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	<title>Peter Kolb - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-22T20:40:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; -1, Relevanz per &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:LIT&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:LIT (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:LIT&lt;/a&gt;?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Lehrer und Völkerkundler Peter Kolb. Zu anderen Personen siehe [[Peter Kolbe]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Naaukeurige en uitvoerige beschryving van kaap de Goede Hoop; behelzende een zeer omstandig verhaal van den tegenwoordigen toestant van dat vermaarde gewest (1727) (14763986775).jpg|mini|Peter Kolb]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Kolb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Oktober]] [[1675]] in [[Dörflas (Marktredwitz)|Dörflas]]; † [[31. Dezember]] [[1726]] in [[Neustadt an der Aisch]]) war ein deutscher Lehrer, Schulrektor in Neustadt an der Aisch sowie Völkerkundler und Südafrikaforscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kolb (in der älteren Literatur auch &amp;#039;&amp;#039;Kolbe&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kolben&amp;#039;&amp;#039; genannt) war der im [[Oberfranken|oberfränkischen]] [[Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge]] geborene Sohn des fürstlichen Zolleinnehmers Andreas Kolb und dessen Ehefrau Catharina Kripner. Seine Schulzeit verbrachte Kolb in Marktredwitz. Mit 13 Jahren wechselte Kolb 1688 nach [[Wunsiedel]] auf das &amp;#039;&amp;#039;Alumneum&amp;#039;&amp;#039;. Nach sechs Schuljahren ging er 1694 auf Empfehlung seiner Lehrer nach [[Nürnberg]] auf das Gymnasium St. Lorenz. Dort wurde er Schüler des Rektors Textor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser vermittelte Kolb als [[Kostgänger]] in den Haushalt des Mathematikers [[Georg Christoph Eimmart]]. 1696 wurde Kolb auch dessen Schüler und wechselte an das [[Aegidianum|Gymnasium St. Egidien]]. 1700 immatrikulierte sich Kolb an der [[Universität Halle]] für die Fächer Mathematik und Astronomie. Bereits ein Jahr später konnte er seine Prüfungen ablegen. Am 1. Juli 1701 promovierte Kolb unter [[Johannes Sperlette]] mit seiner Dissertation &amp;#039;&amp;#039;De natura commetarum&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofort im Anschluss daran wirkte er in Halle als Dozent für Mathematik. Durch diese Vorlesungen machte er die Bekanntschaft des preußischen Diplomaten Freiherr [[Bernhard Friedrich von Krosigk (1656–1714)|Bernhard Friedrich von Krosigk]]. Dieser engagierte 1702 Kolb als Sekretär auf seinem Gut [[Poplitz]]. Dort war Kolb auch als Hauslehrer für die Söhne seines Dienstherrn tätig. Später vertrat Kolb Freiherrn von Krosigk auch in [[Berlin]]. Dort erreichte Kolb durch die russische Gesandtschaft ein Ruf als Professor für Mathematik an der Universität [[Moskau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolb lehnte ab, da ihm sein Dienstherr die Finanzierung einer naturwissenschaftlichen Expedition nach [[Südafrika]] in Aussicht stellte. 1704 reiste Kolb nach [[Amsterdam]] ab und am 20. Dezember desselben Jahres stach er mit Ziel [[Kap der Guten Hoffnung]] in See. Nach über fünf Monaten erreichte er am 12. Juni 1705 [[Kapstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der nächsten Jahre unternahm Kolb am Kap der Guten Hoffnung viele [[Astronomie|astronomisch]]-[[Meteorologie|meteorologische]] Forschungen. Als sein Förderer und [[Mäzen]] starb, versiegten auch die finanziellen Mittel. Kolb war deshalb 1707 gezwungen, sich als Sekretär von [[Ludwig Assenburg]], dem Verwalter von [[Stellenbosch]] und [[Drakenstein]] zu verdingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1712 hatte er dieses Amt in der [[Niederländische Ostindien-Kompanie|Niederländischen Ostindien-Kompanie]] inne. In den Akten der Kompagnie firmierte Kolb unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Pieter Kolb&amp;#039;&amp;#039;. Neben seiner Arbeit pflegte Kolb nicht nur weiter seine Forschungen, sondern korrespondierte auch mit vielen Wissenschaftlern aus [[Deutschland]]. Nicht nur mit Braun, Francke, [[Christian Ludwig Göckel]] und Leupold entstand reger Briefwechsel, sondern auch mit [[Johann Georg Pertsch]] und [[Hermann Witsius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 wurde Kolb zudem noch Sekretär bei [[Johann Mukder]], dem [[Drost|Landdrost]] von Stellenbosch. In der Nacht vom 26. auf 27. April 1712 erblindete der an Malaria erkrankte Kolb auf Grund einer [[Netzhautablösung]] fast vollständig.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Döllner (1950), S. 352.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 1713 nutzte er die Möglichkeit nach Hause zu kommen. Mitte 1713 erreichte er mit dem Schiff Amsterdam. Auf dem Weg in seine Heimat machte Kolb bei seinem Freund und Arzt Göckel in [[Rastatt]] Station, um sich einer Therapie zu unterziehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Neustadt an der Aisch, Kirchplatz 4, Ostseite-001.jpg|mini|Die 1567 wiedererrichtete Lateinschule. Wirkungsstätte von Peter Kolb]]&lt;br /&gt;
