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	<title>Personalkredit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Personalkredit&amp;diff=211180&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: danke für den Werbebeitrag!</title>
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		<updated>2024-05-23T17:35:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;danke für den Werbebeitrag!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Personalkredit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im [[Bankwesen]] ein [[Kredit]], der aufgrund der [[Bonität]] des [[Kreditnehmer]]s von den [[Kreditinstitut]]en zur Verfügung gestellt wird und als [[Blankokredit]] oder gegen [[Kreditsicherheit]]en gewährt werden kann. Gegensatz ist der [[Realkredit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte  ==&lt;br /&gt;
Die Definition des Personalkreditbegriffs fiel in der Vergangenheit sehr uneinheitlich aus. Für [[Georg Obst]] gehörte 1923 der [[Lombardkredit]] nicht zu den Personalkrediten: „Während es sich beim Diskontgeschäft um einen Personalkredit handelt, tritt beim Lombardgeschäft die Person des Darlehensnehmers in den Hintergrund,…“&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Obst, &amp;#039;&amp;#039;Das Bankgeschäft&amp;#039;&amp;#039;, Band II, 1923, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Personalhaftung stand 1925 im Vordergrund, denn „die Sicherheit des Personalkredites beruht auf der Personalhaftung. Er kann ein Blankokredit sein, für welchen allein der Kreditnehmer haftet, oder ein Bürgschaftskredit, bei dem neben dem Schuldner noch Dritte mit ihrem Vermögen für eine Forderung einzutreten haben“.&amp;lt;ref&amp;gt;Miscellaneous Bulletins on Agricultural Credit in Germany, Band 2, 1925, S. 687&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 gehörte der Lombardkredit dann doch zu den Personalkrediten: „Bei den Personalkrediten überwiegen bei weitem die durch Wertpapier-, Waren- oder Wechsellombard gedeckten Kredite“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Muhs, &amp;#039;&amp;#039;Geld-, Bank- und Börsenwesen&amp;#039;&amp;#039;, 1939, S. 109&amp;lt;/ref&amp;gt; Otto Hintner verwendete 1958 die Begriffe Personalkredit und Blankokredit synonym.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Hintner, &amp;#039;&amp;#039;Kredit und Kreditformen&amp;#039;&amp;#039;, in: Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, 1958, S. 3512&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verstand darunter einen Kredit, der ohne förmliche Bestellung von Sicherheiten gegeben wird. Martin Ungerer widmete sich 1959 in einem ganzen Buch dem Personalkredit, der für ihn nicht nur das kreditprivilegierte Kundenfeld der Banken beherrschte, sondern durch die Arten des Kontokorrentkredits auch Einfluss auf [[Handel]], [[Industrie]] und [[Handwerk]] ausübte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=36R9BwAAQBAJ&amp;amp;pg=PP1&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;dq=Martin+Ungerer,+Der+Personalkredit&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=9OufsP-642&amp;amp;sig=mgpGolsS0DG1pU7IphQTVhKyats&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CDoQ6AEwBWoVChMItbv50pHXyAIVxVYUCh17KgOy#v=onepage&amp;amp;q=Martin%20Ungerer%2C%20Der%20Personalkredit&amp;amp;f=false Martin Ungerer, &amp;#039;&amp;#039;Der Personalkredit&amp;#039;&amp;#039;, 1959, S. 136]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Wilhelm Kalveram]] unterscheidet 1961 hingegen zwischen Blankokredit, einfachem (Kreditsicherheiten sind von sekundärer Bedeutung) und kollektivem Personalkredit ([[Bürgschaft]]s- und [[Diskontkredit|Wechselkredit]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Kalveram/Hans Günther, &amp;#039;&amp;#039;Bankbetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1961, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Bank-Lexikon war der Personalkredit noch 1998 ein „ohne ausreichende dingliche Sicherheit gegebener Kredit“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karlheinz Müssig/Josef Löffelholz, &amp;#039;&amp;#039;Bank-Lexikon: Handwörterbuch für das Geld-, Bank- und