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	<title>Peter Mühlens - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T12:30:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peter_M%C3%BChlens&amp;diff=1052379&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Besserw1sser RL: /* Weblinks */ linkfix: &#039;http://www.bredelgesellschaft.de/schoeps/rb1997.html#Agnes_Gierck_Weg&#039; --&gt; &#039;https://bredelgesellschaft.de/pdf/rb/rb1997.pdf#page=4&#039;</title>
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		<updated>2025-07-05T09:25:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; linkfix: &amp;#039;http://www.bredelgesellschaft.de/schoeps/rb1997.html#Agnes_Gierck_Weg&amp;#039; --&amp;gt; &amp;#039;https://bredelgesellschaft.de/pdf/rb/rb1997.pdf#page=4&amp;#039;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Peter (?) Muhlens; seated, with a microscope. Photograph, Wellcome V0028885.jpg|mini|Peter Mühlens]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Mühlens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Mai]] [[1874]] in [[Bonn]]; † [[7. Juni]] [[1943]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Tropenmedizin]]er und -[[Hygiene|hygieniker]]. Von 1933 bis 1943 war er Leiter des [[Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin|Bernhard-Nocht-Instituts für Schiffs- und Tropenkrankheiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Mühlens [[Studium der Medizin|studierte Medizin]] und war anschließend [[Sanitätsoffizier]] in der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]]. Ab 1901 arbeitete er am neu gegründeten Hamburger [[Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin|Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten]]. 1911 aus dem Dienst der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] entlassen, wurde er am Institut fest angestellt. Mühlens bereiste von 1912 bis 1914 das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] und forschte u.&amp;amp;nbsp;a. zur [[Malaria]] in [[Jerusalem]]. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war er wieder Soldat und Mitglied des [[Asien-Korps]]. Nach Kriegseintritt [[Zarentum Bulgarien|Bulgariens]] 1915 wurde Mühlens dorthin entsandt, um in der [[Bulgarisches Heer#Geschichte|bulgarischen Armee]] als [[Hygiene|Armeehygieniker]] vor allem im Kampf gegen die Malaria zu wirken. Nach dem Krieg war Mühlens zeitweise Beauftragter der [[Königreich Jugoslawien|Königlichen Jugoslawischen Regierung]] für die Malariabekämpfung in [[Dalmatien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 übergab [[Carl Anton Mense|Carl Mense]] Mühlens die Schriftleitung des „Archivs für Schiffs- und Tropenhygiene“, der ersten unabhängigen tropenmedizinischen Zeitschrift Deutschlands. Weitere Schriftleiter waren Mühlens&amp;#039; Kollegen vom Hamburger Tropeninstitut [[Friedrich Fülleborn]] und [[Martin Mayer (Mediziner)|Martin Mayer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf Brethauer: &amp;#039;&amp;#039;Der Tropenmediziner Carl Mense (1861-1938), Leben und Werk&amp;#039;&amp;#039;, Archiv der Universität Heidelberg, Heidelberg 2000&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1919 leitete Mühlens außerdem die klinische Abteilung des Hamburger Instituts für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Zusammenarbeit mit [[Bernhard Nocht]]. Während des Hungerwinters 1921/22 in [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik|Russland]] war er als Beauftragter des [[Deutsches Rotes Kreuz|Deutschen Roten Kreuzes]] Teilnehmer einer Hilfsexpedition. Sie sollte helfen, den Hunger zu lindern und die ausgebrochene [[Fleckfieber]]epidemie einzudämmen. Seit 1925 war er [[Honorarprofessor]] für [[Tropenmedizin]] an der Medizinischen Fakultät der [[Universität Hamburg]]. Nach dem Tod von [[Friedrich Fülleborn]] im September 1933 wurde er zum neuen Leiter des Hamburger Instituts für Schiffs- und Tropenkrankheiten ernannt, was er bis zu seinem Tod blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mühlens wurde 1933 Mitglied des [[Nationalsozialistischer Lehrerbund|NS-Lehrerbundes]] und unterzeichnete am 11. November 1933 das [[Bekenntnis der Professoren zu Adolf Hitler]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee418&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 418.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1935 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt. 1936 wurde er Vorsitzender der [[Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit|Deutschen Tropenmedizinischen Gesellschaft]]. Am 11. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.349.786).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/29301109&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee418&amp;quot; /&amp;gt; Im Oktober 1940 wurde er&amp;lt;!--neben oder nach Wilhelm Holzmann?--&amp;gt; Präsident der [[Kolonialärztliche Akademie der NSDAP|Kolonialärztlichen Akademie der NSDAP]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee418&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungen ==&lt;br /&gt;
