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	<title>Peter Polis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-21T23:00:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Peter Polis (First Seismological Conference 1901).jpg|mini|Peter Polis 1901]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Hermann Johann Polis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. November]] [[1869]] in [[Aachen]]; † [[2. November]] [[1929]] in [[Frankfurt am Main]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wgff-tz.de/details.php?id=532674 Totenzettel Peter Polis] auf den Seiten der wgff-tz.de&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Meteorologe]] sowie langjähriger Direktor des [[Wetterwarte Aachen#Meteorologisches Observatorium Aachen|Meteorologischen Observatoriums Aachen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wetterwarte 1925.jpg|mini|hochkant=0.5|Meteorologisches Observatorium Aachen, Dienstgebäude im [[Stadtgarten Aachen]] von Peter Polis]]&lt;br /&gt;
Nach seiner Schulzeit studierte der Sohn des Aachener Tuchfabrikanten Jean Polis von 1889 bis 1891 [[Meteorologie]] an den Universitäten in Freiburg im Breisgau und in Bonn. In Freiburg lernte er auch seine Frau Frida Zahn kennen, mit der er später vier gemeinsame Töchter hatte. Nach seinem Examen beschäftigte ihn sein Vater vorübergehend in seiner Fabrik, bevor Polis 1894 als Vorsteher der meteorologischen Station Aachen, die ab 1895 den Status eines meteorologischen Observatoriums erhielt, übernommen wurde. In dieser Funktion war er von 1895 bis 1915 auch Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Meteorologischen Jahrbücher&amp;#039;&amp;#039; für den Raum Aachen. Vor dem Jahr 1898 wechselte Polis zur [[Universität Basel]], wo er im Jahr 1898 seine Promotion ablegte. Anschließend folgte er einem Ruf an die [[RWTH Aachen]], wo er sich zunächst habilitierte und sodann als Privatdozent übernommen wurde. Ein Jahr später wurde er zum Direktor des meteorologischen Observatoriums Aachen ernannt. Im April 1901 gehörte Polis auf Einladung von [[Georg Gerland]] zur deutschen Delegation für die Erste Internationale Konferenz für Seismologie in [[Strassburg]], auf der die zwei Jahre später erfolgte Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Internationalen seismologischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, der heutigen [[International Association of Seismology and Physics of the Earth’s Interior]], sowie die Errichtung einer Hauptstation für [[Erdbebenwarte|Erdbebenforschung]] in Straßburg beschlossen wurden. Darüber hinaus übertrug man Polis ab 1906 die Leitung des öffentlichen Wetterdienstes der Stadt Aachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jenen Jahren erforschte er intensiv die Wetterverhältnisse für die Seefahrt, insbesondere für die Trans-Atlantikrouten nach Amerika, sowie für die [[Luftschifffahrt]], wobei er sich als Pionier für die luftfahrtbezogene Meteorologie insbesondere das Vertrauen der [[Militärluftschiff]]er erwarb. Auf mehreren Dienstreisen zum Büro für Wetterdienste im &amp;#039;&amp;#039;[[Department of Agriculture]]&amp;#039;&amp;#039; der amerikanischen Regierung in [[Washington, D.C.]], die für ihn zugleich auch Forschungsreisen waren, setzte sich Polis maßgeblich für eine gemeinsame Kooperation zur Einrichtung drahtloser telegraphischer Wettervorhersagen mit Hilfe von ausgewählten [[Handelsschiff|Handels-]] oder [[Postschiff]]en und damit für mehrfach tägliche und schnelle Wettervorhersagen ein. Dies untermauerte er während seiner verschiedenen Überfahrten mit zahlreichen Testläufen, an denen bis zu neun Schiffe beteiligt waren, sowie detailgenaue Forschungsberichte über die aktuellen Seewetterlagen. Aus dieser Idee heraus entstanden später die stationären und von den Anrainerstaaten der Ozeane betriebenen [[Wetterschiff]]e, die auch als medizinische Notstationen und Einsatzplattformen für Rettungsflugzeuge dienten und wiederum in der heutigen Zeit durch Satellitenbeobachtung abgelöst wurden. Mit seinen deutsch-amerikanischen Verhandlungen war Polis damit auf internationaler Ebene bereits einen Schritt weiter als die [[Deutsche Seewarte]], die vorwiegend für die [[Nordsee|Nord-]] und [[Ostsee]] sowie das [[Europäisches Nordmeer|Europäische Nordmeer]] zuständig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gehörte Polis zu den Mit-Initiatoren, die die wissenschaftlich-technischen Forschungen im Bereich Flugzeugbau der Technischen Hochschule, das entsprechende öffentliche Interesse sowie die notwendige Koordination eines geplanten Langstreckenflugs nach Berlin zusammenführten, wodurch es am 12. März 1911 zur Gründung des &amp;#039;&amp;#039;Aachener Vereins für Luftschifffahrt&amp;#039;&amp;#039; kam. Vier wissenschaftliche Vereine, der Aachener Bezirksverband im [[Verein Deutscher Ingenieure]], die [[Gesellschaft für Erdkunde|Gesellschaft für Erd- und Witterungskunde]], die naturwissenschaftliche Vereinigung zu Aachen und der Elektrotechnische Verein sowie 76 Privatpersonen, darunter neben Polis die Professoren [[Hugo Junkers|Junkers]], [[Hans Jacob Reissner|Reissner]], [[August Hertwig|Hertwig]], [[Georg Frentzen|Frentzen]], [[Adolf Wallichs|Wallichs]], [[Felix Rötscher|Rötscher]], der Flugpionier [[Erich Lochner]], der amtierende Oberbürgermeister Veltmann, Behördenvertreter, Stadtverordnete, Offiziere und sogar acht Ehefrauen, darunter die Damen Lochner, Polis, Rötscher, Reissner und Delius, zählten zu den Unterzeichnern der Gründungsurkunde. Mehr als 170 Mitglieder traten dem Verein bei und Peter Polis