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	<title>Peter Palitzsch - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Peter Palitzsch (2004) by Guenter Prust.jpg|mini|Peter Palitzsch (2004)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Palitzsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. September]] [[1918]] in [[Zbylutow|Deutmannsdorf]] bei [[Lwówek Śląski|Löwenberg in Schlesien]]; † [[18. Dezember]] [[2004]] in [[Havelberg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Regisseur|Theaterregisseur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Wirken in der DDR ===&lt;br /&gt;
Peter Palitzsch, Sohn von Johanna Palitzsch, geborener Strauß, und des Kaufmanns Alwin Palitzsch, wuchs in [[Dresden]] auf, wo er das Gymnasium absolvierte, eine Ausbildung zum Werbegraphiker (Fachschule) abschloss und dann mit seinem Bruder [[Hans Heinrich Palitzsch]] eine Werbeagentur betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.stephansuschke.de/texte/palitsch.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Ich hielt mich nie für ein Genie. Regisseur Peter Palitzsch im Gespräch mit Stephan Suschke.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160519130320 |archiv-bot=2024-04-14 23:09:00 InternetArchiveBot}}@stephansuschke.de, abgerufen am 7. Juni 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach fünfjährigem Kriegsdienst und kurzer Kriegsgefangenschaft kehrte er nach Dresden zurück. Hier gehörte er zu den Mitbegründern des Roten Kreuzes in Dresden. Seine Bühnenlaufbahn begann er als [[Dramaturg]] an der Dresdner Volksbühne.&amp;lt;ref&amp;gt;zur &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Volksbühne Dresden GmbH&amp;#039;&amp;#039; gehörten das spätere [[Theater Junge Generation]] in Cotta („Constantia“) und die [[Staatsoperette Dresden|Staatsoperette]] in Leuben („Apollo-Theater“), siehe z.&amp;amp;nbsp;B. [https://theaterarchiv-dresden.de/staatsoperette.html theaterarchiv-dresden.de/staatsoperette.html], [https://theaterarchiv-dresden.de/pdf/Die_lustige_Witwe_1947_Programmzettel.pdf „Gestaltung: Palitzsch“ von &amp;#039;&amp;#039;Die lustige Witwe.&amp;#039;&amp;#039; 1947 (Programmzettel, PDF 312 KB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bertolt Brecht]] holte ihn 1948 als Dramaturg und Mitarbeiter an sein 1949 neu gegründetes [[Berliner Ensemble]], dem Palitzsch bis 1961 angehörte. Da das Ensemble zu diesem Zeitpunkt noch nicht über ein eigenes Haus verfügte, spielten sie auf verschiedenen Bühnen Berlins. Erst 1954 konnten sie in das Haus des Theaters am Schiffbauerdamm einziehen. Nach einem Entwurf von Peter Palitzsch wurde das bis heute bekannte Signet des Berliner Ensembles (BE) angefertigt und auf der Turmspitze montiert. 1955 stellte er das erste Theaterstück als Regisseur &amp;#039;&amp;#039;Der große Tag des Gelehrten Wu&amp;#039;&amp;#039; vor. Im darauffolgenden Jahr debütierte er mit seiner ersten Inszenierung, dem Stück von [[John Millington Synge|Synges]] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Held der westlichen Welt]]&amp;#039;&amp;#039; (Titelrolle: [[Heinz Schubert (Schauspieler)|Heinz Schubert]]). Eine Reihe gemeinsamer Inszenierungen mit [[Manfred Wekwerth]] folgten. Nachdem Brecht am 18. August 1956 gestorben war, begann Peter Palitzsch auch an anderen deutschen Theatern zu arbeiten. Bei seinen Inszenierungen bewegte er sich immer auf der Wegstrecke von Konstantin S. Stanislawski (1863–1938), dem sowjetischen Theaterreformer, auf Brecht zu, ohne dieses Ziel jemals zu erreichen. Es folgte dann im Mai 1957 [[Wsewolod Witaljewitsch Wischnewski|Wischnewskis]] &amp;#039;&amp;#039;Optimistische Tragödie&amp;#039;&amp;#039;. Für die Uraufführung von Brechts &amp;#039;&amp;#039;[[Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo&amp;amp;nbsp;Ui]]&amp;#039;&amp;#039; am [[Staatstheater Stuttgart]] im November 1958 mit [[Wolfgang Kieling]] in der Titelrolle zeichnete Peter Palitzsch jedoch allein