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	<title>Peter Harry Carstensen - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (braucht keine Versalien -&gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung)</title>
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		<updated>2026-04-05T06:31:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (braucht keine Versalien -&amp;gt; Wikipedia:Rechtschreibung#Groß-_und_Kleinschreibung)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:PeterHarryCarstensen (Foto Frank Ossenbrink).jpg|mini|hochkant|Peter Harry Carstensen (2010)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Harry Carstensen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. März]] [[1947]] im [[Elisabeth-Sophien-Koog]] auf [[Nordstrand]]) ist ein ehemaliger deutscher [[Politiker]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]) und war von 2005 bis 2012 [[Ministerpräsident]] des Landes [[Schleswig-Holstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Beruf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus Peter-Harry Carstensen-1.JPG|mini|Wohnhaus am vormaligen Stammsitz der Familie Peter Harry Carstensens im Elisabeth-Sophien-Koog]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Abitur]] 1966 an der [[Hermann-Tast-Schule]] in [[Husum]] absolvierte Carstensen, Sohn eines [[Landwirt]]s, ein landwirtschaftliches Praktikum und anschließend von 1968 bis 1973 ein Studium der [[Agrarwissenschaft]]en in [[Kiel]], das er als [[Diplom]]-Agraringenieur beendete. Während des Studiums wurde er Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Landsmannschaft Troglodytia Kiel|Landsmannschaft Troglodytia]]&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;[[Coburger Convent]]&amp;#039;&amp;#039; (Austritt 1998), einer [[Mensur (Studentenverbindung)|schlagenden Verbindung]]. 1976 schloss sich das Zweite [[Staatsexamen]] für das [[Lehramt]] an. Danach war er bis 1983 als Landwirtschaftslehrer an der Landwirtschaftsschule [[Bredstedt]] und als Wirtschaftsberater bei der [[Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carstensen war bis zu seiner Kandidatur fürs Amt des Ministerpräsidenten Mitglied des [[Aufsichtsrat]]es der CG Nordfleisch AG (heute [[Vion N. V.|Vion Food]] Hamburg). Nach dem Ende seiner Amtszeit war er zeitweilig Aufsichtsratsvorsitzender der damaligen Hotelkette nordic AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Carstensen ist in zweiter Ehe verheiratet und hat zwei Töchter aus der Ehe mit seiner 1996 verstorbenen Ehefrau Maria. An seinem 60. Geburtstag stellte Carstensen die 1971 geborene Juristin [[Sandra Carstensen|Sandra Thomsen]] der Öffentlichkeit als seine neue Lebensgefährtin vor. Im Dezember 2009 heirateten die beiden in [[Wrixum]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus-467120&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.focus.de/panorama/boulevard/peter-harry-carstensen-heirat-in-der-friesenstube_aid_467120.html |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180728041200/https://www.focus.de/panorama/boulevard/peter-harry-carstensen-heirat-in-der-friesenstube_aid_467120.html |titel=Peter Harry Carstensen: Heirat in der Friesenstube |werk=[[Focus Online]] |datum=2009-12-31 |abruf=2025-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 26. Juni 2010 ließ sich das Paar in der [[St. Catharinen (Westensee)|Catharinenkirche]] in [[Westensee]] kirchlich trauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |url=http://www.ln-online.de/regional/2807947}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide leben in [[Mühbrook]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frank Scheer |url=https://www.kn-online.de/lokales/rendsburg-eckernfoerde/demo-gegen-rechtsextremismus-in-bordesholm-diese-polit-promis-sprechen-AFTOSTNYNRHMHD2X2FN2EMPNFI.html |titel=Demo gegen Rechtsextremismus in Bordesholm: Diese Polit-Promis sprechen |werk=kn-online.de |datum=2024-02-13 |sprache=de |abruf=2024-02-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Frau wurde 2025 in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Partei ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter Harry Carstensen 2008-04-17.jpg|mini|Peter Harry Carstensen (2008)]]&lt;br /&gt;
