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	<title>Persona - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Persona&amp;diff=222495&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-37539-53 am 6. Februar 2026 um 21:47 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-06T21:47:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Begriff Persona in der Psychologie. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Persona (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Persona&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Konzept in der [[Analytische Psychologie|Analytischen Psychologie]] nach [[Carl Gustav Jung]]. Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Persona&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird die nach außen hin gezeigte [[Einstellung (Psychologie)|Einstellung]] eines Menschen bezeichnet, die seiner sozialen Anpassung dient und manchmal auch mit seinem Selbstbild identisch ist.&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung (1921, 8. bearb. Aufl. 1949): &amp;#039;&amp;#039;Psychologische Typen.&amp;#039;&amp;#039; GW 6: § 801 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Inneres Bild|innere Bild]], das seiner Inneren Einstellung entspricht, nennt Jung [[Seelenbild]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;JungJGW6&amp;quot; details=&amp;quot;S. 502 f., § 810 zu Kap. „Seelenbild“ /&amp;gt; Das Konzept arbeitet wie das Konzept [[Schatten (Archetyp)]] mit der [[Metapher]] Licht und Schatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Persona-Schatten-Grafik BineMaja.jpg|mini|hochkant=1.2|Die &amp;#039;&amp;#039;Persona&amp;#039;&amp;#039; eines Menschen bedeutet nach Jung ein soziales Auftreten, mit dem er sich an Idealvorstellungen einer sozialen Gruppe/Gesellschaft anpasst. Identifiziert sich ein Mensch zu sehr mit dieser „Theatermaske“, dann ist sie wie „festgewachsen“: Er kann sie nicht willentlich ablegen. – Vom Ich-Bewusstsein aus gesehen am Gegenpol zur Persona befindet sich der [[Schatten (Archetyp)|&amp;#039;&amp;#039;Schatten&amp;#039;&amp;#039;]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Persona.svg|mini|hochkant=1.2|Diese Grafik (nach Aniela Jaffé) stellt ein komplett von einer „objektiven [[Denken|Denker]]-Persona“ umwölbtes männliches [[Ich]]-Bewusstsein dar. Bei dieser [[Einstellung (Psychosomatik)|Einstellung]] ist die subjektive [[Fühlen (Psychologie)#Fühlen als elementare psychische Funktion nach Jung|Gefühlswelt]] im Inneren des Ich verborgen und mit seiner [[Animus und Anima#Anima|&amp;#039;&amp;#039;Anima&amp;#039;&amp;#039;]] verbunden. Die vier Begriffe außen stellen Bewusstseinsfunktionen nach Jung dar.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schweizer Psychologe [[C. G. Jung|Carl Gustav Jung]] übertrug den Begriff aus dem Theater in die [[Tiefenpsychologie]] und schrieb: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Persona&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text= ist aber, wie ihr Name sagt, nur eine Maske der Kollektivpsyche, eine Maske, die Individualität vortäuscht, die andere und einen selber glauben macht, man sei individuell, während es doch nur eine gespielte Rolle ist, in der die Kollektivpsyche spricht.&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung (1928, 2. Aufl. 1934): &amp;#039;&amp;#039;Die Beziehungen zwischen dem Ich und dem Unbewussten&amp;#039;&amp;#039;. GW 7, Zitat §245.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt; Sie ist ein Kompromiss zwischen Individuum und Sozietät über das, ‚als was einer erscheint‘.&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 7: §246&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|Autor=Carl-Gustav Jung&lt;br /&gt;
|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Die Beziehungen zwischen dem Ich und dem Unbewussten&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff bezeichnet also denjenigen Teil des [[Ich]]s, der für ein „normales“, [[sozial]]verträgliches Verhalten des [[Individuum]]s gegenüber seiner [[Umwelt]] sorgt – und insofern wie die Persona gerne „das Ich“ zu sein vorgibt, kann sie auch als ein „falsches Ich“&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 6: §370&amp;lt;/ref&amp;gt; gedeutet werden. Die Eigenschaften der Persona werden daher hauptsächlich durch [[Anpassungsfähigkeit|Anpassung]] bzw. Übernahme gesellschaftlich (oder subkulturell) erwünschter Vorstellungen ([[Kollektives Unbewusstes]]) erworben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust von Individualität ==&lt;br /&gt;
Anpassung aber erfolgt häufig zu Lasten der [[Individualität]]. Die Gefahr der zu starken Anpassung an soziale Gegebenheiten bringe das Individuum in die Gefahr des Konfliktes mit dem unbewussten individuellen Teil seiner Psyche, dessen sozial unvorteilhaft erscheinende Bereiche oft im „Schatten“ relativer Unbewusstheit gehalten werden. Somit steht das Ichbewusstsein typischerweise zwischen den Polen seiner „hellen“ Persona und seines „dunklen“ [[Schatten (Archetyp)|Schattens]]. Die Persona ist eine Art Kleidung des Ichs, welche sowohl der dahinter verborgenen Individualität einen Schutz bietet als auch eine Ausgangsbasis für normale (situativ konventionelle) Kommunikation bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chancen und Gefahren ==&lt;br /&gt;
Jung beschrieb die Chancen und Gefahren des seelischen Prozesses, wenn die konventionelle Persona durch aus dem Unbewussten hervorbrechende Inhalte demontiert wird. Die „Entfesselung der unwillkürlichen Phantasie“ bringe ein Gemenge individueller und kollektiver unbewusster Inhalte zu Tage. Dies könne entweder eine heilsame Persönlichkeitsveränderung bewirken oder ein völliges Aufgehen der Menschen in [[Masse (Soziologie)|Massenbewegungen]].&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 7: §250–253.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzfunktion ==&lt;br /&gt;
