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	<title>Peter Grebe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T10:11:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peter_Grebe&amp;diff=1823019&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Prügelprinz: /* Leben */+Wikilinks, Kleinigkeiten</title>
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		<updated>2023-09-08T16:39:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt;+Wikilinks, Kleinigkeiten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Grebe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. April]] [[1896]] in [[Thieringhausen]] bei [[Olpe]]; † [[20. März]] [[1962]]) war ein [[Römisch-katholische Kirche|katholisch]]er [[Geistlicher]] und Opfer der [[NS-Staat|NS]]-Justiz.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Thiel (Hrsg.): 500 Jahre Wallfahrtskirche Kohlhagen. Beiträge zur Geschichte und Gegenwart. Kohlhagen 1990. S. 281f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Grebe wurde am 24. April 1896 als Sohn eines Landwirts in der Ortschaft Thieringhausen, die heute zur Stadt Olpe gehört, geboren. Nach seiner Schulzeit nahm er direkt am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. Er wurde [[Reservist|Reserve-Offizier]] und erhielt das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] I. und II. Klasse. Nach Kriegsende beteiligte er sich als [[Freikorps#Nach dem Ersten Weltkrieg (1918–1923)|Freikorpskämpfer]] in [[Berlin]] am Kampf gegen den [[Spartakusaufstand|Spartakistenaufstand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 kehrte er nach Thieringhausen zurück und erwarb das [[Reifezeugnis]] in [[Attendorn]]. Von 1920 bis 1925 studierte er [[Theologie]] in [[Paderborn]] und [[Tübingen]]. Hier trat er der [[Katholische Studentenverbindung|katholischen Studentenverbindung]] W.K.St.V. Unitas Markomannia bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=|Titel=Unitas-Handbuch|Hrsg=Wolfgang Burr|Sammelwerk=|Band=2|Nummer=|Auflage=|Verlag=Verlag Franz Schmitt|Ort=Siegburg|Datum=1996|Seiten=270|ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Am 28. März 1925 wurde er in Paderborn von Bischof [[Caspar Klein]] zum Priester geweiht und kam  als [[Kaplan|Kooperator]] an die [[Propsteikirche St. Peter und Paul (Bochum)|Propsteikirche St. Peter und Paul]] in [[Bochum]]. Schon 1931 begann sein Widerstandskampf gegen [[Adolf Hitler]]. Die Darstellung von Jochen Krause, Grebe sei persönlich an Hitlers Geburtsort [[Braunau am Inn|Braunau]] gereist, um in den dortigen Kirchenbüchern gesicherte Informationen zur Familiengeschichte Hitlers zu bekommen, ist nicht haltbar. Nach Grebes eigener Schilderung reiste „ein [[Vikar]]“ für diese Recherchen dorthin.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Grebe: Dem Schafott entronnen. In: Sauerländische Lebenszeugen. Zweiter Band. Sn. 289 - 320.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zerrütteten Familienverhältnisse verkündete Grebe von der Kanzel.&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Krause: Menschen der Heimat. Teil 1. Olpe 1987. S. 176&amp;lt;/ref&amp;gt; Politisch betätigte er sich in der [[Zentrumspartei]] bis zu deren Auflösung 1933. Am 1. April 1933 wurde er Vikar an der Propsteikirche in Bochum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 erhielt er ein Schreib-, Predigt- und Unterrichtsverbot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Mai 1936 wurde er Vikar und am 12. April 1937 [[Pfarrverweser]] in Kampen. Am 18. Oktober 1938 kam er als Vikar an die St.-Nicolai-Kirche in [[Lippstadt]], wo er bis zum 3. August 1942 blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Oktober 1942 wurde er in Lippstadt durch die 17-jährige Inge Deutsch denunziert und daraufhin im Februar 1943 durch die [[Gestapo]] in [[Dortmund]]-Hörde vernommen. Inge Deutsch war die Tochter des verstorbenen Chefarztes des katholischen Krankenhauses in Lippstadt. Sie hatte ein Gespräch Peter Grebes mit ihrer Mutter, Maria Deutsch, mitgehört.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Pauly: Vor 40 Jahren vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Pfarrer Peter Grebe - ein Opfer des Unrechts im NS-Staat. In: Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe. 137. Folge, 1984 Nr. 4 S. 174ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Last gelegt wurden Grebe folgende Äußerungen:&lt;br /&gt;
„1. Der Krieg ist eine Auswirkung der menschlichen Bosheit.&lt;br /&gt;
2. Gott macht die Geschichte.&lt;br /&gt;
3. Wenn man einsieht, daß man den Krieg nicht gewinnen kann, soll man rechtzeitig Schluß machen, von der Bühne verschwinden und nicht erst so viele Menschen opfern.&lt;br /&gt;
