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	<title>Peter Binsfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:57:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-09-01T15:22:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peter Binsfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um [[1545]] in [[Binsfeld (Eifel)]]; † [[24. November]] [[1598]] in [[Trier]]) war [[Weihbischof]] in [[Bistum Trier|Trier]] und [[Hexentheoretiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Peter Binsfeld (oder latinisiert &amp;#039;&amp;#039;Petrus Binsfeldius&amp;#039;&amp;#039;) kam als Sohn eines Bauern und Handwerkers zur Welt. In der [[Abtei]] [[Himmerod]] diente er zunächst als Hirtenjunge, bis der [[Abt]] sein Talent erkannte und ihn in seinem [[Kloster]] studieren ließ. Später wurde er nach [[Rom]] gesandt, um 1552 im [[Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum de Urbe|Collegium Germanicum]] seine Ausbildung zu vollenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Rom kehrte er 1568 als [[Priester (Christentum)|Priester]] in den [[Trier]]er Raum zurück, wo ihm von [[Erzbischof]] [[Jakob von Eltz]] die Aufgabe zugeteilt wurde, die fürstliche Abtei mit dem Städtchen [[Prüm]], welche damals der [[Reformation|lutherischen Reform]] anheimzufallen drohten, im Sinne der [[Konzil von Trient|tridentinischen Reformansätze]] zu Glauben und Disziplin zurückzuführen. Da er diese Aufgabe zur Zufriedenheit des Kurfürsten löste, wurde er 1578 zum [[Propst]] von [[Simeonstift|St. Simeon]] ernannt, bereits zwei Jahre danach, 1580, zum Weihbischof in Trier bestellt und am 2. Februar 1581 durch den Erzbischof von Trier, Jakob von Eltz, zum [[Titularbischof]] von &amp;#039;&amp;#039;[[Titularbistum Azotus|Azotus]]&amp;#039;&amp;#039; geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Catholic-hierarchy|Typ=Bischof|ID=bbins|Artikel=Peter Binsfeld|Abruf=2018-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Amt bekleidete er auch unter der Regierungszeit von [[Johann VII. von Schönenberg]] (1581–1599), unter dem es vor allem auch durch seinen großen Einfluss zu den schlimmsten [[Hexenverfolgung]]en im Trierer Kurfürstentum kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass in der Zeit von 1587 bis 1593 im Trierer Land etwa 360 Personen wegen [[Hexenverfolgung|Hexerei]] verbrannt wurden, darunter auch der prominente „Gegenspieler“ des Weihbischofs Binsfeld, der Bürgermeister, kurfürstliche Rat und Vertraute des Erzbischofs Dr. jur. [[Dietrich Flade]]. Lange hatte es Flade verstanden, sich einer Ausuferung der Prozesse in der Stadt Trier zu widersetzen, doch dann wurde er selbst denunziert und bald darauf angeklagt. Wegen seines hohen Ansehens wurde er 1589 als Gnadenakt vor der Verbrennung am [[Galgen]] [[Erhängen|gehenkt]]. Danach konnte Binsfeld schalten und walten, wie er wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das hohe Ansehen, das Peter Binsfeld nicht nur beim Kurfürsten, sondern überhaupt in der Stadt Trier genoss, spricht auch seine zweimalige Tätigkeit als [[Rektor]] der [[Universität Trier]] in den Jahren 1582/83 und 1587/88.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb am 24. November 1598 an der [[Pest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Hexentraktat ==&lt;br /&gt;
[[Datei:binsfeld.jpg|mini|300px|rechts|Titelblatt des Hexentraktates]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstanden ist Binsfelds [[Hexentraktat]] &amp;#039;&amp;#039;Tractatus de confessionibus maleficorum et sagarum, &amp;amp; auctior redditus. An, &amp;amp; quanta fides ijs abhibenda sit?&amp;#039;&amp;#039; auf der Grundlage der Anklageschrift gegen Dietrich Flade und erschien bereits in dessen Todesjahr, also 1589. Diese Schrift verbreitete sich rasch. Insbesondere ihre frühen deutschen Übersetzungen verhalfen ihr wohl dazu. Bereits 1590 erschien durch Heinrich Bock in Trier die erste deutsche Ausgabe und lediglich ein Jahr später ließ der Drucker [[Adam Berg]] vom Assessor des Münchner Stadtgerichtes, dem Magister Bernhard Vogel, eine eigene deutsche Übersetzung anfertigen, die er unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Tractat von Bekanntnuß der Zauberer und Hexen. Ob und wie viel denselben zu glauben&amp;#039;&amp;#039; in [[München]] 1591 herausgab. Das Werk erlebte insgesamt sechs Auflagen, sodass von einer gedruckten Mindestzahl von 6000 Exemplaren ausgegangen werden muss. Dies ist ein Beleg dafür, wie populär das Werk von Binsfeld war. Es galt für mindestens 100 Jahre als Standardwerk im Bereich der [[Hexenlehre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorrede und erster Teil des Hexentraktates ===&lt;br /&gt;
