuz.de/holstein/lunden.htm Peter Swyn] auf [http://www.suehnekreuz.de suehnekreuz.de].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeno.org/nid/2000540438X Peter Swyn]&amp;#039;&amp;#039; in: [[Karl Müllenhoff]]&amp;#039;&amp;#039;, Sagen, Märchen und Lieder der Herzogtümer Schleswig Holstein und Lauenburg&amp;#039;&amp;#039; ([[Zeno.org]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119371987|LCCN=n/89/662790|VIAF=57423139}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Swyn, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (schleswig-holsteinische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kreis Dithmarschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dithmarschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Jakobspilger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1537]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Swyn, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Anführer der Bauernrepublik Dithmarschen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1480 oder 1481&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lehe (Dithmarschen)|Lehe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. August 1537&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lehe (Dithmarschen)|Lehe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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