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	<title>Peter Paul Cahensly - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T11:39:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-07-10T16:47:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Cahensly Peter Paul.jpg|mini|hochkant|Peter Paul Cahensly]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Simon Peter Paul Cahensly&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Oktober]] [[1838]] in [[Limburg an der Lahn]]; † [[25. Dezember]] [[1923]] in [[Koblenz]]) war ein deutscher Großkaufmann und katholischer Sozialpolitiker. Insbesondere machte er sich um die Unterstützung deutscher katholischer [[Auswanderung|Auswanderer]] verdient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und berufliches Engagement ==&lt;br /&gt;
Cahenslys Großeltern stammten ursprünglich aus dem Schweizerischen [[Graubünden]], besaßen aber auch ein Haus in Limburg, das später zum Familiensitz wurde. Cahensly besuchte die Realschule in Limburg und das Realgymnasium in [[Trier]]. Anschließend absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung in [[Köln]] und arbeitete später als Kaufmann in [[Le Havre]]. Dort lernte er das harte Los der Auswanderer nach Übersee kennen. Beruflich bereiste er viele Teile Deutschlands und zahlreiche europäische Länder. Im Jahr 1868 übernahm er das Familienunternehmen in Limburg, das Großhandel mit Kolonialwaren betrieb und im Bankgeschäft tätig war. Cahensly baute das Unternehmen weiter aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cahensly war streng katholisch, weshalb er täglich die Messe besuchte und die Lehrlinge seines Unternehmens bei sich wohnen ließ, um sie zu guten Christen zu erziehen. Auch machte er sich für die Ansiedlung der [[Pallottiner]] in Limburg stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1870 gehörte Cahensly zu den Mitbegründern des [[Nassauer Bote]]n, der fortan in der &amp;#039;&amp;#039;Limburger Vereinsdruckerei&amp;#039;&amp;#039; gedruckt wurde, zu deren Gründern Cahensly ebenfalls gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswandererhilfe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cahensly Broschüre.jpg|mini|hochkant|Broschüre Cahenslys zur Auswandererproblematik, 1887]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Familie Cahensly at Ehemaliger Friedhof Limburg detail 01.jpg|mini|hochkant|Grabmal Cahenslys auf dem [[Domfriedhof (Limburg an der Lahn)|Domfriedhof]] in Limburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cahensly gründete 1871 den „[[Raphaels-Werk Dienst am Menschen unterwegs|St. Raphaels-Verein zum Schutze deutscher Auswanderer]]“ um diesen organisatorische Hilfe und Schutz zu bieten. Wichtig war ihm aber auch die religiöse Komponente, da der Verein sich insbesondere um das „Seelenheil“ der Auswanderer kümmerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Generalsekretär des Vereins reiste Cahensly 1883 in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]]. Ziel war es, die Lebensverhältnisse der Auswanderer auf der Überfahrt, ihre Situation nach der Ankunft in [[New York City]] sowie in den Zielgebieten kennenzulernen. Auf der drei Monate dauernden Reise besuchte er deutsche Siedler in verschiedenen Bundesstaaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1898 wurde er in den Beirat für das Auswandererwesen berufen. Ein Jahr später wurde er Präsident des St. Raphael–Vereins. Langfristig führte Cahenslys Tätigkeit zu einer Verbesserung der Verhältnisse in den Häfen und auf den Auswandererschiffen. Es entstanden internationale Organisationen zum Auswandererschutz. In Deutschland kam nicht zuletzt auf Betreiben von Cahensly ein [[Reichsgesetz über das Auswandererwesen]] (1897) zu Stande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Auswanderern bemühte er sich auch um katholische Seeleute durch Gründung von [[Seemannsmission]]en sowie um italienische Saisonarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Streit um den Cahenslyismus ==&lt;br /&gt;
In den Vereinigten Staaten stieß der Versuch seines Vereins deutschsprachige Seelsorge für Ausgewanderte zu schaffen auf Widerstand, da man ihm einen nationalen „Cahenslyismus“ unterstellte. Tatsächlich beanspruchte Cahensly als Sprecher eines Teils der deutschstämmigen Katholiken, die wegen des [[Kulturkampf]]es in ihrer Heimat meist antiliberal waren, eine gewisse Eigenständigkeit und Berücksichtigung dieser Gruppe durch die kirchliche Hierarchie in Amerika. Dagegen plädierte der Erzbischof [[John Ireland (Erzbischof)|John Ireland]] und Kardinal [[James Gibbons (Erzbischof)|James Gibbons]] für eine rasche Amerikanisierung der Einwanderer. Papst [[Leo XIII.]] verfasste 1899 daraufhin das Schreiben „Testem benevolentiae“ an Kardinal Gibbons, mit dem er Ruhe in die lebhafte amerikanische Diskussion bringen wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Weg Europas und die öffentliche Aufgabe der Theologien S. 61 [http://books.google.com/books?id=zwaxyymewNEC&amp;amp;client=firefox-a&amp;amp;hl=de Digitalisat], ferner Hermanns, 2011, S. 49–56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches Wirken ==&lt;br /&gt;