wurde in den ersten Vereinsvorstand gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer längeren Unterbrechung auf Grund des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] und zwischenzeitlicher Dozententätigkeit an der [[Universität Bonn|Landwirtschaftlichen Hochschule Bonn-Poppelsdorf]], wurde Polis 1922, jetzt als außerordentlicher Professor, wieder an die RWTH Aachen berufen. Noch im gleichen Jahr, am 19. September 1922, gehörte Polis in [[Leipzig]] zu den Gründungsmitgliedern der [[Deutsche Seismologische Gesellschaft|Deutschen seismologischen Gesellschaft]], der heutigen Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft, die auf Anregung von [[Emil Wiechert]] zustande kam. Nur sieben Jahre später verstarb Polis im Rahmen einer Dienstreise in Frankfurt am Main im Alter kurz vor seinem 60. Geburtstag an den Folgen eines Schlaganfalls und wurde auf dem [[Ostfriedhof (Aachen)|Aachener Ostfriedhof]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1911: [[Roter Adlerorden]], IV. Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über wissenschaftliche Ballonfahrten und deren Deutung für die Physik der Atmosphäre&amp;#039;&amp;#039;; 1896&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Strömungen der Luft in den barometrischen Minima und Maxima : ein Beitrag zur Theorie der [[Zyklon|Cyclonen]] und [[Antizyklon|Anticyclonen]]&amp;#039;&amp;#039;, Basel, Univ. Diss. 1899&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur [[Klimatologie]] Aachens : Resultate der in den Jahren 1829–1989 angestellten meteorologischen Beobachtungen zusammengestellt&amp;#039;&amp;#039;; 28 Tab., Aachen : Barth, 1890&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wolkentafeln&amp;#039;&amp;#039; : sechzehn Bilder in Lichtdruck, Karlsruhe : Braun, 1899&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Niederschlagsverhältnisse der mittleren Rheinprovinz und der Nachbargebiete&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart : Engelhorn, 1899&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Witterungskunde; Anleitung zur Beurteilung und Voraussage der Witterung&amp;#039;&amp;#039;; 1900&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Wetterdienst und die Meteorologie in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Canada&amp;#039;&amp;#039;, Berlin : Parey, 1908&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Methode der [[Pilotballon]]messung für [[Aerologie]] und Luftschifffahrt&amp;#039;&amp;#039;, Archiv der Stadt Aachen, 1910&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erläuternder Text zur Niederschlagskarte des Rheinstromgebietes&amp;#039;&amp;#039;. Veröffentlichen des Meteorologischen Observatoriums Aachen, Leipzig, Wagner &amp;amp; Debes, 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für Aachen&amp;#039;&amp;#039;; Jahrgänge I bis XXI (1896–1915); 19 Hefte; Verlag g. Braun, Karlsruhe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Vierhaus: [[Deutsche Biographische Enzyklopädie]], K.G. Saur, München, 2007&lt;br /&gt;
* [[Franz Linke]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Peter Polis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Meteorologische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, Heft 1, 1930&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Peter Hermann Johann Polis (meteorologist)|Peter Polis}}&lt;br /&gt;
* Franz Jacobs &amp;amp; Michael Börngen: [https://e-docs.geo-leo.de/server/api/core/bitstreams/d2d81924-18d1-431f-820e-4d47740b0b0e/content &amp;#039;&amp;#039;Peter Polis (1869–1929) Meteorologe und Mitgründer der DGG&amp;#039;&amp;#039;], Porträt auf e-docs.geo-leo.de&lt;br /&gt;
* [http://query.nytimes.com/mem/archive-free/pdf?_r=1&amp;amp;res=9901E1D81631E233A25755C1A96E9C946997D6CF New York Times, Ausgabe 16. August 1908]&lt;br /&gt;
* Roland Rappmann: [https://publications.rwth-aachen.de/record/760701/files/760701.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der historische Buchbestand der Bibliothek der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen&amp;#039;&amp;#039;]. Aachen 2003, S. 6 (PDF; 173&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.sehepunkte.de/2003/06/1984.html Luftfahrtforschung und Luftfahrtmythos] bei sehepunkte.de&lt;br /&gt;
* [http://www.dgg-online.de/mitteilungen/2007_1-2/DGG-Mitt_1-2-2007.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zur Stunde Null unserer Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; Seite 31 bis 34] (PDF; 2,8&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Peter Polis: [https://www.meteo-maarssen.nl/lib_polis_1899.html &amp;#039;&amp;#039;Singer – Wolkentafeln&amp;#039;&amp;#039;.] Meteo Maarssen Digitale Bibliothek, G. Braun’schen Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1899&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116262729|VIAF=17969371}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Polis, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Landwirtschaftliche Hochschule Bonn-Poppelsdorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Polis, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Polis, Peter Hermann Johann&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Meteorologe und Direktor des meteorologischen Observatorium Aachens&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. November 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aachen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. November 1929&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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