Die Persona hat also, positiv gesehen, eine doppelte Schutzfunktion: Sie kann ein empfindliches Innenleben vor Übergriffen und Entwertung durch andere Menschen schützen. Und sie kann andere Menschen vor Gefahren (z.&amp;amp;nbsp;B. sexueller oder politischer Gewalt) schützen, indem potenzielle Täter ihre destruktiven Impulse zwecks Wahrung der Persona (also hier z.&amp;amp;nbsp;B. des guten Rufes und der sozialen Stellung) unterdrücken. Umgekehrt kann im positiven Falle die Aufgabe einer gesellschaftlich definierten Persona einem Menschen dabei helfen, sein inneres Leben (z.&amp;amp;nbsp;B. als Künstler) konstruktiv zu verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rollen ==&lt;br /&gt;
[[Jolande Jacobi]] beschrieb einige „Rollen“, die Menschen auch im Sinne von Persona in der Gesellschaft einnehmen würden:&lt;br /&gt;
* der [[Held]] (Anerkennung als gesellschaftliches Vorbild),&lt;br /&gt;
* der [[Erlösung|Erlöser]] (gesellschaftliche Anerkennung als moralisches oder religiöses Ideal, z.&amp;amp;nbsp;T. gegen herrschende politische Einflüsse),&lt;br /&gt;
* der [[Rache|Rächer]] (bewusstes Handeln gegen die kollektive Moral aus unterschiedlichen Motiven),&lt;br /&gt;
* der [[Märtyrer]] (Opfer der kollektiven Moral),&lt;br /&gt;
* der [[Geächteter|Ausgestoßene]] (Ausgrenzung durch die Gesellschaft),&lt;br /&gt;
* der [[Femme fatale|Vamp]] (weibliche Verhaltensweise, um in einem männlich-machtorientierten Umfeld „den Spieß umzudrehen“).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jolande Jacobi|Jacobi, Jolande]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Psychologie von C.G. Jung&amp;#039;&amp;#039;. Eine Einführung in das Gesamtwerk. Mit einem Geleitwort von C.G. Jung. Fischer Taschenbuch, Frankfurt März 1987, ISBN 3-596-26365-4, Seite 36 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Begriffs ==&lt;br /&gt;
Der Begriff entspringt womöglich dem griechischen &amp;#039;&amp;#039;πρόσωπον/prosopon&amp;#039;&amp;#039; = Gesicht, der sich wie auch das lateinische &amp;#039;&amp;#039;persona&amp;#039;&amp;#039; bereits in der Antike auf die Bedeutungen [[Maske|&amp;#039;Schauspielermaske&amp;#039;]] (wie im [[Theater der griechischen Antike|antiken Theater]]), &amp;#039;Rolle&amp;#039; (im Schauspiel oder Leben), &amp;#039;Amtsstellung&amp;#039; und allgemein &amp;#039;[[Person]]&amp;#039;/&amp;#039;Persönlichkeit&amp;#039; auffächerte.&amp;lt;ref&amp;gt;Quellen: Oxford Dictionary, Langenscheidts Latein-Wörterbuch, englische Wikipedia.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort &amp;#039;Persona&amp;#039; wurde auch als das &amp;#039;Hindurchtönen&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;personare&amp;#039;&amp;#039; = hindurchtönen, klingen lassen) der Stimme des Schauspielers durch seine Maske, die seine [[Rolle (Theater)|Rolle]] [[Idealtypus|typisierte]], verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
Die Ästhetik der [[Moderne]] neigt zur Verdrängung oder Eliminierung von [[Affekt]]en durch [[Depersonalisierung]] mittels verschiedener Techniken. Oft bedienen sich moderne Autoren einer Persona oder Maske wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[T. S. Eliot]] in &amp;#039;&amp;#039;The Love Song of J. Alfred Prufrock&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Gregory Castle: &amp;#039;&amp;#039;The Literary Theory Handbook.&amp;#039;&amp;#039; Wiley-Blackwell 2013, S. 19 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persona in der Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Persona (Mensch-Computer-Interaktion)}}&lt;br /&gt;
In der Wirtschaft hingegen werden Käufer-Personas entwickelt, um sich die eigenen Kunden besser vorstellen zu können. Personas sind hier erfundene Charaktere, die so genau wie möglich die Zielgruppen der eigenen Angebote darstellen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Häusel, Hans-Georg und Henzler, Harald |Titel=Buyer Personas wie man seine Zielgruppen erkennt und begeistert |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1. Auflage |Verlag=Haufe Lexware |Ort=Freiburg |Datum=2018 |ISBN= |Seiten= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Methode findet in der Produktentwicklung und im [[Marketing]] Anwendung. In jüngster Zeit wird „Persona“ auch für im Internet gezeigte Schein-Identitäten verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Persona#Bedeutung2, abgerufen am 17. März 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Persona (Computerspielreihe)|Persona]]-Computerspiel thematisiert und entnimmt Elemente der psychologischen Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://screenrant.com/persona-games-jungian-psychology-concepts-themes-inspiration-details/ |titel=The Jungian Psychology Concepts Which Acted As Inspiration For The Persona Franchise |datum=2020-04-10 |sprache=en-US |abruf=2022-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JungJGW6&amp;quot;&amp;gt;[[Carl Gustav Jung]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychologische Typen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Walter, Solothurn/Düsseldorf 1995, ISBN 3-530-40081-5.&amp;lt;/ref&lt;br /&gt;
&amp;gt;&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Analytische Psychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-37539-53</name></author>
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