Bereits in der Vorrede zu seinem Werk macht Peter Binsfeld seine Leser mit der unbezweifelbaren &amp;#039;Tatsache&amp;#039; bekannt, dass es [[Zauberer]] und [[Hexe]]n gibt: &amp;#039;&amp;#039;„Es bezeugen die Kayserlichen Rechten / freundtlicher lieber Leser / unnd thun klärer dann die Mittägliche Sonn dar / das vor alten Zeiten Menschen gewest seyn / die Zauberer / Gott und der Welt verhaßt&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; / genennt hat.“&amp;#039;&amp;#039; In den nächsten Sätzen zählt Binsfeld die bekanntesten Untaten auf: Unzucht, Unwetterhervorrufung, Abwendung von Gott und Zuwendung zu den bösen Geistern und weiteres mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um seinen Mitmenschen das Hexen- und Zaubererübel noch mehr vor Augen zu führen und um seiner Argumentation für die Denunziationspraxis die nötige Grundlage zu schaffen, schob er vor den eigentlichen Hauptteil seines Werkes eine Abhandlung, die sich genauer mit den Praktiken der Hexerei auseinandersetzt. Hierin lieferte er 14 Teildefinitionen über Zauberei, die er als &amp;#039;&amp;#039;Vortrag&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Vorspil&amp;#039;&amp;#039; betitelt hat. Einige Beispiele sind im Folgenden aufgeführt:&lt;br /&gt;
* Die erste Definition bekräftigt noch einmal, dass Zauberei eine unverrückbare Tatsache sei: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Das erst Praeludium oder Vorspil: Es ist gewiß und keins weg zu zweifeln / daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; Zauberey aygentlich genennt / oder Teuffelswerck vermittels Menschlicher Hülff / in der Natur geschehen / unnd solches nach außweisung H. Schrifft / Geistlich: und Weltlicher Rechten / unnd recher Vernunnft.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Als Beweise hierzu führt er in erster Linie die Bibelstellen [[2. Buch Mose|Exodus]] 22; [[3. Buch Mose|Leviticus]] 1,9 und [[5. Buch Mose|Deuteronomium]] 1,8 an. Aber auch [[Augustinus]], [[Thomas von Aquin]] und der [[Hexenhammer]] sind für ihn oberste [[Autorität]]en.&lt;br /&gt;
* Nachdem Binsfeld aus dem Buch [[Ijob]] geschlossen hat, dass es [[Teufel]] gibt, kommt er im dritten &amp;#039;Vortrab&amp;#039; zu seiner eigentlichen Definition der Zauberei: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Daß [sic!] aber das laster Zauberey / von dem wir hie handlen / ins Werck gestelt / sein drey Stuck von nöten darzu. Erstlich / Göttlicher Willen / der solches verricht / und zuläßt. Zum anderen / der Gewalt deß Teuffels / der solches verricht / unnd darzu anraitzt. Zum dritten unnd letztlich / deß zauberischen Menschen willen / der sich frey willig darein ergibt.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Über den ersten Punkt seiner Definition könnte man sich verwundern, doch Binsfeld erklärt dies daraus, dass Gott &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;die fürnembste Ursache ist&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; für alle Dinge und somit nichts ohne sein Einverständnis geschieht: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Wo dann Gott nicht wil / kan der Teuffel mit all seinem Gewalt un Macht / dem Menschen auff Erden nicht schaden.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Neben dem göttlichen Zugeständnis, das die Menschen durch Zulassung der [[Schadenszauberei]] bestrafen, prüfen oder bessern wolle, ist also der Teufel wichtiger Bestandteil des Hexenunwesens. Mit ihm geht der Zauberer aus [[freier Wille|freiem Willen]] ein Bündnis ein ([[Teufelspakt]]), aus welchem heraus er die Kraft zu seinen Zaubereien nimmt.&lt;br /&gt;
