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	<title>Peter Christian Ludz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-13T00:11:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Peter_Christian_Ludz&amp;diff=2511413&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Atomiccocktail: Änderung 237516870 von KukiHaki rückgängig gemacht; Er ist 1979 verstorben. Er hat einige dieser offiziellen Berichte editiert. Aber wie soll ein bereits Toter bis 1987 etwas editiert haben? Bitte hochpräzise arbeiten. Nicht so.</title>
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		<updated>2023-09-21T15:20:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/237516870&quot; title=&quot;Spezial:Diff/237516870&quot;&gt;237516870&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/KukiHaki&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/KukiHaki&quot;&gt;KukiHaki&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Er ist 1979 verstorben. Er hat einige dieser offiziellen Berichte editiert. Aber wie soll ein bereits Toter bis 1987 etwas editiert haben? Bitte hochpräzise arbeiten. Nicht so.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Mai]] [[1931]] in [[Stettin]]; † [[2. September]] [[1979]] in [[Traubing]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politikwissenschaft|Politologe]] und [[Soziologe]]. Er galt als einer der wichtigsten Akteure der [[DDR-Forschung]] und der vergleichenden Deutschlandforschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft, Schulbildung, Studium ===&lt;br /&gt;
Ludz war Sohn eines evangelischen Pastors. Von 1937 bis 1941 besuchte er in [[Berlin]] die Volksschule, von 1941 bis 1949 das Gymnasium in Berlin und [[Ingolstadt]]. Sein Abitur erwarb er 1949 am [[Humanistisches Gymnasium|Humanistischen Gymnasium]] in [[Berlin-Zehlendorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend studierte Ludz bis 1956 [[Volkswirtschaftslehre]], [[Soziologie]], [[Philosophie]], [[Politikwissenschaft]] und [[Geschichtswissenschaft|Geschichte]] an der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz]], der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]], der [[Sorbonne]] und am [[Collège de France]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Examen als [[Volkswirt|Diplom-Volkswirt]] bestand er 1953 in [[München]]. 1955 erfolgte in Berlin seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] bei [[Hans-Joachim Lieber]].&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Herkunft, Schulbildung und universitären Ausbildung gemäß Munzinger-Archiv und Ursula Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. 1931–1979&amp;#039;&amp;#039;, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschung, Lehre, Politikberatung und Standort ===&lt;br /&gt;
1957 trat Ludz eine Stelle als [[wissenschaftlicher Assistent]] am &amp;#039;&amp;#039;Institut für politische Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; (IfpW) der Freien Universität Berlin an, das von [[Otto Stammer]] geleitet wurde. Dort befasste er sich erstmals mit Studien zur [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. 1958 wurde er Nachfolger von [[Ernst Richert]] als Leiter der Institutsabteilung &amp;#039;&amp;#039;[[Sowjetische Besatzungszone]]&amp;#039;&amp;#039;. 1967 [[Habilitation|habilitierte]] er sich in Berlin mit der Studie &amp;#039;&amp;#039;Parteielite im Wandel&amp;#039;&amp;#039; – in der Bundesrepublik Deutschland das erste Habilitationsverfahren zu einem DDR-Thema.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Christian Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Parteielite im Wandel. Funktionsaufbau, Sozialstruktur und Ideologie der SED-Führung. Eine empirisch-systematische Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;, Westdeutscher Verlag, Köln [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im selben Jahr berief ihn die Freie Universität Berlin zum [[Professor#Ordentliche Universitätsprofessuren|ordentlichen Professor]] für die &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft von der Politik mit besonderer Berücksichtigung der Theorie der Politik&amp;#039;&amp;#039;. 1970 folgte Ludz einem Ruf an die neu gegründete [[Universität Bielefeld]] und war dort als Professor für &amp;#039;&amp;#039;Politische Wissenschaft und Soziologie&amp;#039;&amp;#039; tätig. 