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	<title>Peter Gente - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T08:09:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;ChickSR: /* Leben und Werk */ Link</title>
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		<updated>2025-03-01T12:14:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Werk: &lt;/span&gt; Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Peter Gente 2013.png|mini|Peter Gente, 2013]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans-Peter Gente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. April]] [[1936]] in [[Halberstadt]]; † [[8. Februar]] [[2014]] in [[Chiang Mai]], [[Thailand]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Vogel: [https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/merve-verleger-peter-gente-gestorben-li.22130 Peter Gente gestorben]. In: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom (und abgerufen am) 9.&amp;amp;nbsp;Februar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Publizist]], bekannt vor allem als Mitbegründer und langjähriger Geschäftsführer des [[Merve Verlag]]s in [[Berlin-Schöneberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Gentes Vater, Kurt Gente, war Jurist und diente als Oberstleutnant in der [[Wehrmacht]], bis 1951 war er in sowjetischer Gefangenschaft. Er war ein ehemaliger [[Nationalsozialist]], der vor und nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] als Richter in Berlin arbeitete, u.&amp;amp;nbsp;a. im Prozess von [[Fritz Teufel]] und [[Rudi Dutschke]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kerstin Kohlenberg: &amp;#039;&amp;#039;Denker und Punk&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039; vom 15.&amp;amp;nbsp;Februar 2007 (auch [https://www.zeit.de/2007/08/Gente online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Familie kam Gente Anfang der 1950er Jahre aus der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] nach [[West-Berlin]]. Auf Wunsch des Vaters begann er 1957 Jura zu studieren. Sein Studium verdiente er als Hilfsarbeiter in den [[Siemens]]werken in [[Berlin-Siemensstadt|Spandau]]. Nach wenigen Semestern wechselte er zur [[Philosophie]], [[Soziologie]] und [[Germanistik]]. 1960 heiratete er [[Merve Lowien]]. Aus der Ehe ging 1962 ein Sohn hervor. 1965 wurde er Hilfsassistent bei [[Jacob Taubes]]. Ein Vorhaben für eine [[Dissertation]] über [[Walter Benjamin]] und das Versagen der bürgerlichen Künste lehnte [[Peter Szondi]] ab. 1974 bewarb sich Gente um eine Graduiertenförderung für ein Dissertationsprojekt bei [[Harry Pross]], das die „theoretische Diskussion in den Zeitschriften des [[Sozialistischer Deutscher Studentenbund|SDS]] von 1958–1969“ behandeln sollte, und erhielt dafür ein Gutachten von Taubes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Moritz Neuffer |Titel=Die journalistische Form der Theorie: Die Zeitschrift »alternative«, 1958-1982 |Verlag=Wallstein Verlag |Datum=2021 |ISBN=978-3-8353-5010-6 |Seiten=14 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gente begann seine publizistische Tätigkeit Mitte der 1960er Jahre als Herausgeber, zunächst von Schriften von [[Josef Stalin]], später von zwei Bänden zur [[Freudo-Marxismus|freudo-marxistischen]] Diskussion. Letztere verstand er programmatisch: „Heute wäre es an der Zeit, die der von [[Wilhelm Reich|Reich]] inaugurierten [[Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie#Sexpol|Sexpol]] immanenten theoretischen Ansätze […] in Konfrontation mit einer veränderten gesellschaftlichen Situation freizulegen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Marxismus, Psychoanalyse, Sexpol.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation&amp;#039;&amp;#039; [Primärtexte 1926–1936]. Hrsg. mit Vorbemerkung von Hans-Peter Gente. Fischer, Frankfurt am Main 1970, S.&amp;amp;nbsp;9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Programm setzte er jedoch nicht in die Praxis um. In den 1960er-Jahren war Peter Gente auch Mitarbeiter von [[Hildegard Brenner]]s Literaturzeitschrift [[Alternative (Zeitschrift)|&amp;#039;&amp;#039;alternative&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 gehörte Peter Gente zu den Gründern des Merve Verlags, benannt nach dem Vornamen seiner damaligen Ehefrau Merve Lovien. Gente trennte sich nach achtzehn Jahren von ihr und ging eine neue Beziehung zu [[Heidi Paris]] ein. Gemeinsam leiteten sie den Merve Verlag bis zum Suizid von Paris im Jahr 2002. Nach einer marxistisch orientierten Anfangsphase wurden hauptsächlich zeitgenössische französische Philosophen, insbesondere [[Michel Foucault]], aber auch [[Gilles Deleuze]] und zahlreiche weitere Autoren verlegt. Hinzu kamen später Werke der Systemtheorie ([[Niklas Luhmann]], [[Oswald Wiener]], [[Heinz von Foerster]]), von [[John Cage]] und von Autoren der Berliner Szene ([[Martin Kippenberger]], [[Wolfgang Müller (Künstler)|Wolfgang Müller]], [[Rainald Goetz]] u.