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	<title>Petarde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T13:55:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Petarde&amp;diff=32975&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tfjt: /* Beschreibung */</title>
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		<updated>2024-12-24T09:15:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beschreibung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Petard gros 1812.jpg|miniatur|Anbringen einer Petarde an einem Tor mittels fahrbarer Lafette (oben) und Abspreizstangen (unten)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Petarden HGM.jpg|mini|Petarden im [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtlichen Museum]] Wien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:British army petard.jpg|miniatur|Petarde der britischen Armee mit Madrillbrett und Abspreizstangen]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petarde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Französische Sprache|fr.]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fr|pétarde}}&amp;#039;&amp;#039; „Knallerei“, „Geknatter“, aus dem [[Mittelfranzösische Sprache|mittelfranzösischen]] &amp;#039;&amp;#039;péter&amp;#039;&amp;#039; „furzen“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=American International |url=https://www.medievalwarfare.info/weapons.htm#petards |titel=Medieval Weapons |abruf=2022-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine [[militär]]ische [[Explosivwaffe]] zum gewaltsamen Aufbrechen von Türen oder Toren an [[Befestigungsanlage]]n, zum Umreißen von [[Palisade]]n und zur Trennung von Ketten etwa zwischen den Baumstämmen einer Sperre. Daneben wurden Petarden ebenfalls zum Sprengen von Schiffsrümpfen angewandt. Sie wurden im 16. Jahrhundert entwickelt und ab dem 19. Jahrhundert von moderneren Waffen abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Anwendung der Petarde.jpg|mini|Anwendungsbeispiele einer Petarde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Petarden bestanden meist aus einem massiven becherförmigen Behälter mit halbkugeligem Boden aus Bronze oder Schmiedeeisen. Es gab allerdings auch Varianten aus Holz, die zur Verstärkung eng mit Tauwerk umwickelt und außen mit Leder oder Rohhaut bespannt waren. Letztere Variante, deren Aufbau sehr dem der [[Lederkanone]]n gleicht, war wohl allerdings nur zum einmaligen Gebrauch geeignet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geibig-2912&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Konstruktion ähneln Petarden sehr kurzen [[Mörser (Geschütz)|Mörserläufen]]. Der Ladungsraum wurde mit feinem, schnell abbrennendem [[Schwarzpulver]] bis knapp unterhalb der [[Mündung (Waffe)|Mündung]] gefüllt und mit einem dünnen Holz- oder [[Treibspiegel|Bleispiegel]], Hanf und Wachs verschlossen. Die Petarde wurde dann direkt mit der Mündung mit drei bis vier Schrauben an den zu durchbrechenden Gegenstand befestigt oder auf ein &amp;#039;&amp;#039;Madrillbrett&amp;#039;&amp;#039; geschnallt und davor gehängt. War das Vorhängen nicht möglich, konnte diese auch angelehnt und mit Abspreizstangen gegengelagert werden. Die [[Treibladung|Ladung]] wurde durch ein [[Zündloch]] im Gefäßboden mittels einer [[Zündschnur]] oder später mit einem [[Radschloss]]mechanismus über eine Zugleine gezündet. Durch den geringen Abstand zwischen Mündung und zu brechendem Gegenstand kann der Explosionsdruck (Gasdruck) des [[Deflagration|deflagrierenden]] (mit&amp;amp;nbsp;Unterschallgeschwindigkeit explosionsartig abbrennenden) Schwarzpulvers direkt auf das Ziel wirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geibig-2912&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor = [[Alfred Geibig]] | Titel = Petarden | Sammelwerk = Die Macht des Feuers – ernstes Feuerwerk des 15.