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	<title>Peter Göring - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:16:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peter_G%C3%B6ring&amp;diff=289668&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;32X: Linkfix</title>
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		<updated>2024-10-20T19:42:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den DDR-Grenzsoldat Peter Göring. Zum gleichnamigen Montanunternehmer (1784–1862) siehe [[Peter Göring (Unternehmer)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:2010-03-20-mauer-berlin-by-RalfR-08.jpg|mini|Großformatiges Propagandafoto auf der Titelseite der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED-Zentralorgans]] &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; zu Peter Görings Tod: „Mordüberfall der Frontstadt-OAS“. Der auf dem Gesicht liegende Tote wurde für das Foto umgedreht]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Göring&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Dezember]] [[1940]] in [[Dresden]]; † [[23. Mai]] [[1962]] in [[Berlin]]) war ein Angehöriger der [[Grenztruppen der DDR]]. Er wurde bei einem Schusswechsel mit einem [[West-Berlin]]er Polizisten tödlich getroffen, als er und mehrere Grenzsoldaten gewaltsam den Fluchtversuch eines Jugendlichen unterbinden wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Todesumstände ==&lt;br /&gt;
Der gelernte [[Gussputzer]] Göring war 1960 mit 19 Jahren in die zur Volkspolizei gehörende [[Deutsche Grenzpolizei]] eingetreten, welche mit dem Mauerbau in die [[Grenztruppen der DDR#Grenztruppen der NVA (ab 1961)|Grenztruppen der NVA]] überführt wurde. Am 23. Mai 1962 hatte er gemeinsam mit seinem Postenführer in Berlin in der Nähe des [[Invalidenfriedhof]]es Dienst am [[Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal]], dessen gegenüberliegendes Ufer die Grenze bildete. Gegen 17:35 Uhr wurde der flüchtende 14-jährige Erfurter&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://die-auswaertige-presse.de/2011/01/ehre-ohne-ende-fur-mauerschutzen/ |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210126145007/https://die-auswaertige-presse.de/2011/01/ehre-ohne-ende-fur-mauerschutzen/ |archiv-datum=2021-01-26 |titel=Ehre ohne Ende für Mauerschützen |hrsg=Die Auswärtige Presse e.{{nnbsp}}V. |autor=Manuel Ruoff |datum=2011-01-28 |abruf=2021-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schüler &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilfried Tews&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bemerkt, als er nach Überwindung zweier Mauern zwischen dem am Invalidenfriedhof angrenzenden Grundstück und dem Kanal bereits im Wasser des hier etwa 22 Meter breiten Kanals schwamm. Dabei befand er sich in Sicht von zwei Streifen, einem Posten auf einem etwa 200 Meter entfernten [[Beobachtungsturm der Grenztruppen der DDR|Beobachtungsturm]] sowie dem Posten auf der etwa 300 Meter entfernten [[Sandkrugbrücke]]. Nach Abgabe von Warnschüssen schossen bis zu acht der DDR-Grenzsoldaten gezielt auf den im Wasser schwimmenden Tews, um ihn befehlsgemäß „zu vernichten“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Hans-Hermann Hertle]] |url=https://www.bpb.de/themen/deutsche-einheit/deutsche-teilung-deutsche-einheit/52462/grenzverletzer-sind-festzunehmen-oder-zu-vernichten/ |titel=Grenzverletzer sind festzunehmen oder zu vernichten |werk=[[Aus Politik und Zeitgeschichte]] 31–34/2011 |hrsg=[[Bundeszentrale für politische Bildung]] |abruf=2011}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der daraufhin bewegungslos Richtung Westufer treibende Junge wurde ein weiteres Mal beschossen, da die Grenzsoldaten „nicht feststellen konnten, ob er täuschte“. Unter Verschluss gehaltene Militär- und Justizakten der DDR belegen, dass Göring trotz eines ausdrücklichen Befehls seines Postenführers seinen Wachturm verlassen hatte, um in eine günstige Schussposition zu kommen, und dann zweifach gegen gültige Schusswaffengebrauchsbestimmungen verstieß, indem er seine Waffe gegen ein Kind einsetzte und in westliche Richtung schoss. Aus der [[Kalaschnikow]] Görings, der