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	<title>Pesel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T05:08:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pesel&amp;diff=1001013&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Konvexkonkav: /* Nutzung */ verlinkt</title>
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		<updated>2025-10-04T16:41:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nutzung: &lt;/span&gt; verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pesel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (süddithmarsisch &amp;#039;&amp;#039;Pisel&amp;#039;&amp;#039;, [[Altfriesische Sprache|altfriesisch]] &amp;#039;&amp;#039;pisel&amp;#039;&amp;#039;, {{daS|Pisel}}, {{gmhS|phiesel}}, {{ndsS|pisel, pesel}}) ist eine Bezeichnung für einen Raum im Haus, der dem Aufenthalt von Frauen vorbehalten war. Sie entstammt dem [[mittellatein]]isch &amp;#039;&amp;#039;pisales, pisalis&amp;#039;&amp;#039;. Bis heute (2025) ist er sowohl an der Westküste Schleswig-Holsteins ([[Kreis Dithmarschen|Dithmarschen]], [[Kreis Nordfriesland|Nordfriesland]]) als auch im Süden [[Jütland]]s an der Westküste ein Raum mit gehobener bis luxuriöser Ausstattung in einem Bauernhaus, der nur zu besonderen Anlässen genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geesthardenhaus.png|mini|Grundrisse von Bauernhäusern mit Pesel]]&lt;br /&gt;
[[Charles du Fresne, sieur du Cange]] gab für das Wort Pesel folgende Erklärung:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lauffer&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otto Lauffer |Titel=Die Bauernstuben des Germanischen Museums |Sammelwerk=Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum |Verlag=Verlagseigentum des germanischen Museums |Ort=Nürnberg |Datum=1904 |Seiten=154 |Online={{archive.org |mitteilungenausd1904germiala |Blatt=154}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=vox autem formata est aux latino pensile, i locus, in quo pensa trahunt mulieres.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=das Wort ist aus dem lateinischen pensile gebildet, ein Ort, an dem die Frauen ihr [[Pensum]] wiegen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wäre etymologisch die ursprüngliche Nutzung als [[Spinnstube]] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=Pensum |Linktext=Pensum, das |Zitat=eigentlich ‚die einer Spinnerin zur täglichen Verarbeitung zugewogene Wollmenge‘ |Abruf=2022-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wilhelm Wackernagel folgte dieser Herleitung von pensum, fügte aber hinzu:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Anzunehmen als Grundlage für phesal phiesal phisal […] die mittellat. pisalis piselis pisele piselum und das altfranz. poisle poêle; mit Tilgung des n und Zurückziehung des Accentes […] entstanden aus pensale von pensum: eigentlich Arbeitsraum der Weiber und deshalb ein heizbarer Raum.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Wackernagel |Titel=Die Umdeutschung fremder Wörter |Verlag=Schweighauserische Universitaets-Buchdruckerei |Ort=Basel |Datum=1861 |Seiten=18 |Fundstelle=Anmerkung 1 |Online={{archive.org |dieumdeutschungf00wackuoft |Blatt=18}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus leitet sich ein heizbares Frauengemach ab, da {{frS|poêle, poile}} (Ofen, Stube) meint. Durch diese Erklärung Wackernagels wurden viele lexikalische und archäologische Abhandlungen über den Pesel beeinflusst, so dass Sprachforscher davon ausgingen, dass Pesel mit geheizter Raum gleichzusetzen ist. [[Otto Lauffer]] bekräftigte ausdrücklich, es sei:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=für die richtige Beurteilung wichtig, hervorzuheben, daß der Pesel seinem sprachlichen Ursprung nach nur ein Arbeitsgemach für Frauen bedeutet, gleichgültig ob mit oder ohne Heizung&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lauffer&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Für die Nutzung des Pesels in einem niederdeutschen Haus ging Lauffer davon aus, dass diese überwiegend keinerlei Heizvorrichtung besaßen. So gaben Karl Schiller und [[August Lübben]] in ihrem &amp;#039;&amp;#039;Mittelniederdeutschen Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; an, dass {{&amp;quot; |Text=der Pesel heute ‚in den Bauernhäusern meist ohne alle Heizvorrichtung ist‘}} und gingen davon aus, dass der {{&amp;quot; |Text=Begriff der Heizbarkeit […] vielfach zurückgetreten}} sei, also seine Bedeutung verloren habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beheizte Stube vor allem an der Westküste Schleswig-Holsteins und im Süden Dänemarks verbreitete Bezeichnung für die [[Stube|Gute Stube]], zum Beispiel des [[Geesthardenhaus]]es und des [[Haubarg]]s. Diese Formen des [[Bauernhof]]s sind vor allem in [[Südschleswig]] im nördlichen [[Schleswig-Holstein]] verbreitet, im [[Nordfriesland|nordfriesischen]] Bereich, auf den Inseln und auf den [[Hallig]]en, findet sich das Geesthardenhaus auch als [[Uthlandfriesisches Haus]]. Der Pesel wurde nur zu besonderen Anlässen (Feste, Besuche) genutzt&amp;lt;ref&amp;gt;Historisk Samfund for Sønderjylland (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sønderjylland A-Å.&amp;#039;&amp;#039; Aabenraa 2011, ISBN 978-87-7406-120-5, S. 297.&amp;lt;/ref&amp;gt; und daher gab es daneben noch die als täglichen Aufenthaltsraum genutzte [[Döns]]e. Im Gegensatz zur Dönse, die mit einem [[Bilegger]] beheizt werden konnte, galt der unbeheizte Pesel als „kalte Pracht“. Die ungeheizte meist große Stube in alten Bauernhäusern wurde unter anderem für Familienfeiern und Festtagen (Hochzeiten, Tauffeiern), aber auch zur Aufbahrung und Totenwache genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=Pesel |Linktext=Pesel, der |Zitat=Raum mit meist luxuriöser Ausstattung in einem Bauernhaus, in dem Besucher empfangen oder Feste gefeiert werden}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Dithmarschen]] bezeichnet der Pesel den am Hinterende des dithmarsischen Bauernhauses, dem Eingang der Grotdel, gegenüberliegende Saal, gewöhnlich ohne Ofen und mit einer Tür zum Garten, so dass eine Nutzung als „Sommerstube“ erfolgen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Pesel befinden sich auf Hallig [[Hooge]] ([[Königspesel]]), im [[Heinrich-Sauermann-Haus]] auf dem [[Museumsberg Flensburg]], im [[Dithmarscher Landesmuseum]] Meldorf, im [[Altonaer Museum]], im [[Freilichtmuseum Molfsee – Landesmuseum für Volkskunde|Schleswig-Holsteinischen Freilichtmuseum]] bei Kiel und im [[Ostenfelder Bauernhaus]] in [[Husum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
J Alberts Besuch auf der Hallig.jpg|Besuch auf der Hallig von [[Jacob Alberts]]&lt;br /&gt;
Pesel Keitum.JPG|Pesel im [[Altfriesisches Haus|Altfriesischen Haus]] in [[Keitum]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=Pesel |Linktext=Pesel, der |Zitat=Raum mit meist luxuriöser Ausstattung in einem Bauernhaus, in dem Besucher empfangen oder Feste gefeiert werden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Typ von Innenräumen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Schleswig-Holstein)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Konvexkonkav</name></author>
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