verantwortlich. Die Aufführung dieses Stückes am Berliner Ensemble von 1959 mit Hauptdarsteller [[Ekkehard Schall]] gilt demgegenüber wieder als gemeinschaftliche Inszenierung (obwohl Wekwerth Palitzsch auf seiner Website in diesem Zusammenhang ebenso wenig erwähnt wie die Stuttgarter Uraufführung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://manfredwekwerth.de/biographisches.html |text=manfredwekwerth.de/biographisches.html |wayback=20090927230332 |archiv-bot=2019-05-07 00:54:04 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Berliner Aufführung des &amp;#039;&amp;#039;Arturo Ui&amp;#039;&amp;#039;, für die Wekwerth 1959 den [[Nationalpreis der DDR]] erhielt, wurde 1960 mit außerordentlichem Erfolg auch in Paris gezeigt und dort mit dem Preis des Theaters der Nationen und dem Großen Preis der Pariser Theater- und Musikkritik ausgezeichnet. Damit war Peter Palitzsch der internationale Durchbruch gelungen. Das Stück blieb mit dem Hauptdarsteller Ekkehard Schall 15 Jahre im Spielplan des Berliner Ensembles und erlebte 532 Aufführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960/61 verfilmten Manfred Wekwerth und Peter Palitzsch gemeinsam bei der [[DEFA]] &amp;#039;&amp;#039;[[Mutter Courage und ihre Kinder (1961)|Mutter Courage und ihre Kinder]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Helene Weigel]], [[Angelika Hurwicz]], [[Regine Lutz]], [[Ernst Busch (Schauspieler)|Ernst Busch]], [[Wolf Kaiser]], Ekkehard Schall, Heinz Schubert. Der Film erhielt den Sonderpreis der Jury zum Filmfestival Locarno im Juni 1961.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://manfredwekwerth.de/biographisches.html |text=manfredwekwerth.de |wayback=20090927230332 |archiv-bot=2019-05-07 00:54:04 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbleib im Westen ===&lt;br /&gt;
Nachdem Peter Palitzsch als Repräsentant authentischer Brecht-Interpretationen in Stuttgart das &amp;#039;&amp;#039;Leben Eduards&amp;amp;nbsp;II.,&amp;#039;&amp;#039; in Wuppertal &amp;#039;&amp;#039;Mann ist Mann&amp;#039;&amp;#039; und in Ulm &amp;#039;&amp;#039;[[Der kaukasische Kreidekreis]]&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Der gute Mensch von Sezuan]]&amp;#039;&amp;#039; inszeniert hatte, brachte er dort am 1. September 1961 die westdeutsche Erstaufführung von Brechts &amp;#039;&amp;#039;Der Prozess der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431&amp;#039;&amp;#039; (nach einem Hörspiel von [[Anna Seghers]]) heraus. Dem Beispiel anderer Theater, nach der Errichtung der [[Berliner Mauer]] am 13. August 1961 auf die Aufführung von Brecht-Stücken zu verzichten, hatte man sich in Ulm nicht anschließen mögen, und Peter Palitzsch war dafür von den Zeitungen &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Bild (Zeitung)|Bild]]&amp;#039;&amp;#039; scharf kritisiert worden. Es kam sogar zu Bombendrohungen. Nach der Premiere, die jedoch ungestört verlief, ließ Palitzsch durch den Ulmer Intendanten [[Kurt Hübner (Schauspieler)|Kurt Hübner]] erklären, er werde nicht in die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] zurückkehren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=43366360 |Titel=Prozeß in Ulm |Jahr=1961 |Nr=38}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im selben Jahr inszenierte er in [[Oslo]] &amp;#039;&amp;#039;Der kaukasische Kreidekreis&amp;#039;&amp;#039; mit der noch unbekannten [[Liv Ullmann]], dann 1962 &amp;#039;&amp;#039;[[Dantons Tod]]&amp;#039;&amp;#039; am [[Staatstheater Stuttgart]] sowie in Köln 1964 &amp;#039;&amp;#039;Mutter Courage&amp;#039;&amp;#039; (mit [[Ursula von Reibnitz]]) und 1966 &amp;#039;&amp;#039;[[Herr Puntila und sein Knecht Matti]]&amp;#039;&amp;#039; (mit [[Hanns Ernst Jäger]] und [[Traugott Buhre]]). Seine Inszenierung von [[Martin Walser]]s &amp;#039;&amp;#039;Der schwarze Schwan&amp;#039;&amp;#039; in Stuttgart wurde 1965 zum [[Berliner Theatertreffen]] eingeladen. 