dem Flüchtenden am nächsten war und sich am Ufer auf gleicher Höhe mit ihm zwischen den beiden Mauern befand, stammten 44 der insgesamt mindestens 121 von den DDR-Grenzsoldaten abgegebenen Schüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Beschuss traf teilweise [[West-Berlin]]er Gebiet und bedrohte dort eine Streife der West-Berliner Polizei, die den flüchtenden Jugendlichen aus dem Wasser ziehen wollte. Dieser hatte inzwischen den einzigen Treppenaufgang in der senkrechten Kanalmauer im Umkreis von 100 Metern angesteuert. Die West-Berliner Polizisten erwiderten das Feuer. Der ihnen direkt gegenüber befindliche Göring wurde von drei Projektilen getroffen: Durchschüsse im rechten Zeigefinger und der linken Schulter von vorn und von hinten ein tödlicher Steckschuss in der linken Nierengegend. Wie kriminaltechnische Untersuchungen in Ost-Berlin ergaben, hatte die tödliche Verletzung ein [[Querschläger]] verursacht, der zuvor von einer der Mauern abgeprallt war. Göring starb am Ort des Geschehens. Ein anderer Grenzsoldat erlitt einen Oberschenkeldurchschuss. Der von acht Schüssen getroffene Tews wurde am Treppenaufgang von West-Berliner Polizisten gerettet und überlebte mit schweren Verletzungen, die ihn zum Invaliden machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Propaganda der DDR ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Glashütte Peter Göring.jpg|alternativtext=Grabstein des als Grenzsoldat an der Berliner Grenze ums Leben gekommenen Peter Göring in Glashütte|mini|Grab in Glashütte (Sachsen) für den „ermordeten“ Unteroffizier Peter Göring, der von „Westberliner Polizisten hinterhältig erschossen“ wurde, „als er treu seine Pflicht zum Schutze der Staatsgrenze in Berlin erfüllte“. Foto Oktober 2024]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Göring war der erste Grenzer der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], der an der [[Berliner Mauer]] durch Schüsse der West-Berliner Polizei starb. In der Propaganda der DDR wurde sein Tod als Mord bezeichnet und ein Zusammenhang mit der französischen Terrororganisation &amp;#039;&amp;#039;[[Organisation de l’armée secrète]]&amp;#039;&amp;#039; (OAS) erfunden. Göring wurde postum zum [[Unteroffizier]] befördert und zum Helden verklärt. Für ihn wurde eine Gedenkplatte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |wayback=20100620081748 |url=http://www.kunst-am-wege.de/index.php/Peter-Göring-Gedenkstein%2C_Berlin |text=Peter-Göring-Gedenkstein auf der Webseite &amp;#039;&amp;#039;Kunst am Wege&amp;#039;&amp;#039;}} &amp;lt;br /&amp;gt; {{Internetquelle |url=https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/gedenktafeln/detail/peter-goering-ddr-grenzer/2539 |titel=Peter Göring (DDR-Grenzer) |werk=Gedenktafeln in Berlin |abruf=2024-10-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus Bronze errichtet, die nach 1993 wieder demontiert wurde. In der DDR wurden Schulen, Straßen, die Radsportabteilung der SG [[Sportvereinigung Dynamo|Dynamo]] [[Frankfurt (Oder)]] und [[Pionierorganisation Ernst Thälmann|Pioniergruppen]] ebenso nach ihm benannt wie die militärische Ausbildungseinrichtung des Ministeriums für Hoch- und Fachschulwesens der DDR in [[Seelingstädt]]. Seine Grabstätte auf dem Friedhof in [[Glashütte (Sachsen)|Glashütte]] war in der DDR ein Ort feierlicher Zeremonien. Im Lied &amp;#039;&amp;#039;Jung sind die Linden&amp;#039;&amp;#039; des [[Erich-Weinert-Ensemble]]s aus dem Jahr 1966 wird auf seinen Tod angespielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcus Heumann: Booklet zur CD &amp;#039;&amp;#039;Die Partei hat immer recht. Eine Dokumentation in Liedern.&amp;#039;&amp;#039;P+C Compilation Hansa Musik Produktion, Berlin 1986, zu Track 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fall Peter Göring nach der Wiedervereinigung ==&lt;br /&gt;