1971 wurde Carstensen Mitglied der CDU. Von 1986 bis 1992 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes [[Kreis Nordfriesland|Nordfriesland]]. Ab Juli 2000 war er stellvertretender Vorsitzender und ab dem 2. Juni 2002 Landesvorsitzender der [[CDU Schleswig-Holstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Carstensen als Spitzenkandidat erreichte die CDU in der [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2005]] mit 40,2&amp;amp;nbsp;Prozent der Stimmen das beste Ergebnis seit dem Rücktritt von [[Uwe Barschel]] 1987, stellte erstmals seit der [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1983|Landtagswahl 1983]] wieder die stärkste Fraktion im [[Schleswig-Holsteinischer Landtag|Schleswig-Holsteinischen Landtag]] und konnte in einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] mit der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] erneut Regierungsverantwortung übernehmen. Vom 1. März 2005 bis zu seiner Wahl zum Ministerpräsidenten am 27. April 2005 war Carstensen Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Nach dem Bruch der Koalition und der Entlassung aller SPD-Minister erhielt die CDU unter Carstensen in der vorgezogenen [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2009|Landtagswahl 2009]] 31,5 Prozent der gültigen Stimmen und konnte mit der [[Freie Demokratische Partei|FDP]] weiterhin die Landesregierung stellen. Am 30. August 2010 stellte das [[Schleswig-Holsteinisches Landesverfassungsgericht|Schleswig-Holsteinische Landesverfassungsgericht]] die Verfassungswidrigkeit des Landeswahlgesetzes fest und ordnete eine Neuwahl für 2012 an. Daraufhin übergab Carstensen den CDU-Landesvorsitz am 18. September 2010 an den CDU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag [[Christian von Boetticher]] und verzichtete auf eine Kandidatur bei der [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2012|Landtagswahl 2012]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter ===&lt;br /&gt;
Ab 1983 war Carstensen [[Mitglied des Bundestags]]. Im [[13. Deutscher Bundestag|13.]] und [[14. Deutscher Bundestag|14. Deutschen Bundestag]] (1994 bis 2002) war er Vorsitzender des [[Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten|Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten]] bzw. nach der Umbenennung des Ministeriums 2001 für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Diesem Ausschuss gehörte er auch im [[15. Deutscher Bundestag|15. Deutschen Bundestag]] (2002 bis 2005) als ordentliches Mitglied an. Ab Oktober 2002 war er Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der [[CDU/CSU-Bundestagsfraktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carstensen zog 1998 über die [[Landesliste]] Schleswig-Holstein und sonst stets als direkt gewählter Abgeordneter des [[Bundestagswahlkreis Nordfriesland – Dithmarschen Nord|Bundestagswahlkreises Nordfriesland – Dithmarschen-Nord]] in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] ein. Am 20. April 2005 legte Carstensen im Zuge seiner bevorstehenden Wahl zum Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein sein Bundestagsmandat nieder. Für ihn rückte [[Carl-Eduard von Bismarck]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2005 bis 2012 war er Mitglied des [[Landtag Schleswig-Holstein|Landtages von Schleswig-Holstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter Harry Carstensen in Bern (2006).jpg|mini|Carstensen bei der Konferenz der Vereinigung der Europäischen Senate in [[Bern]]]]&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein 2005|Wahl des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein]] in der konstituierenden Sitzung des Landtages am 17. März 2005 erreichten weder Carstensen noch die Amtsinhaberin [[Heide Simonis]] in vier Wahlgängen die erforderliche Mehrheit; die Wahl einer durch den [[Südschleswigscher Wählerverband|SSW]] tolerierten rot-grünen Minderheitsregierung von Heide Simonis mit einer Stimme Mehrheit wäre rechnerisch sicher gewesen. Anschließend wurden jedoch zwischen [[SPD Schleswig-Holstein|SPD]] und CDU erfolgreich Verhandlungen zur Bildung einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] geführt. Am 27. April 2005 wurde Peter Harry Carstensen schließlich im fünften Wahlgang mit einer Mehrheit von 54 Stimmen (von 59 Stimmen der Großen Koalition) zum neuen Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 1. November 2005 bis 31. Oktober 2006 war Carstensen turnusgemäß [[Bundesratspräsident (Deutschland)|Präsident des Bundesrates]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Legislaturperiode stand die von Carstensen angeführte Koalition mehrmals kurz vor dem Scheitern. Im Herbst 2007 konnte ein Bruch nur durch den Rücktritt des SPD-Landesvorsitzenden [[Ralf Stegner]] vom Amt des schleswig-holsteinischen Innenministers vermieden werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz-1824943&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=FAZ.NET mit dpa |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/schleswig-holstein-einig-im-zwist-1824943.html |titel=Einig im Zwist |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung#FAZ.NET|FAZ.net]] |datum=2009-07-15 |abruf=2017-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte Juli 2009 beschloss die CDU-Landtagsfraktion auf Vorschlag Carstensens, die Koalition mit der SPD zu beenden und [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2009|Landtagsneuwahlen am 27. September]] parallel zur [[Bundestagswahl 2009]] herbeizuführen. Der Ministerpräsident führte als Grund das verlorengegangene Vertrauen in den Koalitionspartner an. Da die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit zur Auflösung des Landtags am Widerstand der SPD scheiterte, stellte Carstensen die Vertrauensfrage, über die am 23. Juli abgestimmt wurde. Die SPD-Fraktion lehnte die Neuwahl-Pläne zwar nicht grundsätzlich ab, hielt aber den Rücktritt Carstensens für den besseren Weg zu diesem Ziel.