Börsenwesen&amp;#039;&amp;#039;, 1998, Sp. 1679&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik]] hatte der Personalkredit mit Ausnahme des Kontokorrentkredits keine herausragende Rolle gespielt. Er wurde in den ersten Jahrzehnten der rheinischen Sparkassen noch experimentell eingesetzt, erst um 1850 erhielt er die volle Legitimation der Entscheidungsträger. Im Jahre 1856 erschienen in einer Statistik erstmals die Personalkredite mit Bürgschaft als Kreditsicherheit, noch 1882 wurden Personalkredite im Rheinland fast nur in Düsseldorf und Köln vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=YLHqyBg_XB8C&amp;amp;pg=PA176&amp;amp;dq=Personalkredit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Personalkredit&amp;amp;f=false Hans Pohl, &amp;#039;&amp;#039;Die rheinischen Sparkassen&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 100]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Mai 1929 im Sparkassenrecht der Begriff Personalkredit definiert und neu eingeführt wurde, gab es definitionsbedingt im Sparkassenwesen ein enormes Volumen an Personalkrediten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Personalkredite bei Sparkassen ==&lt;br /&gt;
Als Personalkredite galten bei Sparkassen seit Mai 1929 nach den regionalen Sparkassenverordnungen („[[Mustersatzung]]“) alle Kredite, die nicht zu den [[Realkredit]]en oder [[Kommunalkredit]]en gehörten. Personalkredit war die Gewährung kurzfristiger Darlehen „gegen Bestellung anderer Sicherheiten“, wobei die Kreditsicherungsverordnung vom Mai 1928 die [[Hypothek (Deutschland)|Hypothek]], [[Verpfändung]] von [[bewegliche Sache|beweglichen Sachen]] und [[Recht]]en, [[Bürgschaft]] und [[Wechsel (Urkunde)|Wechsel]] als typische Kreditsicherheiten vorsah. Kontokorrentkredite waren auch bei grundpfandrechtlicher Sicherung immer Personalkredite.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=f9ouBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA120&amp;amp;dq=Personalkredit-h%C3%B6chstgrenze&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Personalkredit-h%C3%B6chstgrenze&amp;amp;f=false Ludwig Mirre/Hans Dreutter, &amp;#039;&amp;#039;Handkommentar der Reichssteuergesetze&amp;#039;&amp;#039;, Band II: KStG, 1939, S. 120 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb des Personalkredits wiederum unterschied man zwischen gedeckten und ungedeckten Personalkrediten. Gedeckte Personalkredite waren durch alle Kreditsicherheiten außer [[Grundpfandrecht]]en gesichert, Blankokredite waren ungedeckte Personalkredite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab gravierende sparkassenrechtliche Beschränkungen für Personalkredite. Personell durften sie nach § 23 Abs. 1 Sparkassenverordnung (SpkVO NRW) nur an Kreditnehmer gewährt werden, die ihren [[Wohnsitz (Deutschland)|Wohnsitz]] oder eine gewerbliche Niederlassung im Gebiet des [[Gewährträger]]s hatten. Quantitativ bestand eine &amp;#039;&amp;#039;Personalkredithöchstgrenze&amp;#039;&amp;#039;, wonach der &amp;#039;&amp;#039;einzelne Personalkredit&amp;#039;&amp;#039; 3 ‰ (§ 24 Ziff. 2 SpkVO NRW) und &amp;#039;&amp;#039;alle Personalkredite&amp;#039;&amp;#039; an einen Kreditnehmer 1 % (§ 24 Abs. 2 SpkVO NRW) der anrechnungsfähigen Verbindlichkeiten&amp;lt;ref&amp;gt;die Summe aus [[Sichteinlage]]n, [[Termingeld]]ern, [[Spareinlage]]n und [[Orderschuldverschreibung|Sparkassenobligationen]]&amp;lt;/ref&amp;gt; der Sparkasse nicht überschreiten durften. Die Sparkassenverordnungen sahen sogar Kontingentierungen für Blankokredite und Kreditsicherheiten (wie Sicherungsübereignungen) vor. Bezog man diese fremdkapitalgebundene Höchstgrenze des Personalkredits auf das [[haftendes Eigenkapital|haftende Eigenkapital]] der Sparkassen, so entsprach der Höchstbetrag von 1 % bei einer durchschnittlichen Sparkasse etwa 27 % des Eigenkapitals, erreichte also etwa nur ein Drittel des für anderen Banken geltenden [[Großkredit]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=6XCgBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA102&amp;amp;dq=Personalkredit-h%C3%B6chstgrenze&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Personalkredit-h%C3%B6chstgrenze&amp;amp;f=false