1967 führte er Regie bei einer Fernsehadaption von &amp;#039;&amp;#039;Der Prozeß der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431&amp;#039;&amp;#039; für den [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]]. Von enormer Bedeutung bei dieser neuen Wegstrecke seines künstlerischen Schaffens war, dass er sein Spektrum um solche klassischen Autoren wie [[Samuel Beckett]], [[Seán O’Casey]], [[Harold Pinter]], [[William Shakespeare]] und bei der Gegenwartsdramatik auch [[Ödön von Horváth]], [[Peter Weiss]], [[Tankred Dorst]] und vor allem mit [[Peter Turrini]] und Martin Walser erweitert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besondere Klassiker aus diesen Jahren gelten seine Inszenierungen 1962 &amp;#039;&amp;#039;Dantons Tod&amp;#039;&amp;#039; in Stuttgart von [[Georg Büchner]], Bert Brechts &amp;#039;&amp;#039;Mutter Courage&amp;#039;&amp;#039; 1964 in Köln und &amp;#039;&amp;#039;Herr Puntila und sein Knecht Matti&amp;#039;&amp;#039;, das im Mai 1966 Premiere hatte. Die Inszenierung des Stückes &amp;#039;&amp;#039;Der schwarze Schwan&amp;#039;&amp;#039; von Martin Walser mit dem Stuttgarter Ensemble von 1965 wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Neben den Arbeiten für die Bühne führte er noch 1967 Regie bei der Fernsehadaption von Brechts Stück &amp;#039;&amp;#039;Der Prozess der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431&amp;#039;&amp;#039; für den Westdeutschen Rundfunk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stuttgarter und Frankfurter Zeit ===&lt;br /&gt;
Ab 1. Januar 1966 war Peter Palitzsch Schauspieldirektor am Staatstheater Stuttgart geworden. Seine dortige Produktion Shakespearescher Königsdramen für zwei Abende unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Rosenkriege I&amp;amp;nbsp;+&amp;amp;nbsp;II ([[Heinrich VI. (Drama)|Heinrich&amp;amp;nbsp;VI.]], Eduard&amp;amp;nbsp;IV.)&amp;#039;&amp;#039; wurde 1967 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Gemäß seiner Arbeitsweise, mit den Augen von heute auf die alten Konflikte zu schauen, um das unentwegt Weiterwirkende herauszuarbeiten, interpretierte er Shakespeare. Die Neufassung der shakespearschen Königsdramen schuf er ab 1967 mit Jörg Wehmann, der von 1966 bis 1972 Chefdramaturg der Württembergischen Staatstheater Stuttgart war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Palitzsch, Peter&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wehmeier, Jörg.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 927 und 1314–1315.&amp;lt;/ref&amp;gt; Und die Kritiker feierten das als „zeitgemäße Aneignung der &amp;#039;&amp;#039;Königsdramen&amp;#039;&amp;#039;“. Dieselbe Anerkennung einer Einladung nach Berlin erfuhr 1968 seine Inszenierung der &amp;#039;&amp;#039;Marija&amp;#039;&amp;#039; von [[Isaac Babel]], 1969 die der Uraufführung des &amp;#039;&amp;#039;Toller&amp;#039;&amp;#039; von [[Tankred Dorst]] und 1970 die von &amp;#039;&amp;#039;Diese Geschichte von Ihnen&amp;#039;&amp;#039; von [[John Hopkins (Drehbuchautor)|John Hopkins]]. Die Bühnenbilder stammten jeweils von [[Wilfried Minks]]. 1972 wurde eine weitere Stuttgarter Inszenierung Palitzschs nach Berlin eingeladen: &amp;#039;&amp;#039;[[Warten auf Godot]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Gerhard Just (Schauspieler)|Gerhard Just]] und [[Peter Roggisch]]. Sein besonderes Verdienst war hier, dass er dieses Haus in Stuttgart zu einer der ersten Bühnen Deutschlands formte. Die genannten Stücke wurden internationale Sensationen, fanden Beifall, erhielten aber auch Ablehnungen und lösten zahlreiche öffentliche Diskussionen aus. „Theater muss die Welt verändern“ war eine seiner wichtigsten Orientierungen. Im Spätherbst 1967 erntete Peter Palitzsch, der für ein [[politisches Theater]] plädierte, aber auch heftigen politischen Gegenwind aus den Reihen der CDU, als er das Stück &amp;#039;&amp;#039;Macbird&amp;#039;&amp;#039; von Barbara Garson (geboren 1941) zur Erstaufführung brachte. Diese Travestie auf den damaligen USA-Präsidenten Lyndon B. Johnson führte zu heftigen Anfeindungen seiner Person.