&amp;lt;ref&amp;gt;[[netzeitung.de]]: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.netzeitung.de/politik/1407059.html |text=SPD-Vorschlag zu Neuwahlen abgelehnt: Carstensen nennt Rücktrittsforderung «absurd» |wayback=20090719012518}}&amp;#039;&amp;#039;, 17. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vertrauensfrage wurde mit 37 der 69 Stimmen der Abgeordneten erwartungsgemäß negativ beantwortet. Die Neuwahlen zum schleswig-holsteinischen Landtag fanden parallel zur [[Bundestagswahl 2009|Bundestagswahl]] am 27. September 2009 statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit-2009-07-23&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=kg |url=https://www.zeit.de/online/2009/31/kiel-carstensen-vertrauensfrage |titel=Schleswig-Holstein: Kieler Landtag entzieht Carstensen das Vertrauen |werk=[[Die Zeit#Zeit Online|zeit.de]] |datum=2009-07-23 |abruf=2017-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Konsequenz der gescheiterten Selbstauflösung des Landtages entließ Carstensen am 20. Juli 2009 mit Ablauf des 21. Juli 2009 alle SPD-Minister aus ihren Ämtern in der Landesregierung. Die Leitung der betroffenen Ministerien wurde unter den verbliebenen Kabinettsmitgliedern aufgeteilt, Carstensen selbst übernahm dabei als Nachfolger von [[Uwe Döring (Politiker, 1946)|Uwe Döring]] die Zuständigkeit für das Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.schleswig-holstein.de/ArchivSH/PI/STK/2009/MP/090720_stk_mp_Entlassung_Minister.html |text=Ministerpräsident Peter Harry Carstensen entlässt sozialdemokratische Ministerinnen und Minister |wayback=20120619082150}}, Pressemitteilung vom 20. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Neuwahlen bildete Carstensen eine Koalition mit der [[Freie Demokratische Partei|FDP]]. Obwohl die Oppositionsparteien zusammengenommen bei der Wahl mehr Stimmen als die neue Regierung erhalten hatten, wurde dies aufgrund einer rechtlich umstrittenen Verteilung von [[Überhangmandat|Überhang-]] und [[Ausgleichsmandat]]en möglich; eine alternative Verteilung hätte CDU und FDP in der Minderheit gesehen. Am 27. Oktober 2009 wurde Carstensen mit 50 von 95 Stimmen als Ministerpräsident wiedergewählt und erhielt damit am Ende eine Stimme mehr, als die neuen Regierungsparteien auf sich vereinen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=n-tv Nachrichten |url=https://www.n-tv.de/politik/50-Stimmen-fuer-Carstensen-article565071.html |titel=50 Stimmen für Carstensen |sprache=de |abruf=2024-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Später hatte seine Koalition nur eine Mehrheit von einer Stimme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;faz-1910602&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=FAZ.NET mit ddp |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/schwarz-gelbe-mehrheit-in-kiel-schrumpft-carstensen-das-schweisst-zusammen-1910602.html |titel=Carstensen: Das schweißt zusammen |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung#FAZ.NET|FAZ.net]] |datum=2010-01-22 |abruf=2017-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sitzverteilung des Landtags war nach dem Urteil des Landesverfassungsgerichts vom 30. August 2010 nicht rechtmäßig, so dass Neuwahlen bis spätestens zum 30. September 2012 durchgeführt werden mussten. Die Neuwahlen fanden am 6. Mai 2012 statt. Es war bereits das zweite Mal, dass eine Regierung unter Ministerpräsident Carstensen vorzeitig endete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-714574&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ueberhangmandate-verfassungsgericht-verordnet-schleswig-holstein-neuwahl-a-714574.html |titel=Überhangmandate: Verfassungsgericht verordnet Schleswig-Holstein Neuwahl |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2010-08-30 |abruf=2017-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carstensen kündigte nach diesem Urteil an, den CDU-Landesvorsitz zum 18. September 2010 abzugeben und schlug den CDU-Fraktionsvorsitzenden [[Christian von Boetticher]] als seinen Nachfolger vor. Für die vorgezogene Wahl werde er nicht als Spitzenkandidat zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2011 übernahm Carstensen den Vorsitz der [[Ministerpräsidentenkonferenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2012|Landtagswahl vom 6. Mai 2012]] erhielt die CDU zwar knapp die meisten Wählerstimmen und exakt gleich viele Mandate wie die SPD. Gleichwohl wählte der Landtag am 12. Juni 2012 in der Addition der Stimmen von SPD, [[Bündnis 90/Die Grünen]] und SSW mit mindestens zwei Mehrstimmen aus den Reihen der Opposition (CDU, FDP, [[Piratenpartei Deutschland|PIRATEN]]) [[Torsten Albig]] zu seinem Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carstensen galt in seiner Amtsführung als landesväterlich, da er den Kontakt zum Bürger suchte und sich nur selten in bundespolitische Themen einmischte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulf B. Christen |url=https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article107794262/Ungewoehnlicher-Abgang-eines-Landesvaters.html |titel=Ungewöhnlicher Abgang eines Landesvaters |datum=2012-04-26 |sprache=de-DE |abruf=2022-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätere Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