1973 wechselte er nach München an das [[Geschwister-Scholl-Institut]]. Dort übernahm er den &amp;#039;&amp;#039;Lehrstuhl für Politische Wissenschaft I&amp;#039;&amp;#039;, den früheren Lehrstuhl [[Eric Voegelin]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967/68 war Ludz Mitglied einer Kommission des [[Senat von Berlin|Senats von Berlin]], die ein Gutachten zur Lage der Ausbildung, Politik und Wirtschaft der Stadt verfasste. Für die [[Bundesregierung (Deutschland)|Regierung der Bundesrepublik Deutschland]] konzipierte Ludz 1971, 1972 und 1974 die &amp;#039;&amp;#039;Materialien zur Lage der Nation&amp;#039;&amp;#039;. Ab 1975 war er Mitglied des Vorstands und der Forschungsleitung in der [[Stiftung Wissenschaft und Politik]]. Für das von [[Egon Franke]] geführte [[Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen]] leitete er von 1975 bis 1978 den Arbeitskreis für vergleichende Deutschlandforschung, der ein vierbändiges Gutachten zum Stand der DDR- und vergleichenden Deutschlandforschung anfertigte. 1975 brachte Ludz zudem das &amp;#039;&amp;#039;DDR-Handbuch&amp;#039;&amp;#039; heraus. Dieses Nachschlagewerk fand weite Verbreitung und wurde 1979, kurz nach dem Tod von Ludz, in zweiter Auflage publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben zur Berufskarriere gemäß dem von Ilse Spittmann verfassten Nachruf in: [[Deutschland Archiv]], Jg. 12, Heft 10 (Oktober 1979), Wiederabdruck in Ursula Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. 1931–1979&amp;#039;&amp;#039;, S. 50–56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludz selbst äußerte sich zu der Mitte/Ende der 1970er Jahre erst langsam herauskristallisierenden Institutionalisierung einer Disziplin für Politische Wissenschaften in der DDR. Nachdem dort Ende 1974 ein [[Nationalkomitee für politische Wissenschaften der DDR]] gegründet worden war, nahm Ludz den XI. Weltkongress für Politische Wissenschaft, den die [[International Political Science Association|International Political Science Assoziation]] in [[Moskau]] im August 1979 veranstaltete, zum Anlass, personelle und inhaltliche Unterschiede zwischen dem sowjetischen und dem ostdeutschen Politologenverband darzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Christian Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Die DDR auf dem XI. Weltkongress für Politische Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Deutschland Archiv&amp;#039;&amp;#039; 10/79, S.  1077 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludz forderte von der DDR-Forschung eine deutliche Orientierung am [[Postulat]] der [[Wertfreiheit|Werturteilsfreiheit von Wissenschaft]]. Seine eigene [[normativ]]e Ausrichtung wird als eine Mischung aus sozial-liberaler und konservativ-technokratischer Standpunkte beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jens Hüttmann]]: &amp;#039;&amp;#039;DDR-Geschichte und ihre Forscher. Akteure und Konjunkturen der bundesdeutschen DDR-Forschung&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 2008, ISBN 3-938690-83-6, S. 244.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gastvorlesungen ===&lt;br /&gt;
Von 1967 bis 1975 hielt Ludz viele Gastvorlesungen an Universitäten in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], unter anderem an der [[Harvard University]], der [[Yale University]], [[Princeton University]], der [[Stanford University]], der [[University of Michigan]], der [[University of California, Berkeley]], der [[University of Texas at Austin]], der [[Washington University in St. Louis]], der [[Georgetown University]], der [[University of Connecticut]], der [[University of New Hampshire]], der [[Columbia University]], der [[The New School|New School for Social Research]], der [[City University of New York]] und am [[Macalester College]]. Gastvorlesungen führten Ludz zudem nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], [[Dänemark]], [[Jugoslawien]], [[Japan]], [[Kanada]] und [[Chile]].&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Ursula Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. 1931–1979&amp;#039;&amp;#039;, S. 82–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Peter Ludz.jpg|mini|hochkant|Grabstätte auf dem [[Friedhof Zehlendorf]]]]&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaften in publizistischen Gremien ===&lt;br /&gt;
