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	<title>Peter M. Friesen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Feetjen am 29. Januar 2022 um 09:48 Uhr</title>
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		<updated>2022-01-29T09:48:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter M. Friesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. April]] [[1849]] in [[Sparrau]], [[Ukraine]]; † [[19. Oktober]] [[1914]]) war ein mennonitischer [[Prediger]], [[Lehrer]], [[Historiker]] und [[Schriftsteller]]. Als erster Mennonit unternahm er den Versuch, die Geschichte der [[Russlandmennoniten]] darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Friesen stammte aus einer deutschstämmigen mennonitischen Familie in der [[Mennonitenansiedlung Molotschna]] in der Südukraine. Er besuchte die Zentralschule in [[Molotschansk|Halbstadt]] (Molotschna-Kolonie) und studierte danach in der [[Schweiz]], in [[Odessa]] und in [[Moskau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 16 Jahren ließ Peter Friesen sich in der kürzlich gegründeten [[Mennoniten-Brüdergemeinden|Mennoniten-Brüdergemeinde]] taufen. Unter dem Einfluss der rationalistischen Denkweise, mit der er an den Hochschulen konfrontiert war, gab er als junger Mann zeitweise seinen Glauben auf, kehrte jedoch wieder dazu zurück. Von 1873 bis 1886 war er als [[Lehrer]] in der Zentralschule in [[Molotschansk|Halbstadt]] tätig, ab 1880 auch als Direktor. Dank seinen Bemühungen wurde in Halbstadt 1878 das erste [[Lehrerseminar]] der Mennoniten in [[Russland]] gegründet. Aufgrund seiner Russischkenntnisse diente er mehrfach als Repräsentant der Mennoniten vor der russischen Regierung, wo er die wirtschaftlichen und religiösen Interessen der Mennoniten vertrat. Er erlangte große Bekanntheit als [[Philanthropie|Philanthrop]] und Verteidiger der Unterdrückten, vor allem während der [[Judenpogrom]]e und während der Verfolgung der russischen [[Stundisten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 wurde Peter Friesen zum Prediger der Mennoniten-Brüdergemeinde eingesegnet und war seit 1886 als [[Reiseprediger]] und [[Missionar]] am [[Kuban]], in [[Odessa]] und [[Moskau]] tätig. Er war ein feuriger und talentierter Redner, jedoch kein besonders beliebter, da seine Predigten oftmals über die Köpfe der Zuhörer hinweggingen. Er ging mit sehr scharfen Worte gegen Missstände vor und sprach sich bei mehreren Konferenzen der [[Mennoniten]] sehr energisch für seinen Standpunkt aus. Als Prediger bemühte er sich um eine Annäherung zwischen Mennoniten und Mennoniten-Brüdern, zwischen denen es in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts scharfe Konfrontationen gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer langen Krankheit zog er nach [[Sewastopol]], wo er 13 Jahre lang in einer russischen evangelischen Gemeinde tätig war. Sein Haus, in dem er auch private Nachhilfestunden gab, war in dieser Zeit die Anlaufstelle für viele mennonitische Studenten. Danach zog er nach Moskau, wo seine Wohnung wiederum zum Treffpunkt für die Mennoniten, die dort studierten, wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine letzten Lebensjahre, während denen er fast völlig erblindete, verbrachte Peter Friesen in Tiege (Molotschna-Kolonie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftstellerische Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Friesen verfügte über eine gute theologische Ausbildung. Als Ergebnis seiner Vermittlungen zwischen den Mennoniten und der Regierung verfasste Peter Friesen die Schrift &amp;#039;&amp;#039;Konfession oder Sekte?&amp;#039;&amp;#039;. 1902 verfasste er das [[Glaubensbekenntnis der Mennoniten-Brüdergemeinde]], nach welchem sich viele Mennoniten-Brüdergemeinden bis heute ausrichten. Er schrieb auch eine Reihe weiterer Schriften mit geistlichem Inhalt.&lt;br /&gt;
Sein Lebenswerk, an welchem er 25 Jahre lang arbeitete, wurde die Darstellung der Geschichte der Mennoniten in Russland mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Alt-Evangelische Mennonitische Brüderschaft in Russland (1789–1910) im Rahmen der mennonitischen Gesamtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, die 1911 im mennonitischen [[Verlag Raduga]] in [[Molotschansk|Halbstadt]] erschien. Es enthält neben seinen selbst verfassten Texten eine enorme Sammlung von Dokumenten, die seitdem für viele Historiker zur Forschungsquelle gedient haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Peter M. Friesen: &amp;#039;&amp;#039;Die Alt-Evangelische Mennonitische Brüderschaft in Russland (1789-1910) im Rahmen der mennonitischen Gesamtgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Verlagsgesellschaft &amp;quot;Raduga&amp;quot;, Halbstadt 1911.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* P. Braun: &amp;#039;&amp;#039;Peter Martinovitch Friesen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mennonite Life.&amp;#039;&amp;#039; 3 (October 1948), S. 8.&lt;br /&gt;
* [[Christian Hege (Journalist)|Christian Hege]], [[Christian Neff]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Mennonitisches Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2, S. 6.&lt;br /&gt;
* F. C. Thiessen: &amp;#039;&amp;#039;My Recollections of P. M. Friesen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mennonite Life.&amp;#039;&amp;#039; 3 (October 1948), S. 9 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119315149|LCCN=n79118707|VIAF=32803863}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Friesen, Peter M}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mennonitischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mennonitischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenhistoriker (Theologe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russlandmennoniten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russlanddeutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Friesen, Peter M.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=mennonitischer Prediger, Lehrer, Historiker und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. April 1849&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sparrau]], [[Kolonie Molotschna]] Ukraine&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Oktober 1914&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Feetjen</name></author>
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