Auf Vorschlag der CDU war er zur [[Bundesversammlung (Deutschland)#16. Bundesversammlung (12. Februar 2017)|16. Bundesversammlung]] zur [[Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2017]] nominiert, nahm jedoch aus persönlichen Gründen nicht an der Versammlung teil.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=kev/dpa |url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesversammlung-peter-harry-carstensen-reist-nicht-zur-wahl-dackel-krank-a-1134020.html |titel=Dackel krank – Carstensen kommt nicht zur Bundespräsidentenwahl |werk=Spiegel Online |datum=2017-02-10 |abruf=2017-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Februar 2020 wurde Carstensen von der damaligen Landesbildungsministerin [[Karin Prien]] im [[Jüdisches Museum Rendsburg|Jüdischen Museum Rendsburg]] als Landesbeauftragter für jüdisches Leben und gegen [[Antisemitismus]] vorgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Landesregierung Schleswig-Holstein |url=https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/III/Presse/PI/2020/Februar_2020/III_Beauftragter.html |titel=Kultusministerin Karin Prien stellt Peter Harry Carstensen als Beauftragten für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus vor. Prien: „Juden und jüdisches Leben gehören zu Schleswig-Holstein wie Wellen, Wind und Deich“ |datum=2020-02-25 |sprache=de |abruf=2020-07-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Amt übte er bis zum Ende der Legislaturperiode des Landtages im Juni 2022 aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=NDR |url=https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Antisemitismus-Beauftragter-Carstensen-nicht-mehr-im-Amt,carstensenbfjl100.html |titel=Antisemitismus-Beauftragter: Carstensen nicht mehr im Amt |sprache=de |abruf=2022-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaftliches Engagement ===&lt;br /&gt;
Carstensen war Schirmherr der schleswig-holsteinischen Initiative [[Schüler Helfen Leben]], der [[Landesgartenschau]]en in [[Schleswig]] 2008 und [[Landesgartenschau Norderstedt 2011|Norderstedt 2011]] und der „Volksinitiative Gottesbezug“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.shz.de/lokales/husumer-nachrichten/jeder-braucht-einen-ethischen-kompass-id9779091.html |titel=„Jeder braucht einen ethischen Kompass“ |werk=shz.de |datum=2015-05-22 |abruf=2017-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kreuz-und-quer.de/2015/11/09/2049/ |titel=GOTTESBEZUG FÜR TOLERANZ UND VIELFALT |werk=kreuz-und-quer.de |datum=2015-10-09 |abruf=2017-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 2014 bis Juli 2019 war er außerdem Vorsitzender des Kuratoriums der Gregor Mendel Stiftung,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gregor-mendel-stiftung.de/leitidee/ |titel=Leitidee {{!}} Gregor Mendel Stiftung |abruf=2021-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich der gesellschaftlichen Bedeutung der Pflanzenforschung und -züchtung widmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkenntnisse aus den Paradise Papers ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2017 wurde durch die [[Paradise Papers]] bekannt, dass Carstensen 2013 im Firmengeflecht des mit ihm eng befreundeten schwedischen Unternehmers [[Frederik Paulsen (Chemiker)|Frederik Paulsen]] einen vergüteten Direktorenposten erhalten hatte. Dabei handelte es sich um einen von drei Direktoren der Briefkastenfirma &amp;#039;&amp;#039;Peloponnesus B.V.&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in den Niederlanden. Carstensen erklärte hierzu, er sei als nicht-exekutiver Direktor für das [[Museum Kunst der Westküste]] tätig. Diesen Wechsel in die Wirtschaft zeigte er der Landesregierung nicht förmlich an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Schmidt |url=https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article170520031/Carstensens-Paradies.html |titel=Carstensens Paradies |werk=Welt Online |datum=2017-11-11 |abruf=2021-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SHZ |url=https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/wirtschaft/paradise-papers-auch-das-museum-kunst-der-westkueste-taucht-auf-id18277946.html |titel=Carstensens Paradies |werk=SHZ.de |datum=2017-11-08 |abruf=2021-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Süddeutsche de GmbH, Munich Germany |url=https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/wirtschaft/carstensen-und-der-pharma-milliardaer-e624335/ |titel=Carstensen, der Pharma-Milliardär und ein zweifelhafter Posten |datum=2017-11-15 |sprache=de |abruf=2024-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positionierung zum Glücksspiel ==&lt;br /&gt;