Von 1971 bis 1978 gehörte er dem Herausgebergremium der [[Politische Vierteljahresschrift|Politischen Vierteljahresschrift]] an. Ab 1970 zählte er zu den Herausgebern der Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft und Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; im [[Mohr Siebeck Verlag]], ab 1971 war Ludz einer der Editoren des &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Contemporary Sociology&amp;#039;&amp;#039;. Ab 1973 zählte er zu den Herausgebern des &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Sociology&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Studies in Comparative Communism&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;Canadian Review of Studies in Nationalism&amp;#039;&amp;#039;. 1979 wurde er schließlich in den Herausgeberkreis der [[Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie]] berufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Ursula Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. 1931–1979&amp;#039;&amp;#039;, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ende ===&lt;br /&gt;
Ludz galt als rastloser, seine Gesundheit nicht schonender Mensch, der als Wissenschaftler an sich selbst, seine Fachkollegen und seine Studenten die höchsten Ansprüche stellte. Diese rigide wissenschaftliche Arbeitsmoral führte mitunter zu scharfen Konflikten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. hierzu [[Kurt Sontheimer]]s Nachruf in: &amp;#039;&amp;#039;Politische Vierteljahresschrift&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 20, Heft 4, Dezember 1979, S. 401 f., Wiederabdruck in Ursula Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. 1931–1979&amp;#039;&amp;#039;, Selbstverlag, Feldafing 1981, S. 45–49. Siehe auch Johannes L. Kuppe: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. Zur Funktion von Ideologien in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, S. 115 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1975 erlitt er einen [[Herzinfarkt]]. Am 2. September 1979 nahm er sich, offenbar infolge eines schweren Erschöpfungszustandes, das Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Angabe zum Infarkt nach Johannes L. Kuppe: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. Zur Funktion von Ideologien in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, S. 116. Zur Erschöpfung am Lebensende siehe zum Beispiel Ilse Spittmanns Nachruf in: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland Archiv&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 12, Heft 10, Oktober 1979, Wiederabdruck in Ursula Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. 1931–1979&amp;#039;&amp;#039;, S. 50–56.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Berliner [[Friedhof Zehlendorf]] (Grablage 006-14). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
=== Industriegesellschaftlicher Wandel der DDR ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cover Ludz Parteielite im Wandel.jpg|miniatur|links|Cover der dritten Auflage von &amp;#039;&amp;#039;Parteielite im Wandel&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Ludz’ Werk umfasst –&amp;amp;nbsp;Beiträge für Zeitungen nicht eingerechnet&amp;amp;nbsp;– nahezu 200 Titel.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes L. Kuppe: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. Zur Funktion von Ideologien in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei ist er vor allem als DDR-Forscher bekannt geworden.&lt;br /&gt;
In seiner Habilitationsschrift unterstellte Ludz einen entscheidenden organisatorischen, [[sozialstruktur]]ellen und ideologischen Wandel in der politischen Führung der DDR. Dieser durch die [[industriegesellschaft]]liche Dynamik erzeugte Wandel sei mit der tradierten [[Totalitarismus]]theorie, die Ludz bereits in der ersten Hälfte der 1960er Jahre scharf kritisierte,&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Christian Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Totalitarismus oder Totalität? (Zur Erforschung bolschewistischer Gesellschafts- und Herrschaftssysteme&amp;#039;&amp;#039;). In: &amp;#039;&amp;#039;[[Soziale Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 12, 1961, S. 129–145. Peter Christian Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Offene Fragen der Totalitarismusforschung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Politische Vierteljahresschrift|PVS]]&amp;#039;&amp;#039;, 2, 1961, H. 4, S. 319–348, Wiederabdruck in Bruno Seidel, [[Siegfried Jenkner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wege der Totalitarismus-Forschung&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1968, S. 466–512. Peter Christian Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Entwurf einer soziologischen Theorie totalitär verfasster Gesellschaften&amp;#039;&amp;#039;. In: Derselbe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studien und Materialien zur Soziologie der DDR&amp;#039;&amp;#039; ([[Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie]], Sonderheft 8), Westdeutscher Verlag, Köln [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1964, S. 11–58, Wiederabdruck in Bruno Seidel, Siegfried Jenkner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wege der Totalitarismus-Forschung&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1968, S. 466–512.