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Palitzsch Biografie, Munzinger-Archiv 2005 in: www.munzinger.de/search/document/000000011475&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1972 verabschiedet er sich mit einem heftig umstrittenen &amp;#039;&amp;#039;Hamlet&amp;#039;&amp;#039; vom Stuttgarter Publikum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Palitzsch wechselte nun als Mitglied des Direktoriums zum [[Schauspiel Frankfurt]], um dort ein von den Ideen der [[68er-Bewegung]] inspiriertes [[Mitbestimmungstheater]] zu verwirklichen. Von seinen dortigen Inszenierungen werden besonders die der &amp;#039;&amp;#039;[[Emilia Galotti]]&amp;#039;&amp;#039; von 1972, von &amp;#039;&amp;#039;[[Frühlings Erwachen]]&amp;#039;&amp;#039;, das 1974 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde, und von Brechts &amp;#039;&amp;#039;Die Tage der Commune&amp;#039;&amp;#039; hervorgehoben, die im sogenannten [[Deutscher Herbst|Deutschen Herbst]] ab 27. September 1977 gespielt wurde, was im Hinblick auf die Entführung [[Hanns Martin Schleyer]]s durch die „[[Rote Armee Fraktion]]“ am 5. September 1977 und seine Ermordung sechs Wochen später Proteste auslöste. Zu Palitzschs besten Inszenierungen werden auch Ibsens &amp;#039;&amp;#039;[[Baumeister Solneß]]&amp;#039;&amp;#039; von 1978 und Schillers &amp;#039;&amp;#039;[[Don Karlos (Schiller)|Don Carlos]]&amp;#039;&amp;#039; von 1979 gerechnet. Inzwischen hatten die Spannungen zwischen den Beteiligten allerdings so zugenommen, dass Palitzsch das Experiment abbrach und seine Frankfurter Jahre und das Amt des Direktors 1980 beendete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=14316110 |Titel=Kraft nach innen |Jahr=1980 |Nr=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Arbeiten und Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tombstone Peter Palitzsch.jpg|mini|hochkant|Grab von Peter Palitzsch &amp;lt;small&amp;gt;[[Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden|Dorotheenstädtischer Friedhof]]&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
In der folgenden Dekade arbeitete er an verschiedenen westdeutschen Bühnen, etwa in Stuttgart, Köln, Bremen, [[München]] und Düsseldorf,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Rheinische Post: &amp;#039;&amp;#039;[https://rp-online.de/kultur/theaterregisseur-peter-palitzsch-gestorben_aid-8691193 Theaterregisseur Peter Palitzsch gestorben].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; außerdem in [[Wien]], wo er zahlreiche Arbeiten am [[Burgtheater]] herausbrachte, [[Zürich]], [[Rio de Janeiro]], sowie in Oslo mit Liv Ullmann in &amp;#039;&amp;#039;Mutter Courage und ihre Kinder&amp;#039;&amp;#039;. Außerdem spielte er in [[Hans Neuenfels]]’ Film &amp;#039;&amp;#039;Die Familie oder Schroffenstein&amp;#039;&amp;#039; eine Hauptrolle. Nach dem [[Mauerfall|Fall der Mauer]] kehrte er 1992 an das Berliner Ensemble zurück, um bis 1995 die Intendanz mit [[Peter Zadek]], [[Fritz Marquardt]], [[Matthias Langhoff]], [[Eva Mattes]] (10 Monate)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Toter Link |datum=2024-04 |url=https://www.berliner-zeitung.de/eva-mattes-bleibt-direktorin-am-berliner-ensemble-er-oder-er--war-die-frage-17617694 |text=Eva Mattes bleibt Direktorin am Berliner Ensemble. |archivebot=2024-04-14 23:09:00 InternetArchiveBot}}&amp;#039;&amp;#039; Berliner Zeitung, 16. März 1995; „Es war auch Zadek, der Mattes 1994 in das Direktorium des Berliner Ensembles holte - als Puffer zwischen Leitung und Betrieb. Das Amt legte sie jedoch nach einem Jahr nieder...“ &amp;#039;&amp;#039;[https://www.br.de/themen/kultur/inhalt/eva-mattes-portraet100.html Eva Mattes. Bühnenberserkerin mit Bodenhaftung.]&amp;#039;&amp;#039;@br.de; [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9199803.html „...SPIEGEL: Sie waren nur zehn Monate im Amt...