Auf Initiative Mühlens wurden, da dem Tropeninstitut mit Wegfall der [[Deutsche Kolonien|Deutschen Kolonien]] 1918 wichtige Forschungsmöglichkeiten fehlten, neue synthetische Malariamittel an Hamburger Patienten aus dem psychiatrischen Krankenhaus Langenhorn, die an [[Neurolues|progressiver Paralyse]], einem Spätstadium der [[Syphilis]] litten, erprobt. Zuerst wurde so 1926 Plasmochin von Bayer erprobt (das erste synthetische Antimalariamittel, entwickelt von [[Werner Schulemann]], [[Fritz Schönhöfer]], [[August Wingler]], [[Wilhelm Roehl]]), wobei neben Mühlens auch der Leiter der Psychiatrischen Heilanstalt in Düsseldorf-Grafenberg [[Franz Sioli]] eingespannt war. Dazu wurden auch ausgewählte Patienten im Rahmen der [[Malariatherapie]] mit Malaria infiziert. Man erhoffte sich heilende Wirkung durch das von der Malaria verursachte [[Fieber]]. An diesen infizierten Patienten konnten nun Mittel gegen die Malaria erprobt werden. Dieses Verfahren war risikoreich, da die Malaria-induzierten Fieberanfälle teilweise tödlich verliefen. Anfangs wurden Patienten und Angehörige noch informiert und ihr Einverständnis eingeholt, eine Praxis, die nach und nach bis ca. 1925 aufgegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Weß, Ludger: Menschenversuche und Seuchenpolitik- zwei unbekannte Kapitel aus der Geschichte der deutschen Tropenmedizin. In: 1999 Heft 2 1993 S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde unter Mühlens diese Praxis fortgeführt und ausgeweitet. So wurden auch andere Patienten aus dem psychiatrischen Krankenhaus Langenhorn mit Malaria infiziert und Versuche vorgenommen. Probleme für die Forscher des Tropeninstituts tauchten erst auf, als 1941 im Rahmen der [[Aktion T4]] die von ihnen als „Versuchskaninchen“ missbrauchten Patienten vorzeitig umgebracht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Kriegs wurde 1939 am Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten auch eine Fleckfieberforschungsstation geschaffen. Diese richtete auf Initiative Mühlens eine Dependance im besetzten [[Warschau]] ein. Mitarbeiter des Instituts waren dort mitverantwortlich für die Errichtung des [[Warschauer Ghetto]]s. Im November 1941 brach unter [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeitern]] im [[Hamburger Hafen]] Fleckfieber aus. Daraufhin kehrte die Mehrzahl der Warschauer Mitarbeiter nach Hamburg zurück. Mühlens wurde in diesem Rahmen zum „Beauftragten des Reichsstatthalters ([[Karl Kaufmann (Gauleiter)|Karl Kaufmann]]) für Seuchenbekämpfung“ mit weitreichenden Vollmachten in Hamburg ernannt. Daraufhin wurde in Hamburg die Fleckfieberforschung intensiviert. Nachdem im Dezember 1941 auch im [[KZ Neuengamme]] eine Fleckfieberepidemie ausgebrochen war, beantragte Mühlens im Januar 1942 per Brief bei [[Heinrich Himmler]], für Forschungen an Medikamenten gegen Fleckfieber Menschenversuche an Häftlingen in Neuengamme durchzuführen. Dem Antrag wurde stattgegeben und Mediziner des Tropeninstituts führten Versuche an Häftlingen in Neuengamme und später an Häftlingen, die nach Langenhorn verlegt worden waren, durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Mit [[Reinhold Ruge]] und Max zur Verth publizierte er das Lehrbuch &amp;#039;&amp;#039;Krankheiten und Hygiene der warmen Länder.&amp;#039;&amp;#039; Die seit 1945 als „Peter-Mühlens-Weg“ in [[Hamburg-Langenhorn]], unweit der ehemaligen „Landesirrenanstalt“ beziehungsweise des heutigen Betriebsteils Ochsenzoll des [[Asklepios Klinik Nord|Klinikums Nord]] bestehende Straße wurde im Januar 1997 in „Agnes-Gierck-Weg“ umbenannt. [[Agnes Gierck]] (1886–1944) war eine Arbeiterin und Kommunistin, die als aktive NS-Gegnerin aus Langenhorn 1935 zu einer [[Zuchthaus]]strafe verurteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ludger Weß]]: &amp;#039;&amp;#039;Tropenmedizin und Kolonialpolitik. Das Hamburger Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;1999.&amp;#039;&amp;#039; Heft 4, 1992, S. 38 ff.&lt;br /&gt;
* Stefan Wulf: &amp;#039;&amp;#039;Jerusalem - Aleppo - Konstantinopel. Der Hamburger Tropenmediziner Peter Mühlens im Osmanischen Reich am Vorabend und zu Beginn des Ersten Weltkriegs&amp;#039;&amp;#039; (Hamburger Studien zur Geschichte der Medizin 5), Münster 2005, ISBN 3-8258-7941-0&lt;br /&gt;
* {{NDB|18|285|286|Mühlens, Peter|Stefan Wulf|101597991}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|101597991}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/012586}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://bredelgesellschaft.de/pdf/rb/rb1997.pdf#page=4 |titel=Informationen zur Umbenennung des Peter-Mühlens-Weges, 1997 |format=PDF; 268&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2025-07-05 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/140 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=101597991|LCCN=n/2006/9943|VIAF=20049435}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Muhlens, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tropenmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Kaiserliche Marine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mühlens, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Tropenmediziner, Leiter des Bernhard-Nocht-Instituts&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Mai 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juni 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Besserw1sser RL</name></author>
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