* Unter der Überschrift &amp;#039;Letzter Vortrab&amp;#039; zählt Binsfeld nun die Ursachen auf, die dazu führten, dass das Hexen- und Zaubererunwesen seiner Meinung nach so überhandnehme. Erstens sei die Unwissenheit der [[Geistlicher|Geistlichen]] dafür verantwortlich. Diese seien zu wenig informiert, um dem Volk die offizielle Lehrmeinung kundzutun. Zweitens sei der &amp;#039;&amp;#039;tägliche Schlaf der Obrigkeit&amp;#039;&amp;#039; mitverantwortlich, denn von Seiten der Gesetzgebung müsse mehr zur Ausrottung der Hexen getan werden. Eine der wichtigsten Ursachen sieht Binsfeld im [[Unglaube]], der begleitet würde von allen möglichen Arten des [[Aberglaube]]ns, wie [[Götzendienst]] und [[Wahrsagung|Wahrsagerei]]. Hinzu kämen die allzu große Sucht nach [[Reichtum]], die [[Wollust]] und der Hang zum [[Fluch]]en und [[Schwur|Schwören]]. Als achte Ursache gilt für den Autor die &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Verlassenheit / oder übrige Trwrigkeit / oder inn widerwertigen Sachen / Kleinmütigkeit [...] / welche gar offt inn dem Weiblichen Geschlecht statt hat.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; (Diese Ursache scheint Binsfeld als erster entdeckt zu haben oder doch zumindest für besonders wichtig erachtet zu haben, denn es fällt auf, dass gerade bei den Trierer [[Hexe]]n und [[Hexe#Hexer|Hexenmeistern]] ganz besonders oft diese &amp;#039;&amp;#039;Betrübnussen&amp;#039;&amp;#039; anzutreffen waren.) Die neunte und letzte Ursache, warum jemand Zauberei betreibe, sieht Binsfeld in dem Irrtum, dass man einem einmal dem Teufel erlegenen Menschen nie wieder Gnade erweisen würde und so die Hexen in dem [[Teufelsbund]] verharren würden. Dies sei jedoch falsch, da [[Gott]] jedem, der [[Buße (Christentum)|Buße]] tue und aufrichtig seine [[Sünde]]n bereue, auch verzeihen würde. Aus diesem verhängnisvollen Irrtum heraus würden reumütige Hexen sich oft weiterhin von dem Teufel quälen lassen, solange, bis sie sich den Tod vom Gericht wünschten, um diesem Schicksal zu entgehen: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Auß disem folgt auch / das etliche Weiber / vil mehr wünschen unnd begern hingericht zu werden / dann zu leben damit sie nit wider zu dieser mühseligen Mühl gebracht werden.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Den ersten Teil beendet Binsfeld nun mit 13 &amp;#039;&amp;#039;Schlussreden&amp;#039;&amp;#039;, in denen er beschreibt, dass &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Zauberer / Warsager / Schwarzkünstler / oder alle die jenigen / so mit dem bösen Geist ein Verstandt oder Pact haben / können keine wahrhaffte Mirckel thun&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, dass sie &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;durch Macht deß Teuffels / weder sich noch andere Menschen warhafftiglich und wesentlich / inn Wölff / Katzen / oder dergleichen Thier verändern&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, dass sie aber sehr wohl Schlangen, Frösche und kleines Getier machen könnten. Auch geht er hier genauer auf die [[Teufelsbuhlschaft]] ein, auf die Befähigung vom Anhexen von [[Impotentia generandi|Impotenz]], auf die Möglichkeit [[Krankheit]]en zu erzeugen und auf das immense Wissen, was diese &amp;#039;&amp;#039;Unholde&amp;#039;&amp;#039; nach seiner Meinung haben. Auch die [[Hexenflug|Hexenluftfahrt]] wird von ihm ausführlich erörtert und letztendlich für [[Wahrheit|wahr]] befunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binsfeld hat sich in seinem ersten Teil seiner Schrift also als überzeugter Anhänger der [[Hexenlehre]] erwiesen und es scheint keinen Zweifel daran zu geben, dass er zu den eifrigen Verfechtern dieser Theorie zu rechnen ist und zu Recht unter den so genannten [[Hexentheoretiker]]n aufgelistet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptteil des Hexentraktates ===&lt;br /&gt;