“] Der Spiegel, 19. Juni 1995, abgerufen am 26. Januar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Heiner Müller]] zu übernehmen. Zum 100. Geburtstag seines Lehrmeisters Bertolt Brecht inszenierte er 1998 am Berliner Ensemble den musikalischen Abend: &amp;#039;&amp;#039;Leben will ich, Eure Sonne schnaufen&amp;#039;&amp;#039; mit dem Schauspieler [[Volker Spengler]], der Sängerin [[Maria Husmann]] und dem Musiker und Komponisten [[Simon Stockhausen]]. Seine letzte Inszenierung wurde das selbstverfasste &amp;#039;&amp;#039;Drei kurze Texte (mit tödlichem Ausgang)&amp;#039;&amp;#039;, die 2003 in [[Luxemburg (Stadt)|Luxemburg]] und [[Kassel]] uraufgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. September 2004 wurde Palitzsch das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz 1.&amp;amp;nbsp;Klasse]] verliehen. 1991 war er bereits mit dem [[Theaterpreis Berlin]] ausgezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privates ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Palitzsch war ab 1974 mit der mehr als dreißig Jahre jüngeren Tanja von Oertzen († 2020) verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://theatergemeinde-bonn.de/kultur/kultur-Archiv/Interviews/vonOertzen/ |text=theatergemeinde-bonn.de |archivebot=2019-05-07 00:54:04 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1984 lebte er in einer Lebensgemeinschaft mit der Opernsängerin Maria Husmann. Er starb 2004 an Lungenversagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theater ==&lt;br /&gt;
* 1956: [[John Millington Synge]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Held der westlichen Welt]]&amp;#039;&amp;#039; – Regie mit [[Manfred Wekwerth]] ([[Berliner Ensemble]])&lt;br /&gt;
* 1957: [[Bertolt Brecht]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Furcht und Elend des Dritten Reiches]]&amp;#039;&amp;#039; – Regie mit [[Lothar Bellag]]/[[Käthe Rülicke Weiler|Käthe Rülicke]]/[[Konrad Swinarski]]/[[Carl M. Weber (Regisseur)|Carl M. Weber]] (Berliner Ensemble)&lt;br /&gt;
* 1959: Bertolt Brecht: &amp;#039;&amp;#039;[[Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui]]&amp;#039;&amp;#039; – Regie mit Manfred Wekwerth (Berliner Ensemble)&lt;br /&gt;
* 1961: [[Helmut Baierl]]: &amp;#039;&amp;#039;Frau Flinz&amp;#039;&amp;#039; – Regie mit Manfred Wekwerth (Berliner Ensemble)&lt;br /&gt;
* 1994: [[Samuel Beckett]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Endspiel (Beckett)|Endspiel]]&amp;#039;&amp;#039; (Berliner Ensemble)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* 1957: [[Herr Puntila und sein Knecht Matti (1957)|Herr Puntila und sein Knecht Matti]] (Studioaufzeichnung)&lt;br /&gt;
* 1971: Sand (Szenarium: [[Tankred Dorst]])&lt;br /&gt;
* 1974: [[Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (1974)|Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui]] (Theateraufzeichnung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Palitzschs Inszenierungen beim Berliner Theatertreffen ==&lt;br /&gt;
[[Berliner Theatertreffen]]:&lt;br /&gt;
* Martin Walser, &amp;#039;&amp;#039;Der schwarze Schwan&amp;#039;&amp;#039; (Württembergische Staatstheater Stuttgart, 1965)&lt;br /&gt;
* William Shakespeare, &amp;#039;&amp;#039;Heinrich VI.&amp;#039;&amp;#039; (Württembergische Staatstheater Stuttgart, 1967)&lt;br /&gt;
* William Shakespeare, &amp;#039;&amp;#039;Eduard IV.&amp;#039;&amp;#039; (Württembergische Staatstheater Stuttgart, 1967)&lt;br /&gt;
* Isaak Babel, &amp;#039;&amp;#039;Marija&amp;#039;&amp;#039; (Württembergische Staatstheater Stuttgart, 1968)&lt;br /&gt;
* Tankred Dorst, &amp;#039;&amp;#039;Toller&amp;#039;&amp;#039; (Württembergische Staatstheater Stuttgart, 1969)&lt;br /&gt;
* John Hopkins, &amp;#039;&amp;#039;Diese Geschichte von Ihnen&amp;#039;&amp;#039; (Württembergische Staatstheater Stuttgart, 1970)&lt;br /&gt;
* Samuel Beckett, &amp;#039;&amp;#039;Warten auf Godot&amp;#039;&amp;#039; (Württembergische Staatstheater Stuttgart, 1972)&lt;br /&gt;