Einigermaßen sehend erreichte er 1715 endlich wieder Dörflas. Nach mehreren Eingaben bei der Regierung in [[Bayreuth]] wurde er mit Wirkung vom 7. Mai 1718 zum Rektor der Lateinschule von [[Neustadt an der Aisch]] berufen. Da sein Augenlicht immer noch geschwächt war, lehnte er ein Angebot, als Professor für Mathematik nach [[Coburg]] zu gehen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1726 erkrankte er schwer, wurde durch „tuberkulöse Atembeschwerden“ dienstunfähig und starb trotz bester ärztlicher Versorgung&amp;lt;ref&amp;gt;Max Döllner (1950), S. 353.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Alter von 51 Jahren am 31. Dezember desselben Jahres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem in Neustadt a. d. Aisch fertiggestellten&amp;lt;ref&amp;gt;Max Döllner (1950), S. 352.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Caput bonea spei hodiernum&amp;#039;&amp;#039; beschäftigte sich Kolb nicht nur mit der Geographie, Fauna und Flora am Kap. Er untersuchte auch sehr genau die Lebenssituation der europäischen Siedler und die Kultur der unter dem abschätzigen Namen „[[Hottentotten]]“ bekannten [[Khoi Khoi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die [[San (Volk)|San]] schrieb er:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;„..insgemein aber heißet man die, so sich vom Rauben und&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Steheln ernehren, Boschjes Männer, das ist: solche Leute,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;die sich in Gebürgen und Wäldern aufhalten“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühen Reisenden im 17. Jahrhundert glaubten, dass sogenannte „Buschmänner“ ein Teilvolk der Khoi Khoi seien. Kolb unterschied sie aber von denselben, als er schrieb:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;„… ihre gantze Gestalt ist viel wilder, trutziger und unhöflicher, als aller anderen“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erster beschrieb Kolb das für die Vieh haltenden Khoi Khoi typische nationale Instrument, die &amp;#039;&amp;#039;[[Gora (Saiteninstrument)|Goura]]&amp;#039;&amp;#039;, den einzigen, mit dem Mund angeblasenen [[Musikbogen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De natura cometarum.&amp;#039;&amp;#039; Halle / Magdeburg 1701 ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/31458/1 Digitalisat]) – Dissertation.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Caput bonae spei hodiernum. Das ist: Vollständige Beschreibung des africanischen Vorgebürges der Guten Hofnung.&amp;#039;&amp;#039; Volkshochschule, Marktredwitz 1975. (Nachdruck der Ausgabe Nürnberg 1719). [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb11056194_00005.html Digitalisat].&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Reise zum Vorgebirge der Guten Hoffnung.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Dr. [[Paul Germann]]. F. A. Brockhaus, Leipzig 1922 ([[Alte Reisen und Abenteuer]], Bd. 4). (Enthält die ethnologischen Kapitel)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Unter Hottentotten 1705–1713. Die Aufzeichnungen des Peter Kolb.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Werner Jopp. (= &amp;#039;&amp;#039;Alte abenteuerliche Reiseberichte&amp;#039;&amp;#039;). Erdmann, Tübingen 1979, ISBN 3-7711-0317-7. (Enthält den zweiten von drei Teilen in modernisierter Sprache)&amp;lt;!--(hervorragender Einstieg in das Werk des Peter Kolb in modernisierter Sprache)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Christoph Oertel: &amp;#039;&amp;#039;De vita fatis ac meritis M. Petri Kolbii.&amp;#039;&amp;#039; Felsecker, Nürnberg [1758] ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11208103?page=1 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{ADB|16|460|461|Kolb, Peter|[[Friedrich Ratzel]]|ADB:Kolb, Peter}}&lt;br /&gt;
* Richard Elphick: &amp;#039;&amp;#039;Kraal and castle: Khoikhoi and the founding of white South Africa.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, New Haven 1977. (Phil. Diss.) (wichtige Arbeit zum historischen Hintergrund der Zeit, die Kolb am Kap der Guten Hoffnung verbrachte)&lt;br /&gt;
* [[Max Döllner]]: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933.&amp;#039;&amp;#039; Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a.d. Aisch 1950. (Neuauflage 1978 anlässlich des Jubiläums &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828-1978.&amp;#039;&amp;#039;) S. 352 f., 580 und XXXIII.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Peter Kolbe|Peter Kolb}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118868675}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118868675|LCCN=n/80/24360|VIAF=95298391}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kolb, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afrikaforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entdecker (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Neustadt an der Aisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1675]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1726]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kolb, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kolbe, Peter&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Lehrer und Völkerkundler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Oktober 1675&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dörflas (Marktredwitz)|Dörflas]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Dezember 1726&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neustadt an der Aisch]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Succu</name></author>
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