<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Peter_Ernst_Eiffe</id>
	<title>Peter Ernst Eiffe - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Peter_Ernst_Eiffe"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peter_Ernst_Eiffe&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T09:03:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peter_Ernst_Eiffe&amp;diff=237883&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;UweRohwedder: lf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peter_Ernst_Eiffe&amp;diff=237883&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-21T20:34:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Ernst Eiffe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Juli]] [[1941]]; † vor [[21. März]] [[1984]]) war ein deutscher [[Graffiti]]künstler aus Hamburg, der als „[[Hofnarr]]“ der [[Außerparlamentarische Opposition|Außerparlamentarischen Opposition]] galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Peter Ernst Eiffe wuchs in [[Hamburg-Duvenstedt]] bei [[Adoption|Adoptiveltern]] auf. Sein Adoptivvater Peter Ernst Eiffe (1889–1965&amp;lt;!-- nach einigen quellen auch 1967 --&amp;gt;) war im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] U-Boot-Kommandant, danach Kaufmann in Hamburg (Im- und Export, Schiffsmakler), Nationalsozialist, von 1933 bis 1939 [[Senatssyndicus|Senatssyndikus]] und Vertreter Hamburgs bei der Reichsregierung in Berlin und im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wieder Marineoffizier ([[Fregattenkapitän]]); nach dem Krieg übernahm er wieder seine frühere Firma.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Chronik des Seeoffizier-Jahrgangs 1908&amp;#039;&amp;#039;, 2. Band, Hubert &amp;amp; Co. i. K., Göttingen 1958, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 1961 war Peter Ernst Eiffe Soldat bei der Bundeswehr, die er im Range eines [[Leutnant]]s der Reserve verließ. Er begann ein Studium der [[Betriebswirtschaftslehre]], das er allerdings nach wenigen Semestern abbrach. Anschließend arbeitete er im [[Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein|Statistischen Landesamt Hamburg]]. Seine Vorgesetzten bescheinigten ihm überdurchschnittliche Intelligenz, aber aus der Karriere wurde nichts, denn Eiffe überspannte den Bogen: Er schmückte seinen Arbeitsplatz mit einem [[Bismarck]]-Bild und Aktfotos und beschimpfte morgens die Reinigungskraft in französischer Sprache.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.absolutondemand.de/movie.php?id=8 |titel=Eiffe for President |werk=absolut on demand |hrsg=absolut Medien GmbH |sprache=de |archiv-url=http://web.archive.org/web/20150623231526/http://www.absolutondemand.de/movie.php?id=8 |archiv-datum=2015-06-23 |abruf=2025-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurde er im April 1968 fristlos aus dem Dienst entlassen. Hinzu kam, dass ihn seine Frau mit der gemeinsamen achtzehn Monate alten Tochter Kathrin verließ. Durch diese krisenhafte Situation ist sein nun folgendes Verhalten möglicherweise zu erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktionen ==&lt;br /&gt;
Im Sommer 1968 brachte es Peter Ernst Eiffe in [[Hamburg]] innerhalb weniger Wochen zu einer Berühmtheit: Er überzog die ganze Stadt mit seinen Kritzeleien. Anfangs schrieb Eiffe nur seinen Namen mit schwarzem Filzstift auf Kachelwände im Bereich der [[Universität Hamburg]]. Bald vergrößerte er seinen Aktionsradius und hinterließ auf Briefkästen, Plakaten, Straßenschildern und in U-Bahnhöfen seine Sprüche (Auswahl):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eiffe, der Bär kommt&lt;br /&gt;
* Sei keine Pfeife, wähl Eiffe&lt;br /&gt;
* Eiffe der Bär ist lieb, stark und potent&lt;br /&gt;
* Eiffe sucht Frauen, die Französisch und Chinesisch können, sowie gesunde Senatoren&lt;br /&gt;
* Eiffe Bundeskanzler, [[Axel Springer|Springer]] Außen-, [[Rudolf Augstein|Augstein]] Innen-, [[Willi Bartels (Unternehmer)|Bartels]] vom Eros-Center als Familienminister, [[Gustav Heinemann|Heinemann]] Rest&lt;br /&gt;
* New York, Tokio, [[Hamburg-Wandsbek|Wandsbek]]: Eiffe für alle&lt;br /&gt;
* Eiffe sieht gut aus. Eiffe schafft ein befriedigtes Deutschland. Eiffe will Bundeskanzler werden&lt;br /&gt;
* Kein Hammer, keine Sichel, nur Eiffes Hand auf [[Hauptkirche Sankt Michaelis (Hamburg)|Hamburgs Michel]]&lt;br /&gt;
* Richtet mit und ohne Finger stets den Strahl auf Axel Springer&lt;br /&gt;
* Eiffe for president, alle Ampeln auf gelb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sooft es ging, legte er seine Visitenkarte quasi noch dazu: „Peter Ernst Eiffe, Wandsbeker Chaussee 305, 2000 Hamburg 22“ mitsamt Telefonnummer. Als ihm die [[Hamburger Hochbahn]] wegen Sachbeschädigung eine Rechnung über 900 [[Deutsche Mark|DM]] ausstellte, antwortete er mit dem ihm eigenen Humor und stellte eine Gegenrechnung in gleicher Höhe für seine Kunstwerke aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magisch zog ihn die damalige [[68er-Bewegung|Studentenbewegung]] an. Man sah ihn immer häufiger bei Vollversammlungen, und er drängte oft ans Mikrofon: Mit Anzug, weißem Hemd und Krawatte bekleidet gab Eiffe mit bitterem Ernst seine Theorien über die subversive Kraft des Spaßes zum Besten. Zur [[Erster Mai|Ersten-Mai]]-Kundgebung der Berliner [[APO]] lud ihn [[Fritz Teufel]] als Gastredner ein. Dort verkündete Eiffe unter dem Beifall von Tausenden, er wolle [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] der Studenten und Demonstranten werden. Zur Verkündung seines Regierungsprogramms kam es nicht mehr: Ihm war das Mikrofon abgedreht worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Mai 1968 fuhr Eiffe mit seinem [[Fiat 600 (1955–1969)|Fiat 600]] – beschriftet mit „Freie Eiffe-Republik“ – mitten in die Wandelhalle des [[Hamburger Hauptbahnhof]]s und begann, die Kacheln mit „magischen Dreiecken“ zu verzieren. Eiffe wurde in Handschellen abgeführt und abends in die [[Asklepios Klinik Nord|psychiatrische Klinik]] in Hamburg-[[Ochsenzoll]] eingeliefert. Die [[Boulevard-Presse]] griff den Vorfall als Ereignis auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Letzte Jahre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung im November 1968 fand Eiffe eine Anstellung bei einer Düsseldorfer [[Werbeagentur]]. 