* Frank Wedekind, &amp;#039;&amp;#039;Frühlings Erwachen&amp;#039;&amp;#039; (Städtische Bühnen Frankfurt/Main, 1974)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rainer Mennicken: &amp;#039;&amp;#039;Peter Palitzsch&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1993, Reihe: Regie im Theater, ISBN 3-596-11114-5&lt;br /&gt;
* [[Peter Iden]]: &amp;#039;&amp;#039;Peter Palitzsch – Theater muss die Welt verändern&amp;#039;&amp;#039;. Henschel Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-89487-511-9&lt;br /&gt;
* [[Christoph Nix]]: &amp;#039;&amp;#039;Immer scheitern, besser scheitern. Zum 80. Geburtstag von Peter Palitzsch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. September 1998&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Bittner]], Mark vom Hofe: &amp;#039;&amp;#039;Der Vorhang geht nicht auf, damit sich Leute unterhalten. Peter Palitzsch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ich mische mich ein. Markante deutsche Lebensläufe&amp;#039;&amp;#039;, Bad Honnef 2006, ISBN 978-3-89502-222-7.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=peter-palitzsch|lemma=Palitzsch, Peter|autor=|band=2|idNum=2593}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Palitzsch, Peter.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 927.&lt;br /&gt;
* [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/der-regisseur-peter-palitzsch-wird-heute-85-jahre-alt-brechts-junger-mann,10810590,10114852.html &amp;#039;&amp;#039;Brechts junger Mann. Der Regisseur Peter Palitzsch wird heute 85 Jahre alt&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. September 2003&lt;br /&gt;
* [http://www.sueddeutsche.de/kultur/peter-palitzsch-ist-tot-der-rebell-in-der-chefetage-1.893709 &amp;#039;&amp;#039;Der Rebell in der Chefetage&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. Dezember 2004&lt;br /&gt;
* [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/millimeterweise-die-welt-veraendern--zum-tod-des-regisseurs-peter-palitzsch-ohne-dialektik-werdet-ihr-meine-stuecke-nicht-kapieren,10810590,10241784.html &amp;#039;&amp;#039;Ohne Dialektik werdet ihr meine Stücke nicht kapieren&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Dezember 2004&lt;br /&gt;
* [[Ivan Nagel]]: [http://www.zeit.de/2004/53/Peter_Palitzsch &amp;#039;&amp;#039;Peter Palitzsch&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 53/2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119082268}}&lt;br /&gt;
* [https://archiv.adk.de/bigobjekt/22464 Peter-Palitzsch-Archiv] im Archiv der [[Akademie der Künste (Berlin)|Akademie der Künste, Berlin]]&lt;br /&gt;
* [https://www.filmportal.de/person/peter-palitzsch_e6d85f8c539544a7833d66e306ebd9ea Biografie (filmportal.de)]&lt;br /&gt;
* Nachruf in der [[Tagesschau (ARD)]] vom 18. Dezember 2004 (im Video ab 11:10 Minuten: [https://www.youtube.com/watch?v=Uh-wimU8nTo&amp;amp;t=670s youtube.com]; [https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tagesschau_vor_20_jahren/video-1411414.html tagesschau.de])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;7. Berliner Zeitung, 16. März 1995 ([https://www.berliner-zeitung.de/eva-mattes-bleibt-direktorin-am-berliner-ensemble-er-oder-er--war-die-frage-17617694 online])&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119082268|LCCN=n94034307|VIAF=2733751}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Palitzsch, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Bertolt Brecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Palitzsch, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theaterregisseur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. September 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zbylutow|Deutmannsdorf]] bei [[Lwówek Śląski|Löwenberg in Schlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Dezember 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Havelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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