Während Carstensens Amtszeit als Ministerpräsident beteiligte sich Schleswig-Holstein als einziges Bundesland nicht am [[Glücksspielstaatsvertrag#Schleswig-Holsteins Sonderweg|Glücksspielstaatsvertrag]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=abendblatt.de |url=https://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article107990891/Schleswig-Holstein-gegen-Gluecksspielvertrag.html |titel=Schleswig-Holstein gegen Glücksspielvertrag |datum=2011-04-06 |sprache=de |abruf=2024-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sondern erließ ein eigenes Landesgesetz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl17/drucks/1700/drucksache-17-1785.pdf Drucksache 17/1785, Schleswig-Holsteinischer Landtag] (PDF; 256&amp;amp;nbsp;kB), abgerufen am 22. Juni 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wurde erstmals in Deutschland eine für ein Bundesland gültige Möglichkeit des legalen Betriebs von [[Online-Casino]]s geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wettanbieter-laender-einigen-sich-auf-neuen-gluecksspielvertrag/5754136.html |titel=Länder einigen sich auf neuen Glücksspielvertrag |werk=[[Handelsblatt]] |datum=2011-10-27 |abruf=2022-03-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später unterstützte Carstensen den Finanzdienstleister [[Wirecard]] bei dessen Bestrebungen, illegale Glücksspielanbieter und deren Zahlungsdienstleister weniger streng zu verfolgen. Der ehemalige Ministerpräsident wurde Wirecard dabei von Beratern der Münchner Anwaltskanzlei Hambach &amp;amp; Hambach empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=NDR |url=https://www.ndr.de/nachrichten/investigation/Nord-Politiker-lobbyierten-fuer-Skandalbank,gluecksspiel340.html |titel=Nord-Politiker lobbyierten für Wirecard |sprache=de |abruf=2024-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Am 23. November 2007 war Carstensen in einer Gastrolle in der Fernsehserie &amp;#039;&amp;#039;[[Der Landarzt]]&amp;#039;&amp;#039; zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Walter Plathe, Sabine Bach, Heinz Reincke |url=https://www.imdb.com/title/tt0858918/ |titel=Der Traumprinz |werk=Der Landarzt |datum=2007-11-23 |abruf=2024-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1996 wurde Carstensen das Verdienstkreuz am Bande des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]] verliehen.&lt;br /&gt;
* 2006 wurde er vom [[Deutscher Brauer-Bund|Deutschen Brauer-Bund]] zum Botschafter des Bieres ernannt.&lt;br /&gt;
* 2008 erhielt er das Komturkreuz mit Stern des [[Verdienstorden der Republik Ungarn|Verdienstordens der Republik Ungarn]].&lt;br /&gt;
* 2013 wurde ihm das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland  verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2013/03/130314-Verdienstorden-Carstensen.html bundespraesident.de: Verdienstorden für Peter Harry Carstensen] abgerufen am 17. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013 wurde ihm die [[Ehrendoktor]]würde der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]] für seine Leistungen zur Entwicklung der schleswig-holsteinischen Landwirtschaft verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kiel.de/pressemeldungen/?pmid=2013-356-ehrendoktor-carstensen uni-kiel.de: Ehemaliger Ministerpräsident Carstensen erhält Ehrendoktorwürde], abgerufen am 29. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2015 wurde er mit der [[Professor-Niklas-Medaille]] in Gold ausgezeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Ministerpräsidenten der deutschen Länder]]&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Carstensen I]]&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Carstensen II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Peter Harry Carstensen}}&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Kategorie:Peter Harry Carstensen|Peter Harry Carstensen}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Peter Harry Carstensen}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130634816}}&lt;br /&gt;
* {{Biographie beim Deutschen Bundestag|Peter-Harry Carstensen (Nordstrand)}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Schleswig-Holstein|566}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ehrendoktor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Carstensen, Peter Harry&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), MdB, MdL, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. März 1947&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elisabeth-Sophien-Koog]] auf [[Nordstrand]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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