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	<title>Peter Ghyczy - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Peter Ghyczy2.jpg|mini|hochkant|Peter Ghyczy 2006]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Ghyczy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Dezember]] [[1940]] in [[Budapest]]; † [[10. März]] [[2022]] in [[Venlo]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jan Pfaff |url=https://ndion.de/de/peter-ghyczy-mehr-als-plastik-und-zeitgeist/ |titel=Peter Ghyczy. Mehr als Plastik und Zeitgeist |werk=ndion |datum=2022-03-30 |sprache=de-DE |abruf=2022-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Designer]] [[Ungarn|ungarischer]] Abstammung, der in den [[Niederlande]]n lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-M0312-0105, Leipzig, Messe, Möbel.jpg|mini|Das Senftenberger Ei auf einem Messestand in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DDR-Museum Pirna Kunststoffgegenstände Senftenberger Ei 2015-01-17.JPG|mini|Senftenberger Ei im [[DDR-Museum Pirna]]]]&lt;br /&gt;
=== Biografie ===&lt;br /&gt;
Als Kind einer weit verzweigten, adligen Familie wuchs Ghyczy im Stadtteil [[Buda]] auf. 1945, nach dem Einmarsch der [[Rote Armee|Roten Armee]], bei dem der Vater getötet wurde, kam er auf das Familiengut Vásárosnamény in der [[Puszta]], wo er zur Dorfschule ging. 1947 wurde er vom [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|Roten Kreuz]] für ein Jahr nach [[Belgien]] verschickt und lernte [[Französische Sprache|Französisch]]. 1952, das Gut wurde enteignet, kehrte er zur Mutter nach Budapest zurück und beendete dort die Volksschule.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.formguide.de/designer/uebersicht/peter-ghyczy/chronik/ |text=Chronik Peter Ghyczy, Anfänge bei www.formguide.de |archivebot=2019-05-06 23:04:47 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1954 ging er in Nordungarn auf das [[Benediktiner]]internat [[Pannonhalma]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956, nach der Niederschlagung des ungarischen [[Ungarischer Volksaufstand|Volksaufstandes]] gegen das kommunistische Regime, flüchtete er mit Mutter und Bruder über [[Wien]] nach [[Bonn]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.designaddict.com/design_index/index.cfm/fuseaction/designer_show_one/DESIGNER_ID/472/selectedObjectId/1005/ |wayback=20090707180656 |text=Biografie Peter Ghyczy bei www.designaddict.com |archiv-bot=2019-05-06 23:04:47 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier machte er 1960 sein Abitur und studierte danach Architektur an der [[RWTH|Technischen Hochschule]] in [[Aachen]] mit Schwerpunkt Bautechnik. 1961 erhielt er eine Assistenz bei Professor Rudolf Steinbach, einem namhaften Architekten, und arbeitete später auch im Kunststoffinstitut der Fakultät. Es folgte eine Mitarbeit am [[UNESCO|UNESCO-Projekt]] in [[Kalabscha|Kalabsha]] in [[Ägypten]], bei dem Altertümer vor dem Wasser eines [[Stausee]]s gerettet wurden. 1967 legte er sein Architekturdiplom an der RWTH Aachen mit einer Arbeit über eine neuartige Schularchitektur ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1968 bis 1972 lebte er in [[Lemförde]] im Landkreis [[Diepholz]]. 1969 nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an. Peter Ghyczy war verheiratet und Vater von vier Kindern. Er lebte in Beesel in den Niederlanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit als Designer ===&lt;br /&gt;
Peter Ghyczy, multikulturell und vielsprachig, gehörte zur Reihe der Designer, die ebenfalls Einwanderer waren – darunter [[Henry van de Velde]], [[Marcel Breuer]], [[Hans Gugelot]] und [[Peter Maly]], und die das deutsche Design wesentlich beeinflusst haben. 1968 übernahm er als freier Mitarbeiter eine leitende Funktion bei der Firma [[Elastogran]] in Lemförde in Südniedersachsen, bei der er für die Entwicklung von Produkten aus [[Polyurethan]] verantwortlich war. Besitzer und Firmenleiter Gottfried Reuter, ursprünglich Chemiker bei Bayer in Leverkusen, war eine [[Koryphäe]] auf dem Gebiet der Polyurethan-Technik, für die er etliche Patente besaß. Darauf baute er in den 1960er Jahren eine Firmengruppe auf, für die er schließlich eine eigene Designabteilung in Lemförde gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1968 und 1972 entwickelte Peter Ghyczy in Lemförde zahlreiche innovative Entwürfe, die – bisher nirgends dokumentiert – ihn als einen der produktivsten Designer jener Jahre ausweisen. 1970 eröffnete in Lemförde das „Design-Center“, ein Gebäude nach Ghyczys Entwurf, das ebenfalls vollständig aus Polyurethan bestand und als Kunststoffarchitektur selbst eine Innovation war. Dabei handelte es sich um eines der frühen deutschen Designstudios, dessen enge Verzahnung von technischer Entwicklung und Produktgestaltung beispielhaft war und das in der Kunststoffbranche eine Alleinstellung hatte. Hier entstanden neben neuartigen, modularen Bauteilen, wie Notunterkünften und Fassadenelementen, vor allem Möbel verschiedenster Art, darunter Stühle, Schalensessel, Wohnlandschaften, Tische, Regale und plastische Türfronten für Büro und Küche. Lizenzen wurden an namhafte Firmen vergeben, u.