&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht angemessen zu erfassen. Nach Ludz drängten in der DDR Fachleute und akademische ausgebildete [[Kader]] in politische und wirtschaftliche Führungspositionen und bildeten dort eine „institutionalisierte Gegenelite“. Diese konkurriere mit dem althergebrachten, harten Führungskern um [[Walter Ulbricht]], den Ludz als „strategische Clique“ bezeichnete. [[Terror]] und Zwang als gesellschaftliches Herrschaftsmittel werden nach Ludz zunehmend von einem kooperativeren Herrschaftsstil abgelöst, den Ludz „konsultativer Autoritarismus“ nennt. Obgleich diese Arbeit, die vier Auflagen erlebte, eine davon in Englisch, und weitere Schriften von Ludz die DDR-Forschung in neue Bahnen lenkten und dort empirisch orientierte sowie [[Sozialwissenschaften|sozialwissenschaftliche]] Studien anregten, gilt Ludz’ These, die „strategische Clique“ erleide durch das Aufkommen fachorientierter Kader Einflussverluste, als durch die historische Entwicklung der DDR widerlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe hierzu im Überblick {{Der Spiegel |ID=45522436 |Titel=Kampf der Eliten |Jahr=1968 |Nr=1}} sowie Jens Gieseke: &amp;#039;&amp;#039;Die SED-Parteielite zwischen Wandel und Verharren. Peter Christian Ludz’ Modernisierungstheorie&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Danyel, Jan-Holger Kirsch, Martin Sabrow (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;50 Klassiker der Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 3-525-36024-X, [http://books.google.de/books?id=8olCjv8syc4C&amp;amp;pg=PA110&amp;amp;dq=Die+SED-Parteielite+zwischen+Wandel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=hT4TT4GzNITj4QS84u3LAw&amp;amp;ved=0CDEQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S. 110–113.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Arbeitsfelder ===&lt;br /&gt;
Das [[Gesamtwerk|Œuvre]] von Ludz enthält neben den Forschungen zur DDR vielfältige philosophische, soziologische, [[Wissenschaftstheorie|wissenschaftstheoretische]], [[Ideologie|ideologiegeschichtliche und ideologiekritische]] Studien. Immer wieder verfasste Ludz Untersuchungen zu den Themenkreisen [[Intellektueller|Intelligenz]], [[Ästhetik]], [[Entfremdung]], [[Macht]], [[Konflikt]] und [[sozialer Wandel]] sowie zum Zusammenhang von Ästhetik und [[Politik]]. Ihn interessierten unter anderem die [[Sozialgeschichte]] von [[Freimaurerloge]]n und [[Geheimbund|Geheimbünden]], die [[Literatursoziologie]], die politischen und ästhetischen Schriften von [[Georg Lukács]] oder [[Geistesgeschichte|geistesgeschichtliche]] Fragen der französischen Spätrenaissance und des französischen [[Materialismus]]. Mit Werken von [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]], [[Ludwig Feuerbach]] und [[Karl Marx]] setzte er sich genauso auseinander wie mit aktuellen Positionen des [[Eurokommunismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Spannweite des Werks siehe Johannes L. Kuppe: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. Zur Funktion von Ideologien in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, S. 111 und Hubertus Buchstein: &amp;#039;&amp;#039;Ideologie und Empirie&amp;#039;&amp;#039;, S. 121 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgewählte Editionen und Schriften ===&lt;br /&gt;
; Herausgeberschaften&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spengler heute. 6 Essays&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Vorwort von Hermann Lübbe, Beck, München 1980, ISBN 3-406-07600-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geheime Gesellschaften&amp;#039;&amp;#039; (Wolfenbütteler Studien zur Aufklärung), Schneider, Heidelberg 1979, ISBN 3-7953-0720-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;DDR-Handbuch&amp;#039;&amp;#039;  herausgegeben vom Bundesministerium für Innerdeutsche Beziehungen. Wissenschaftliche Leitung: Peter Christian Ludz. Unter Mitwirkung von Johannes Kuppe, 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln : Verlag Wissenschaft u. Politik 1979, ISBN 3-8046-8515-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Soziologie und Marxismus in der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bände, Luchterhand, Neuwied 