1970 erkrankte er an einer schweren [[Depression]] und wurde daraufhin in das psychiatrische Krankenhaus im schleswig-holsteinischen [[Rickling]] gebracht. Am 22. Dezember 1983 verschwand er aus der Einrichtung und wurde erst am 21. März 1984 tot aufgefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;NDR.de: {{Internetquelle | url=https://www.ndr.de/kultur/kunst/hamburg/Legende-von-nebenan-Der-Pionier-der-Streetart-aus-Hamburg,eiffe102.html | titel=Legende von nebenan: Peter Ernst Eiffe, Streetart-Pionier aus Hamburg | titelerg=(Autor: Ralf Dörwang) | abruf=2025-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Taz.de: {{Internetquelle | url=https://taz.de/Wer-voegelt-lebt-Its-Eiffe-Time/!1580844/ | titel=„Wer vögelt, lebt. It&amp;#039;s Eiffe-Time“ | titelerg=(Autor: Julia Kossmann) | abruf=2025-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Peter Ernst Eiffe war -wohl anstalts- und lebensmüde- auf einer Moorwiese in Rickling erfroren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Klospruch|Klosprüche]] an der Universität Hamburg: „Eiffe lebt!“ blieben jahrzehntelang erhalten. [[Uwe Wandrey]] und [[Peter Schütt (Autor)|Peter Schütt]] produzierten 1968 ein Buch unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Eiffe for President – Frühling für Europa&amp;#039;&amp;#039; mit Fotos der Eiffe-Sprüche im Quer-Verlag. 3000 Exemplare wurden verkauft, und Eiffe erhielt ein Autorenhonorar von 500 [[Deutsche Mark|DM]]. 1974 baute [[Uwe Timm]] zahlreiche Sprüche Eiffes als [[Montage (Literatur)|Montage]] in seinen Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Heißer Sommer (Roman)|Heißer Sommer]]&amp;#039;&amp;#039; ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1995 hatte eine einstündige Dokumentation von [[Christian Bau (Regisseur)|Christian Bau]] mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Eiffe for President. Alle Ampeln auf Gelb&amp;#039;&amp;#039; Premiere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.diethede.de/169-0-Inhalt.html |titel=Eiffe For President - Alle Ampeln auf Gelb |hrsg=thede filmproduction |sprache=de |abruf=2025-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.filmportal.de/film/eiffe-for-president-alle-ampeln-auf-gelb_4061fd10a21d4425ad7204767c4c718d |titel=Eiffe for President - Alle Ampeln auf gelb |werk=filmportal.de |hrsg=DFF - Deutsches Filminstitut &amp;amp; Filmmuseum e.V. |sprache=de |abruf=2025-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der in Programmkinos gezeigte Film erschien auch 2019 auf DVD als Teil eines gleichnamigen Buchprojekts, das mit dem Preis HamburgLesen 2020 ausgezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kulturtag-harburg.netsamurai.de/eiffe-for-president-alle-ampeln-auf-gelb-preistraeger-hamburglesen-2020/ |titel=Eiffe for President {{!}} HHLesen-Preis |werk=HARBURGER KULTUR |hrsg=netsamurai digitale medien hamburg |datum=2024-02-01 |sprache=de |abruf=2025-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2014 zitiert die Hamburger Band [[Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen]] Eiffe im titelgebenden Lied &amp;#039;&amp;#039;Alle Ampeln auf Gelb!&amp;#039;&amp;#039; ihres zweiten Albums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HambBio|Eiffe, Peter-Ernst|5|103|104|[[Ortwin Pelc]]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Eiffe, Peter Ernst |Titel=Eiffe for President – Frühling für Europa. Surrealismen zum Mai 68 |Verlag=Quer-Verlag |Ort=Hamburg |Datum=1968 |Kommentar=Herausgabe und Information Uwe Wandrey. Politkritische Vorbemerkungen Peter Schütt}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gessler, Katharina&lt;br /&gt;
   |Titel=Faszination des Wahnsinns&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Hamburger Abendblatt&lt;br /&gt;
   |Datum=1995-02-01}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Schütt, Peter&lt;br /&gt;
   |Titel=Wer hat in Deutschland die ersten Graffiti gesprüht?&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Die ZEIT&lt;br /&gt;
   |Nummer=12&lt;br /&gt;
   |Datum=1995-03-17&lt;br /&gt;
   |Seiten=95&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.zeit.de/1995/12/Wer_hat_in_Deutschland_die_ersten_Graffiti_gesprueht Online]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=103704732X|VIAF=305118623}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eiffe, Peter Ernst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Graffiti-Künstler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eiffe, Peter Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Graffitikünstler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Juli 1941&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=vor März 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;UweRohwedder</name></author>
	</entry>
</feed>