Cahensly war auch politisch aktiv. Er war von 1904 bis 1914 Stadtverordnetenvorsteher und Kreistagsmitglied. Außerdem gehörte er für die [[Zentrumspartei]] zwischen 1886 und 1916 dem [[Preußisches Abgeordnetenhaus|preußischen Abgeordnetenhaus]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Mann (Historiker)|Mann, Bernhard]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867–1918&amp;#039;&amp;#039;. Mitarbeit von [[Martin Doerry]], [[Cornelia Rauh]] und [[Thomas Kühne]]. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 93 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 3)&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie von 1898 bis 1903 dem [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts setzte er sich für den Erhalt des [[Selterswasser|Seltersbrunnens]] ein, nachdem der Brunnen 1875 seine Spitzenposition im Markt verloren hatte und von dem Flaschenfabrikanten [[Friedrich Siemens]] 1894 übernommen wurde. Auch forderte Cahensly eine Ausweitung des bis dato mit den Gemeinden [[Niederselters|Nieder-]] und [[Oberselters]] vereinbarten [[Haustrunk]]s auf die Bürger mehrerer angrenzender Gemeinden, konnte sich aber nicht durchsetzen. Zudem kämpfte er erfolglos im Namen der Westerwälder [[Kannenbäckerland|Kannenbäcker]] für die mit der Firma Siemens vertraglich vereinbarte Abnahme von zwei Millionen Krügen pro Jahr, an deren Erfüllung sich das Unternehmen nicht hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Ehrlich-im-Handel-christlich-im-Wandel;art680,782372 Ehrlich im Handel, christlich im Wandel] auf fnp.de, abgerufen am 15. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Limburg, Kornmarkt 9, Tafel Cahensly.jpg|mini|Gedenktafel in Limburg, Kornmarkt 9]]&lt;br /&gt;
1899 erhielt Cahensly das päpstliche Ehrenkreuz „Pro ecclesia et pontifice“ in Gold und wurde 1907 zum päpstlichen Geheimkämmerer ernannt. 1911 wählte ihn die 58. Generalversammlung der deutschen Katholiken anlässlich des 40-jährigen Bestehens des St. Raphaels-Vereins zu ihrem Ehrenpräsidenten. Im Jahr 1913 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Caritasverbandes zuerkannt. 1903 erhielt er den Titel eines Königlich Preußischen Kommerzienrates. Am 28. Oktober 1913 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Limburg ernannt. Heute sind in Limburg die Peter-Paul-Cahensly-Schule&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.ppc-schule.de/|titel=PPC-Schule Limburg|zugriff=2017-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine Straße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Colman J. Barry: &amp;#039;&amp;#039;Geburtswehen einer Nation. Peter Paul Cahensly und die Einbürgerung der katholischen deutschen Auswanderer in Kirche und Nation der Vereinigten Staaten von Amerika.&amp;#039;&amp;#039; Recklinghausen-Hamburg: Paulus Verlag 1971.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20090317043240/http://www.bautz.de/bbkl/c/cahensly_p_p.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=Cahensly, Peter Paul|band=1|spalte=846}}&lt;br /&gt;
* [[Manfred Hermanns]]: Weltweiter Dienst am Menschen unterwegs. Auswandererberatung und Auswandererfürsorge durch das Raphaels-Werk 1871–2011. Friedberg: Pallotti Verlag 2011, ISBN 978-3-87614-079-7&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Mann (Historiker)| Bernhard Mann]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, Nr. 324.&lt;br /&gt;
* [[Victor Mohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Cahensly, Peter Paul&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Hugo Maier]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Who is who der Sozialen Arbeit&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg : Lambertus, 1998, ISBN 3-7841-1036-3, S. 121f.&lt;br /&gt;
* A. Plate: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch für das preußische Abgeordnetenhaus.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe für die 20. Legislaturperiode. Berlin 1904, S. 299.&lt;br /&gt;
* [[Otto Renkhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1992, ISBN 3-922244-90-4, Nr. 559.&lt;br /&gt;
* {{NDB|3|91|91|Cahensly, Peter Paul|Franz Richter|118666517}}&lt;br /&gt;
* Heinrich Schenk/[[Victor Mohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Erbe Cahenslys. Festvortrag zum 150. Geburtstag Peter Paul Cahenslys.&amp;#039;&amp;#039; Bernward Verlag, Hildesheim 1989, ISBN 3-87065-532-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/ppclimburg Facebook Auftritt der Peter-Paul-Cahensly-Schule Limburg]&lt;br /&gt;
* [https://www.limburg.de/?object=tx%7c3252.542.1 Ehrenbürger Peter Paul Cahensly auf der Website von Limburg]&lt;br /&gt;
* [http://p172116.typo3server.info/index.php?id=49 Biografie von Peter Paul Cahensly] auf der Website der Peter-Paul-Cahensly-Schule&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118666517}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118666517}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Peter Paul Cahensly|366}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118666517|titel=Cahensly, Simon Peter Paul|datum=2020-06-22}}&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw|nr=-pka0154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Wiesbaden 4}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118666517|VIAF=806064}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cahensly, Peter Paul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Päpstlicher Geheimkämmerer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Limburg an der Lahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ehrenzeichens Pro Ecclesia et Pontifice]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1923]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cahensly, Peter Paul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (Zentrum), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Oktober 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Limburg an der Lahn|Limburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Dezember 1923&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Koblenz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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