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Monographien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die DDR zwischen Ost und West. Politische Analysen 1961–1976&amp;#039;&amp;#039;, Beck, München 1977, ISBN 3-406-06754-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ideologiebegriff und marxistische Theorie. Ansätze zu einer immanenten Kritik&amp;#039;&amp;#039;, Opladen, Westdeutscher Verlag 1976, ISBN 3-531-11296-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands doppelte Zukunft. Bundesrepublik und DDR in der Welt von morgen. Ein politischer Essay&amp;#039;&amp;#039;, Hanser, München 1974, ISBN 3-446-11862-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Parteielite im Wandel. Funktionsaufbau, Sozialstruktur und Ideologie der SED-Führung. Eine empirisch-systematische Untersuchung&amp;#039;&amp;#039; (Schriften des Instituts für Politische Wissenschaft, 21), Westdeutscher Verlag, Köln [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Die Witwe von Peter Christian Ludz gab 1979 eine Sammlung von Nachrufen auf den Verstorbenen heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. 1931–1979&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Feldafing 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Januar 1981 fand eine wissenschaftliche Gedächtnissitzung an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München statt, die an Person und Werk von Ludz erinnerte. Auf dieser Veranstaltung referierten [[Kurt Sontheimer]], [[Nikolaus Lobkowicz]], [[Hermann Lübbe]] und [[Mario Rainer Lepsius|M.&amp;amp;nbsp;Rainer Lepsius]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu Jens Hüttmann: &amp;#039;&amp;#039;DDR-Geschichte und ihre Forscher. Akteure und Konjunkturen der bundesdeutschen DDR-Forschung&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 2008, ISBN 3-938690-83-6, S. 195–198.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anhang ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* [[Hubertus Buchstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Ideologie und Empirie. Der Versuch einer Rekonstruktion des intellektuellen Profils von Peter C. Ludz&amp;#039;&amp;#039;, in: Ralf Rytlewski (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politik und Gesellschaft in sozialistischen Ländern. Ergebnisse und Probleme der Sozialistische Länder-Forschung&amp;#039;&amp;#039;, ([[Politische Vierteljahresschrift]], Sonderheft 20), Westdeutscher Verlag, Opladen 1989, S. 121–147, ISBN 3-531-12104-9.&lt;br /&gt;
* Johannes L. Kuppe: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. Zur Funktion von Ideologien in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, in: Hans Karl Rupp, Thomas Noetzel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Macht, Freiheit, Demokratie. Biographische Annäherungen&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Die zweite Generation der westdeutschen Politikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Schüren, Marburg 1994, S.&amp;amp;nbsp;111–127, ISBN 3-89472-100-6.&lt;br /&gt;
* Ursula Ludz: &amp;#039;&amp;#039;Peter Christian Ludz. 1931–1979&amp;#039;&amp;#039;, Selbstverlag, Feldafing 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|115844430}}&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/fespac.pl?f_PER=ludz,%20peter%20christian&amp;amp;t_dirlink=x Literatur von Peter Christian Ludz], erfasst in der Bibliothek der [[Friedrich-Ebert-Stiftung]]&lt;br /&gt;
* Der Nachlass von Peter Ludz befindet sich im [[Institut für Zeitgeschichte]] und ist dort über die [https://www.ifz-muenchen.de/das-archiv/recherche-im-archivgut/archivdatenbank/ Archivdatenbank] recherchierbar (Signatur ED 369).&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000012059}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115844430|LCCN=n/50/47315|VIAF=80858}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ludz, Peter Christian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Forscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bielefeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1931]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ludz, Peter Christian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politikwissenschaftler und Soziologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Mai 1931&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stettin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. September 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Traubing]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Atomiccocktail</name></author>
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