Zwölf Jahre nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] wurde vom 28. Mai bis 14. Juni 2002 vor dem [[Landgericht Berlin|Berliner Landgericht]] gegen drei der beteiligten ehemaligen Grenzsoldaten wegen [[Totschlag (Deutschland)|versuchten Totschlags]] verhandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesspiegel1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/politik/ddr-grenzsoldaten-vor-gericht-896869.html |titel=DDR-Grenzsoldaten vor Gericht |werk=[[Der Tagesspiegel]] |autor=Kerstin Gehrke |datum=2002-05-29 |abruf=2023-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gericht sprach die Angeklagten frei, da ihnen weder Tötungsabsicht noch die Abgabe genau der Schüsse, die Tews getroffen hatten, nachgewiesen werden konnte. Es stellte ferner fest, dass möglicherweise Göring sämtliche Treffer verursacht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/schusse-auf-ddr-schuler-bleiben-ungesuhnt-richter-hatten-letzte-zweifelan-der-schuld-901942.html |titel=Schüsse auf DDR-Schüler bleiben ungesühnt: Richter hatten „letzte Zweifel“ an der Schuld |werk=Der Tagesspiegel |autor=Kerstin Gehrke |datum=2002-06-15 |abruf=2023-01-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[brandenburg]]ische Stadt [[Strausberg]], in der sich das [[Ministerium für Nationale Verteidigung]] der DDR befand, hatte Peter Göring durch die Benennung einer Straße geehrt. Wiederholte Umbenennungsversuche&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1350936| titel=Anne-Frank- statt Peter-Göring-Straße?| werk=[[Märkische Oderzeitung]]| datum=2014-12-03| autor=Uwe Spranger| abruf=2022-09-08| archiv-url=https://web.archive.org/web/20180926053610/http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1350936| abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; scheiterten an den Mehrheitsverhältnissen in der Stadtverordnetenversammlung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/29980.strausberg-behaelt-peter-goering-strasse.html |titel=Strausberg behält Peter-Göring-Straße. CDU scheiterte erneut mit ihrem Antrag auf eine Umbenennung |autor=Hans-Jürgen Neßnau |datum=2003-01-28 |werk=[[Neues Deutschland]] |abruf=2021-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |wayback=20201229132506 |url=http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Start/Detail/id/593928/page/15 |text=Darstellung im Projekt &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Mauer&amp;#039;&amp;#039;, u.&amp;amp;nbsp;a. mit amtlichen Protokollen und Skizzen}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://taz.de/!1157013/ |titel=Heldentod im Mauerstreifen |autor=Heike Haarhoff |datum=2001-08-13 |werk=[[taz]] |abruf=2021-01-05}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.berliner-mauer.de/m-fuehrungen/bm_tour_mitte_2_img_0048_tews.htm | wayback=20071012070301 | text=zeitgenössischer Zeitungsausschnitt}}, angebracht im [[Mauermuseum|Haus am Checkpoint Charlie]]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.welt.de/print-wams/article606841/Schule-soll-weiter-Namen-von-DDR-Held-tragen.html |titel=Schule soll weiter Namen von &amp;quot;DDR-Held&amp;quot; tragen |werk=[[Die Welt]] |datum=2002-09-08 |autor=Thomas M. Steine |abruf=2021-01-05 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://17juni1953.wordpress.com/tag/wilfried-tews/ |titel=Der Dauer-Skandal von Strausberg |datum=2017-05-01 |hrsg=[[Vereinigung 17. Juni 1953]] |abruf=2021-01-05 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* [[Karsten Krampitz]]: [https://www.freitag.de/autoren/karsten-krampitz/der-gestohlene-tod-des-peter-goering &amp;#039;&amp;#039;Der gestohlene Tod des Peter Göring&amp;#039;&amp;#039;], [[Der Freitag]], Ausgabe 02/2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1129818934|VIAF=4822149235100476690008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Goring, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Grenztruppen der DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer der Berliner Mauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Göring, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Militär, Gefreiter der Grenztruppen der DDR, der als Mauerschütze von zwei West-Berliner Polizisten erschossen wurde&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Dezember 1940&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Mai 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;32X</name></author>
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