Im zweiten Teil seines [[Hexentraktat]]es kommt er zu seinem eigentlichen Thema, nämlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Ob der Zauberer Bekanntnuß die sie wider ihrer Gesellen / oder gleiches Lasters Mitgenossen thun / glauben zugeben / unnd wie vil / also daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; gegen ihnen mit scharpffer Frag zuerfahren sey.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Daher kann man diesen 2. Teil getrost als Hauptteil des Werkes bezeichnen. Zunächst verweist Binsfeld auf die aktuelle Gesetzeslage, durch die festgelegt werde, dass Angeklagten nicht bei Aussagen über eventuelle Mittäter geglaubt werden solle, es sei denn in den so genannten Ausnahmeverbrechen. Zu den Ausnahmeverbrechen zählen laut Binsfeld all jene, die &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;zu geistlicher oder leiblicher Verderbung der Gemein / oder grossem&amp;lt;!--sic--&amp;gt; Schaden einer Person raichen&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. Würden sich Richter schuldig machen, wenn sie bei Normalverbrechen die Täter nach Mitschuldigen fragen, so sei es in den Ausnahmefällen geradezu ihre Pflicht! Binsfeld, der die Zauberei natürlich zu den Ausnahmeverbrechen zählt, führt nun in sieben Punkten an, was den Zauberern alles zu glauben sei und was für Konsequenzen daraus gezogen werden müssten:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Der ander Schluß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; / es ist auch gewiß / das den zaubern / so von ihnen selbst bekennt / nit so grosser&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; Glaube geben wirdt / welcher dem menschen so eines guten Geschreys / Leumuths und Lebens seyn.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Dieser Punkt deutet an, dass Binsfeld demjenigen mehr Glauben schenkt, der größeres Ansehen besitzt und höheren [[Ständegesellschaft|Standes]] ist, außerdem kann einem Menschen, der sich eines Verbrechens schuldig gemacht hat, noch weniger geglaubt werden als sonst: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Dan auß aigens Bekanntnuß / ist etlicher massen der Menschen Maynung und Glauben / geschwecht.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Der dritte Schluß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; / daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; Zauberers Bekanntnuß wider sein Gesellen / gibt Vermutung genug zur [[Peinliche Befragung|peinlichen Frag]].&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; In den Erörterungen zu diesem Punkt geht Binsfeld der Frage nach, ob die Anzeigung eines Zauberers gegen einen Mitgenossen ausreicht, um gegen diesen mit der [[Folter]] vorzugehen, ohne dass andere Beweise vorliegen. Letztendlich bejaht er die Frage mit der Behauptung, dass Zauberer in diesem Punkt immer die [[Wahrheit]] sagen würden: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Aber der Zauberer Angaben / nit allein offt / sondern auch schier alle Zeit / und gemeinglich pflegt die Warheit mit zu seyn / wie solches auß der Richter Prozeß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; und Erfahrung selbs zusehen ist. Derohalben gibt eines Zauberern angeben / wider seinen Gesellen / ein dapffer Anzeigen: Dann welchen die Erklärung gebürt / dem gebürt auch / was erklärt worden.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;IIII. Die Bekanntnuß eines Gesellen / im Laster der Zauberey wider seinen ander Gesellen ist genugsam erhablich zu fleissigem Nachforschen / unnd solches in den außgenommenen lastern.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;V. Die Bekanntnuß eines Gesellen / wider seine Mitgesellen und gleiches Lasters Theifhafftige / ja dem zeuberischen Laster / wann sie ein zuwürffliche Vermutung oder Anzeigung hat / gibts ein volkombliches und erhebliches anzeigen zu der peinlichen Frag.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;VI. Zweyer oder dreyerr Bekanntnuß wider einen oder etliche / deß Lasters Mitgesellen / gibt inn dem Laster der Zauberey ein Vermutung zur peinlichen Frag.