&amp;amp;nbsp;a.). Das erfolgreichste Buch des Verlags ist &amp;#039;&amp;#039;Rhizom&amp;#039;&amp;#039; von Gilles Deleuze und [[Félix Guattari]]; es wurde über 15.000 Mal verkauft. Insgesamt hat Gente etwa 300 Titel herausgegeben. Im Jahre 2001 erhielt der Merve Verlag auf Grund seines engagierten und intellektuell anspruchsvollen Programms als erster Preisträger den Preis der [[Kurt Wolff Stiftung]] zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene. 2004 nahm Gente an einer klang[[Archäologie|archäologischen]] Expedition mit dem [[Medientheorie|Medientheoretiker]] [[Friedrich Kittler]] auf der Inselgruppe [[Li Galli]] teil, wo der reale Ort des [[Sirene (Mythologie)|Sirenengesangs]] bei [[Homer]] vermutet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=maibaumj |url=https://www.musikundmedien.hu-berlin.de/de/medienwissenschaft/medientheorien/medien_die_wir_meinen/projekte/lokaltermin-sirenen |titel=Lokaltermin Sirenen — Medienwissenschaft |sprache=de |abruf=2021-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brigitte Felderer |Titel=Phonorama: eine Kulturgeschichte der Stimme als Medium |Verlag=Matthes &amp;amp; Seitz |Datum=2004 |ISBN=978-3-88221-844-2 |Seiten=265 |Online=https://books.google.de/books?newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=lZUYAQAAIAAJ&amp;amp;dq=%22peter+gente%22+kittler+sirenen&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=%22peter+gente%22 |Abruf=2021-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 zog er sich aus der aktiven Verlagsarbeit zurück und verkaufte das Verlagsarchiv für insgesamt 100 000 Euro an das [[Zentrum für Kunst und Medien|ZKM]] in Karlsruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Berliner Zeitung |url=https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/merve-verleger-peter-gente-gestorben-li.22130 |titel=Merve-Verleger: Peter Gente gestorben |abruf=2020-10-21 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er lebte danach in Thailand, wo er im Jahr 2014 starb. Die Urne wurde im März 2014 auf dem [[Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin|Alten Matthäus-Friedhof]] in Schöneberg zusammen mit Paris begraben. Der Grabstein ist im Stil des Merve-Einbandlayouts mit einer [[Raute]] gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herausgeberschaft (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heidi Paris &amp;amp; Peter Gente - Alter St.-Matthäus-Kirchhof.JPG|mini|Grabstein für [[Heidi Paris]] und Peter Gente auf dem [[Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin|Alten St.-Matthäus-Kirchhof]]]]&lt;br /&gt;
* Josef W. Stalin: &amp;#039;&amp;#039;Marxismus und Fragen der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Hans-Peter Gente. Rogner &amp;amp; Bernhard, München 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neuer Roter Katechismus&amp;#039;&amp;#039; / [Hrsg.:] Karl Freydorf (Pseudonym von Gente). Kommentiert von Frank Böckelmann, München : Rogner u. Bernhard 1968&lt;br /&gt;
* Josef W. Stalin: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Fragen des Leninismus.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. und eingeleitet von Hans-Peter Gente. Fischer, Frankfurt am Main 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marxismus, Psychoanalyse, Sexpol.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;1: [Primärtexte 1926–1936]. Hrsg. mit Vorbemerkung von Hans-Peter Gente. Fischer, Frankfurt am Main 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marxismus, Psychoanalyse, Sexpol.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;2: [Aktuelle Diskussion]. Hrsg. mit Vorbemerkung von Hans-Peter Gente. Fischer, Frankfurt am Main 1972, ISBN 3-436-01387-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Foucault und die Künste.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Peter Gente. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-29267-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deleuze und die Künste.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Peter Gente und Peter Weibel. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-518-29380-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Paul Virilio und die Künste.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Peter Gente. Merve, Berlin 2008, ISBN 978-3-88396-240-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Kerstin Kohlenberg]] |Titel=Denker und Punk |Sammelwerk=[[Die Zeit]] |Datum=2007-02-15 |Online=https://www.zeit.de/2007/08/Denker_und_Punk/komplettansicht}}&lt;br /&gt;
* [[Philipp Felsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Der lange Sommer der Theorie. Geschichte einer Revolte 1960–1990.&amp;#039;&amp;#039; C.H.Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66853-1.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Martin Schönherr-Mann: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.deutschlandfunk.de/der-lange-sommer-der-theorie-geschichte-der-geistigen.700.de.html?dram:article_id=334618 &amp;quot;Der lange Sommer der Theorie&amp;quot;: Geschichte der geistigen Revolution der 68er]&amp;#039;&amp;#039;, [[Deutschlandfunk]], 21. Oktober 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|111675952}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=82LiWC6EpmY Interview mit Peter Gente] (Youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=111675952|LCCN=no2004111334|VIAF=2545970}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gente, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2014]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gente, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gente, Hans-Peter (bis etwa 1972)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=April 1936&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Halberstadt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Februar 2014&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Chiang Mai]], [[Thailand]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChickSR</name></author>
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