&amp;amp;nbsp;a. an [[Drabert]], die [[Vereinigte Werkstätten für Kunst im Handwerk|Vereinigten Werkstätten]], [[Vitra]] (damals noch Fehlbaum GmbH) und [[Beylarian]] in den USA. Bekannt geworden ist von alledem nur ein Modell: das „Gartenei“ von 1968,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.loop-magazin.de/home/special/artikelansicht/article/garden-egg-chair.html Martina Kix: &amp;#039;&amp;#039;Garden Egg Chair&amp;#039;&amp;#039;, Loop Magazin]&amp;lt;/ref&amp;gt; der erste aufklappbare Sessel. Bereits 1972 wurde das „Design-Center“ geschlossen und später abgerissen. Reuter verkaufte seine Firma an [[BASF]] und – insgeheim – die Polyurethan-Technik gleichzeitig auch an die DDR, die als Beigabe das &amp;#039;&amp;#039;Gartenei&amp;#039;&amp;#039; erhielt. So kam es, dass dieser Ghyczy-Entwurf auch in der DDR vom VEB Synthesewerk Schwarzheide (heute: [[BASF Schwarzheide]]) in der Nähe von [[Senftenberg]] in unbekannter Stückzahl produziert wurde. Nachdem es als „&amp;#039;Senftenberger Ei&amp;#039;“ – nicht selten fälschlicherweise als DDR-Design angesehen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.concona.de/search/Peter-Ghyczy.htm |wayback=20090723015646 |text=Peter Ghyczy bei www.concona.de |archiv-bot=2019-05-06 23:04:47 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; – in der Kunstszene der späten 1990er Jahre zum Kultobjekt und zu einem begehrten Sammlerstück wurde, legte Peter Ghyczy seinen Entwurf selbst wieder auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=LsiRRgfdfKEC&amp;amp;pg=PA22&amp;amp;lpg=PA22&amp;amp;dq=%22peter+ghyczy%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=RGupLNQFHs&amp;amp;sig=vGidf4r0M4YMMPTVsrYVCu_0hPw&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=3nY8SrmiLNO0sga-zYVv&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=6 Elke Beilfuß: &amp;#039;&amp;#039;Kunststoff–Material der Stunde?!&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;21/22. München 2007]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 gründete er die Firma &amp;#039;&amp;#039;Ghyczy + Co Design&amp;#039;&amp;#039; in Viersen und stellt seine erste eigene [[Möbel]]kollektion vor. Für etliche seiner Entwürfe meldete er Patente an, insbesondere für die von ihm entwickelte Klemmtechnik als Verbindung von [[Glas]] und [[Metall]], auf deren Grundlage Ghyczy eine neuartige gestellfreie Tischform entwickelte, die häufig kopiert wurde und auf der er eine ganze Produktfamilie aufbaute. Schließlich entstand die Klemmkonsole &amp;#039;&amp;#039;R&amp;amp;nbsp;03&amp;#039;&amp;#039;, ein gestellfreies Regal und längst ein anonymer Klassiker, der heute – als Plagiat – in kaum einem Baumarkt fehlt. Von Peter Ghyczy stammen auch zahlreiche Lampenentwürfe u.&amp;amp;nbsp;a. die Serie &amp;#039;&amp;#039;MegaWatt&amp;#039;&amp;#039; und die Tischleuchte &amp;#039;&amp;#039;MW&amp;amp;nbsp;17&amp;#039;&amp;#039;, ein gebogenes, ausbalanciertes Rohr und damit eine weitere gestellfreie Konstruktion – ein Prinzip, das designhistorisch an den [[Freischwinger]] erinnert. Bei zahlreichen Produkten verwendete Peter Ghyczy Gussteile aus Metall, insbesondere [[Aluminium]]- und [[Messing]]guss. Dieses Verfahren geht noch auf seine frühen Erfahrungen mit der Gusstechnik beim Kunststoff zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 verlegte Peter Ghyczy den Firmensitz in die Niederlande, wo die Firma nun unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Ghyczy Selection&amp;#039;&amp;#039; firmierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.formguide.de/designer/uebersicht/peter-ghyczy/chronik/1968-1972/ |wayback=20151217211317 |text=Chronik Peter Ghyczy, 1968-72 bei www.formguide.de |archiv-bot=2019-05-06 23:04:47 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1985 erfolgte der Umzug nach [[Swalmen]], wo die Firma heute noch besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.formguide.de/designer/uebersicht/peter-ghyczy/chronik/1973-1999/ |wayback=20160304114924 |text=Chronik Peter Ghyczy, 1973-99 bei www.formguide.de |archiv-bot=2019-05-06 23:04:47 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ghyczy.de/ Homepage des Künstlers]&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Peter Ghyczy}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=14035347X|LCCN=n2010082718|VIAF=103878112}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ghyczy, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Möbeldesigner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2022]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ghyczy, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-ungarischer Designer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Dezember 1940&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Budapest]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. März 2022&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Venlo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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