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; Hiermit schränkt er vorher Geäußertes wieder ein, da er betont, dass es sicherer sei, wenn jemand von mehr als einer Angeklagten denunziert worden ist. Liege dagegen nur eine [[Besagung]] vor, so sollte man zunächst nach weiteren [[Indizien]] forschen. Letztendlich überlässt er es jedoch dem jeweiligen Richter zu entscheiden, ob eine ausreicht oder ob mehrere vonnöten sind.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Sibend unnd letzter Schluß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt;. Wiewol gemainiglich die Gelehrten / nach Außweisung der Rechten sagen / daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; die Verleumbde unnd Gesellen deß Lasters zu Zeugen zugelassen werden / nach vorgesetztem Schluß:&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; So ist doch sicherer zusagen / das solche nit zugelassen werden zu dem verdammen / sonder allein zur Tortur dieselbig ins Werck zurichten.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; In diesem Abschnitt betont Binsfeld, dass für eine Verurteilung von Menschen richtige Beweise nötig seien. Was er unter &amp;#039;&amp;#039;richtigen Beweisen&amp;#039;&amp;#039; versteht, lässt er jedoch offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor Binsfeld seinen [[Traktat]] mit einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Auflösung der Argument&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; abschließt, führt er noch an, dass es aus seiner Sicht unzulässig ist, im Rahmen der [[Hexenverfolgung]] das [[Hexenbad]] durchzuführen, da dies eine Versuchung Gottes darstellen würde. Ebenfalls sei es nicht erlaubt, die Zauberer durch falsche Versprechen zu [[Geständnis]]sen zu verleiten. Bei reumütigen Hexen zeigt er sich gnädig, denn er will ihnen &amp;#039;&amp;#039;die Gnade des Stranges&amp;#039;&amp;#039; vor der Verbrennung zugestehen. Auch könne man ihnen bedenkenlos die heilige [[Kommunion]] gewähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss des Traktates ===&lt;br /&gt;
Im letzten Teil seines Werkes widerlegt Peter Binsfeld zunächst den &amp;#039;&amp;#039;[[Canon episcopi]]&amp;#039;&amp;#039;, der seinen eigenen Auffassungen widerspricht. Er betont zur Beruhigung von Richtern und Gerichtshelfern, dass der Teufel keineswegs einmal inhaftierte Hexen wieder aus der Gewalt des Gerichtes befreien könne. Sehr wichtig ist vor allem seine These, dass es Gott niemals zuließe, dass Unschuldige bestraft würden. Mit diesem letzten Argument spricht Binsfeld sich und alle anderen Hexenjäger von der Schuld frei, eventuell auch Unschuldige getötet zu haben, denn Gott würde solch eine Grausamkeit ja gar nicht zulassen. Das bedeutet also, dass alle [[Hexenjäger]] niemals falsch handeln könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den folgenden Worten beendet Binsfeld sein Traktat: {{&amp;quot;|Diß sey genug vom Tractat der Frag geschrieben / welches alles ich gern dem Urtheil unser Mutter der Christlichen Kirchen / underwürffe. Ehr und lob sey Gott / der seligsten Jungfrawen / und allen Heiligen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tractatus de confessionibus maleficorum &amp;amp; Sagarum an et quanta fides iis adhibenda sit.&amp;#039;&amp;#039; Trier 1589. ([https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00035227-3 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tractat von Bekanntnuß der Zauberer und Hexen.&amp;#039;&amp;#039; München 1591. ([https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10168591-7 Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613091022/http://www.bautz.de/bbkl/b/binsfeld_p.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]] |artikel=BINSFELD, Peter|band=1|spalte=598}}&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Behringer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hexen und Hexenprozesse in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; München 1988.&lt;br /&gt;
* Georg L. Burr: &amp;#039;&amp;#039;The fate of Dietrich Flade.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Papers of the American Historial Association&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 5, No. 3, 1891.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Dillinger]]: &amp;#039;&amp;#039;„Böse Leute“. Hexenverfolgungen in Schwäbisch-Österreich und Kurtrier im Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; Trier 1999.&lt;br /&gt;