4. Diesen Krieg haben verursacht die Partei, der Militarismus und ein großer Teil der Industriellen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Becker und Martin Vormberg: Kirchhundem - Geschichte des Amtes und der Gemeinde. Kirchhundem 1994, S. 368&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihm wurde eine Geldbuße von 500 RM auferlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai/Juni 1943 erfolgten Denunziationen durch Oswald Dormann aus [[Wenden (Sauerland)|Elben]] und Wilhelm Kruse aus [[Gerlingen (Wenden)|Gerlingen]]. Dormann war im Winter zum [[Hamstern]] bei Grebes Bruder in Thieringhausen gewesen. Dabei kam es zu einem Gespräch über die Niederlage von Stalingrad. In dem Gespräch äußerte sich Peter Grebe, dass dies der &amp;#039;&amp;#039;erste große Nackenschlag, den wir bekommen haben&amp;#039;&amp;#039; sei und dass andere folgen würden. Außerdem äußerte er, dass wenn Brüning noch an der Regierung wäre, es keinen Krieg gegeben hätte und dem Deutschen Volk das Leid und Elend erspart geblieben wäre; die deutschen Städte wären dann kein Trümmerhaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeindearchiv Kirchhundem, Amt Kirchhundem, Teil 2 Nr. 38. Aussage Peter Grebes vom 18. Dezember 1945 im Entschädigungsverfahren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. August 1943 wurde er an St. Georg, [[Gelsenkirchen]], versetzt, trat die Stelle aber nicht an. Daraufhin wurde er am 5. September 1943 als [[Pfarrer]] an die [[St. Mariä Heimsuchung (Kohlhagen)|Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung]] in [[Kohlhagen]] versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1943 erhielt er eine Vorladung der Gestapo [[Siegen]]. Am 15. Oktober 1943 erfolgte seine Festnahme durch die Gestapo Dortmund. In Dortmund war er in Einzelhaft bis zu seinem Transport nach Berlin am 14. November 1944. Am 16. November 1944 wurde er mit 22 weiteren Angeklagten vom [[Volksgerichtshof]] zum Tode und dauerndem Ehrverlust verurteilt und in das [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg]] abtransportiert. In der Urteilsbegründung heißt es, Grebe habe in Ausübung seines geistlichen Berufes durch entmutigende und [[Wehrkraftzersetzung|zersetzende Äußerungen]] die Wehrkraft deutscher Volksgenossen zu lähmen gesucht und damit den Feinden Beistand geleistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Becker und Martin Vormberg: Kirchhundem - Geschichte des Amtes und der Gemeinde. Kirchhundem 1994, S. 369&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. März 1945 erhielt er durch Bischof [[Heinrich Wienken]] die Mitteilung seiner [[Begnadigung]] und der Umwandlung seiner Strafe in zehn Jahre [[Zuchthaus]]. Am 27. April 1945 wurde er durch [[Rote Armee|sowjetische Frontsoldaten]] befreit und kehrte am 29. Juli in seine Pfarrei Kohlhagen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Pauly: &amp;#039;&amp;#039;Vor 40 Jahren vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt: Pfarrer Peter Grebe, ein Opfer des Unrechts im NS-Staat&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe&amp;#039;&amp;#039; 55. 1984, S. 174–187&lt;br /&gt;
* Jochen Krause: &amp;#039;&amp;#039;Vor 100 Jahren in Thieringhausen geboren: der Priester und Widerstandskämpfer Peter Grebe&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe&amp;#039;&amp;#039; 184. 1996, S. 203–206&lt;br /&gt;
* Günther Becker und Martin Vormberg: &amp;#039;&amp;#039;Kirchhundem – Geschichte des Amtes und der Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;. Kirchhundem 1994. Darin Kapitel: Politische Verfolgung und Euthanasie. S. 366ff.&lt;br /&gt;
* Ulrich Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Leidensweg Paderborner Priester in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Der Dom 5 (1983), S. 1ff.&lt;br /&gt;
* Michael Senger: &amp;#039;&amp;#039;Glaubenstreue und Persönlicher Mut. Priester und Laien im Abwehrkampf gegen den Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. In: Das Hakenkreuz im Sauerland. Schmallenberg-Holthausen 1988. S. 187ff&lt;br /&gt;
* Peter Bürger: &amp;#039;&amp;#039;Sauerländische Lebenszeugen. Friedensarbeiter, Antifaschisten und Märtyrer des kurkölnischen Sauerlandes&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Band. 2018. Darin: Dem Schafott entronnen. Selbstzeugnis eines wegen &amp;quot;Wehrkraftzersetzung&amp;quot; zum Tode verurteilten Priesters. Von Peter Grebe (1896-1962). Sn. 289 - 320.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012619095|VIAF=171330952}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grebe, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im UV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grebe, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher katholischer Priester und NS-Justizopfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. April 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Thieringhausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. März 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Prügelprinz</name></author>
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