–17. Jahrhunderts im Spiegel seiner sächlichen Überlieferung | Verlag = Kunstsammlungen der Veste Coburg | Ort = Coburg | Jahr = 2012 | ISBN = 978-3-87472-089-2 | Seiten = 157–176 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ergebnis war ein Loch, das erweitert werden konnte, oder die Zertrümmerung der Tür. Wurde der Petarde ein &amp;#039;&amp;#039;Matrice-Brett&amp;#039;&amp;#039; vorgelagert, ein längliches Brett, auf dem vorne quer ein langes Dreikanteisen befestigt war, so konnte diese Vorrichtung Palisaden auf der entsprechenden Länge umreißen. Je stabiler die Widerlagerung der Petarde ausgeführt werden konnte, desto größer war deren durchschlagende Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Petardiere ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Petardier&amp;#039;&amp;#039; war die Bezeichnung für die Person, die mit dem Einsatz der Petarde beauftragt und vertraut war. Der erste bekannte Einsatz einer Petarde fand 1584 in Köln und Bonn statt, als die Stadttore mit ihr aufgesprengt wurden. Im [[Langer Türkenkrieg|Langen Türkenkrieg]] setzte der kaiserliche Direktor der Artillerie [[Johann von Pernstein (1561–1597)|Johann von Pernstein]] erfolgreich eine von ihm entwickelte Petarde ein. Diese Konstruktion fand als „Pernsteinsche Petarde“ (tschechisch &amp;#039;&amp;#039;pernštejnska petarda&amp;#039;&amp;#039;) Eingang in die Militärgeschichte. Die personellen [[Gefallener|Verluste]] unter Petardieren waren relativ hoch, da sie direkt an den gegnerischen Verteidigungs- und Sperranlagen operieren mussten, die häufig ungeschützt im Wirkungsbereich der Verteidigungswaffen lagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geibig-2912&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museale Rezeption ==&lt;br /&gt;
Petarden werden in zahlreichen Museen mit militärhistorischen Abteilungen gezeigt, unter anderen im [[Germanisches Nationalmuseum Nürnberg|Germanischen Nationalmuseum Nürnberg]], [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseum Zürich]], [[Bernisches Historisches Museum|Bernischen Historischen Museum]], [[Veste Coburg|Museum Veste Coburg]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geibig-2912&amp;quot;/&amp;gt; oder im [[Königliches Dänisches Zeughausmuseum|Königlich Dänischen Zeughausmuseum]] in [[Kopenhagen]]. Das [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtliche Museum]] in [[Wien]] hat mehrere Petarden aus dem [[17. Jahrhundert]] ausgestellt, darunter  eine Tor- und eine Palisadenpetarde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RauchensteinerLitscher&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor = [[Manfried Rauchensteiner]], Manfred Litscher | Titel = Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien | Verlag = Styria | Ort = Graz/Wien/Köln | Jahr = 2000 | Seiten = 30 | ISBN = 3-222-12834-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Verwendung der Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Derzeit werden Petarden mit Reibzündung als [[Silvesterfeuerwerk]]skörper angefertigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pyroweb.de/funke-petarde-mit-reibzuendung/ Reibzündungspetarde]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = [[Alfred Geibig]]| Titel = Petarden | Sammelwerk = Die Macht des Feuers – ernstes Feuerwerk des 15.–17. Jahrhunderts im Spiegel seiner sächlichen Überlieferung | Verlag = Kunstsammlungen der Veste Coburg | Ort = Coburg | Jahr = 2012 | ISBN = 978-3-87472-089-2 | Seiten = 157–176 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor = Friedrich L. Boschke | Titel = Ritter, Burgen, Waffen | Verlag = Nikol | Ort = Hamburg | Jahr = 2003 | ISBN = 3-933203-65-1 | Seiten = }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Petard|Petarde}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Petarde}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Bekanntmachung, betreffend die Verkehrs-Ordnung für die Eisenbahnen Deutschlands / Anlage B. Vorschriften über bedingungsweise zur Beförderung zugelassene Gegenstände#I.|Vorschriften zum Transport der Petarden für Knall-Haltesignale auf den Eisenbahnen (Deutschland, 1892)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Explosionswaffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tfjt</name></author>
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