* Erich Düsterwald: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier.&amp;#039;&amp;#039; Sankt Augustin 1980.&lt;br /&gt;
* P. C. van der Eerden: &amp;#039;&amp;#039;Der Teufelspakt bei Petrus Binsfeld und Cornelius Loos.&amp;#039;&amp;#039; In: Gunther Franz, [[Franz Irsigler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hexenglaube und Hexenprozesse im Raum Rhein-Mosel-Saar.&amp;#039;&amp;#039; Trier 1995, S. 51–71.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Krämer: &amp;#039;&amp;#039;Kurtrierische Hexenprozesse im 16. und 17. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; München 1959.&lt;br /&gt;
* {{ADB|2|651|652|Binsfeld, Peter|Franz Xaver Kraus|ADB:Binsfeld, Peter}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|248|249|Binsfeld, Peter|Hermann Ries|124720501}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Seibrich: &amp;#039;&amp;#039;Die Weihbischöfe des Bistums Trier.&amp;#039;&amp;#039; Trier 1998, S. 83–90.&lt;br /&gt;
* Othon Scholer: &amp;#039;&amp;#039;„O Kehricht des Aberglaubens, o leerer Wahn der Täuschung und Gespenster der Nacht!“ Der Angriff des Cornelius Loos auf Petrus Binsfeld.&amp;#039;&amp;#039; In: Gunther Franz, Franz Irsigler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Methoden und Konzepte der historischen Hexenforschung.&amp;#039;&amp;#039; Trier 1998, S. 255–276.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schormann]]: &amp;#039;&amp;#039;Hexenprozesse in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1986.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Seibrich: &amp;#039;&amp;#039;Die Weihbischöfe des Bistums Trier&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Bistumsarchivs Trier&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 31). Paulinus Verlag, Trier 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{RPPD Vw|nr=pk00942}}&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr |368 |Binsfeld Peter}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124720501}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Johannes Dillinger&lt;br /&gt;
   |url=http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/1582/&lt;br /&gt;
   |titel=Binsfeld, Peter&lt;br /&gt;
   |werk=Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung&lt;br /&gt;
   |datum=2006-06-09&lt;br /&gt;
   |abruf=2018-02-18}}&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Typ=Bischof|ID=bbins|Artikel=Peter Binsfeld|Abruf=2018-02-18}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.ortsgemeinde-binsfeld.de/persoenlichkeit02.htm |text=„&amp;#039;&amp;#039;Peter Binsfeld&amp;#039;&amp;#039;“, Homepage der Gemeinde Binsfeld |wayback=20040713082729}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste der Weihbischöfe in Trier (seit 1361)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124720501|LCCN=n/88/132141|VIAF=42778836}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Binsfeld, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weihbischof in Trier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titularbischof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hexentheoretiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter der Hexenverfolgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Eifel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1598]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Binsfeld, Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Binsfeld, Petrus; Binsfeldius, Petrus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Weihbischof in Trier und Hexentheoretiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1545&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Binsfeld (Eifel)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. November 1598&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Trier]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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