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	<title>Peter Döbler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T04:52:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peter_D%C3%B6bler&amp;diff=2181846&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: Normdaten ergänzt, Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-05-14T05:42:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten ergänzt, Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Peter Döbler beim Umtrunk (Kiel 49.556).jpg|mini|Peter Döbler (Bildmitte) bei der Begrüßung in Kiel (1971)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Döbler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[29. Juli]] [[1940]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://alt.herzfeld-productions.de/ostseeflucht107.pdf alt.herzfeld-productions.de], abgerufen am 5. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Rostock]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Arzt]], der im Juli 1971 durch seine [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|Flucht aus der DDR]] bekannt wurde, bei der er 45 Kilometer von [[Kühlungsborn]] nach [[Fehmarn]] durch die [[Ostsee]] schwamm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=NDR |url=https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/unsere_geschichte/Als-der-Norden-schwimmen-lernte,sendung1154114.html |titel=Als der Norden schwimmen lernte |abruf=2021-05-26 |sprache=de |kommentar=Ab Minute 38&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben in der DDR ==&lt;br /&gt;
Peter Döbler hätte aufgrund der bis in die 1960er Jahre geltenden Vorgabe, [[Arbeiterkinder#Arbeiterkinder in der DDR|Arbeiterkinder]] vorrangig zum Studium zuzulassen, trotz eines Abiturdurchschnitts von 1,6 keinen Studienplatz erhalten. Da sein Vater, der als selbstständiger Steuerberater arbeitete, innerhalb der Immatrikulationsfrist verstarb und sich damit der Status des Sohnes änderte, konnte Döbler Medizin studieren. Dieses Erlebnis führte ihn zu einer kritischen Haltung gegenüber der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], die seinem beruflichen Fortkommen im Wege stand und sogar verhinderte, dass ihm eine Wohnung zugewiesen wurde, obwohl er bereits verheiratet war und ein Kind hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Dienstzeit als Arzt fuhr Döbler im Alter von 27 Jahren auf einem volkseigenen [[Loggerfischerei|Heringsfänger]] mit. Als begeisterter Sportangler, der schon DDR-Jugendbezirksmeister im [[Friedfisch]]angeln gewesen war, fing er von diesem Fabrikschiff aus einen [[Blauhai]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flucht ==&lt;br /&gt;
Für seine Flucht erwog er verschiedene Strecken: von [[Polen]] aus mit einem [[Faltboot]], von [[Bulgarien]] nach [[Griechenland]] oder schwimmend vom [[Darß]]. Diese Strecken schienen Döbler jedoch gründlicher überwacht als die Route von Kühlungsborn nach Fehmarn. Döbler bereitete sich ein Dreivierteljahr intensiv auf seine Flucht vor: Er übte sich im [[Konditionstraining]], wofür er, auch im Winter, regelmäßig 20 Kilometer von [[Kühlungsborn]] nach [[Warnemünde]] sowie in der [[Warnow (Fluss)|Warnow]] schwamm, machte Kraftsport und [[autogenes Training]] und studierte Strömungen und Windverhältnisse und den [[Grenztruppen der DDR|DDR-Grenzschutz]]. Er beschaffte sich Informationen über die [[Patrouillenboot|Grenzboote]] in der betreffenden Region und überprüfte die Sichtverhältnisse im Bereich der Grenzscheinwerfer der DDR.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr vor seiner Flucht ließ er sich scheiden. Den Kontakt zu seiner Mutter reduzierte er, um sie nicht zur Mitwisserin zu machen. Vor seinem Aufbruch schrieb er ihr einen Brief, in dem er sie anwies, ihn wegen [[Ungesetzlicher Grenzübertritt|Republikflucht]] anzuzeigen, damit sie unter seiner Unternehmung nicht zu leiden hätte. Seine Mutter folgte dieser Anweisung und konnte bei den Verhören durch die [[Ministerium für Staatssicherheit|Stasi]] glaubhaft machen, dass sie in die Fluchtpläne nicht eingeweiht worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass jemand einen Fluchtversuch unternommen haben musste, bemerkte man in Kühlungsborn am 25. Juli 1971 etwa um 23 Uhr, als man Döblers Kleidung fand, die er am Spätnachmittag in einem Gebüsch versteckt zurückgelassen hatte. [[Kampfschwimmer]] und Boote suchten das Meer ab. Gegen Mitternacht nahm Döbler die Suchscheinwerfer wahr, konnte sich aber durch Abtauchen retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Döbler orientierte sich am Sternenhimmel und mit einem [[Kompass]]. Er trug einen [[Neoprenanzug]] (den er sich über einen westdeutschen Bekannten, für den er auf der [[Leipziger Messe]] jobbte, besorgt hatte), Flossen für Hände und Füße und war mit einem aufblasbaren Schwimmring, Schokolade, [[Analgetikum|Schmerztabletten]] und [[Methamphetamin]] ausgerüstet. In seinem Gürtel führte er, wasserdicht verpackt, seine Zeugnisse mit, um in der Bundesrepublik Deutschland als Arzt arbeiten zu können. Nach ungefähr einem Tag wurde er vor [[Leuchtturm Staberhuk|Staberhuk]] von einem [[Motorsegler (Wasserfahrzeug)|Motorsegler]] aufgenommen und ließ sich zur Polizei bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stern.de/p/politik/deutschland/mauerfall/von-kuehlungsborn-nach-westen--der-arzt--der-45-kilometer-durch-in-die-freiheit-schwamm-3446294.html |titel=Von Kühlungsborn nach Westen: Der Arzt, der 45 Kilometer durch die Ostsee in die Freiheit schwamm |datum=2020-10-03 |abruf=2021-05-26 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Katja Iken |url=https://www.spiegel.de/geschichte/ddr-rekordflucht-1971-peter-doebler-schwamm-45-kilometer-ueber-die-ostsee-in-die-freiheit-a-d918efb3-69eb-4736-b43a-2a96b6486766 |titel=DDR-Rekordflucht 1971: „Kurs Nordwest“ – wie Peter Döbler 45 Kilometer über die Ostsee in die Freiheit schwamm |werk=Der Spiegel |sprache=de |datum=2021-07-24 |abruf=2021-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Distanz Kühlungsborn nach Fehmarn war mit 45 km die längste Strecke, die je ein DDR-Flüchtling schwimmend überwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Flucht ==&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik lebte er zunächst bei einer Verwandten in [[Kiel]]. Am dortigen [[Universitätsklinikum Schleswig-Holstein|Universitätsklinikum]] fand er schnell eine Stelle. Später ließ er sich als [[Urologie|Urologe]] in [[Hamburg]] nieder, wo er auch promovierte. Seinem Hobby, dem [[Angelsport]], ging er bei zahlreichen Reisen zunächst auf den [[Malediven]] und dann auf den [[Kapverdische Inseln|Kapverdischen Inseln]] nach. Über das Hochseeangeln schrieb er zusammen mit Alexander Kölbing ein Buch. 1974 half er seinem Bekannten Erhard Schelter, ebenfalls aus der DDR zu fliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.ostseeflucht.de/oktober-2000/erhard-schelter&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er seine Praxis 1994 verkauft hatte, zog er 1995 auf die Kapverden, wo er im Sommer von Fischfang und Angeltourismus lebte. Döbler garantierte seinen Chartergästen einen [[Speerfische|Marlinfang]] von seinem Boot „Bebiche“ aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bluemarlinmindelo.tripod.com/blinker.htm |titel=Hochseefischen in Cabo Verde |abruf=2023-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.fischundfang.de/Service/Aktuelle-Meldungen/Zurueck-in-die-Tiefe&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Winter verbrachte er in Deutschland und übernahm [[Ärztlicher Notdienst|Notdienste als Arzt]]. 2007 zog er mit seiner zweiten Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn nach Hamburg zurück, wo er (Stand 2021), mit 81 Jahren, noch immer im Notdienst arbeitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im Januar 2011 erstmals im Fernsehen gezeigte Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Freiheit um jeden Preis. Die spektakulärsten Fluchtversuche aus der DDR&amp;#039;&amp;#039; befasst sich auch mit Döblers Flucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.quotenmeter.de/n/46875/die-kritiker-galileo-spezial-freiheit-um-jeden-preis |titel=Galileo Spezial: Freiheit um jeden Preis. Die spektakulärsten Fluchtversuche aus der DDR |werk=Quotenmeter |datum=2011-01-06 |abruf=2023-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2021 erschien der [[Tatsachenroman]] &amp;#039;&amp;#039;Kurs Nordwest: Wie der Arzt Peter Döbler 45 km in die Freiheit schwamm&amp;#039;&amp;#039; von Rob Lampe, der auf Döblers Leben basiert. Laut dem Autor schildert der Roman zu 90 Prozent wahre Begebenheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* mit Albert Kölbing, Peter Döbler: &amp;#039;&amp;#039;Big Marlin: Hochseeangeln in allen Weltmeeren.&amp;#039;&amp;#039; BLV-Verlagsgesellschaft, München/Wien/Zürich 1986, ISBN 3-405-13231-2. &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rob Lampe: &amp;#039;&amp;#039;Kurs NordWest: Wie der Arzt Peter Döbler 45 km in die Freiheit schwamm.&amp;#039;&amp;#039; München 2021, ISBN 978-3-947145-54-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/der-mann-der-dringend-wegmusste/ &amp;#039;&amp;#039;Der Mann der dringend wegmusste.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 4. September 2009.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.nordkurier.de/wende/portraets/ostseeflucht.php |text=&amp;#039;&amp;#039;Freiheit hinter dem Horizont.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20110811155738}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nordkurier]].&amp;#039;&amp;#039; 4. Mai 2009.&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/peter-doebler-das-tonband-des-ddr-fluechtlings-a-dfa35e22-7378-4942-8e16-ae2a20e4048c?sara_ref=re-so-app-sh/ &amp;#039;&amp;#039;Fulminante Frechheit.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; 23. Dezember 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=no2024142407|VIAF=12173544533201852012|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-05-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dobler, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Döbler, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und DDR-Flüchtling&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Juli 1940&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rostock]], [[Deutsches Reich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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