Rudolf Holdijk, &amp;#039;&amp;#039;Die Eigenkapitalprobleme der deutschen Sparkassen&amp;#039;&amp;#039;, 1979, S. 102]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie unterschritt damit deutlich die Grenzen, die das [[Kreditwesengesetz]] (KWG) für alle Institutsgruppen vorsah. Die Bestimmungen über die Personalkredithöchstgrenze hatten den Zweck, die Personalkredite der Sparkassen zu begrenzen. Im Falle der Überschreitung mussten die Sparkassen im Wege des Gemeinschaftskredits an die [[Landesbank]]en als zusätzliche [[Kreditgeber]] herantreten. Erstmals kamen Forderungen nach einer Aufhebung der Personalkredithöchstgrenze im Jahre 1969 auf, die bisherigen Höchstgrenzen für den Personalkredit entfielen in den einzelnen Bundesländern bis 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach § 11 Abs. 1 [[Satzung (öffentliches Recht)|Satzung]] der [[Nassauische Sparkasse|Nassauischen Sparkasse]] vom Juni 2008 gewährt sie als Personalkredit Kredite gegen sonstige bankübliche Sicherheiten, Abs. 2 erlaubt ihr Kredite ohne Sicherheiten zu gewähren. In Abs. 3 wird bestimmt, dass einem Kreditnehmer an Personalkrediten nicht mehr als 25 % der Bemessungsgrundlage gewährt werden darf. Für die Anrechnung von sonstigen Verpflichtungen des Kreditnehmers auf die Personalkredithöchstgrenze galten die Bestimmungen des Kreditwesengesetzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation ==&lt;br /&gt;
Der Personalkredit beruht auf der [[Kreditwürdigkeit]] des Kreditnehmers. Er ist deshalb oft ein Blankokredit, doch bei nicht völlig integrer Kreditwürdigkeit werden Kreditsicherheiten verlangt. Alle Kreditsicherheiten können hier zugrunde gelegt werden, auch Grundpfandrechte, die oberhalb der für Realkredite geltenden [[Beleihungsgrenze]] („Personalkreditteil“) liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=BqwUxO9kNy0C&amp;amp;pg=PA3&amp;amp;dq=Personalkredit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Personalkredit&amp;amp;f=false Rainer Foitzik, &amp;#039;&amp;#039;Konsumenten- und Realkredite&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 4]&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem kommen als weitere [[Sachsicherheit]]en die [[Verpfändung]] von [[Bankguthaben]], [[Wertpapier]]en oder [[Edelmetall]]en, [[Sicherungsübereignung]] von [[bewegliche Sache|beweglichen Sachen]] und [[Sicherungsübereignung von Kraftfahrzeugen]] oder die [[Abtretung (Deutschland)|Abtretung]] von [[Forderung]]en und [[Recht]]en vor. Übernehmen Dritte für den Personalkredit die persönliche Haftung in Form der [[Bürgschaft]], [[Garantie]], [[Patronatserklärung]] oder [[gesamtschuldner]]ische Mithaftung, liegt eine [[Personalsicherheit (Kredit)|Personalsicherheit]] vor. In allen Fällen haben die Sicherheiten jedoch nur sekundäre Bedeutung, weil weiterhin die Bonität des Kreditnehmers im Vordergrund steht. Für den Personalkredit kommen [[natürliche Person]]en oder [[Unternehmen]] (sowohl [[Großunternehmen]] als auch [[kleine und mittlere Unternehmen]]) in Frage. Als Kreditarten sind insbesondere [[Dispositionskredit]]e, [[Konsumkredit]]e, [[Kontokorrentkredit]]e oder [[Investitionskredit]]e zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilanzierung ==&lt;br /&gt;
Bankenaufsichtsrechtlich gelten Personalkredite als Teil der „Forderungen an Kunden“ und gehen deshalb in die [[Risikoposition]] ein. In der [[Bankbilanzierung|Bankbilanz]] erscheinen sie nach {{§|15|rechkredv|juris}} Abs. 1 [[Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung]] (RechKredV) als „Forderungen an Kunden“ bzw. nach {{§|14|rechkredv|juris}} RechKredV als „Forderungen an Kreditinstitute“. Nach § 15 Abs. 2 Satz 1 RechKredV sind Realkredite gesondert von den übrigen „Forderungen an Kunden“ in einer Ausgliederungsposition zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
In vielen [[Nichtbank]]en gewähren die [[Arbeitgeber]] ihren [[Arbeitnehmer]]n [[Arbeitgeberdarlehen]], die zuweilen auch Personalkredit (Kredit an das [[Personal]]) genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4173893-7}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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